Reprolicht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Moin,

      bevor sich jemand wundert, warum ich das in diesem Unterthema poste:
      Ich richte gerade meinen Reprostand zum Digitalisieren ein, deshalb paßt das eher hierher fand ich,als zu Aufnahmetechnik..... zu analoger... ansonsten bitte verschieben!

      Ich möchte damit erstmal bis 4x5 abfotografieren, mit einer Sony Nex-3, dafür hab ich die LED Einheit von Intrepid, wobei ich später bis 8x10 abfotografieren möchte, aber zu so Leuchtplatten gab es hier glaube ich schon Empfehlungen, muss ich mal suchen. Das Ganze ist nur fürs Netz, Abzüge mache ich Analog.

      So und jetzt endlich zur Frage: Ich werde auch die Abzüge abfotografieren, wie auch Van Dykes oder Bromöldrucke. Normal macht man bei Repros eine Kreuzbeleuchtung. Aber gerade bei VanDykes ist das Papier und dessen Struktur sehr wichtig, die würde ich mir damit platt machen. Zudem habe ich nicht viel Platz drumherm. Meine Idee war deshalb, rechts und links eine Tageslichtröhre (bei VanDyke kommt es ja auch sehr auf den Farbton an. Oder ist das bei der Diggi egal?) zu platzieren. Je nachdem kann ich dann beide nutzen oder nur eine. Ist das sinnvoll? Andere Idee? LED Panels? Die Vorlagen werden bis 40x50 sein.

      Gruß Peter
    • Ich ahne in etwas, was du vorhast. Und obwohl ich noch nie bewusst einen Van Dyke Abzug in "echt" gesehen habe, versuche ich dir jetzt einfach mal mit ein paar Ideen und Gedanken weiterzuhelfen.

      Wegen der Belichtung und der Struktur. Ich würde da mit dem Einfallswinkel des Lichtes etwas spielen. Und eventuell auf der Gegenüberliegenden Seite statt einer aktiven Lichtquelle einen Reflektor? (Weiße Pappe o.ä.). Bei digital kannst du dir ja die Wirkung quasi sofort auch am Rechner anschauen.

      Wenn du Lichtquellen mit bekannter Farbtemperatur einsetzt, scheint es für mich logisch, diesen Wert auch an der Digitalkamera einzustellen. Jedenfalls würde ich den autom. Weißabgelich nicht nehmen. Feinetuning geht ja dann auch noch am Rechner.

      Bei LED Panels könnte evtl. der Ra Wert (Farbwiedergabeindex) ein Rolle spielen. Da fehlt mir aber die Erfahrung.

      Persönlich habe ich bisher nur SW 6x6 Negative auf Leuchtplatte abfotografiert ("gescannt"). Da die Röhren darin keine Tageslichtröhren sind, habe ich die Kamera auf Leuchtstoffröhre eingestellt, damit die Grautöne halbwegs stimmen. Außerdem Schwarzweiß-JPG als Bildausgabe. Für's Web bin ich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden.

      Aber wahrscheinlich ist es wie so oft im Leben: Weniger Gedanken machen, einfach mal ausprobieren. Hier kommt ja keiner zu Schaden, im Gegenteil: Man ist hinterher definitiv schlauer!
    • Andreas Oelpke schrieb:



      Persönlich habe ich bisher nur SW 6x6 Negative auf Leuchtplatte abfotografiert ("gescannt"). Da die Röhren darin keine Tageslichtröhren sind, habe ich die Kamera auf Leuchtstoffröhre eingestellt, damit die Grautöne halbwegs stimmen. Außerdem Schwarzweiß-JPG als Bildausgabe. Für's Web bin ich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden.
      ich würde es auch so machen, bzw. hab es auch so gemacht.
    • Andreas Oelpke schrieb:


      Aber wahrscheinlich ist es wie so oft im Leben: Weniger Gedanken machen, einfach mal ausprobieren. Hier kommt ja keiner zu Schaden, im Gegenteil: Man ist hinterher definitiv schlauer!
      Ja, das stimmt wohl aber man muss das Rad ja nicht jedesmal neu erfinden, zudem ist das meine erste Diggi :)

      Aber im Prinzip hast Du meine Gedanken bestätigt, die Tageslichtröhren hab ich, dann fang ich damit an!

      Für die Negative hab ich erstmal die VG Einheit von Intrepid bis 4x5, da hat ne größere Platte noch Zeit und dazu gibt es wohl schon genug Erfahrungen....
    • Ich würde grundsätzlich mit einem Setup anfangen, das so aussieht:

      otto.de/p/kaiser-fototechnik-r…69/#variationId=667064370

      Also insbesondere mit Lichtquellen, die ausreichend gross für die Vorlage sind (hier sind Leuchtstoffröhren drin, mit einer Diffusionsfolie davor). Das führt zu technisch guten Ergebnissen, an denen man vielleicht nicht mehr viel machen muss. Bei glänzenden Oberflächen sind ggf. Polfilter-Folien sinnvoll (die gab es passend zu den dargestellten Beleuchtungseinheiten von Kaiser).

      Bezüglich der Struktur würde ich grundsätzlich das gleiche Kreuzlicht nehmen und dann einfach das Kontrastverhältnis anpassen, um die Schatten, die die Oberflächenstruktur wirft, im Grauwert zu steuern. Tiefschwarze Schatten an den Strukturen (also nur mit einer seitlichen Lichtquelle und ohne Aufhellung) sieht wahrscheinlich zu extrem aus. Wenn die Beleuchtung nicht regelbar ist, ggf. Graufilterfolien nehmen.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Hallo,

      vor Jahr und Tag wurden in den USA Leuchtstoffröhren entwickelt und produziert
      mit Tageslicht-Spektrum.
      Eingesetzt wurden die zunächst wohl in Atom-Ubooten welche wochenlang getaucht
      unterwegs waren.
      Später wurden diese Leuchtstoff-Röhren als "True-Lite-Röhren" auch in Deutschland
      vertrieben und schließlich, verbessert, in Deutschland hergestellt.
      Mit diesen Leuchtmitteln haben dann viele Museen in Europa und sicher andernorts
      auch farbrichtige Reproduktionen angefertigt.

      Auch ich habe diese Leuchtmittel über viele Jahre verwendet.
      In meinem Fall waren es links und rechts in einer Leuchtwanne je zwei solcher Röhren.

      Neulich ist mir aber aufgefallen, daß sich die weiße Beschichtung der Leuchtwannen
      im Laufe der Zeit farblich leicht verändert hat.
      Das habe ich bei Tageslicht überprüft.
      Inwiefern ich das mit einer Neu-Lackierung wieder in den Griff bekomme, mal sehen.
      Es gilt also bei anspruchsvollen Reproduktions-Vorhaben so einiges zu beachten auch
      im Sinne von "Versucht macht klug".

      Bei der Digitalisierung von S/W- und vor allem Farbnegativ-Filmen empfehle ich die
      LED-Leuchtplatte von KAISER mit 6500°K.
      Früher habe ich dazu den umgedrehten Vergrößererkopf meines DURST M 605
      verwendet aber bei Farbnegativ gibt es das Problem, daß es dauert, bis die Halogenlampe
      eine stabile Farbtemperatur aufweist.
      Mit LED's hat man das Problem nicht mehr einschließlich der unerfreulichen Hitze-Entwicklung.

      Herzliche Grüße

      Karl Heinz