Reparatur Seikosha Verschluss

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    • Reparatur Seikosha Verschluss

      Ich drucke gerade mal wieder eine neue Kamera, bis auf den Balgen (ganz anderes Thema) habe ich auch alles zusammen was ich brauche. Das wird eine 4x5 nach den Plänen von Edgar Kech, dafür brauche ich natürlich auch ein Objektiv.

      Von einem Freund habe ich eine Polaroid Model 120 bekommen, deren Objektiv sollte eigentlich zum Testen ausreichen. Blöderweise scheint der Verschluss ziemlich verharzt zu sein und löst immer mit 1/500 aus. Ein Tropfen Benzin macht ihn für kurze Zeit wieder funktionsfähig, der muss aber eine Grundreinigung bekommen. Kann man das selber machen oder lässt man besser die Finger davon?
      Dateien
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      Volker
    • Hallo Volker,
      Linsen herausdrehen und ordentlich Benzin benutzen. Gaaanz vorsichtiges Abwischen der Lamellen mit nicht fusselnden Q-Tips und ohne Druck.
      Einmal habe ich auch Bremsenreiniger auf die Lamelle getröpfelt. Aber man möchte ja nicht wirklich alle Fette-Öle entfernen, wenn es nicht geöffnet werden soll...

      Vierl Erfolg.
    • Hallo Nick,

      die Lamellen von Verschluss und Blende sind trocken, es scheint nur das Hemmwerk zu sein. Ich müsste das Ding also komplett zerlegen, ich weiss ehrlich gesagt nicht ob ich mir das zutrauen kann.

      Hinten sind 4 Schrauben dran, weiss jemand ob mir da irgendwelche Teile um die Ohren fliegen wenn ich die aufmache?
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      Volker
    • Es wird in diesem Fall leider nie funktionieren, ein paar Tropfen auf die Lamellen zu geben und ein paarmal auszulösen.

      Bei diesem Typ Verschluss geht der Rückdeckel normalerweise ab, ohne dass einem Einzelteile entgegenfliegen oder etwas ausgehängt wird, das man nie wieder zusammenbekommt. Es reicht möglicherweise, das Hemmwerk zu reinigen. Leider kann man nicht voraussagen, wie aufwändig das wird. Es kann sein, dass es ausreichend ist, Reinigungsbenzin (am besten einfach das verwenden, die Diskussionen über mögliche Alternativen sind wirklich zahlreich, aber der Konsens ist, dass das am geeignetsten ist) auf das Hemmwerk zu träufeln, dann vielleicht 100x auszulösen und dann mit einem geeigneten Schmiermittel ein paar Stellen minimal zu ölen (je nach Verschluss vielleicht drei Stellen, mit Nähmaschinenöl). Es kann auch sein, dass das nicht reicht, das ist leider nach meinem Kenntnisstand wahrscheinlicher: Dann kann es notwendig werden, zumindest das Hemmwerk auszubauen, in Reinigungsbenzin einzulegen (mindestens ein paar Stunden, vielleicht auch einen Tag). Dann sehr häufig auszulösen (öfter als 100x) und das möglicherweise auch wiederholen zu müssen. Es passiert dabei häufig genau das, was Du schon beobachtet hast: Die erste Reinigung scheint erfolgreich zu sein, das Ding geht wieder. Wenn sich das Reinigungsbenzin verflüchtigt hat, geht es wieder nicht. Das kann man dann leider nur so lange wiederholen, bis es funktioniert.

      Das Ausbauen des Hemmwerks ist je nach Komplexität des Verschlusses nicht so schwierig, wie es erstmal klingt. Falls das nicht geht, kann man auch den gesamten Verschluss in Reinigungsbenzin einlegen - nach Entfernen möglichst vieler Anbauteile.

      An dieser Stelle würde ich aber zunächst empfehlen, zu schauen, was man dazu im Internet findet. Dazu gibt es recht viel Material, vielleicht auch zu diesem Typ. Ich glaube, der ist recht einfach aufgebaut.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Weil das oben Thema war, kurz noch ein Wort dazu...

      Solange nicht mit Bremsenreiniger satt geflutet und gespült wird, sondern nur minimal (evtl mit einer Pipette) ein Hauch rein getropft, ist immer Restfett noch an anderen Stellen da, keine Sorge.

      Langjährige Anwendung von weit über hundert Dosen... allerdings im Oldtimer Bereich...

      Die sorgfältige Kfz Werkstatt lässt ihn ja, nach wirklich sattem Aufsprühen auf die Bremsscheiben, dann lediglich ablaufen, da die Reste nach sehr kurzer Zeit dann rückstandsfrei verdunsten, ist es fettfrei (gelöstes Fett ist ja runtergelaufen), nachwischen darf man nicht, könnte Fett im Tuch sein.

      Keine Angst vor Bremsenreiniger an sich... Er vernichtet das Fett nicht vollständig, er spült es ab und verteilt es also anders... Andere Mittelchen werden nichts anderes machen.

      Mir fehlt bei Kameras die Erfahrung damit, deshalb lieber auf die Profis hören, aber Bremsenreiniger ist an sich für vieles brauchbar.

      Nur nicht dahin sprühen wo er nichts verloren hat (Griffe, Kunststoff, lackierte Oberflächen, die mit Pflegemittel behandelt sind). Denn die Tröpfchen nehmen alles auf und sieht aus wie drauf geniest, die Pflegemittel sind nicht mehr gleichmäßig, Punkte zeigen sich wo sie fehlen, und dann muss die Teilfläche wieder neu eingepflegt werden.
      Reject the digital. Go analog.
    • Danke für die Antworten, ich versuche morgen mal Front- und Rücklinsen heraus zu bekommen und das Ding dann solange in Benzin einzulegen bis der wieder geht. Zur Not kommt dann Bremsenreiniger dran.

      @Edgar: Ja, das ist ein Holzfilament.

      Wie hast du dieGewindestange zur Scharfeinstellung am Einstellknopf befestigt?

      1,75mm für den Federdraht am Filmhalter waren hier deutlich zu viel, eine Halterung hat sich schon zerlgt.
      --
      Volker