Negative abfotografieren

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Negative abfotografieren

      Angeregt durch die letzte Diskussion um die Qualität bestimmter Scanner...

      Für Kleinbild steht mir ein Coolscan LS50 zur Verfügung da ist alles in Ordnung. Beim Mittelformat bin ich bezüglich der Digitalisierung noch nicht angekommen. Deshalb habe ich jetzt mal ein 6x6 Negativ auf der Leuchtplatte fotografiert. Trotz Makroeinstellung konnte aber nicht nah genug an das Negativ. Die 47 MP der Kamera bieten nun zwar genügend Reserven für Ausschnitte aber näher ran wäre auch nicht schlecht.
      Deshalb meine Frage, hat schon mal jemand hier im Forum eine achromatische Nahlinse bsp. von Marumi verwendet und wenn ja, mit welchem Ergebnis?

      Gruß, Norbert
    • Hallo,

      Erfahrung habe ich keine, aber ich habe noch ein Marumi +5 Achromat. Für dich hab ichs mal verglichen. Normalerweise knipse ich meine Negative nicht.
      Ich habe mit einer Sony a7 und einem Micro Nikkor 55/3.5 fotografiert. Format ist 6x6. Einmal mit und einmal ohne Achromat. Der Achromat schlägt sich ordentlich, hat aber Randschwächen und seltsame Aberrationen, was man gut in dem feinen Geäst sieht. Ich habe es mal farbig gelassen, damit man es besser sieht. Ich habe das Foto in voller größe auf Flickr geladen, damit du es gut vergleichen kannst

      Achromat:
      flickr.com/photos/132997994@N0…001/in/dateposted-public/

      Objektiv:
      flickr.com/photos/132997994@N0…601/in/dateposted-public/

      Ich bin darin nicht geübt, habe kein besonderes Set Up und bin auch nicht mit der Wasserwaage daran gegangen. Vermutlich kann man da noch mehr rausholen, dennoch sollte man den Unterschied erkennen.

      Dann noch zwei Vergrößerungen zum Vergleich:

      Achromat Ecke
      achromat Ecke.jpg

      Objektiv Ecke:
      Objektiv Ecke.jpg


      Achromat Mitte:
      Achromat nah.jpg

      Objektiv Mitte:
      Objektiv nah.jpg


      Viele Grüße

      Oliver
      ,,Sure, just cut them up like regular chickens"
    • Bei dem Beispiel von Oliver wurde ja bereits ein gutes Makroobjektiv genutzt.
      Wenn jedoch z.B. ein Zoom oder eine günstige Festbrennweite genutzt werde, werde die Fehler dieses Objektivs nochmals durch die Nahlinse verstärkt.
      Auch haben andere Objektive als Makroobjektive größere Verzeichnungen, die sich ggf. schlecht oder gar nicht korrigieren lassen.

      Danke an Oliver für die Beispielbilder.

      Grüße
    • Vielen Dank für die Mühe.

      Ich werde mal alles durchprobieren was hier so an Technik rumsteht. Ein Minolta Makro könnte ich mal an der A7 einsetzen. Es soll auch kein „Massengeschäft“ werden. Ich hätte nur gern eine Möglichkeit bestimmte Negative in guter Qualität zu digitalisieren.
      Zum Vergleich habe ich meinen ersten Versuch, also das gleiche Negativ, mit einem Coolscan 9000 scannen lassen. Da hat das Foto gut abgeschnitten. Jetzt lasse ich noch einen Abzug auf 30x30 anfertigen und zum Vergleich lasse von der Datei ein Bild drucken. Dann sehe ich weiter.

      Mit Flickr kann ich nicht dienen, es hat ja nur Sinn die Bilder in voller Auflösung zu vergleichen. Vielleicht fällt mir etwas ein.

      Gruß, Norbert
    • Das Minolta sollte bestimmt gute Ergebnisse liefern.
      Hast du versucht mit der Leica Q2 das Negativ zu knipsen? Ich würde sowas ja eher nicht mit einem Weitwinkel machen, wegen Verzerrungen und so. Wobei das durch den Beschnitt vermutlich nicht so auffällt.
      Mir gefällt der Coole Scan auf jedenfall besser als die andere Version. Es ist nur noch ein wenig zu dunkel und ein wenig bearbeiten würd ichs halt noch.
      ,,Sure, just cut them up like regular chickens"
    • Ich habe nur aus dem tiff ein jpeg gemacht, beim anderen Bild habe ich das dng in jpeg "entwickelt", auf Bearbeitung habe ich dabei weitgehend verzichtet weil das für mich den Vergleich irgendwie gestört hätte.
      Ja, ich habe die Leica Q2 genommen, die Macro-Umschaltung am Objektiv hatte mich auf die Idee gebracht. Das Ganze auch noch recht spontan, nur leicht abgeblendet. Es ist auch ein relativ kleiner Ausschnitt, deshalb würde mich das Ergebnis interessieren wenn ich den Sensor besser ausnutzen könnte.
      Wenn ich die Zeit dafür finde mache ich mal weitere Versuche.
    • Die Bilder von Oliver, die ich sehr gut finde und die momentan laufende Scanner- Diskussion haben meinen Entschluß gefestigt,
      mir keinen Flachbettscanner zu kaufen.
      Für KB habe ich einen Nikon Coolscan. Mittel- und GF werde ich ebenfalls in Zukunft abfotografieren. Danke für die guten Beispiele.
      @Oliver magst Du noch verraten wie Du die Negative weiter verarbeitet hast? Umwandlung ins positive durch Umkehr der Gradationskurve
      oder hast Du ein spezielles Programm?
    • Erhard Slowik schrieb:

      Die Bilder von Oliver, die ich sehr gut finde und die momentan laufende Scanner- Diskussion haben meinen Entschluß gefestigt,
      mir keinen Flachbettscanner zu kaufen.
      Für KB habe ich einen Nikon Coolscan. Mittel- und GF werde ich ebenfalls in Zukunft abfotografieren. Danke für die guten Beispiele.
      @Oliver magst Du noch verraten wie Du die Negative weiter verarbeitet hast? Umwandlung ins positive durch Umkehr der Gradationskurve
      oder hast Du ein spezielles Programm?
      Danke,

      ja ich habe die Gradationskurve umgekehrt. War ein wenig nervig, da ich zu 90% nur mit der Kurve bearbeite und dann alles vertauscht ist. Würde ich das öfer machen, würde ich vermutlich nach der Umwandlung nochmals als Tif speichern, damit man wieder normal bearbeiten kann. Jemand sollte mal eine Kamera App entwickeln, mit der man direkt in der Kamera als Negativ fotografiert. Das geht doch heutzutage?
      ,,Sure, just cut them up like regular chickens"
    • also in ps ging das invertieren oder umkehren eigentlich immer ganz einfach, quasi mit einem knopfdruck ... der folgende workflow ist dann der üblich digitale.

      habe früher so gearbeitet, ist mir auf dauer aber zu mühsam geworden, die negative alle abzufotografieren ... vor allem bei größeren mengen.

      für einzelbilder mag es noch angehen, aber qualitativ hat mich der prozess auch nicht begeistert. bin mittlerweile recht glücklich mit meinem flachbettscanner, wobei man qualitativ ja immer was zum bemängeln findet und die optimierungsspirale eine niemals enden wollende ist.

      der scanner liefert mir das was ich in der regel benötige in absolut ausreichender qualität, sollte ich für einzelne bilder dennoch besseres benötigen, lasse ich professionell scannen oder ausbelichten. für mich ein lohnender kompromiss.

      sonnigen gruß
      m
    • Oliver Hecht schrieb:

      DJemand sollte mal eine Kamera App entwickeln, mit der man direkt in der Kamera als Negativ fotografiert. Das geht doch heutzutage?
      Guten Abend,

      es gibt eine App, FilmLab heißt die, kostet einen Euro-Heiermann und ist, naja, vielversprechend:
      play.google.com/store/apps/det…ilmlabapp.filmlab.android

      Ich nutze diese App aber nicht. Stattdessen habe ich mir für meine Nikon eine User- Bildeinstellung hergestellt, die Negative negativ darstellt. Das RAW bleibt jedoch negativ, das JPG ex camera wird dann positiv. Das erleichtert die Bildvorschau im Live-Preview sehr, und nur dafür brauche ich das.

      Denn die RAW-Datei verarbeite ich schlussendlich mit Negative Lab Pro, m.E. die zur Zeit beste und schnellste Art, Negative umzuwandeln.

      Beste Grüße
      Carsten.
      Gott grüß die Kunst!
    • Norbert Heckel schrieb:

      ich habe die Leica Q2 genommen, die Macro-Umschaltung am Objektiv hatte mich auf die Idee gebracht. Das Ganze auch noch recht spontan, nur leicht abgeblendet. Es ist auch ein relativ kleiner Ausschnitt,
      Hat die Q2 nicht ein Objektiv-Filtergewinde E49 ?

      Da würde sich ansonsten ein Versuch mit dem Elpro 2 * und einem Übergangsring 55 mm / 49 mm anbieten.

      Viel Erfolg
      Andreas +

      *bildet beim 50 mm-Summicron und 0,5 m Entfernungseinstellung ein Objekt von 6 x 9 cm² ab