120er Film- Entwicklerkombi für Lochkamera

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    • 120er Film- Entwicklerkombi für Lochkamera

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      Hallo Zusammen,

      eigentlich hatte ich vor gut 10 Jahren dem Film abgeschworen, aber irgendwie hat es mich jetzt doch wieder gepackt und ich drucke mir gerade eine 6x12 Lochkamera aus 8o

      Würde gern erstmal s/w beginnen, da ich im Keller noch zwei Plastimat-Dosen, Messbecher, etc. gefunden habe, so dass ich auch ohne Duka im Bad ein wenig kippen könnte.
      Farbe vielleicht etwas später, wenn ich mich vom Schock über die Filmpreise erholt habe... :S

      Nun habe ich gar keinen richtigen Überblick mehr, was es noch an brauchbaren Filmen gibt. Hab schon gesehen, dass der Acros weg ist und bei Adox muss erstmal eine neue Fabrik gebaut werden wie ich las...

      Der Film sollte eher niedrigempfindlich sein, da längere Zeiten bei der Lochkamera angenehmer zu händeln sind.
      Er darf auch gern etwas kontrastreicher werden, da die Lochbilder sowieso immer reichlich flau sind...
      Ansonsten sollte er auch halbwegs scannbar sein (Epson V500), da ich nicht mehr vergrößern kann.

      Von der Sache her würde ich vielleicht wie in alten Zeiten mit FP4 + Rodinal einsteigen - bin aber auch für andere Vorschläge sehr offen und dankbar!

      Als Entwickler möchte ich nur ein Konzentrat mit Einmal-Ansatz nutzen, da ich nicht sooo oft entwickeln werde und solche Stammansätze wahrscheinlich zum Teil wegschmeißen müsste...

      Mit der Lochkamera möchte ich so genau und präzise arbeiten, wie es eben möglich ist - da sollte der Film halt mitspielen.
      Habe früher recht viel mit Lochkameras von 9x12 bis 8x10 herumprobiert und dabei (für mich) erstaunliche Sachen zustande gebracht. Ein wenig in die Richtung soll es halt wieder gehen....


      Also wenn jemand einen Tip hat - sehr gerne!


      Danke und Grüße
      Henryk
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      Pan F+ (50 ASA) ist ein wirklich guter Film. Harmoniert auch gut mit Rodinal, aber auch mit anderen üblichen Entwicklern.
      FP4 hat in Rodinal zwar auch nur 70 ASA, aber die Kurve hängt stark durch. Mit dieser Kombination habe ich mich nie anfreunden können. In andern Entwicklern ist der Film aber sicherlich gut.
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      Ich danke Euch!

      Rodinal war nur so eine Idee, da einfach in der Anwendung und lange haltbar....

      Sowas wie ID11 wollte ich ja eigentlich vermeiden, aber wenn es hier so hoch angepriesen wird ^^
      Werde ja wie gesagt einen eher geringen Durchsatz haben, daher wird es mit Durchprobieren schwierig und ich greife gern auf eine gute Empfehlung zurück!

      Der PAN F scheint tatsächlich interessant, gibts für den auch einen ultimativ bestgeeignetsten Entwickler? :rolleyes:


      Viele Grüße
      Henryk
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      Ich finde die Fragestellung interessant, da diesmal tatsächlich die Kameratechnik bzw. "Optik" eine Rolle spielt: Lochkameras bilden äußerst kontrastarm ("flau") ab, noch viel flauer als Plastiklinsen und dergleichen. Ich versuche hier per se schon immer deutlich länger zu entwickeln als üblich. Dabei spielt aber auch das Licht bei der Aufnahme bzw. der Motivkontrast eine Rolle. Bei punktuellem Licht (greller Sonnenschein) braucht man weniger "forciert" entwickeln als bei diffusem Novemberlicht. Es kann auch sein, dass das Rodinal nicht so gut für eine kontrastanhebende Entwicklung geeignet ist, da hier dann die Lichter "nach oben schießen", wo man doch nur die Mittentöne heller machen möchte, damit sie sich von den Schatten abheben. Vermutlich ist ID11 oder ähnliches hier die bessere Wahl.

      Ich würde allerdings keinesfalls einen feinkörnigen Film nutzen. Warum? Man braucht Korn, welches irgendwie noch Schärfe suggeriert. Oft hat man ohne nur "Matsch". Sicherlich gibt es hierfür auch Motive, denen diese Weichheit steht. Ich würde für solch ein Projekt zunächst mit einem Kleinbildfilm testen und hier mehrere "Schnipsel" unterschiedlich belichten und entwickeln, bevor ganze Rollfilme geopfert werden. Meine Wahl fiele auf HP5 oder TriX, sicherlich auch auf Foma. Belichtungszeiten kann man ja elegant via Filter noch verlängern und natürlich schlägt der Schwarzschild-Effekt (nicht vergessen) hier auch noch zu.

      Noch etwas zum Flauen: Es ist hier sicherlich hilfreich, die Kamera im Innern mit schwarzem Samt oder ähnlichem auszukleiden.
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      Danke Thomas für den Denkanstoß.

      Da ist natürlich was dran, Korn kann sicher noch etwas Pepp reinbringen.
      Vielleicht kann da auch der "Kanteneffekt" von Rodinal noch etwas beitragen.
      Hmmm... machts alles nicht einfacher :D

      Na ich guck mal noch ein wenig die Filme durch, die es überhaupt noch so gibt.
      Testen mit KB wird schwierig, da ich die Kamera von Edgar nehme - die hat eine gebogene Filmebene für Rollfilm, das wird dann sehr umständlich, da irgendwie KB Schnipsel reinzufriemeln....
      Aber das ist nicht so schlimm, auf einen Rollfilm passen immerhin 6 Versuche :thumbup:
      Ansonsten klar, Streulicht soweit irgend möglich vermeiden. Schwarzer Samt ist super, gut geht auch matte schwarze Schultafelfarbe, die reflektiert kaum noch.



      @Uwe
      da haben wir ja wieder Rodinal :thumbsup:
      Na der wirds wohl erstmal werden, nur noch den passenden Film raussuchen.
      Vielleicht dann doch mal was Feines und was Grobes probieren und einfach schauen, wer mehr aus dem "Loch" herausholt.


      Danke und Grüße
      Henryk
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      Was gröberes ist RPX400, welcher Agfa 400 (neu) sehr ähnlich ist. Er harmonoiter auch gut mit Rodinal: 1+25, 16°C, 13 min oder 20°C8 Minuten.

      Von Foma 400 rate ich ab, da dieser zu ausgefressenen Lichtern neigt. In einer Lochkamera hat man größere Beleuchtungsunterschiede als mit konventionellen Optiken und braucht die Differenzierung in hohen Dichten.
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      Henryk Roggenbuck schrieb:

      Wirklich? Gibt doch überall nur noch die Reste zu Preisen, als wenn es Byzantinische Reliquien wären....
      aja... "Ende des Jahre". Das kann natürlich auch der 31.12. sein

      photoscala.de/2019/06/11/fujif…chwarzweiss-film-zurueck/
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      Henryk Roggenbuck schrieb:

      gut geht auch matte schwarze Schultafelfarbe
      Das ist ein super Tipp! Danke. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Hast du's mal selbst ausprobiert oder ist es bisher nur eine Idee? Ich habe da noch die eine und andere Kamera aus (nicht fern-) östlicher Produktion, die doch innen noch zu sehr reflektiert. Die Japaner hatten hier schon wesentlich bessere Mattierungen aufgebracht.