Tri-X mit Rodinal - Tonwertreichtum

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    • Tri-X mit Rodinal - Tonwertreichtum

      Werte Gemeinde, ich bräuchte bitte euren Rat. Die Suche habe ich zwar bemüht, jedoch keine für mich gültige Antwort gefunden.

      Mein Film ist der Kodak Tri-X und mein Entwickler der Rodinal.
      Für diese Combo suche eich eine Methode die mir einen etwas grösseren Tonwertreichtum bzw. feiner Abstufung in Verbindung mit einer geringfügig flacheren Gradation bringt.
      Mit Rodinal sollte das ja möglich sein.
      Korn ist kein Thema, da lasse ich dem Tri-X seine Eigenheiten.
      Kann mir da jemand mit seiner Erfahrung behilflich sein? Ich wäre dankbar.
      lg,
      Martin
    • Tri-X 400 / Rodinal sind mein Standardfilm und meine Standardentwicklung. Meist belichte ich ihn wie 300ASA und entwickle ihn, wie von Thomas bereits angesprochen, nach der "Uwe Pilz-Empfehlung" 1+50 bei 16°C. Die Zeit müsste ich nachreichen, komme im Moment nicht in die Duka.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • So, habe falsche Werte angegeben. Das Alter halt ;) Hier nun mein Entwicklungsablauf für die gefragte Kombination:

      TriX 400 wie 300 belcihtet, Rodinal 1+25 bei 16°C 13 Minuten entwickelt. Erste Minute Dauerkipp, danach alle 30 Sekunden ein Kipp.

      (Von Uwe weiß ich, dass er über die gesamte Entwicklungszeit Dauerkipp durchführt, aber vielleicht äußert er sich ja noch einmal dazu)
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Den Tri-X würde ich auch vermehrt verwenden, aber leider komme ich damit nicht zu den gewünschten Ergebnissen.

      Mit dem Tri-X habe ich das Problem, dass er mir immer zu hart kommt. Ganz schlimm, wenn noch entsprechend Sonnenlicht dabei ist.

      Wie der Threaderöffner geschrieben hat würde ich auch gerne mehr Tonwerte haben.

      Ob mir das Korn bei Tri-X und Kleinbild nicht zu ausgeprägt ist, bin ich mir auch nicht sicher. Bisher habe ich Rodinal mit Tri-X nur bei MIttelformat verwendet, da finde ich es ganz schön.
    • Martin Czermak schrieb:

      Werte Gemeinde, ich bräuchte bitte euren Rat. Die Suche habe ich zwar bemüht, jedoch keine für mich gültige Antwort gefunden.

      Mein Film ist der Kodak Tri-X und mein Entwickler der Rodinal.
      Für diese Combo suche eich eine Methode die mir einen etwas grösseren Tonwertreichtum bzw. feiner Abstufung in Verbindung mit einer geringfügig flacheren Gradation bringt.
      Mit Rodinal sollte das ja möglich sein.
      Korn ist kein Thema, da lasse ich dem Tri-X seine Eigenheiten.
      Kann mir da jemand mit seiner Erfahrung behilflich sein? Ich wäre dankbar.
      Flachere Gradation kriegt man durch kürzere Entwicklung und mehr Belichtung. Also vielleicht mal mit EI 250 statt 400 probieren und dafür kürzer entwickeln. Ansonsten auf HP5+ umsteigen, der gibt mit Rodinal ausgeglichenere Negative als Tri-X, bei ansonsten ähnlichen Eigenschaften.
    • Hallo,

      als ich mit S/W anfing, hatte ich auch oft das Problem, dass die Abzüge nicht so richtig toll aussahen. Auch auf die Gefahr hin, einiges von meinen Vorrednern zu wiederholen. Bei mir hat es viel zu geringer Belichtung und falscher Entwicklungszeit zutun gehabt. Deshalb sollte der nächste Schritt das Eintesten des Films in diesem Entwickler in deinem Prozess sein. Die gut gemeinten Ratschläge "bei mir kommt er mit Zeit X:YY immer super raus", sollten nur Startwerte sein. Ich könnte mir sehr gut vorstsellen, das wenn du die für dich gültige Empfindlichkeit und Entwicklungszeit gefunden hast, es deutlich besser aussieht.

      Gruß

      Norman
    • Guten Abend, MArtin;


      der Kodak Tri-X [klassisch] und Agfa Rodinal gehört eher zu den "unpaassenden" Kombinationen, heißt, aus dem Film holst Du mit diesem Entwickler nicht das raus, was bei einer besseren Kombination möglich wäre - oder in einem BEispiel, einen Porsche mit Diesel betanken.

      Zum Tri-X gehgören beispielsweise Microdol oder Perceptol - oder ein flüssiger Feinkorn-Entwickler. - Das mal vorab gesagt.

      Nachdem Du aber ausdrücklich gesagt hattest, dass Dir nicht an einem optimal entwickelten Film gelegen sei [??], kannst Du die "Nachteile" der Entwicklung in Rodinal zum Teil durch den Positiv-Prozess ausgleichen, durch eine härtere GRadation - wobei der Tri-X in Rodinal durchaus auch auf Kontrast hin entwickelt werden kann - er hat dann halt noch mehr Korn und "verschluckt" etwas mehr.


      Abstrakt gesagt, sprichst Du hier ein multiperspektivisches PRoblem klassischer, analoger Photographie an; die "Medien" / "Parameter" gehen miteinander in ine Art "Proportionen-Gleichung" ein, meint, was Du hier "zuviel" hast, kannst Du dort durch "wegnehmen" ausgleich - und umgekehrt.



      Sofern Du unbedingt bei Tri-X und/oder Rodinal bleiben willst, dann lasse es Dir am Ende nicht nehmen, sondern "jongliere" an der Dir entsprechenden "Proportion" von Film, Entwicklung und Positiv-Prozess.


      Ansonst würde ich natürlich auch zum Ilford HP-5 in ID 11 oder PErceptol raten - oder umgekehrt - Tri-X in Microdol.



      Jan-Peter
    • Jan-Peter Raspe schrieb:

      Guten Abend, MArtin;


      der Kodak Tri-X [klassisch] und Agfa Rodinal gehört eher zu den "unpaassenden" Kombinationen, heißt, aus dem Film holst Du mit diesem Entwickler nicht das raus, was bei einer besseren Kombination möglich wäre - oder in einem BEispiel, einen Porsche mit Diesel betanken.

      Zum Tri-X gehgören beispielsweise Microdol oder Perceptol - oder ein flüssiger Feinkorn-Entwickler. - Das mal vorab gesagt.

      Nachdem Du aber ausdrücklich gesagt hattest, dass Dir nicht an einem optimal entwickelten Film gelegen sei [??], kannst Du die "Nachteile" der Entwicklung in Rodinal zum Teil durch den Positiv-Prozess ausgleichen, durch eine härtere GRadation - wobei der Tri-X in Rodinal durchaus auch auf Kontrast hin entwickelt werden kann - er hat dann halt noch mehr Korn und "verschluckt" etwas mehr.


      Abstrakt gesagt, sprichst Du hier ein multiperspektivisches PRoblem klassischer, analoger Photographie an; die "Medien" / "Parameter" gehen miteinander in ine Art "Proportionen-Gleichung" ein, meint, was Du hier "zuviel" hast, kannst Du dort durch "wegnehmen" ausgleich - und umgekehrt.


      Sofern Du unbedingt bei Tri-X und/oder Rodinal bleiben willst, dann lasse es Dir am Ende nicht nehmen, sondern "jongliere" an der Dir entsprechenden "Proportion" von Film, Entwicklung und Positiv-Prozess.

      Ansonst würde ich natürlich auch zum Ilford HP-5 in ID 11 oder PErceptol raten - oder umgekehrt - Tri-X in Microdol.



      Jan-Peter
      Wieso gehört zu Tri-X Microdol oder Perceptol (gibts da eigentlich einen Unterschied?). Das ist eine persönliche Vorliebe von dir, die andere Menschen nicht teilen müssen. Ich würde eher sagen, dass zu Tri-X Microphen gehört, aber so sind die Geschmäcker eben unterschiedlich. Tri-X mit Rodinal ist eine klassische und viel genutzte Kombination. Man muss sie halt für seine eigenen Bedürfnisse eintesten, wie jede andere Kombination auch.
    • Jakob Olszewski schrieb:

      Im Vergleich zum HP5 stört mich eher der Träger, der nur sehr ungerne flach wird

      Das ist das Einzige, was mich am TriX ärgert. Dieser Wölbungsdrang macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man den Film in die Bühne eines Scanners einlegt. Jedesmal ist das ein furchtbares Geduldsspiel. Da ich jedoch nur für meine hp und gelegentlich fürs Forum MF-Negative einscanne, ist das für mich kein Grund, den Film zu wechseln. Ich liebe diesen Film einfach.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • > der Kodak Tri-X [klassisch] und Agfa Rodinal gehört eher zu den "unpaassenden" Kombinationen, heißt, aus dem Film holst Du mit diesem Entwickler nicht das raus, was bei einer besseren Kombination möglich wäre - oder in einem BEispiel, einen Porsche mit Diesel betanken.

      Das kann ich so nicht stehen lassen.

      Ich kenne die Kombination zwar nicht. Aber Rodinal ist kein schlechter Entwickler. Er hat seine Eigenheiten, und wenn diese zur Bildabsicht oder fotografischen Handschrift passen, dann ist es gut. Man holt nicht das Letzte an Empfindlichkeit heraus, und es gibt feinkörnigere Entwickler, na klar.

      Aber Rodinal macht einen überragenden Schärfe-Eindruck. Und er lässt sich sehr gut steuern, d.h. auf die Beleuchtungssituation anpassen.

      Eines gibt es allerdings: Rodinal verzeiht keine Fehler. Wer ihn als schlecht hinstellt, sagt damit eher etwas über sich selbst aus als über die Chemie.