ADOX CMS 20 II PRO im Wehner Entwickler

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    • Ich würde mich sehr freuen, wenn du diese beiden Bilder mal als Gesamteindruck und mal als Ausschnitt hier einstellen würdest.

      Ich muss noch einen anderen Nachteil von Kleinbild erwähnen: Die große Anfälligkeiten gegen kleinste Partikel , die sich auf dem Film absetzen oder der Emulsion irgendwie innewohnen. Eine auch mit der scharfen Brille ganz sauber ausgefleckte Vergrößerung benötigt viel mehr Aufwand als eine vom Mittelformat. Bei einer mehr als 10-fachen Vergrößerung, also AUsstellungsformat, wird eine 50µm-Unreinheit einen halben Millimeter groß. Und das sieht man deutlich, wenn man genau hinschaut. Ich schaue genau hin, zumindest bei meinen eigenen Abzügen.
    • Ja, Uwe,

      da stehe ich, wie es so schön heißt, nun "auf dem Schlauch"; denn ich hatte doch mal Vergleichsbilder vom TMax 100 und dem Rollei Ortho 25 hier irgendwo - aber wo - eingestellt.

      Nun, ich habe noch am Samstagmorgen meine ersten vier TP 4415 Negative in Rollei LCD entwickelt - auf eines davon auf Foma VAriant IV 123 auf 50x60cm vergrößert; das ist freilich eine sehr detailreiche und kornfreie Vergrößerung - aber mit "falschem" Papier;das müsste ich mal auf Ilford MG WArmtone Baryt wiederholen.

      Ich muss mal sehen, ob ich die kommenden Tage mal jeweils drei Vergleich-Negative einscanne: Kodak TMax 100, Rollei Ortho 25 und Kodak Technical Pan TP 4415. - Ich frage mich aber, ob das irgendeinen Sinn macht, weil der TP 4415 ohnehin kein Korn zeigt; sicher ist, dass er Grün zu dunkel abbildet; das muss man beim TP 4415 / 2415 / 6415 immer wissen und berücksichtigen - und das lässt sich m.M. nach auch nicht wirklich - beispielsweise durch einen Grünfilter - korrigieren.

      Der Rollei Ortho 25 in Rollei LCD schneidet aber vergleichsweise und diplomatisch gesagt miserabel (sic - !!) ab!

      Danke, Uwe, für Dein Interesse! - Die kommenden TAge nochmals!

      Jan-Peter
    • Klaus Wehner schrieb:

      Der CMS 20 ist ein Spezialfilm mit sehr speziellen Eigenschaften.
      Er wurde hergestellt um Negative zu erzeugen, die nur Weiß oder Schwarz zeigen.

      (...)
      Herzliche Grüße
      Klaus
      lieber klaus,
      hinsichtlich des zweckes des filmes hast du sicher recht, dass kann ich nicht beurteilen.

      aber ich denke, dass man dem film unrecht tut,
      wenn man ihm unterstellt, er könne nur schwarz/weiß darstellen.

      cms20II_caffenol.jpg
      cms20II - caffenol

      sonnigen gruß
      m
    • Lieber Martin,

      alles gut!
      Jeder soll jeden Film so verwenden wie er es gerne möchte.

      Du hast ein Motiv mit einem gemäßigten Kontrastumfang bei einer diffusen Beleuchtung gesucht.
      Diese Motive sind für einen solchen Spezialfilm generell geeignet. Das war also schon einmal eine gute Idee.

      Den Kontrastumfang eines Filmes kann man z.B. mit einem Kodak Grausufenkeil überprüfen. Darüber müssen wir nicht diskutieren.
      Der Kontrastumfang eines solchen Filmes ist immer sehr begrenzt.
      Das ist die spezifische Eigenschaft des Filmes. Ein Entwickler (welcher auch immer) kann aus so einem Film keinen Normalfilm machen.

      Aber wenn man Motive sucht, die einen geringeren Kontrastumfang aufweisen, dann ist es durchaus möglich zu brauchbaren Bildern gelangt.

      Wenn man in Deinem Bild den Kontrast abschätzt so wird er vielleicht maximal bei ungefähr 1:16 (4 Belichtungstufen) liegen.

      Das Pflanzengrün kann man in Zone V erwarten, eine helle Hauswand vielleicht bei Zone VII.
      Das Licht ist diffus, trotzdem nimmt es nach unten etwas ab. Der Beleuchtungskontrast beträgt vielleicht eine Belichtungsstufe.
      Also wird der untere rechte Teil des Motivs etwa Zone IV repräsentieren.
      Realistisch hat Dein Motiv einen Kontrastumfang von 1:8 (3 Belichtungsstufen)- bis maximal 1:16.

      Wenn Du Dir jetzt die Zeichnung in Zone IV (unterer Teil des Bildes, rechts) anschaust, kannst Du erkennen, daß es dort kleinere Bereiche gibt, in denen schon keine Zeichnung mehr vorhanden ist. Im Negativ sind das dann "blanke Stellen".

      Schaust Du auf die Hauswand (Zone VII) wirst Du erkennen, daß dort gar keine Zeichnung mehr vorhanden ist.

      Der hier vorhandene Kontrastumfang von 1:8 war für den Film schon eindeutig zu groß. Der Film kann ihn nicht verarbeiten.
      .
      Hättest Du ein Motiv gesucht, daß einen geringeren Kontrastumfang aufweist, so wäre es Dir wahrscheinlich gelungen alle Details mit Zeichnung auf dem Film zu speichern.
      Zum Beispiel nur der untere Bereich des Bildes (ohne helle Hauswand) wäre ein Motiv gewesen, das sich mit dem Film hätte darstellen lassen.

      Bitte versteh mich nicht falsch. Ich will Dir den Spaß an dem Film nicht nehmen.
      Wenn Du geeignete Motive findest, so wirst Du vielleicht auch gute Bilder bekommen.
      Experimentieren lohnt sich immer.

      Aber es ist schon zu überlegen, wann und warum man welchen Film für welchen Zweck einsetzt.
      Rein technisch betrachtet, wäre hier ein anderer Film sicherlich im Vorteil gewesen.

      Dir geht es sicherlich aber eher um das Erlebnis und das Experiment. Ich hingegen argumentiere rein technisch.
      Vielleicht reden wir hier ein wenig aneinander vorbei.
      Es ist einfach der Blick von unterschiedlichen Standpunkten auf die gleiche Sache.

      Es ist gut, daß es so unterschiedliche Sichtweisen gibt!
      Es ist gut, daß wir uns in aller Freundschaft darüber austauschen können.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Klaus Wehner schrieb:

      Lieber Martin,

      Du hast ein Motiv mit einem gemäßigten Kontrastumfang bei einer diffusen Beleuchtung gesucht.
      Diese Motive sind für einen solchen Spezialfilm generell geeignet. Das war also schon einmal eine gute Idee.

      Den Kontrastumfang eines Filmes kann man z.B. mit einem Kodak Grausufenkeil überprüfen. Darüber müssen wir nicht diskutieren.
      Der Kontrastumfang eines solchen Filmes ist immer sehr begrenzt.
      Das ist die spezifische Eigenschaft des Filmes. Ein Entwickler (welcher auch immer) kann aus so einem Film keinen Normalfilm machen.

      Aber wenn man Motive sucht, die einen geringeren Kontrastumfang aufweisen, dann ist es durchaus möglich zu brauchbaren Bildern gelangt.

      Wenn man in Deinem Bild den Kontrast abschätzt so wird er vielleicht maximal bei ungefähr 1:16 (4 Belichtungstufen) liegen.

      Das Pflanzengrün kann man in Zone V erwarten, eine helle Hauswand vielleicht bei Zone VII.
      Das Licht ist diffus, trotzdem nimmt es nach unten etwas ab. Der Beleuchtungskontrast beträgt vielleicht eine Belichtungsstufe.
      Also wird der untere rechte Teil des Motivs etwa Zone IV repräsentieren.
      Realistisch hat Dein Motiv einen Kontrastumfang von 1:8 (3 Belichtungsstufen)- bis maximal 1:16.

      Wenn Du Dir jetzt die Zeichnung in Zone IV (unterer Teil des Bildes, rechts) anschaust, kannst Du erkennen, daß es dort kleinere Bereiche gibt, in denen schon keine Zeichnung mehr vorhanden ist. Im Negativ sind das dann "blanke Stellen".

      Schaust Du auf die Hauswand (Zone VII) wirst Du erkennen, daß dort gar keine Zeichnung mehr vorhanden ist.

      Der hier vorhandene Kontrastumfang von 1:8 war für den Film schon eindeutig zu groß. Der Film kann ihn nicht verarbeiten.
      .
      Hättest Du ein Motiv gesucht, daß einen geringeren Kontrastumfang aufweist, so wäre es Dir wahrscheinlich gelungen alle Details mit Zeichnung auf dem Film zu speichern.
      Zum Beispiel nur der untere Bereich des Bildes (ohne helle Hauswand) wäre ein Motiv gewesen, das sich mit dem Film hätte darstellen lassen.

      Bitte versteh mich nicht falsch. Ich will Dir den Spaß an dem Film nicht nehmen.
      Wenn Du geeignete Motive findest, so wirst Du vielleicht auch gute Bilder bekommen.
      Experimentieren lohnt sich immer.

      Aber es ist schon zu überlegen, wann und warum man welchen Film für welchen Zweck einsetzt.
      Rein technisch betrachtet, wäre hier ein anderer Film sicherlich im Vorteil gewesen.

      Dir geht es sicherlich aber eher um das Erlebnis und das Experiment. Ich hingegen argumentiere rein technisch.
      Vielleicht reden wir hier ein wenig aneinander vorbei.
      Es ist einfach der Blick von unterschiedlichen Standpunkten auf die gleiche Sache.

      Es ist gut, daß es so unterschiedliche Sichtweisen gibt!
      Es ist gut, daß wir uns in aller Freundschaft darüber austauschen können.

      Herzliche Grüße
      Klaus
      lieber klaus,

      erstmal einen herzlichen dank für deine ausführliche antwort ... zu der ich naturgemäß noch etwas zur ergänzung beitragen möchte.

      aber ich möchte nicht mit dir streiten, ich möchte etwas lernen.

      was du so treffend analysiert hast, ist ein mit photoshop bearbeiteter ausschnitt eines 4x5“ negatives, dass auf <500 kb verkleinert wurde. dass hierbei bildinformationen verloren gehen, liegt in der natur der sache.

      der obere teil der hauswand liegt bereits in der sonne. am rohscan sind selbst in den hellsten bildteilen noch sämtliche informationen vorhanden, es reisst also nichts aus.

      im unteren, vom efeu bewachsenen teil sind die schatten tatsächlich sehr tief, aber es gibt noch genug luft nach unten, es sind am negativ keine teile abgesoffen. die zwischen den blättern liegenden teile wirken fast schwarz. die wirkung entspricht meiner ansicht nach dem natürlichen seh-eindruck, der zwischen den blättern auch nichts mehr erkennen lässt. ich räume ein, dass die gravierende verkleinerung der darstellung keinen guten dienst erwiesen hat, und augenscheinlich einen irreführenden eindruck erweckt.

      ich hätte diese situation, mit der weissen hauswand in der sonne und den tiefen schatten zwischen den blättern, als relativ kontrastreich angesehen. meines erachtens hat der film in caffenol hervorragende arbeit geleistet. ich war selbst überrascht.

      aber ich gebe zu, dass ist meine persönliche einschätzung, und ich kann nicht mit einem derart profundem wissen in aufnahme- und entwicklungstechnik wie du es hast, aufwarten.

      mit sonnigen grüßen
      m
    • Lieber Martin,

      unseren kleinen Dialog empfinde ich auch als sehr entspannt. Ich hab nicht den Eindruck, daß es Dir um Streit geht.
      In den Zeiten da es in den sozialen Netzwerken eher ruppig zugeht, ist das je erst einmal ein Wert an sich.
      Dafür möchte ich mich bei Dir bedanken.

      Die Fotografie hat viele Aspekte.
      Ein Aspekt davon ist der künstlerische, subjektive Teil und ein anderer ist der technische Teil.

      Über die Technik braucht man nicht zu diskutieren.
      Parameter wie die Empfindlichkeit oder Maximaldichte, Kontrastumfang Verlauf der Gradationskurve sind objektivierbar und können gemessen werden.

      Letztlich kann man auch über den subjektiven Anteil der Fotografie auch nicht viel sagen.
      Wenn ein Fotokünstler von seinem Werk überzeugt ist und er sagen kann, daß das geschaffene Werk (das Foto) genau dem entspricht was er angestrebt hat, dann ist das ein glücklicher Umstand der keines weiteren Kommentars bedarf.

      Für mich bleibt aber die Frage zurück aus welchem Grund Du gerade diesen Film benutzt hast.

      Der Film ist ein Spezialfilm, der für völlig andere Aufgaben konzipiert wurde.
      Er hat eine sehr silberarme Emulsion, eine sehr geringe Maximaldichte, einen eingeschränkten Kontrastumfang, eine ungewöhnlich geringe Empfindlichkeit, eine unharmonisch verlaufende Gradationskurve, keine augenrichtige Farbsensibilisierung...
      Damit erfüllt der Film seinen ursprünglichen Zweck optimal. Für die allgemeine Fotografie sind das aber eher ungünstige Bedingungen. Da gibt es sicherlich bessere Alternativen.

      Du hast den Film in einer Großformatkamera eingesetzt.
      Ich bevorzuge beim Fotografieren mit der Großformatkamera eher hochempfindlich Filme, denn die optimale Blende und eine angemessene kurze Belichtungszeit erfordern das in aller Regel (bei Außenaufnahmen).
      Sehr schnell wirst Du mit Deiner Filmwahl in kritische Bereiche gelangen. Aber längere Belichtungszeiten sind auch nicht wirklich möglich, da es keine Angaben zum Schwarzschildeffekt gibt. Das würde für einen solchen Film ja auch keinen Sinn machen.

      Für jeden Spezialfilm gibt es sicherlich auch Verwendung außerhalb des eng begrenzten ursprünglichen Verwendungszweckes.
      In diesem Fall wären das zum Beispiel statische Motive mit einem geringen Kontrastumfang (vielleicht Maserungen in einem Holzbrett oder ein Pflanzenblatt mit seinen Strukturen..). Wenn Dir im Studio dann auch noch unbegrenzt viel Licht zur Verfügung steht, kannst Du die spezifischen Vorteile des Films nutzen.

      Andererseits geben sich die Hersteller von "normalen" Filmen extrem viel Mühe Filmmaterial zur Verfügung zu stellen, das den hohen Anforderungen der allgemeinen Fotografie optimal gerecht wird. Es gibt eine reichhaltige Auswahl, daß nur wenige Wünsche offen bleiben.
      Das wären für mich immer die Filme der ersten Wahl.

      Das wären so meine Gedanken zu dem Thema.
      Aber ich habe absolut auch kein Problem damit, wenn Du das völlig anders siehst. Die Vielfalt ist ein wertvolles Gut.
      Wichtig ist, daß Du mit Deiner Art der Fotografie zufrieden bist. So gesehen sind dann die technische Aspekte sekundär.

      Danke!

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • lieber klaus

      ich erneuere meinen dank an deine wirklich sehr ausführliche beantwortung,
      gleichwohl wir uns immer weiter vom thema entfernen.

      ich finds ein bischen schade, dass wir von valentin,
      dem urheber dieses fadens garnichts mehr sehen oder lesen.
      es würde mich doch interessieren, wie sich seine erfahrungen mit dem film weiter entwickelt haben.

      zu deiner frage, warum ich ausgerechnet diesen film verwendet habe:

      :) weil ich hin und wieder gerne mal einen (für mich) neuen film ausprobiere,
      weil mir die werbung für diesen film vielversprechend erschien,
      weil ich gerne mit nidrigempfindlichen filmen fotografiere,
      weil mir der adotech entwickler schlichtweg zu teuer für großformat ist und weil ich ihn sehr selten verwende und mir die reste zu schade sind, um wieder einmal unbenutzt abzuranzen,
      weil ich für diese aufnahme aufgrund der großformatkamera sowieso ein stativ verwendet habe und mir und dem objekt eine (noch) längere belichtungszeit daher relativ egal war,
      weil ich den herrn schwarzschild grob über den daumen geschätzt und ganz gut getroffen habe,
      weil ich begeistert bin nahezu kornlos zu fotografieren,
      weil ich sehr gerne mit caffenol entwickle und speziell für diesen film eine leistbare entwickler-alternative gesucht habe,
      weil mir die problematik dieses films sehr wohl bewusst war und ich es trotzdem wissen wollte
      weil sich meine frau immer vorher erkundigt, bevor sie sich die kamera schnappt, welcher film eingelegt ist, und iso ~20 aus ihrer sicht gleich mal einen unbrauchbaren ausschließungsgrund bedeuten
      ... und weil das ergebnis ziemlich genau dem entspricht, was ich mir vorgestellt habe,

      ich gebe unumwunden zu, dass ich mir über Parameter wie die "Empfindlichkeit oder Maximaldichte, Kontrastumfang Verlauf der Gradationskurve" wenig gedanken mache,
      und noch ehrlicher zugebe, auch wenig ahnung davon zu haben.
      gerade der weg in die analoge fotografie hat mich gelehrt, sachen einfach auszuprobieren, und zu sehen, was dabei heraus kommt.
      bis jetzt bin ich damit hervorragend gefahren, bzw. es macht mir immer mehr spaß und ich scheue auch nicht vor (vergleichsweise seltenen) mißerfolgen zurück, denn umso größer wirken die erfolge.

      es lässt sich allerdings selbst bei dieser herangehensweise nicht ganz vermeiden, hin und wieder etwas dazu zu lernen :thumbsup:

      sonnigen gruß
      m
    • Lieber Martin,

      danke für Deine ausführliche Schilderung.

      Gerne möchte ich kurz beschreiben wie ich so eine Aufgabe angehen würde.

      Vorab: eines meiner großen Vorbilder in der Fotografie ist Ansel Adams.
      Als ich zum ersten Mal seine Bilder im Original gesehen habe, habe ich ganz spontan und intuitiv begriffen aus welchen Gründen es sich lohnt mit dem Großformat zu fotografieren.

      Mein fotografischer Ansatz ist es, eine möglichst klare Bildidee zu entwickeln und diese so gut wie möglich nach den Regeln der Kunst technisch umzusetzen.
      Eine klare Bildidee und eine adäquate technische Umsetzung gehören für mich unabdingbar zusammen.

      Dafür setze ich alles das ein, was mich diesem Ziel näher bringt.
      Kamera & Stativ: so stabil wie möglich
      Objektiv: mehrschichtvergütet, zuverlässiger Verschluß, Kompendium,
      Film: erprobt, silberreich, nicht abgelaufen, höhere Empfindlichkeit
      Entwickler: gute Tonalität, feinkörnig, gute Empfindlichkeitsausnutzung, guter Feinkontrast, gute Schärfe,

      Das Fotografieren mit dem Großformat ist oft schon etwas aufwändiger. Für mich wäre es deshalb auch keine Option diesen hohen Aufwand durch ein Sparen beim Verbrauchsmaterial (Film & Entwickler) nachträglich wieder infrage zu stellen.

      Natürlich muß man auch immer wieder Kompromisse machen.
      Es passieren auch immer mal Fehler.
      Trotzdem ist es das Bemühen das Ziel zu erreichen und dem Ideal möglichst nahe zu kommen.
      Darin besteht die Herausforderung. Es ist ein ständiger Prozess.

      Für mich ist es eine glückliche Verbindung von Kunst, Technik und solidem Handwerk.
      Das liebe ich an der Fotografie.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Hallo Zusammen,
      ich meld mich mal kurz, dass nicht der Eindruck entsteht ich zöge mich aus dem Geschehen vollständig zurück...

      In der letzten DuKa Sitzung sind mir ein paar akzeptable Abzüge von meinem Film gelungen... allerdings war ich froh, dass ich vor kurzem auf Multigrad umgestellt habe.
      Was im Scan noch sehr einfach aussah, entwickelte sich beim printen zur Herausforderung. Bin dann schließlich bei 0er Gradation gelandet... das hat mir dann halbwegs gefallen.
      Außerdem hat sich die Emulsionsschicht als noch empfindlicher als gedacht gezeigt... beim (zugegebenermasen unachtsamen) einlegen des Negativs habe ich ein paar böse Kratzer auf dem Film hinterlassen.

      Meine Motivation ist daher leider etwas geschwunden...der halbe Film liegt noch immer unangetastet in einer Nikon FM2. Allein weil der da auch mal wieder raus muss, werde ich das demnächst aber auf jeden Fall mal in Angriff nehmen ;)
      Liebe Grüße
      Valentin
      Kameras aus Dresden.
      Filme aus Wolfen.
      Freude am Bild.
    • Danke, Valentin, für Deine Rückmeldung!
      Immerhin, Du hast schon mal ein brauchbares Ergebnis.

      Ja, ein Scann ist einfacher zu erstellen als eine analoge Vergrößerung.
      Einen brauchbaren Abzug zu erstellen ist schon eine echte Herausforderung.

      Für die nächsten Aufnahmen noch ein paar Tipps:

      Beschränke Dich auf Motive mit wenig Kontrast.

      Die richtige Belichtungsmessung ist wichtig. Lichtmessung oder eine Objektmessung auf eine mittel-helle Stelle vornehmen.
      Die klassische Messung nach dem Zonensystem versagt hier.

      Der Film hat ja keinerlei Belichtungstoleranz. Deshalb wären bei schwierigen Motiven eventuell Belichtungsvarianten (+/- 0,5 EV) zu erwägen.

      Es ist ein Spezialfilm. Es wird immer einen experimentellen Charakter haben, wenn Du mit dem Film fotografierst.

      Viel Erfolg!

      Herzliche Grüße
      Klaus