Tetenal Magic-Box

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    • Tetenal Magic-Box

      Sicher hat der Eine oder Andere schon die magischen Boxen entdeckt. Im Grunde find' ich sie fast perfekt. Allein, und das sieht man auf den Fotos im Tetenal Shop, ist die Arbeitslösung z.B. bei E-6 für 250ml. Auf irgendeine Menge muss man sich ja festlegen, bei solch' Konzept; aber ich würde vermuten, dass viele bei E-6 & C-41 mit Jobo in Rotation arbeiten und die typische Dose dafür nimmt 270ml =O

      Meinungen?
    • Michael Neumann schrieb:

      Sicher hat der Eine oder Andere schon die magischen Boxen entdeckt. Im Grunde find' ich sie fast perfekt. Allein, und das sieht man auf den Fotos im Tetenal Shop, ist die Arbeitslösung z.B. bei E-6 für 250ml. Auf irgendeine Menge muss man sich ja festlegen, bei solch' Konzept; aber ich würde vermuten, dass viele bei E-6 & C-41 mit Jobo in Rotation arbeiten und die typische Dose dafür nimmt 270ml =O

      Meinungen?
      Das passt schon. Die Boxen richten sich doch explizit an Newbies, die das einfach mal ausprobieren wollen und zum ersten mal überhaupt einen CN- oder CU-Film entwickeln. Das geht problemlos im Kipp. Ich glaube nicht, dass die Zielgruppe sich einen Color-Prozessor mit Lift hinstellt, um mal eine CN-Film-Entwicklung auszuprobieren. Und die Leute, die einen Rotationsprozessor dastehen haben, werden sich sicherlich nicht die Magic Box kaufen. Für die gibt es definitv sinnvollere Gebindegrößen.

      Ich denke, die Idee aus Sicht von Tetenal ist, Leute damit neugierig zu machen, die Einstiegsschwelle für die Selbstverarbeitung etwas zu senken. Wenn die Leute dann gesehen haben, wie einfach es im Grunde geht und das regelmäßig machen wollen, werden sie schon aus Kostengründen auf die größeren Gebinde umsteigen. Und dann werden sie sich vielleicht auch einen Rotationsprozessor anschaffen. Ich glaube nicht, dass Tetenal erwartet, dass irgendjemand in diesen Kits eine Dauerlösung sieht.
    • Hallo zusammen,

      ich habe die Tetenal Magic Box getestet. Zunächst die Negativ-Filmentwicklung (C41-Prozess), dann die Papiervergrößerung (RA-4-Prozess). Nirgendwo habe ich Erfahrungswerte darüber gefunden, ob das auch bei starken Abweichungen von den vorgeschriebenen Chemie-Verdünnungen und Temperaturen funktioniert. Deshalb teile ich meine Erfahrungen hier mit.


      Die Tetenal Magic Box für die Negativ-Filmentwicklung ist für 250ml Arbeitslösung ausgelegt. Ich wollte 120er Rollfilm entwickeln, dafür musste ich jede Chemie auf mindestens 420ml strecken, damit der Film in der Entwicklungsdose mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ich habe dann gleich auf 500ml verdünnt. Außerdem wollte ich zwei Filme nacheinander mit derselben Chemie entwickeln. Ergebnis: Es war kein Problem, beide Filme sind gelungen. Die Chemie hatte in etwa eine Temperatur von 38°C (+/- 4°C, so genau wollte ich das nicht messen). Für die Berechnung der Entwicklungszeiten habe ich die App „Film Entwicklung Pro“ verwendet mit den Werten für den Entwickler Tetenal Colortec C-41.


      Dann habe ich mit der Tetenal Magic Box für Papiervergrößerungen (RA-4-Prozess) gearbeitet. Ich wollte meine SW-Utensilien dafür verwenden, habe also mit Schalen gearbeitet. Das Thermometer zeigt im Fotolabor 17,5°C an, die Chemie habe ich zuvor etwas erwärmt, zu Beginn lag die Temperatur vielleicht bei 24°, am Ende bei Raumtemperatur. Auch das hat gut geklappt. Es gibt keine Farbfehler und reproduzierbar waren die Abzüge auch.

      Für meine nicht-professionellen Ansprüche sind das tolle Ergebnisse. Zuvor war ich skeptisch, ob die Film- und Papierentwicklung bei so starken Abweichungen von den Vorgaben funktionieren würde. Aber alles funktioniert für meine Ansprüche super

      Viele Grüße
      Christoph
    • Bei der RA4-Box wird die Ergiebigkeit ja angegeben. Für die C41- und E6-Boxen finde ich bei Tetenal keine Angaben dazu wie viele Filme mit einer Box entwickelt werden kann. Einige Händler geben in der Produktbeschreibung an, dass sie jeweils für einen Film gedacht sind.

      Sind es wirklich One-Shot-Chemikalien, die nicht wiederverwendet werden können?
    • Überlege mir auch, die "Magic Box" für C-41 das nächste Mal mitzubestellen, um mal die Farbfilm-Entwicklung auszuprobieren. Da wäre es natürlich schon gut, wenn die Chemie wenigstens für 2 Filme reichen würde. Laut Christophs Erfahrungen sollte das ja möglich sein, aber wie sieht das praktisch aus? Verwendet man die Chemikalien einfach nochmal, oder muss man die Entwicklungszeiten mit Verlängerungsfaktoren anpassen?
    • Jan Kammann schrieb:

      Überlege mir auch, die "Magic Box" für C-41 das nächste Mal mitzubestellen, um mal die Farbfilm-Entwicklung auszuprobieren. Da wäre es natürlich schon gut, wenn die Chemie wenigstens für 2 Filme reichen würde. Laut Christophs Erfahrungen sollte das ja möglich sein, aber wie sieht das praktisch aus? Verwendet man die Chemikalien einfach nochmal, oder muss man die Entwicklungszeiten mit Verlängerungsfaktoren anpassen?
      Aus einem Kit wird nach Anleitung nur 250ml Arbeitslösung angesetzt. Das reicht in üblichen Entwickler-Dosen für die Kipp-Entwicklung nur für ein 135-Film. Für zwei 135-Filme oder ein 120-Film, wäre etwa 500ml Arbeitslösung notwendig. Es ist also nicht möglich ohne weiteres (wenn überhaupt) zwei KB-Filme in Kipp-Entwicklung damit gleichzeitig zu entwickeln.

      Es soll, auch wenn nicht von Tetenal dokumentiert, mit der "normalen" C-41-Chemie von Tetenal möglich sein die Arbeitslösungen starker zu verdünnen und mit längeren Entwicklungszeiten gute Ergebnisse zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass das auch mit der "Magic Box"-Chemie auch machbar ist. Achte aber darauf, dass solche Tricks auch zu Farbverschiebungen führen können, die in der traditionellen Ausbelichtung auf Farbpapier (RA-4-Prozess) nicht unbedingt ausgeglichen werden können. Ich habe den Eindruck, dass viele Leute C-41-Chemie "austesten" und danach die Negative nur scannen, um das Ergebnis zu beurteilen. Du hast aber in der digitalen Bildverarbeitung viel mächtigere Möglichkeiten Farbfehler im Negativ auszugleichen, vielleicht macht es sogar die Farbkorrektur in der Scan-Software automatisch ohne dein Zutun, als wenn du traditionell ausbelichten willst.
    • Bei der "normalen" Chemie ist mehr drin, und man kann, aber muss nicht, mehr ansetzen. Ich setze immer 500 ml an, der Rest wird aufbewahrt. Darin kann man auch mehrere Schübe hintereinander machen. Die Verlängerungen sind bei der normalen Chemie erklärt. Sie betreffen vor allem das BX-Bad. Beim Entwickler sind nur moderate Verlängerungen nötig.

      Fotoimpex hat z. T. auch die Anweisungen als PDF dabei, falls du sie bei Tetenal nicht findest. Da kann man sich das ansehen. Es geht aber erst ab 3 oder 4 Filmen los, egal ob gleichzeitig oder nacheinander.

      Grüße
      Rolf
    • Danke euch für die Rückmeldungen. Scheint mir eher eine unsichere Sache zu sein, die man wohl erst testen müsste. Bei Youtube gibt es ein Video, in dem ein Typ zwei 24er-Filme in Rotationsentwicklung mit den Chemikalien der Magic Box entwickelt. Leider fehlt mir dazu das Equipment und so oder so finde ich 250 ml Arbeitslösung extrem knapp bemessen.

      Das Digibase "Ready to use kit" kostet ja nur ca. 10 Euro mehr und scheint mir da die bessere Lösung zu sein, auch wenn ich die Kapazität von 14 Filmen wohl nicht ausnutzen würde.