DuKa for bloody Beginners...

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    • DuKa for bloody Beginners...

      Hallo !

      Nachdem ich ja schon einige Zeit hybrid arbeite und meine Bilder immer im Labor ausbelichten/vergroessern/drucken lasse, reizt mich der letzte Schritt jetzt doch zu sehr.
      Da ich zu ersten kaum eine Ahnung von der Materie habe, will ich Flohmaerkte und den Gebrauchsmarkt erst mal bei Seite lassen, da ich das doch nicht beurteilen kann ob das Zeug was taugt oder nicht.
      Zum zweiten mag ich fuer so einen Versuchsballon nicht allzu viel Geld ausgeben. Budget waren maximal 500,-

      Im Zuge meiner Recherchen bin ich dann ueber das Komplettset (um schlanke 300,-) von Fotoimpex gestolpert und das wuerde mir preislich sehr zusagen und neu waere es nebenbei auch.
      Jetzt meine Frage dazu: Taugt das was?
      Mir ist schon klar das ich frueher oder spaeter (falls ich dran bleibe) quasi alles ersetzen werde, aber fuer erste sollte das doch reichen oder?

      Technisch gesehen brauche ich halt einen Ausbelichter fuer Schwarzweiss fuer KB und 6x6.

      Danke schon mal fuer eure Meinungen

      lg rene

      ps: da ich nicht weiss ob haendler links erlaubt sind, hab ich keinen eingefuegt, aber da es von Fotoimpex eh nur ein Set gibt, sollte klar sein welches gemeint ist.
      If you don't shoot, the Chance to miss is 100 %
    • In der Beschreibung steht nur KB, aber wenn man die Beschreibung für den Vergrößerer anklickt, ist da auch MF erwähnt (weil du 6x6 sagtest). Frage mich nur, ob das dann auch mit diesem Objektiv geht.

      Eine Filterschublade hat der auch, oder sehe ich das falsch? Das wäre wichtig für Gradationswandelpapier.

      Für Vergrößerungen ist maximal 40 x 40 angegeben, das dürfte aber bei MF noch mehr sein, oder es ist die Maximalgröße bei MF und KB reicht nicht so weit.

      Ja, finde ich gut, ist jedenfalls alles Neuware. Wenn man nicht experimentieren will und das Geld hat, kein Problem, faires Angebot.

      Bin gespannt auf deine ersten Abzüge! Unbedingt zeigen!

      Grüße
      Rolf
    • Also ich habe mit einem Liesegang angefangen und mit einem Opemus 5 weiter gemacht. Das weitere Zubehör kam dann recht fix dazu. Vieles auch von hier.
      Ganz ehrlich?! Bis ich die 300€ Marke geknackt habe, kann ich noch einiges an Papier kaufen und das sollte man nicht vergessen. Ich habe mit einer Minolta SRT angefangen, die war billig und bis ich mir eine Nikon (als Beispiel) leiste, habe ich mit der SRT schon einiges an Negativen im Archiv-Ordner.
      Momentan habe ich am Opemus ein Rodagon 80mm für MF, welches (für mich) eine hervorragende Qualität bringt. Damit hättest Du schon mal einen soliden Grundstock, der nicht gleich ersetzt werden muss und Du wärst noch billiger.
      Das Fotoimpex-Set wurde mir auch am Anfang empfohlen, aber da hätte ich auch erst ein Objektiv dazu kaufen müssen. Mit dem Opemus hatte ich zumindest schon ein Belar 80mm. Möchte man am Anfang starten, so braucht man vieles auf einmal und man weiss nicht, ob alles zusammen passt, da reisst ein zusätzliches 80mm schon ein Loch in die Kasse.

      Nur meine Gedanken dazu, gibt dazu hier im Forum auch einen Faden von mir dazu, in dem mir allerhand Leute gute Tips gegeben haben. Halte am Anfang das Budget klein, es kommt immer noch was dazu, was Du brauchst.
    • Naja, das Starter-Set ist schon sehr spartanisch, und wahrscheinlich so billig im wahrsten Sinne des Wortes, dass man nicht lange Freude daran haben wird.
      Wie es auf Neudeutsch heißt: You get, what you pay for. Dabei ist das sicher knapp kalkuliert, aber mehr ist mit Neuware bei dem Preis wohl nicht drin.

      Ich meine, wenn man über einen ersten neugierigen Versuch hinaus weiter machen will, wird man sich sehr schnell etwas Besseres wünschen. Der Gebrauchtmarkt erfordert halt etwas Geduld, aber nicht unbedingt mehr Geld! Mit den Infos, die man dazu vorher lesen und einholen muss, lernt man auch schon eine ganze Menge.

      Was mir am Starterset nicht gefällt, und z.T. mit Mehrkosten verbunden ist:
      * Filtersatz für VC-Papier fehlt (ohne Filter geht ausschließlich mittlere Gradation 2)
      * man braucht anstatt der 2 enthaltenen Schalen besser 3 (Entwickler, Zwischenbad, Fixierer), das Zwischenbad (2%ige Zitronen- oder Essigsäure) ganz wegzulassen, kann man mal machen, aber nicht als Dauerlösung
      * die glaslose Negativbühne ist okay für KB, aber bei MF wird man damit keine ordentliche Planlage hinkriegen
      * das noname 50er Objektiv (nicht für MF, dazu braucht man ein 80er) hätte man gleich weglassen können, dabei gibt es für relativ wenig Geld auch gute Objektive von Schneider-Kreuznach oder Rodenstock (sind halt gebraucht, aber was soll da kaputt gehen?)

      Natürlich verstehe ich die Zielsetzung dieses Starter-Sets, die Werbung sagt: Anfangen kannst Du "out of the box" bis hin zum fertigen Bild. Das stimmt schon, aber ob damit ein neues Hobby erfolgreich beginnen kann??

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Das Arbeiten in einer eigenen Dunkelkammer kann sehr befriedigend sein. Bevor man Anschaffungen tätigt sollte man sich vielleicht ein wenig einlesen. Geeignet wäre da z.B.:

      fotoespresso.de/SW-Magazin/Pra…s-Labor_Reinhard_Merz.pdf
      blende7.at/datenblaetter/ilford/handbuch.pdf
      fotoespresso.de/SW-Magazin/swmag_frame_erste_schr.htm

      Hilfreich wäre es sicher auch, wenn man in der Nähe jemanden findet, der einem ein paar Praxistipps geben kann. Dabei kann sicher das Forum hier helfen.
      Viel Erfolg und beste Grüße,
      Otto!
    • Ich würde wirklich etwas Gebrauchtes nehmen:
      Wenn man feststellt, das ist nicht meine Sache, dann kann man es ungefähr für den gleichen Preis, oder knapp darunter verkaufen.
      Kauft man etwas neu und braucht es dann nicht mehr, ist der Wertverlust deutlich höher.
      Bei dern Vergrößerern (ab 6x6) wurden in den 80er und 90er Jahren äusserst solide Geräte (Kaiser, Dunco, Durst, Meopta) hergestellt.
      Diese Mittelformatvergrößerer sind doch fast alle sehr gut ausgeführt und die sind den heutigen kostengünstigen Lösungen weit überlegen.
      Ansonsten gebe ich Manfred recht, der Startersatz ist halt doch kein Startersatz, zumindest die dritte Schale und einen Filtersatz braucht man.

      Grüße
      Martin
    • Rene Dyma schrieb:

      Da ich zu ersten kaum eine Ahnung von der Materie habe, will ich Flohmaerkte und den Gebrauchsmarkt erst mal bei Seite lassen, da ich das doch nicht beurteilen kann ob das Zeug was taugt oder nicht.Zum zweiten mag ich fuer so einen Versuchsballon nicht allzu viel Geld ausgeben. Budget waren maximal 500,-
      Gerade deshalb würde ich mich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Die Beschreibung des Adox Vergrößerers ließt sich nicht gerade verheißungsvoll:

      Dieser Vergrößerer ist für den Einstieg in die Faszination der analogen Laborzauberei gedacht, er ist robust und preiswert. Seine kleinen Schwächen kann man mit etwas Improvisation überspielen, kleinere Dejustierungen mit Pappe, einer Unterlegscheibe oder Klebeband kompensieren.

      Da kann man auch einen Vergrößerer für 20Euro aus einer Kleinanzeige nehmen.

      Auf den ersten Blick fehlen dem Adox-Set eine dritte Schale, eine Schaltuhr und Graduationsfilter. Für 6x6 fehlt das Objektiv.

      Als Schnäppchen-Beispiel: ebay.de/itm/Durst-Vergroessere…nc&_trksid=p2047675.l2557
      Noch für 20 Euro ein paar gebrauchte Schalen dazu und du könntest 270Euro für Chemie und frisches Papier ausgeben.

      Damit würde ich wesentlich lieber anfangen als mit dem Adox-Teil.

      Der Sommer kommt, da sind Dunkelkammerklamotten auf dem Gebrauchtmarkt preiswert.
    • Hallo Rene,

      ich kann mich insbesondere den Worten von @Manfred Anzinger nur anschließen und Dir nur empfehlen, das Starter-Set NICHT zu nehmen!
      Mit dem Set kann man begrenzt Vergrößerungen erstellen, ja. Sollte Dir das Ganze dann später nicht zusagen, wirst Du solch ein No-Name-Set schwer wieder los.
      Sollte es Dir grundsätzlich zusagen, prophezeie ich Dir, dass Du mit den Möglichkeiten des Gerätes und der Qualität des Vergrößerungsobjektives nicht lange zufrieden sein wirst.

      An Deiner Stelle würde ich ganz klar ein gebrauchtes Gerät nehmen, das früher eine große Verbreitung hatte, z.B. einen Durst 605. Für dieses Gerät bekommt man immer noch reichlich Ersatzteile. Die guten Vergrößerungsgeräte von damals haben richtig Geld gekostet. Kauft man das Gerät aber von einem Erstbesitzer, kann man davon ausgehen, dass das einwandfrei in Schuss ist. Das Gerät wurde ja stationär betrieben und mit solch einem Gerät ist man normalerweise sehr behutsam umgegangen. Genauso würde ich es dann mit dem Kauf einer Schaltuhr, einem Vergrößerungsrahmen und einer Dunkelkammerlampe machen. Die Produkte die damals gut waren, sind auch heute noch begehrt und lassen sich wieder gut verkaufen, falls Dir das Ganze doch nicht zusagen sollte.

      Gibt es in Deiner Nähe vielleicht jemanden der noch Handabzüge herstellt, oder einen Fotografen mit herkömmlichem Labor, oder Kurse in der VHS?
      Da könntest Du vielleicht einmal vorab hineinschnuppern.

      In meiner Teenager-Zeit hatten wir in den Schulen immer ein Fotolabor, auch in der Kirchengemeinde. Seit ich damals den Unterschied vom Handabzug auf Barytpapier zum Standardpapier aus dem Großlabor gesehen habe, hat mich das nicht mehr losgelassen. Es hat dann eine Weile gedauert, bis ich alle Komponenten zusammen hatte, ich hatte aber darauf geachtet, dass das Gerät multifunktional einsetzbar ist (Farbmischkopf, verschiedene Negativbühnen etc).

      Gruß,
      Max
      ______________________________

      Altes bewahren - Neues prüfen
    • Hallo Rene,
      du schreibst:
      "Da ich zu ersten kaum eine Ahnung von der Materie habe, (… )ob das Zeug was taugt oder nicht"

      Informier dich hier im Forum vorab zu einzelnen Geräten. Es gibt fast zu jedem handelsüblichen Gerät der letzten 50 Jahre auch Erfahrungsberichte.
      Viele hier im Forum haben von ihren und anderen Geräten digitalisierte Anleitungen herumliegen. Die kann man dir zu Verfügung stellen.

      Vergrößerer sind groß und lassen sich nur schwer versenden. Du musst also das Gerät beim Verkäufer anschauen und dir vorführen lassen.
      Mit einer ausgedruckten Bedienungsanleitung und den Erfahrungsberichten aus dem Forum kannst du die Vollständigkeit und Funktionalität des Vergrößerers überprüfen.
      Eventuell hat der Verkäufer noch Kleinteile wie Schalen, Lampen und anderes Zubehör herumliegen. Meist sind das Dreingaben für kleines Geld.
      Damit bist du auf der sicheren Seite und hast wenig Geld für einen soliden Vergrößerer ausgegeben.

      Grüße
      Martin
    • Guten morgen

      Vielen lieben Dank fuer eure rege Beteiligung. :)
      Ihr habt es jetzt geschafft und hab das Fotoimpex Set mal zur Seite gelegt und sehe mich am Gebrauchsmarkt um.

      Gibt's irgendwo eine Auflisterung der Modellreihe von Durst? Was ist der Unterschied zw. der 300er und der 600er Reihe? zb...

      lg rene
      If you don't shoot, the Chance to miss is 100 %
    • Rene Dyma schrieb:

      Gibt's irgendwo eine Auflisterung der Modellreihe von Durst? Was ist der Unterschied zw. der 300er und der 600er Reihe? zb..
      Meist steht das Bildformat in der Bezeichnung. Die 3XX oder ?35 -Vergrößerer sind für KB, die 6XX-auch für 6x6-MF. Bei anderen Herstellern ist es ähnlich. Z.B. Dunco 66 ist für 6x6-MF, der 67 für 6x7-MF.
      Das wichtigste beim Kauf eines Vergrößerers ist auf die Vollständigkeit zu achten. Sind die nötigen Bildmasken und Objektive dabei. Einzelner Nachkauf ist meist unverhältnismäßig teuer. Du kannst auch hier im Forum im Flohmarkt eine Suchanfrage machen. Wenn du den Vergrößerer selber abholst, kann dir der Verkäufer bestimmt eine Einweisung geben.