Entwickler und Kalk

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    • Uwe Pilz schrieb:

      > Das para- Aminophenol erreicht einfach nicht so hohe Maximaldichten wie andere Entwicklersubstanzen ..
      > daß Agfa diese Kombination nicht empfiehlt.

      Das kann ich nicht bestätigen. Es ist mit den meisten Filmen kein problem, Dichten deutlich über 2 zu erreichen. Das bekommt man eigentlich nicht aufs Papier, ich finde 1,8 schon recht hoch.

      Dia ist was anderes.

      Agfa rät lediglich von 1+50 ab. 1+25 wird empfohlen und arbeitet auch gut.
      Kann ich unterstreichen. HP5+ wird bei 1+25 sehr schön. Und natürlich kriegt man mit Rodinal gnadenlos dichte Negative, man muss nur genug Entwicklungssubstanz nachführen.
    • Es war nicht meine Absicht jemanden von einer für gut empfundenen Film-Entwickler Kombination abzubringen.

      Christian hatte ein massives Problem beim Entwickeln seiner Filme.
      Da wollte ich ihm gerne helfen, da ich dieses Problem gut nachvollziehen kann.

      Mit einiger Regelmäßigkeit tritt diese Frage ja in der einen oder anderen Form hier im Forum immer wieder auf.
      Deshalb war es mir wichtig etwas zu den Hintergründen zu sagen.

      Daß es jetzt gerade das Rodinal getroffen hat ist ein etwas unglücklicher Umstand.
      Ich weiß, daß das Rodinal ein sehr beliebter Entwickler ist und viele treue Anhänger hat.
      Das Rodinal ist der älteste Negativentwickler und es ranken sich viele Mythen diese Substanz.
      Diese Diskussion hätte sich auch an ganz anderen Kombinationen erspinnen können.

      Aber ich denke, daß man insbesondere Einsteigern nicht unbedingt eine Film-Entwickler Kombination empfehlen sollte, die selbst vom Herstellern als "nicht empfehlenswert" gekennzeichnet ist.

      Natürlich gibt es eine ganze Reihe von anderen Kombinationen, die ebenfalls zu problematischen Ergebnissen führen.
      Meine Empfehlung ist also: bitte immer darauf achten, daß man mit einer mittleren Papiergardation im Schnitt scharfe und kontrastreiche Abzüge bekommt, die vom reinen Weiß bis zum tiefen Schwarz reichen.
      Wenn das nicht funktioniert, so liegt es oft an einer nicht passenden Film-Entwickler Kombination.
      Aus meinen Laborkursen weiß ich, daß das doch recht häufig der Fall ist.
      Wer mit dem weichen Mischlicht eines Farbmischkopfes vergrößert braucht einfach etwas höhere Negativdichten und einen höheren Kontrast.

      Die Details dazu muß ich jetzt gar nicht weiter erörtern.

      Danke und herzliche Grüße
      Klaus
    • Laut meiner App, die ich zum Nachschlagen von Entwicklungszeiten benutze, steigt für HP5+ die benötigte Zeit bei Rodinal von 8:00 auf 15:00, wenn ich statt 1+25 die Verdünnung 1+50 wähle (bei 20° und 30" Kipp). Weil ich keine Lust habe, so lange herumzutun, nehme ich also 1+25. Über drastisch mangelnde Dichte oder übermäßiges Korn mußte ich mich nie beschweren.
    • Meine eigenen Versuche mit para-Aminophenol (nicht Rodinal) belegen, dass man mit dieser Entwicklersubstanz mühelos ausreichend Dichte aufbauen kann. Wem das nicht gelingt, kann beispielsweise die Konzentration erhöhen, den pH-Wert erhöhen, länger entwickeln oder häufiger kippen.

      Außerdem ist para-Aminophenol extrem oxidationsgefährdet (Stichwort: Aerial Oxidation). In Rodinal schützt meiner Meinung nach das Kaliumsulfit das para-Aminophenol vor Oxidation durch Luftsauerstoff. Ist das Sulfit aufgebraucht, läßt die Aktivität von Rodinal nach.