Orwo Mikroplatte MO1

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    • Orwo Mikroplatte MO1

      Gestern habe ich ein paar Schachteln des Orwo MO1 bekomen, die waren preiswert weil sie schon 30 Jahre abgelaufen sind.
      Natülich musste ich aber wissen was überhaupt noch damit zu machen ist.
      Vier Platten habe ich belichtet und entwickelt, die Empfindlichkeit scheint jetzt bei etwa ISO 20 oder etwas darunter zu liegen, waren mal ISO 40.
      In Filmentwickler kann man die ganze Sache komplett vergessen, was noch geht ist sie in Papierentwickler zu tünchen, dann entsteht noch so etwas wie unterschiedliche Grauwerte.
      Insgesamt sind die Ergebnisse recht flau, vielleicht sollte ich mit Dukomol entwickeln, habe ich aber nicht zur Hand.

      Die MO1 Platte wurde auf den gelb/grünen Bereicht sensibilisiert, sie haben da ihr Optimum bei dem es das menschliche Auge auch hat um Fokusverschiebungen zu vermeiden.
      Bei Abfotografieren beim Mikroskopieren gelten eingeschränkende Regeln, es gibt kein Abblenden was die Tiefenschärfe erhöht, daher musste alles vermieden werden was die Schärfe verringern konnte, daher auch Glasplatten die eine Planlage wirlich garantieren.
      Panchromatische Emulsionen hätten eine Verschiebung zum Rot hin was aber einen nicht unerheblichen Unterschied zum Schärfebereich hat auf dem unser Auge einstellt.
      Mit was man sich damals noch rumschlagen musste, das ist durch die Digitaltechnik doch um einiges einfacher geworden.

      Die Platten haben ein recht feines Korn für eine hohe Auflösung.

      Jetzt eher noch für experimentelles Arbeiten einzusetzen.
      Daher habe ich auch ein ungewöhnliches Objektiv verwendet, ein Voigtländer Portraitobjektiv 2/105mm das aber auf f/11 abgeblendet eine sehr hohe Schärfe in der Mitte hat allerdings ist es auch etwas kontrastarm.
      Die nächsten Platten werde ich dann mit einem MC vergütetem Objektiv machen.

      Die Platten sind 6,5x9cm und ich habe sie mit meiner Linhof Teka 23 belichtet. Voigtländer Portrait Objektiv 2,0/105mm im Compur II Verschluss.

      MO1.jpg
      Unsere Ruinen werden nicht so schön sein wie die vergangener Generationen