Netzmittel/Agepon

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    • Netzmittel/Agepon

      Hallo
      bin grade etwas verwirrt was den Ansatz von Netzmitteln (hier Agepon) betrifft:

      Vorschrift laut Datenblatt ein Liter im Verhältnis 1:995 = 5ml/Liter herstellen und mehrfach weiterverwenden

      ... sollte das so eingehalten werden

      - oder kann das entsprechend beliebig angepasst werden auf zB 2,5 ml/500ml (Patersontank)
      - oder einfach 2,5ml der Schlußwässerung als "one shot" beimengen

      was ist empfehlenswert oder ist's egal?

      Thomas
    • Also ich verwende es nach dem Wässern als letztes Bad, danach zwischen den Fingern abstreifen und trocknen. Als Zusatz zum Wässern hab ich es noch nicht gehoert. Der Ansatz beim halben Liter entspricht ja der Relation vom Datenblatt. Egal ist es nicht, mach die Dosierung nicht hoeher.

      Mein Netzmittel ist allerdings von Foma.
    • Moin!
      Ob das so eingehalten werden sollte… tja. Ich denk, es braucht nicht. Kann aber.

      Meine Erfahrungen sind folgende: Ich war es schnell leid, bei jeder Entwicklung nochmal ne Spritze für 2,5ml zu bemühen und das dann hinterher abzuwaschen. Also habe ich immer ganze 5Ltr-Kanister mit dest. Wasser als OneShot-Stocklösung angesetzt. Dat Dingen war dann ständig alle oder es schwammen irgendwann so dubiose Schlieren drin. Gibt so Organismen, die scheinen dest. Wasser zu mögen. Bin dann davon ab und arbeite mit einer 500ml-Weithalsflasche, die ich so 5–6mal nach Sichtprüfung wiederverwende. Hast aber Restrisiko von Verschmutzungen und Schwebeteilen, habe ich aber noch nicht erlebt. Das funktioniert ganz gut.

      Dein angegebenes Mischverhältnis entspricht dem von Kodak Photo Flo. Hab ein paarmal gelesen, das sei zu dick/seifig, Hälfte genügt, das Zeug kost' ja auch Geld ;) . Bei mir langt tatsächlich die Hälfte aus.

      Beste Grüße
      Carsten.
      Gott grüß die Kunst!
    • ... hab mich da etwas zu kompliziert ausgedrückt:

      eigentlich geht es mir nur um die Frage ob das Erstellen eines wiederverwendbaren Ansatzes sinnvoll ist, vor allem
      wegen der von Carsten erwähnten Verunreinigungsgefahr

      Bisher arbeite ich mit der One-Shot-Variante indem ich der finalen Spülung mit dest.Wasser etwas Netzmittel beifüge und diese dann entsorge
      (übrigens bislang auch mit dem Fomaprodukt)
    • In der Apotheke gibt es Pipettenflaschen. Darin bewahre ich so 20 ml Netzmittel auf und setze dann das Schlussbad immer frisch an. Die Dosierung kann vor allem bei weichem oder gar entmineralisiertem Wasser deutlich reduziert werden (sobald es schäumt, war es zuviel). Ich nehme immer etwa zwei Tropfen pro Viertelliter.

      Den Ansatz verwende ich auch nicht mehrmals. Bei einer so geringen Dosierung gehen die Kosten gegen null und dieses Bad kann bedenkenlos im Ausguss entsorgt werden.
    • Hallo zusammen,

      ich habe vor gefühlten 20 Jahren mal eine Flasche Amaloco Netzmittel gekauft. Damit fülle ich, wie Henning schon empfohlen hat, so etwa 1x jährlich eine kleine Pipettenflasche aus der Apotheke. Weil ich pro Film nur etwa 2-3 Tropfen davon ins letze Wässerungswasser gebe, reicht das auch noch für die nächsten 10 Jahre. Wenn ich mehr nehme, habe ich keine Wasserflecken, sondern Netzmittelflecken. Auf die Idee, da ein mehrfach verwendbares Netzmittelbad anzusetzen, bin ich daher noch nie gekommen. Bei sinnvoller Dosierung reicht dieses Netzmittel fast für ein Fotografenleben (also auch fast so lange wie eine Dose Protectan)

      Jetzt habe ich vielleicht (wirklich nur leicht) übertrieben, aber sparen sollte man anderswo.

      Probleme mit Schimmelfäden in irgendwelchen Ansätzen mit entmineralisiertem Baumarktwasser hatte ich übrigens auch schon reichlich. Ich lasse seither die Finger davon und nehme das nur noch für's Bügeleisen. Schlecht gewartete Ionenaustauscher sind wahre Brutstätten für dieses Zeug.

      Beste Grüße, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: anzinger-online.de/Foto/
    • Das allerwichtigste bei Netzmittel: Nicht überdosieren. Die Angabe 2,5 ml/L ist schon recht fett. Ich verwende höchstens die Hälfte, und messe das auch nicht akribisch ab. Ich gieße das dann auch weg.

      Hochdosiertes Netzmittel gibt nach dem Trocknen Schlieren, die sich kaum noch entfernen lassen, auch durch nochmaliges Wässern nicht. Sie fallen v.a. in homogenen Bildteilen wie Himmel auf, und zwar sehr unangenehm. Die Bilder haben dann nur noch dokumentarischen, aber keinen ästhetischen Wert.
    • Ich nutze so ein 100ml fläschenen Adoflo schon seit 5 jahren. Ist jetzt so 2/3 leer.
      Davon einen spritzer auf gut 500 ml, das nutze ich dann mehrere Wochen. Da gehen gerne mal 10 Filme durch. Wenn es kaum noch schäumt gibt es ein neuen Ansatz.
      Damit habe ich noch nie Probleme bzw schlieren bekommen!
      Manchmal nutze ich auch 2 tropfen vom Spülmaschinen Reiniger wenn ich die Flasche mit dem Ansatz im labor vergessen habe und ich keine Lust verspüre die Küche wieder zu verlassen.
      Selbst bei dieser Vergewaltigung geht alles gut.
      Ich bin wohl ein ignoranter Glückspilz ;)
      - Manche Menschen inspirieren meinen inneren Selbstmörder -