"Stabiles Stativ" für Großformatkamera

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    • "Stabiles Stativ" für Großformatkamera

      Was verwendet ihr, bzw. was könnt ihr empfehlen?

      Ich hatte Gestern meine "Sinar p" incl. Objektiv auf der Personenwaage. Danach wiegt die Kamera 5,7 kg. Dokumentationen verweisen allerdings auf bis zu 7 kg.

      Berlebach Holzstativ? Oder gibts eventl. sogar etwas geeignetes im Budgetbereich?

      Ich habe noch ein älteres "Bilora video multi" Stativ. Leider kann ich keine Herstellerspezifikation für die max. Belastbarkeit finden. Die meisten Sorgen bereitet mir die Klemmvorrichtung für die ausfahrbaren Beine. Wenn dabei ein Teleskopbein nachgibt/einfährt, kippt das Stativ incl. Großformatkamera. =O
      Grüße Jörg
    • Morgen Joerg,.

      Ich habe ein Triton Doppelrohrstativ, das habe ich Mal ne einem der unzähligen Internetauktionshäusern die mit E anfangen und mit y aufhoeren gekauft.

      Ich glaube bei Teleskopexpress kriegt man die auch. ist mit9 kg Tragfähigkeit angegeben.

      ich habe eine Jordi L 45 mit nemmFetten Fujinon drauf und das Ganze ist stabil.

      Die Jordi soll eigendlich Horsi heissen aber mein elektronisches Gerät hat mich endmuendigt.

      Gruss Achim
      Das Leben ist wie eine Klobrille
      Man macht viel durch
    • Die Tragkraft eines Stativs ist nur bedingt aussagefähig. Auch ein kleines, leichtes Stativ kann eine schwere Kamera tragen, wenn der Kameraschwerpunkt direkt über der Stativachse liegt. Wenn sich aber der Kameraschwerpunkt verschiebt, z.B. beim Fokussieren oder anderen Kameraverstellungen gerät es dann leicht ins Kippen. Deshalb sollte man gerade als Anfänger eher ein schweres Stativ benutzen, das dann nicht so kippanfällig ist. Für meine Horseman-LX habe ich mir damals ein schweres Gitzo-Stativ (Ich glaube Studex) zugelegt. Zum Wandern nicht so geeignet, aber eben äußerst stabil und standfest. Das gilt natürlich auch für die Beinklemmung, da rutscht nichts (GITZO ist wohl vor allem Hersteller von Maschinengewehrlafetten, da darf auch nichts wackeln oder rutschen). Wichtig ist auch der Kopf, da ist ein Getriebeneiger optimal. Der hilft bei der entschleunigten Arbeitsweise im GF. Nicht empfehlenswert ist hingegen ein noch so schwerer Kugelkopf. Zu dessen Bedienung braucht man bei so einer Kamera eigentlich drei Hände. Noch ein banaler Hinweis: Bei einem Dreibein sollte immer ein Bein in den mutmaßlichen Einstellradius der Kamera zeigen, sonst hat man wieder das Kippproblem.

      Und ganz wichtig ist ein Einstelltuch. Am besten zweifarbig: eine Seite schwarz und eine weiß. Die weiße geht nach außen, wenn die Sonne brät. Ohne Tuch sieht man bei Helligkeit kaum was.
    • Udo Bauer schrieb:



      Und ganz wichtig ist ein Einstelltuch. Am besten zweifarbig: eine Seite schwarz und eine weiß. Die weiße geht nach außen, wenn die Sonne brät. Ohne Tuch sieht man bei Helligkeit kaum was.
      Ich habe die Sinar erst seit ein paar Tagen (siehe Thread im Unterforum "Großformatkameras").
      Mit dabei ist dieser Gucki (binocular relex magnifier).

      Ich habe diesen "Lichtschacht" ausprobiert, hatte aber Probleme mit der präzisen Scharfstellung (ich war mir unsicher mit dem optimalen Fokuspunkt).
      Nun habe ich entdeckt , dass es eine einschwenkbare Stereo-Vergrößerungslupe (für beide Augen) gibt. :)

      Ich kann mit dem Gucki sehr gut meine Nahsichtbrille/Lesebrille benutzen (habe ich ausprobiert, alles lichtdicht). Nun werde ich noch die (neu entdeckte) Lupe testen. ;)
      Meine Hoffnung ist, dadurch auf ein Einstelltuch verzichten zu können.
      Grüße Jörg
    • Hi,

      stilecht für die Sinar p wäre das Bilora Fachstativ. Das sind enorm stabile Stative, sie haben eine Nivellierhalbschale uns eine Mittelsäule. Es gibt sie mir drei oder vierfachen Beinauszügen. Man kommt damit leicht auf über 2m Höhe. Diese Stative wurden auch mit "Durst" gelabelt, das war in den 80ern als Durst den Vertrieb von Sinar Kameras hatte.

      Ich behelfe mich bei schweren Kameras mittlerweile mit einem ENG Sachtlerstativ das eigentlich für Videokameras gedacht ist. Das hat Carbonbeine, ist also relativ leicht, aber dennoch sehr stabil, durch die 100mm Nivelierhalbschale ist es einfach auszurichten, leider ist es aber auch etwas teuer.

      Gruß

      Stefan
    • Morgen Miteinander,

      habe da eine Seite zu dem Thema endeckt,

      foto-schuhmacher.de/artikel/hardware/stative-links.html

      Viele Links zu Stativen und Köpfen sowie zu Bohnensäcken sogar zu Anschrauben.
      Viel Nützliches wie Unnützliches.
      Auch 3 Weitere Herstelle von Holzstativen. Kowa, Ries Und Wolf.
      Ries sind sauteuer aber interresant, Wolf gehen im Preis wenn das Endpreise sind, leider ist die Preisliste schwer zu finden.
      So Bugedfreundlich wie mein Triton sind die latürnich nicht. Aber rein vom Aussehen würde mich so ei Ries Reizen.
      Ja einen Goldesel sollte man haben.

      Gruß Achim
      Das Leben ist wie eine Klobrille
      Man macht viel durch
    • Joerg Offerhaus schrieb:

      Berlebach Holzstativ? Oder gibts eventl. sogar etwas geeignetes im Budgetbereich?
      Ich finde die Reporter-Stative von Berlebach mit einfachem Auszug und simpler Platte oben sehr preiswert. Das gilt auch für die Produkte von Wolf. Die Teile tragen locker 10 kg, für eine Laufbodenkamera in 4x5" sehe ich da kein Problem, bei schwereren Kameras müsste man wohl doch das "Uni"-System von Berlebach in Betracht ziehen.

      Es gibt immer mal wieder den Tipp für ausgewiesene Sparfüchse, auf Vermesserstative/Nivellierstative auszuweichen. Das Problem ist dann aber häufig der Anschluß eines Kopfes.
    • Wenn du verhältnismäßig wenig Geld ausgeben kannst, taugen auch einige "China-Nachbauten" etwas, und zwar diese, deren Beine nur je aus drei Segmenten bestehen (also je Bein nur zwei Verstell-Klemmen haben) und ziemlich hoch ausgefahren werden können. Hersteller sind z. B. "Triopo" oder "Walimex". Man schraubt die Kamera dann einfach oben drauf bzw. verzichtet auf einen Kopf. Ein Freund nutzt so ein Ding erfolgreich für eine 8x10-Kamera (Verstellung via Beine und Wasserwaagen) und ich zumindest (mit altem Kugelkopf) für die 9x12-Laufbodenkamera und eben die Mittelformatkamera.
      Mit den besagten "Beinklemmen" habe ich jedoch schlechte Erfahrung bei Frost gemacht: Sie zerbrachen, da der Kunststoff steif wurde. Besser sind die Schraubringe. Ich würde für drei oben zusammen geschraubte Metallstangen nicht so viel Geld ausgeben.
    • Joerg Offerhaus schrieb:

      Was verwendet ihr, bzw. was könnt ihr empfehlen?

      Ich hatte Gestern meine "Sinar p" incl. Objektiv auf der Personenwaage. Danach wiegt die Kamera 5,7 kg. Dokumentationen verweisen allerdings auf bis zu 7 kg.

      Berlebach Holzstativ? Oder gibts eventl. sogar etwas geeignetes im Budgetbereich?

      Ich habe noch ein älteres "Bilora video multi" Stativ. Leider kann ich keine Herstellerspezifikation für die max. Belastbarkeit finden. Die meisten Sorgen bereitet mir die Klemmvorrichtung für die ausfahrbaren Beine. Wenn dabei ein Teleskopbein nachgibt/einfährt, kippt das Stativ incl. Großformatkamera. =O

      Ich würde ja bei einem Stativ nicht sparen. Ich habe ein Gitzo GT 3542 LS und das ist Bombe. Ich bin 191cm groß und kann damit sehr bequem arbeiten. Ich würde mal nach guten gebrauchten gucken.

      Bei Amazon gibts zB grad welche zu einem guten Preis (Ohne Gewähr :) )

      amazon.de/Gitzo-GT3542LS-GT-35…3369861&s=gateway&sr=8-11
      ,,Sure, just cut them up like regular chickens"
    • Eine Kamera dieses Typs kann man eigentlich nur sinnvoll benutzen, wenn man mindestens ein Stativ der Klasse Manfrotto 075 mit einem 229-Kopf drunterstellt. Neben der reinen Belastbarkeit geht es auch um die Kräfte, die beim Benutzen auftreten. Schon beim Tauschen des Filmhalters wirken Kräfte, bei denen man kein wackliges Stativ haben will.

      Andererseits kann man natürlich fast beliebig einfache Stative verwenden, wenn man sich nicht dran stört, dass es dann halt wackelt. Bei mittleren und kurzen Brennweiten, nicht so hohem Auszug, bei Windstille, mit einem normalen Zentralverschluss (nicht mit dem Hinterlinsenverschluss) und vor allem, wenn man halt keinen Bock hat, das schwere Stativ mitzunehmen, kann das trotzdem in Bezug auf die Qualität der fertigen Bilder in Ordnung sein. Für Reisen sollte man aber, ganz andererseits, vielleicht eine andere Kamera nehmen.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Hallo Joerg,

      es kommt in erster Linie darauf an was du mit der Kamera vorhast. Für meine optische Bank (nackt ca. 5kg) verwende ich ein Manfrotto 75B mit einem schweren 3D- Neiger.
      Da mir das für den Außeneinsatz viel zu schwer ist, bleibt diese Kombination immer in meinen 4 Wänden.
      Zusätzlich zu der optischen Bank habe ich noch eine Laufbodenkamera, die gut die Hälfte auf die Waage bringt. Hier kommt als Stativ ein Berlebach zum Einsatz. Wenn ich
      draußen mit dem Stativ fotografiere, hänge ich meistens meine Kameratasche oder einen mit Gewichten (Fotoequipment, Steine...) beschwerten Leinenbeutel an die Mittelsäule
      um das Stativ zusätzlich zu stabilisieren.
      Ich würde Dir auf alle Fälle dazu raten, ein Objektiv mit Zentralverschluß zu kaufen. Vielleicht kommt bei dir auch noch eine "tragbare" GB-Kamera dazu.
    • Ich verwende regelmäßig ein Berlebach Report (2022) mit einfachem Auszug für eine Sinar P in 8x10". Die Modelle mit einfachem Auszug sind m.E. wesentlich robuster als die mit doppeltem Auszug, das macht einiges aus. Wenn ich die Sinar verwende, tausche ich am Stativ die normale Mittelsäule gegen eine extra-kurze aus, darauf ist dann der Sinar-Neiger. Diese extrakurze Mittelsäule ist so kurz, daß sie quasi nicht mehr eine Mittelsäule, sondern eher ein Adapter für den Neiger ist.

      Bis jetzt habe ich mit dieser Kombination gute Erfahrungen gemacht, auch bei längeren Brennweiten (480mm).

      Ich verwende das Stativ auch für andere Kameras (dann mit normaler Mittelsäule). Klappt z.B. hervorragend mit einer RB67.

      Viele Grüße
      Wilfried