Kleine Sammlung

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    • Kleine Sammlung

      Hier mal eine kleine Übersicht meiner Altgläser, alles vor 1945 hergestellt aber auch alles immer noch oder wieder voll funktionstüchtig:
      Meyer Trioplan 4,5/135mm
      Meyer Satz Plasmat 4,5/153mm
      Voigtländer Heliar 4,5/150mm, Dynar 5,5/165mm , Kollinear 6,8/132mm
      Zeiss Jena Doppel Protar 6,3/205mm, Tessar 3,5/150mm, Tessar 4,5/135mm, Apo Tessar 9/140mm, Tele Tessar 6,3/250mm
      Goerz Berlin Dagor 6,8/135mm, Telegor 6,3/300mm
      Rodenstock Bistigmat 9x12 von 1895
      Emil Busch Doppel Anastigmat Leukar 6,8/190mm

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    • Erhard Slowik schrieb:

      Boah. Überwältigend. Wo hast du die denn alle aufgetrieben
      Das geht nur mit Geduld oder viel Geld, manche glauben dass das Objektiv nur alt genug sein muss dann ist es auch gleich ein Vermögen wert.
      Viel Geld habe ich nicht aber dafür die Geduld.
      Das 165mm Dynar, wirklich ein extrem seltenes Stück habe ich für 38 Euros geschossen, ok, es war völlig verranzt und der Verschluß mehr ein Zufallsgenerator aber jetzt ist es wieder ein echtes Schmuckstück. Hier hat das Glas sogar eine natürliche Vergütung gebildet, das tritt nur selten auf aber erhöht die Kontrastleistung merklich. Unsere Altvorderen wussten das.
      Jedenfalls brachte es Zeiss, genauer Herrn Schmakula, auf die Idee diese Oxidation künstlich zu erzeugen, das klappte zwar nicht aber die Idee mit dem Aufdampfen hat dann gefunzt, wie wir alle wissen.

      Kleine Geschichte zum Goerz Telegor, hier wurde die Frontgruppe nicht verkittet sondern mit drei Platinblechen auf einen Abstand gebracht der unter der halben Lichtwellenlänge liegt, also etwa 300nm, somit hat es den gleichen Efekt wie eine Verkittung aber ohne das Spannungen auftreten können.
      Das geht nur mit Platin, dieses Metall lässt sich dünn genug austreiben, bleibt aber Licht undurchlässig, im Gegensatz zum Gold und es oxidiert selbst in tausenden von Jahren nicht.
      Ein unglaublicher Aufwand. Bisher kenne ich auch nur zwei dieser Objektive.
      Meines Wissens hat das nur noch Zeiss Jena bei den langen Apo Tessaren und bei großen Kollimatorlinsen so gemacht, woher sie die Idee hatten ist jetzt klar, oder?
    • Wolfgang Rabe schrieb:

      Hier hat das Glas sogar eine natürliche Vergütung gebildet, das tritt nur selten auf aber erhöht die Kontrastleistung merklich. Unsere Altvorderen wussten das.
      Jedenfalls brachte es Zeiss, genauer Herrn Schmakula, auf die Idee diese Oxidation künstlich zu erzeugen, das klappte zwar nicht aber die Idee mit dem Aufdampfen hat dann gefunzt, wie wir alle wissen.
      Das wusste ich noch nicht! Bei meiner Welta Watson 6x9 Laufbodenkamera von 1928 (ein sehr schönes stück) ist ein Xenar f/3.8/105mm Verbaut wo genau das der Fall ist!
      Weißt du ob Schneider die Tessar-Rechnung 1:1 für die Xenare verwendet hat oder diese leicht veränderte?
      „Ein Tag nicht gelacht, ist ein Tag nicht gelebt“ Stan Laurel

      flickr.com/photos/170448339@N03/
    • Vermutlich werden die Unterschiede minimal gewesen sein, ich wüsste auch nicht das Schneider auf ihr Xenar ein Patent bekommen haben, deshalb wird es eher eine 1:1 Kopie sein.
      Warum auch etwas selber probieren wenn die Arbeit schon getan ist.
      Entscheidend ist halt die Präzision mit der gefertigt und welche Passtoleranzen eingehalten wurden. Bei den nahmhaften Herstellern in Deutschland, England, Frankreich und den USA wird es kaum Unterschiede gegeben haben, allenfalls meßbar aber kaum sichtbar auf dem Negativ.
      A.W.Tronnier der damalige Chef Physiker bei Schneider hatte sein Augenmerk auf andere Objektivtypen gelegt, das Ur Xenon, welches wie das spätere Ultron aufgebaut ist, das 1,3/25mm und 1,5/50m Xenon für Kino Kameras, das fünf Linsen Xenon 2,8/50mm und diverse mehr.
      In den 1950er Jahren hat Tronnier dann das Color Skopar für Voigtländer entwickelt von dem er selber sagte das es nahezu apochromatisch sei. In diesen Jahren hat der Tessartyp nochmals einen entscheidenden Qualitätssprung gemacht.