Adox MCP Papier momentan nicht mehr lieferbar. Alternativen?

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    • Adox MCP Papier momentan nicht mehr lieferbar. Alternativen?

      Hallo,
      ich arbeite und schätze das ADOX MCP Papier sehr. Leider ist es momentan nicht mehr lieferbar.
      Fotoimpex/ Adox konnte mir bisher keine Auskunft geben wann es wieder lieferbar ist.
      Ich muss neues Papier bestellen und suche nach einer Alternative.
      Was würdet ihr empfehlen?

      Grüße
      Martin
    • Ernst Kluger schrieb:

      Unbedingt das MCP von Ilford (MGIV)! Ich bevorzuge es selbst. Und für meinen Geschmack trifft das "Pearl" ins Volle!
      Würd langsam gern vom Foma Papier aufsteigen. Momentan hab ich das Fomaspeed Variant 312, vermeintlich matt, jedoch mit ganz leichtem Glanz.
      Kannst du sagen, ob sich das Pearl mit dem Foma vergleichen lässt? Oder doch eher matt? Ich vermute wir reden von den Ilford Oberflächen „44M“=pearl und „25M“=matt?
      [url]http://www.instagram.com/herr_thiele[/url]
    • Vor Jahrzehnten (als Schüler) hatte ich auch mal mit Festgradationen von Ilford gearbeitet. Ich mochte das Glanz mehr, da das Pearl so eine etwas künstliche Oberfläche hatte. Matt war mir immer etwas zu glanzlos und die Schwärzen erschienen mir nicht richtig schwarz.
      Aber die Oberflächen halte ich vor allem für eine Geschmacksfrage. Mich würden die Grauabstufungen und die Schwärzungen interessieren. Von Ilford gibt es unterschiedliche Papiere. worin liegt deren Unterschied?
    • Christian, ich kenne das Foma-Papier nicht, habe es noch nie benutzt.

      Das "Pearl" habe ich gewählt, weil mir das matte Papier nicht (mehr) zusagte. Habe dann je ein 100er Paket hochglänzend, Satin und Pearl ausprobiert und bin von dem Pearl sehr angetan. Die Oberfläche zu beschreiben ist schwierig, vor allem im Vergleich zu matt oder Satin. Man muss es einfach mal ausprobieren. Gibt ja auch kleinere Pakete.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Martin_E_Palm schrieb:

      Vor Jahrzehnten (als Schüler) hatte ich auch mal mit Festgradationen von Ilford gearbeitet. Ich mochte das Glanz mehr, da das Pearl so eine etwas künstliche Oberfläche hatte. Matt war mir immer etwas zu glanzlos und die Schwärzen erschienen mir nicht richtig schwarz.
      Aber die Oberflächen halte ich vor allem für eine Geschmacksfrage. Mich würden die Grauabstufungen und die Schwärzungen interessieren. Von Ilford gibt es unterschiedliche Papiere. worin liegt deren Unterschied?
      Zu meinen Zeiten als Schüler (späte 80er) gab es die Pearl-Oberfläche noch nicht, ich meine, die ist relativ "jung", aber vielleicht täusche ich mich. Jedenfalls haben die heutigen RC-Oberflächen bei Ilford nichts mit denen von vor X Jahren zu tun. Die Qualität hat sich deutlich verbessert, gerade "Pearl" und "Satin" wirken für ein RC-Papier schon relativ edel. "Matt" gib es im übrigen nicht mehr als RC von Ilford. Grauwertverlauf und Maximaldichte bei den RC-Papieren hat sich gegenüber vor 30 Jahren auch deutlich verbessert. Das ist wirklich kein Vergleich zu früher. Zumindest empfinde ich das so. Von daher würde ich Ernst zustimmen unbedingt mal zu einem Versuch raten. Ich hab nur sehr wenig Erfahrung mit dem Adox MCP, das Ilford ist wenn ich das richtig auf dem Schirm habe einen Ticken wärmer.

      Welche unterschiedlichen Ilford-Papiere meinst du? Warmtone und Cooltone dürften ja selbsterklärend sein, wobei ich die Unterschiede im Bildton eher marginal finde. "MG de Luxe" oder wie das heißt ist identisch mit MG IV, aber auf dickerem Träger, wirkt dadurch etwas wertiger in der Hand. Sonst fallen mir keine RC-Papiere von Ilford ein. Festgradationen natürlich noch ...
    • Christian Thiele schrieb:

      Ernst Kluger schrieb:

      Unbedingt das MCP von Ilford (MGIV)! Ich bevorzuge es selbst. Und für meinen Geschmack trifft das "Pearl" ins Volle!
      Würd langsam gern vom Foma Papier aufsteigen. Momentan hab ich das Fomaspeed Variant 312, vermeintlich matt, jedoch mit ganz leichtem Glanz. Kannst du sagen, ob sich das Pearl mit dem Foma vergleichen lässt? Oder doch eher matt? Ich vermute wir reden von den Ilford Oberflächen „44M“=pearl und „25M“=matt?
      Wenn dir das Foma 312 gefällt, bist du mit dem 44M "Pearl" oder 25M "Satin" nicht grundverkehrt. Die beiden Oberflächen sind nicht so weit auseinander, Pearl hat einen etwas stärkeren Glanz, aber der Unterschied ist nicht sehr ausgeprägt. Ein echtes mattes (totmattes) RC-Papier gibt es von Ilford M.W. nicht mehr.
    • Hab gerade nachgeschaut,
      in den 80ern hatte ich schon eine Pearloberfläche. Den Plastiklook fand ich damals schick. Aber egal,
      ich werde mal die neuen Ilfordpapiere testen. Mich hat IV und Portfolio irritiert. Ich werde mal mit das IV in Glanz und Pearl testen.
      Ist das Foma schlechter? Ist so schön günstig. Wie sind die Erfahrungen mit dem Easy Print?
    • Jochen Schmitt schrieb:

      Wenn dir das Foma 312 gefällt, bist du mit dem 44M "Pearl" oder 25M "Satin" nicht grundverkehrt. Die beiden Oberflächen sind nicht so weit auseinander, Pearl hat einen etwas stärkeren Glanz, aber der Unterschied ist nicht sehr ausgeprägt. Ein echtes mattes (totmattes) RC-Papier gibt es von Ilford M.W. nicht mehr.
      Totmatt scheint ohnehin recht selten zu sein. Kenns nur als Baryt von Foma. Werd wohl wirklich mal beide probieren.

      Martin_E_Palm schrieb:


      Ist das Foma schlechter? Ist so schön günstig. Wie sind die Erfahrungen mit dem Easy Print?
      das würd mich durchaus interessieren. Mir gefällt das Easyprint 312 ziemlich gut. Hat eine minimal glänzende, leicht strukturierte Oberfläche. Hab aber keine Ahnung, wie das Ilfordpapier sich dagegen bezüglich der Schwärzen, Weißen und Grauwerte verhält.
      [url]http://www.instagram.com/herr_thiele[/url]
    • Foma PE neigt zu Aussilberungen. Wahrscheinlich wird Träger für Farbpapiere benutzt, der etwas billiger ist. Den Effekt sieht man nur bei Bildern an der Wand, besonders stark unter Glas. Ausstellungsbilder können schön nach wenigen Wochen erste Anzeichen zeigen. Auslöser ist das Titandioxid, welches als Weißmacher in der Folie eingebettet ist,
      Adox und Ilford benutzen spezielle Folien mit Radikalfängern. Dadurch wird der TiO2-Effekt unterdrückt, zumindest für eine Weile. Nach paar Jahrzehnten gibt es dort möglicherweise auch. Ich sage möglicherweise, weil die jahrzehntealten Fotos, die ich habe, mit einer anderen Art der Folien beschichtet worden sein können.

      Wenn man Foma-Papier nur in Schachteln legt, dann ist alles in Ordnung: Belegabzüge, Kontaktkopien, alles gut. So bald die Wahrscheinlichkeit steigt, dass es irgendwo hinter einem Bilderrahmen landet: Am besten Baryt nehmen. Es gibt nicht blöderes, als bei Freunden eigene Fotos zu sehen, die degradiert sind. Ist mir selbst passiert.

      Foma Baryt ist gut, sogar sehr gut.
    • Ich habe diverse Foma-RC-Papiere, teils großformatig (50cx60) seit einigen Jahren (ca. ~4) unter Glas in Räumen, hell mit großen Altbau-Fenstern und teilweise direkter Sonne. Ich hab bisher keine Aussilberungen feststellen können. Passepartout/Rückkarton sind normale Fotoware, also nix super archivsicheres. Allerdings ist ein Teil der Papiere (Fomaspeed Variant) teilgetont (Sepia-Toner), ein anderer Teil wurde ungetont auf Fomatone MG (Warmton-Papier) abgezogen. Und ja, es sind in allen Fällen 2er-Oberflächen (matt). Möglicherweise spielt das tatsächlich eine Rolle.

      Abgesehen davon finde ich die Foma-Papiere sehr gut und jeden Cent wert. Ich würde sie nicht als besser oder schlechter als die Ilford-Papiere bezeichnen, aber sicherlich sind sie was Tonwertverlauf/Differenzierung und Bildton betrifft ein wenig anders. Beim Fomaspeed Variant ist die hohe Empfindlichkeit auffällig, Belichtungszeiten bei kleineren Abzügen landen gerne mal im Bereich "zu kurz".
    • Hier noch ein paar Messwerte als Hilfestellung zur Auswahl eines geeigneten Fotopapieres:

      Maximaler Dichteumfang:

      Ilford Multigrade IV RC, glänzend (1M): 1,99
      Ilford Multigrade IV RC, pearl (44M): 1,94
      Ilford Multigrade IV RC, satin (25M): 1,60
      lford Multigrade ART 300, totmatt: 1,50

      Orwo Universal BN 111FB, glänzend, luftgetrocknet, mindestens 30 Jahre alt: 1,95
      Adox Fineprint Variotone FB, glänzend, luftgetrocknet: 2,00

      Gemessen wurde mit einem FEM-Kunze Zonenmaster 5000 und zugehörigem Aufsichtdensitometer AD 2000.

      Anhand der Dichtewerte sieht man, warum das matte Papier nicht tief schwarz wird. Die Weißen sind praktisch gleich hell.