Blende nach Reinigung wieder ölen?

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    • Blende nach Reinigung wieder ölen?

      Hallo,
      ich habe ein recht altes Rodenstock Trinar, (ohne Verschluss) welches sehr verharzte Blendenlamellen hat.
      Ich würde diese gern reinigen, Anleitungen dazu gibts ja genug, Objektiv lässt sich auch einfach öffnen.
      Was in den Anleitungen nicht erwähnt wird, bzw. wo sie auseinander gehen, ist das Ölen der Mechanik nach der Reingiung.

      Was sagt ihr dazu? Und wenn (hauchdünn) geölt werden soll, mit welchem Mittel?

      Viele Grüße
      Martin
    • Gewiß nicht ölen, der Widerstand aus der Anhaftung ist zu groß. Nur die Lamellenzapfen erhalten ganz wenig Fett, damit sie leicht drehen. Öl schützt auch nicht vor Rost, es ist ja spezifisch leichter als Wasser, so daß es von Wasser unterkrochen wird. Was sich lohnen kann, ist, mit einem Rundstahl die Lamellenkanten zu glätten. Feinmechanikerarbeit
    • Simon Wyss schrieb:

      Nur die Lamellenzapfen erhalten ganz wenig Fett, damit sie leicht drehen.
      Das finde ich interessant. Ich hatte auch schon mal Probleme, nach dem ich eine Blende vollständig entfettet und gesäubert hatte war sie immer noch zu langsam. Lamellen zu glätten ist für den Bastler wohl schwierig. Aber das fetten der Zapfen. Was für ein Fett verwendest du dafür. Ich hätte Bedenken, dass die Lamellen danach erst recht kleben und träge werden.
    • Hallo Martin,

      Thomas Tomosy empfiehlt in seinem "Leica Camera Repair Handbook", Blendenlamellen und Verschlußlamellen nicht zu schmieren, sondern entweder Graphit dünn auf die Oberfläche zu reiben oder die Teile in einer Aufschlemmung von Graphit in Feuerzeugbenzin zu baden. So wird auch die Schmierung von Zentralverschlüssennach der Reinigung für Sammler und Amateurkameras empfohlen.
      Beim Fetten der Zapfen sehe ich das Risiko, daß eine Springblende in einem Kameraobjektiv zu langsam wird (ist bei einem Vergrößerungsobjektiv, wie dem Trinar, allerdings ohne Belang) und daß sich das Öl aus dem Fett wieder seinen Weg auf die Blendenlamellen sucht.

      Gruß, Jochen.
    • Es geht heute wesentlich komfortabler. Und zwar mit dem Teflon-Spray von Ballistol.

      Lamellen aus ca. 50 cm Entfernung kurz einsprühen. Wirklich nur einen Hauch von Spray und nicht drin baden lassen. Nach dem Trocknen umdrehen und erneut einnebeln.Nach erneutem Trocknen direkt einbauen. Nicht dranherum wischen, sondern mit fusselfreien Handschuhen bewaffnet einbauen. Habe das bisher zweimal praktiziert, mit vollem Erfolg! Und man muss sich nicht entscheiden, ob man nur Noppen oder die ganze Lamelle behandeln soll.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.