Bilder zu dunkel, ändern sich Belichtungszeiten bei Halogen und LED licht?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bilder zu dunkel, ändern sich Belichtungszeiten bei Halogen und LED licht?

      Hi, zu meinem Problem, meist shoote ich tagsüber oder aber mit teureren Blitzgeräten. Das hat bisher immer zu guten Ergebnissen geführt. Nun fotografiere ich seit geraumer zeit immer mal wieder mit anderen Lichtquellen, wie Halogenlampen oder LEDs.
      Mein Problem, meine Bilder sind ständig unterbelichtet. Ich mache immer ein paar Probeschüsse mit meiner digital-knipse zum gegencheck. Da sieht alles immer toll aus, das hat sich am Tage und auch mit Blitz, als zuverlässiges kontrollmittel erwiesen. Hier aber mal definitiv nicht.

      Muss ich was beachten? verlängerte Belichtungszeiten, oder muss ich halogen licht durch nen leicht blauen Filter jagen?

      Verwendeter film. Fomapan 400. 4x5 sheet.


      Lieben Dank für eure Hilfe.
    • hi, das licht habe ich heute faulerweise tatsächlich nur mit der digitalkamera gemessen. Umgestellt auf spot und dann einzeln die punkte angemessen. Als mir die belichtung gefallen hat, die werte an der GF-Kamera übernommen (soweit möglich).


      Die halogenlampe befindet sich in nem alten S8 projektor, vor zwei wochen habe ich das ganze auch mal mim handbeli gemessen und kam aufs gleiche raus (naja glaube ich).

      Dieses (ich nenne es mal) schaufelrad im S8 projektor ist stillgelegt, also flackern tut da nix mehr, habe dauerlicht.
    • Hallo Dennis,

      SW-Filme haben bei Kunstlicht eine geringere Empfindlichkeit, der Unterschied beträgt ca. 1/2 EV bzw. Blendenstufe. Auch hoch angesehene und teure Belichtungsmesser können nach meiner Erfahrung bei Kunstlicht bis zu 1 Blendenstufe falsch anzeigen. Das heißt, für wichtige Aufnahmen bei Kunstlicht muss man den Belichtungsmesser (gerne Deine Digitalkamera) auf den verwendeten SW-FIlm eintesten.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Bei etwas näheren Aufnahmen haben wir sicherlich auch die Belichtungskorrektur für den Balgenauszug beachtet? Da ist schnell eine halbe Blende weg oder mehr.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Dennis Gelner schrieb:

      Wie stelle ich am besten auf den film ein? Also den beli?
      Ah, dass Du den 400er Foma hast, habe ich übersehen. Foma übertreibt von allen Herstellern am schamlosesten mit der aufgedruckten Filmempfindlichkeit!

      Deine 3 Belichtungsmesser sind grundverschieden: der DFM ist von Gossen und kann nach meiner Erfahrung bei Kunstlicht ordentlich daneben liegen. Der Einsatz eines Spotmeters ist eigentlich erst sinnvoll, wenn man die Dichtekurve seiner Film-Entwickler-Kombination gut kennt. Und was die Messung einer modernen Digiknipse macht, weiß nur der, der den Algorithmus programmiert hat. Also würde ich empfehlen, den Gossen/DFM3 zur Referenz zu erklären. Du wirst nicht drum herum kommen, damit die wahre Filmempfindlichkeit durch Eintesten an einem KB-Film herauszufinden, erst bei Tageslicht und in Deinem Fall danach bei Kunstlicht. Das dauert halt jeweils 3 Stunden, ist aber allemal besser, als sich mit 4x5" Studioaufnahmen mühsam von Bild zu Bild ans Optimum heranzutasten.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Hallo Dennis,

      als ich zum ersten Mal einen Film eingetestet habe, habe ich das der Reproduzierbarkeit wegen auch mit Halogenlicht gemacht. Das ging leider ziemlich daneben. Entweder hat mein Gossen bei Rotlicht zu viel angezeigt, oder mein Film war einfach zu wenig rotempfindlich.

      Mein Fazit: Bei Kunstlicht gebe ich seit dem immer eine Blende drauf. Hat sich bewährt.

      Gruß, Rainer
    • Uwe Pilz schrieb:

      Foma 400 bringt in den meisten Entwicklern keine 400 ASA, sondern vielleicht 200.
      Kann ich nicht bestätigen. Bei mir ist er auf jeden Fall näher an der 400er Marke als ein HP5+. Dabei entwickle ich immer mit D76 und nach Tabelle. Es kommt natürlich auf das Motiv an, viele Schatten wirken schnell unterbelichtet, obwohl der Beli bei einigen Spitzlichtern schnell "ok" gemeldet hat. Ich habe mal auf diese Aussage gehört und ihn auf 200 ASA belichtet. Dabei ist er ziemlich dicht geworden, fast zu dicht.

      Grüße
      Rolf
    • Die Belichtungswerte einer Digitalkamera kann man erst dann auf eine Analogkamera übertragen, wenn beide Systeme gleich kalibriert sind. Die Werte meiner Digitalkamera sind leider völlig unbrauchbar.
      Darüber hinaus habe ich die Feststellung machen müssen, dass sogar ein Objektiv- und/oder Blendenwechsel zu unterschiedlichen Schwärzungskurven führt. Du müßtest wenigstens das Analogobjektiv zum Messen an die Digitalkamera anflanschen. Bei meiner Kamera geht das im Kleinbildbereich. Dann auch noch den Crop-Faktor und andere Differenzen umrechnen.
    • Wenn ich analog mit Kunstlicht arbeite, nutze ich durchaus eine kleine Digicam und zwar deren Histogramm und nicht deren Belichtungsmesser. Manuell stelle ich die Kamera auf die selben drei hierzu relevanten Parameter gleich wie die analoge ein (bzw. anders herum). Außer den ISO-Wert, den halbiere ich an der digitalen. Damit bin ich immer zu sehr guten Ergebnissen gekommen. Belichtungsmesser und Graukarte sind völlig überflüssig, wenn man eine manuell einstellbare Digitalkamera mit Histogramm-Anzeige hat.

      Mit Halogen und LED habe ich hierbei allerdings keine Erfahrung und weiß nicht, inwiefern der S/W-Film dahingehend unempfindlicher ist.
    • so nun habe ich mir auch mal alles durchgelesen, bisher hatte ich unter den richtigen Bedingungen, nie Probleme mit den foma filmen und den angegebenen werten. Zu 100% erreichen tu ich diese aber vermutlich trotz fomadon nicht.

      Was ich gestehen muss, ist das ich de verlängerungsfaktor für den Balgen vor lauter schnell schnell vergessen habe. Das macht schonmal ne gute blende aus. Lieben Dank für all die Antworten.
    • Das ist ja auch die mit Abstand populärste Fehlerquelle für Personenaufnahmen, wenn man das nicht so oft mit Grossformat macht. Frag' mich mal, woher ich das weiss.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)