Durst 138s

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt (wie immer beim Kauf gebrauchter Vergrößerer) auf die Ausstattung und den Zustand des Vergrößerers an. Je kompletter das ganze Paket, desto realistischer der Preis. Die Lichtquelle spielt auch eine Rolle, wobei die Geräte meist mit Kondensorsystem angeboten werden, Farbköpfe trifft man eher selten an. Und natürlich wo das Gerät steht und wie umständlich/langwierig der Transport wird.

      Wenn das Gerät eher ein Wrack ist mit fehlenden/verschlissenen Teilen und du Sachen nachkaufen musst, wird es teuer. Sehr teuer. Aber für ein Gerät in gutem Zustand mit guter Ausstattung (z.B. sämtliche Kondensoren für die Formate von KB bis 13x18, zumindest zwei oder drei Lapfe Metallmaskenpaare für kleinere Formate in der Bühne Nega 138) plus drei Objektive in gutem Zustand ist der Preis durchaus okay.

      Wobei. Von den alten Durst Componon-Objektive mit Chrom-Fassung, die häufig mit diesen Geräten angeboten werden, würde ich nicht zu viel erwarten, die sind nach 50 Jahren häufig einfach in einem miserablen Zustand. Der Verkäufer meines L138 hatte einen ganzen Koffer von den Dingern und ich wollte kein einziges haben. Kratzer, Nebel und Kittschäden sind häufige Probleme bei den alten Durst/Schneider-Linsen. Moderner Ersatz ist besser und kostet nicht die Welt.

      Worauf solltest du achten? Die Mechanik muss in Ordnung sein, inbesondere der über Federkraft erfolgende Verstellmechanismus für Kopf und Grundplatte. Ein kritisches Teil ist auch die Negativbühne mit den Federn, die die Gläser bzw. die Metallmasken in Position halten und gerne mal abbrechen. Hier solltest du darauf achten, dass die Federn möglichst alle vorhanden sind. Je mehr Metallmasken für kleine Formate (KB/MF) desto besser. Die erleichtern das exakte Positionieren des Negativs im Strahlengang, was ansonsten (also mit Glaseinsätzen) echte Fummelarbeit sein kann. Apropos positionieren. Auch die Negativbühne selbst muss exakt positioniert werden. Dazu hat der Rahmen unterhalb der Negativbühne Führungen bzw. Löcher. Da das Zeug aus Alu ist, verschleißt es dummerweise. Je weniger Verschleiß dort, desto besser. Falls dir da jede Menge blankes Metall entgegengrinst und die Positionierungslöcher schon zur Größe eines Fingernagels angewachsen sind, sodass die Ausrichtung der Bühne zum Ratespiel wird, ist das zwar kein Todesurteil für den Vergrößerer, aber man sollte wissen, dass Ersatz schwierig zu bekommen ist.
    • Hallo Peter,
      Jochen hat schon alles Wichtige gesagt. Mach doch ein paar Fotos von dem guten Stück. Dann kann man mehr dazu sagen. Mein Durst hat vor einem jahr 100 Euro gekostet. Ich musste aber einiges dazu kaufen damit man damit vernünftig arbeiten konnte.
      Wenn man es nicht eilig hat kann man auf entsprechende Angebote warten und das Gerät so nach und nach günstig vervollständigen. Bei 700 Euro sollte wirklich alles mit dabei sein. Wenn der Farbmischkopf mit dabei ist und dieser auch funktioniert dann ist der Preis OK, aber kein Schnäppchen.
      Andrerseits ich weiß nicht genau wo du wohnst und wie oft in deiner Gegend solche Vergrößerer angeboten werden. Die kann man eben nicht so ohne WEiteres versenden.
      Muss man eben vieles abwägen.
      Grüße
      Martin
    • Also für ein Gerät in einem guten Zustand mit dem entsprechenden Zubehör ist der Preis auch in meinen Augen relativ normal.

      Grade beim L138 finden sich immer wieder Storys von Leuten, die ein Gerät für sehr wenig bis gar kein Geld bekommen haben. Daran würde ich mich nicht orientieren. Entweder hatte da jemand Glück, oder die mühsame Suche nach Ersatzteilen geht dann los. Die Preise schwanken auch, weil wenig Geräte gehandelt werden und ein Versand meistens nicht möglich ist.