Frage an die Elektronik-Fachleute

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    • Frage an die Elektronik-Fachleute

      Ich habe eine Kamera in meinem Bestand (Minox 35 GT-E), die 2 Stck Varta CR 1/3 N, das sind Lithium-Batterien mit je 3V, benötigen. Klappt auch alles wunderbar.

      Lege ich jetzt statt derer 4 Stück vom Durchmesser und der Dicke passende LR44, also ebenso 6V, ein, funktioniert die Kamera nicht. Der Belichtungsmesser zeigt zwar an, aber die Batteriekontrolle verläuft negativ. Auch öffnet die Blende nicht.

      Wie ist das technisch zu erklären?

      Danke euch vorab schon einmal für Antworten.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Naaaaabend Ernst,

      Peter dürfte recht haben, aber bei vielen Batterien hintereinander kann es auch zu Kontaktproblemen zwischen den Batterien kommen, besonders wenn die Größe nicht passend ist und das Distanzteil meist Münzen oder Alufolie nicht genügend Druck erzeugt, oder bei Münzen zusehr oxidiert und Verdreckt.
      Besonderes Problem gibt es wenn man Zink Luft Hörgeräte Batterien in Reihe verwendet werden und man sie gleich nach dem Öffnen verbaut da kannn es sein dass die Zellen nicht genügend Luft ziehen.
      Ich verwende bei vielen Reihen mitg Batterien immer eine Ummantelung um A sie besser handhaben zu können und B um zu verhindern dass es Falschen Kontakt gibt.
      Aber es ist schön dass das deine einzige schwierigkeiten sind die du mit den Minoxen hast.
      Soviel Glück ist mir nicht vergönnt.

      Gruß Achim
    • Danke schon einmal für eure Antworten.

      Zum besseren Verständnis: Es handelt sich um die GT-E. Das ist die letzte Minox 35 die gebaut worden ist. Mit besser vergütetem Objektiv und eingebautem UV-Filter. Die hat bauseits bereits diesen Batteriekorb, der bei den anderen Minox als "Power-Pack" gesondert verkauft worden ist.

      Hörgerätebatterien habe ich ausschließlich bei den Mirandas benutzt. Bei der Minox, selbst bei den älteren, war das nicht nötig.

      Henning, kann "anders reagieren" denn auch so weit gehen, dass sich weder Blende noch Verschluss öffnen, mit der Alkali-LR44? Anscheinend ist es ja so. Denn wenn ich die beiden CR 1/3 N wieder hineinpacke, funktioniert alles wieder wie es soll. Darum meine Frage, woran das liegt, wie es technisch zu begründen ist.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Lithium-Batterien halten ihre Nennspannung bis kurz vor dem Exitus konstant ein. Fällt die Spannung merklich unter 6V, sind die Batterien leer. Alkali-Batterie haben im vollen Zustand 1,5-1,6V. Mit zunehmender Nutzung sinkt die Spannung langsam ab. Außerdem können Lithium-Zellen höhere Ströme liefern.
      Insgesamt verhält sich, sobald sie etwas gefordert wird, selbst eine richtig frische Alkali-Batterie wie eine Lithium-Batterie, die ihre besten Zeiten längst hinter sich hat. Wenn die Elektronik nur für Lithium gemacht ist, sagt die, die Batterie sei am Ende. Mit Glück funktioniert es kurzzeitig.
    • Auch Silberoxid hat soviel ich weiß die günstigere Entladekurve, die lange auf dem Anfangslevel bleibt bevor sie am Ende abstürzt. Echte "SR44" oder 43 (die 44 sind für meinen Minox Korb zu dick) gibts komischerweise be Amazon kaum in günstigen 10er Packs zu kaufen, nur "LR", Ich nehme deshalb Silberoxid "Uhrenbatterien" mit den enstsptrechenden Maßen.
      Weiß übreigens jemand ob letztere sich von den "normalen" Knopfzellen (zB für Foto) irgenndwie unterscheiden? Wenn beide vom gleichen Typ sind, mit gleichen Maßen und gleichen Volt und Ampere Angaben?
    • Morgen Ernst,
      nach den du einen Batteriekorb hast, scheonen unsere Diagnosen auszuscheiden.
      Ich kann dir es nicht erklären an was es liegt.
      Vor vielen Jahren gab es mal einen Artikel in einer Fotozeitschrift über unterschiede der Batterien in Bezug auf ihren Innenwiederstand und dass sie nicht austauschbar sind.
      Auch wurde ich anlässlich einer Garantiereperatur vom Service eines bekannten kameraherstellers darauf hingewiesen, die 2 SR44 (von denen es 2Unteschiedliche Typen gibt was die Stromabgabe betrifft langsame und schnelle Stromabgabe) nicht durch die vom Fotohändler empfolenen CR1 zu Ersetzen da diese Schäden an der Elektronic verursachen.
      Es könnte sein dass dein Problem hier von kommt.
      dass die Minoxen einfach die CR1 als Ersatz für die PX27 Queckies besser geeignet sind.
      Da deine Probleme mit LR 44 mich an meine Minoxen erinnern werde ich auf grund deiner Erfahrung meine scheinbar Weidwunden Minoxen mal mit CR 1 Testen.

      Gruß Achim
    • Ich kenne mich in diesem Batterie-Wirrwar nicht wirklich aus, aber: 2Stk. 3V in Serie vs. 4Stk. 1,5V in Serie können durchaus unterschiedliche Leerlaufspannungen haben, da die unterschiedlichen Zellenmaterialien-Typen auch leicht unterschiedliche Spannungen generieren. In Nennbelastung kommt es dann nochmals zu Unterschieden wegen der verschiedenen Innenwiderstände. (wobei ja nicht mal sicher ist, dass die in Serie in der Kamera liegen- vielleicht ist die Elektronik auf 3V ausgelegt und es ist ein "Parallel-Betrieb"?)

      Ist die Elektronik ausgeklügelt genug, stellt sie fest, dass die Leerlaufspannung nicht stimmt, schaltet also gar nicht erst ein- als Möglichkeit. Oder die Spannung stimmt zwar im Leerlauf, aber bei Last nicht mehr, auch das kann eine entsprechende Elektronik feststellen, wenn sie dafür ausgelegt wurde. Vielleicht hat der Hersteller ja ein ausgesprochenes Interesse daran, dass ausschliesslich "seine" Batterien zum Einsatz kommen.
      Ich kann aber nur als Ehemals-Elektroniker" argumentieren, Vermutungen anstellen, diese spezielle Kameraelektronik ist mir nicht im Detail bekannt.

      LG
      Toni
    • Schau dir mal die Batterien im Batteriehalter genau an. Die LR44 sind so kurz, dass sie sich beim Einlegen um 180° drehen können und dann hats du nur noch 3 anstall 6 Volt. Ist mir schon oft passiert.
      Eine andere Fehlerquelle sin alte Batterien. Sie müssen schön platt an den Kontaktflächen sein, wenn sie gewölbt sind, sind sie leer. Zur Sicherheit miss mal jede Zelle einzen mit einem Multimeter.
      Ich betreibe meine Minoxe alle mit LR44-Zelle (außer der ML) und die laufen alle damit.
    • Joachim Bremer schrieb:

      Ich betreibe meine Minoxe alle mit LR44-Zelle (außer der ML) und die laufen alle damit.
      Ja, Joachim, meine "alten" Minox liefen alle mit den LR44-Knopfzellen. Nur eben diese hier nicht. Und gemessen habe ich die Spannungen selbstverständlich. Auch habe ich nagelneue und ungewölbte Zellen genommen. Das Umdrehen habe ich auch schon mal bemerkt, nehme daher Knopfzellen Stück für Stück mit dem Batteriehalter im "Tauchverfahren" auf, sodass ein Umdrehen ausgeschlossen ist.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Hallo Ernst,

      da der Belichtungsmesser, ein Verbraucher mit sehr geringer Stromaufnahme, funktioniert und die elektromechanischen Elemente wie die Blende nicht,
      vermute ich, daß die LR44 auf Grund ihres höheren Innenwiderstandes nicht genügend Strom liefern.
      Das erklärt auch, daß die Batteriekontrolle eine Unterspannung anzeigt.
      Ausprobieren kann man es, indem die Batterien in nicht eingebautem Zustand mit der Kamera verbindet (Laborschnüre) und gleichzeitig die Batteriespannung
      mißt (also im belasteten Zustand). Die wird dann wahrscheinlich beim Einschalten der Kamera zusammenbrechen.