Umweltfreundliche Entwickler

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    • Olaf Lengler schrieb:


      Das gleiche ist mir mit Neutol Eco passiert, bei der zweiten DK-Session kam nur noch grau.Schnell einen Liter Eukobrom bestellt.

      Gruß
      Olaf

      Hallo, das kann ich wiederum nicht bestätigen: Ich benutze Neutol Eco immer für die Kontaktkopien. Ein angesetzter Liter hält mindestens 3-4 Monate, bis die Schwärzen nicht mehr erreicht werden. Lagerung in der Duka in Aponorm Flaschen mit einem Pfupf Schutzgas.
      Laut Datenblatt soll der Entwickler auf Basis von Ascorbinsäure wirken, was nichts anderes als Vitamin C ist:
      schoeni-imaging.ch/fileuploade…oad%2FFile-1469958595.pdf
      Und wirklich, der Geschmack ähnelt dem der Vitamin C Brausetabletten.
      Gruss Reinhard
    • Joerg Ackermann schrieb:


      Der konzentrierte Inhalt oder die verschmutzte Verpackung müssen durch einen zugelassenen
      Entsorger oder in Übereinstimmung mit der Betriebszulassung entsorgt werden. Ableitung in das
      Abwasser ist nicht zulässig. Das gereinigte Verpackungsmaterial ist zur Energiegewinnung oder in
      Übereinstimmung mit den örtlichen Vorschriften zur Wiederverwertung geeignet.
      Zu allen im Handel befindlichen Fotochemikalien gibt es Sicherheitsdatenblätter. Da steht für Neutol ECO ausdrücklich drin, dass es nicht in die Kanalisation entsorgt werden darf. Was tatsächlich der Fall ist: Neutol Eco darf ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen transportiert werden. Das ist etwa für Schulen von Bedeutung, die sich ja im Umgang mit Chemikalien eng an die Vorschriften halten müssen.
      Ich bin mittlerweile so weit, dass ich, wenn ich einmal im Jahr einen Workshop für Schüler im Fotolabor anbiete, anschließend die verbrauchten Chemikalien selbst zur Sammlung mitnehme und es dem Hausmeister erspare, sich da in Schutzkleidung werfen zu müssen.
      Gruß
      Jörg
      Hallo
      Das Sicherheitsdatenblatt bezieht sich aber auf das Konzentrat und nicht auf die verdünnte Anwendung.
      Ein Beispiel aus der Praxis von unserm WC Reiniger:
      sds.diversey.com/private/docum…d__~value~&language=d__-1
      Unter Entsorgung:

      Datenblatt schrieb:

      Der konzentrierte Inhalt oder die verschmutzte Verpackung müssen durch einen zugelassenen

      Entsorger oder in Übereinstimmung mit der Betriebszulassung entsorgt werden. Ableitung in das
      Abwasser ist nicht zulässig. Das gereinigte Verpackungsmaterial ist zur Energiegewinnung oder in
      Übereinstimmung mit den örtlichen Vorschriften zur Wiederverwertung geeignet.
      Trotzdem gelangt jeweils der ganze Inhalt nach und nach in die Kanalisation.
      Anders ist eine WC Reinigung nicht möglich!
      Gruss Reinhard
    • Das Thema kommt immer wieder, es gibt sehr viel dazu zu lesen. Die Nachfrage nach "umweltfreundlichen" Entwicklern passt wohl in den Zeitgeist. Nicht falsch verstehen, wenn da nix drin ist, was schädlich für Flora und fauna ist finde ich das natürlich gut. Dennoch hält sich der moralische Druck bei der Verwendung z.B. von Rodinal bei mir in Grenzen. Ein Chemiker hat mir mal versichert, dass meine 10ml Rodinal, die ich von der Filmentwicklung in den Ausguss kippe, im Klärwerk nichts mehr in messbaren Mengen ankommt. (mit Homöopathie habe ich es auch nicht so). Da ich zudem davon ausgehe, dass außer mir nicht mehr viele andere ein analoges Labor betreiben ist die Gesamtmenge nichts, worüber wir uns ersnthaft Sorgen machen sollten.

      [offtopic:] Die wahren Probleme liegen meist dort, wo man nicht ranmöchte: Heizung, Auto und Urlaub. Fürs gute Gewissen kauft man dann Jutebeutel und umweltfreundliche Entwickler.

      Bei Großverbrauchern - also etwa in Dunkelkammern mit mehreren Plätzen oder intensiver, kommerzieller Nutzer sieht die Sache sicherlich schon anders aus. Fixierer sammele ich übrigens auch - auch das nach einer persönlichen Empfehlung eines Chemikers. Uwe hat ja auch schon drauf hingewiesen, dass das gelöste Silber problematisch sein kann in der Kläranlage. Rückgewinnung wäre auch eine Alternative - in Großlaboren früer wohl gängige und lohnenswerte Methode. In den 1990ern war der Silberpreis dann im Keller und das Ganze wurde uninteressant.
    • Hallo Zusammen,
      wie ich es schon befürchtet hatte, scheint der Neutol Eco uä. nicht nennenswert ökologischer zu sein als andere.
      @Andreas Rothaus hat es allerdings sehr schön auf den Punkt gebracht. Selber entwickeln tun heute ohnehin nur noch wenige, damit allein ist das Problem doch sehr gering!
      "Dosis fecit venenum"
      Dennoch möchte ich mich in dieser Hinsicht auf dem Laufenden halten... weil möglichst umweltkonform zu arbeiten halte ich für sehr erstrebenswert!

      Uwe Pilz schrieb:

      Ich würde hich-sulfithaltige Entwickler als kritischer ansehen, weil diese Silber lösen.
      Danke für diesen Hinweis, das war mir so gar nicht bewusst!

      Olaf Lengler schrieb:

      bei der zweiten DK-Session kam nur noch grau.
      Das kann ich tatsächlich nicht bestätigen. Seit einem Monat liefert mir der sehr tiefe Schwärzen. Fast schon zu stark, fand ich am Anfang. Im direkten Vergleich zu Dokumol kaum ein Unterschied.

      Joerg Ackermann schrieb:

      Da steht für Neutol ECO ausdrücklich drin, dass es nicht in die Kanalisation entsorgt werden darf.
      Vielen Dank für den Hinweis! Auf das Datenblatt hätte ich wohl selber mal kommen können!
      ...aber sehr ärgerlich...ich hatte sehr gehofft mir den lästigen Gang zum Wertstoffhof zukünftig zu ersparen.

      Martin Schindler schrieb:

      aber um himmels willen doch nicht das bier!
      :D Frevel!

      Reinhard Walther schrieb:

      Und wirklich, der Geschmack ähnelt dem der Vitamin C Brausetabletten.
      Das hast du doch nicht wirklich probiert??? Aber mal im Ernst:

      Reinhard Walther schrieb:

      Trotzdem gelangt jeweils der ganze Inhalt nach und nach in die Kanalisation.
      Den Einwand finde ich gut. Der lässt sich nicht von der Hand weisen.


      Jetzt steh ich da ich armer Thor und bin so klug als wie zuvor. ?(
      Kameras aus Dresden.
      Filme aus Wolfen.
      Freude am Bild.
    • Reinhard Walther schrieb:

      Und wirklich, der Geschmack ähnelt dem der Vitamin C Brausetabletten.
      .
      Das hast du doch nicht wirklich probiert??? Aber mal im Ernst


      Nun: ohne das zu dramatisieren: Hin und wieder gelangt ein Spritzer auf meinen Rauschebart und, da ich keine Handschuhe trage auch hin und wieder was auf die Hand.
      So bekommt man beim Nasenkratzen so einiges mit.
      Mit der Zeit weiss man, dass Entwickler schweflig, Stoppbad sauer und Fixierer salzig ist.
      *green*

      Paracelsus sagte schon: Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift - allein die Dosis macht, das ein Ding' kein Gift ist.
      Gruss Reinhard
    • Henning Hagedorn schrieb:

      Bernd_Hutschenreuther schrieb:

      Leider habe ich von Neutol Eco keine Zusammensetzung gefunden.
      Auch hier hilft ein Blick ins Sicherheitsdatenblatt: Neben Pottasche als Alkali, enthält Neutol ECO Diethylenglycol, Kaliumbromid, Edetinsäure als Enthärter und vor allem 4-Hydroxymethyl-4-methyl-1-phenyl-3-pyrazolidon, auch bekannt als Dimezone S, als Entwickler.
      Danke. Das habe ich gesucht.
      In den Beschreibungen habe ich an zig Stellen nur gefunden, dass kein Sicherheitsdatenblatt nötig sei. Für mehrere Neutol-Entwickler hatte ich es ja gefunden, für Neutol Eco nicht.


      PS:

      Ich habe keine Quelle gefunden. Da steht immer etwas in der Art:


      "Neutol ECO ist ein Hydrochinonfreier, hochleistungsfähiger, Papierentwickler auf Basis von Ascorbinsäure.
      Es sind keine besonderen Gefahrstoffhinweise bei der Verarbeitung und dem Transport zur Entsorgung zu beachten."

      Und dann fehlt das Datenblatt.