Scanner unscharf?

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    • Ralph Heger schrieb:

      Den Canon 8800 den ich hatte, habe ich entsorgt. Wenn schon scannen, dann mit etwas besser geeignetem. Sonst ist nämlich wirklich Abfotografieren die bessere Lösung, im Sinne von Qualität.
      Wobei man sagen muss, dass ein Kleinbildscanner signifikant bessere Ergebnisse als ein Flachbrettschanner mit Kleinbildfilm erzeugt. Die Flachbrettscanner der Kategorie Canon 8800/9000 und Epson 600 liefern eine gemessene Auflösung von ca 1600 dpi. Das reicht für Mittelformat-Negative und Druckgröße DIN A4. Echte Kleinbildscanner liegen bei gemessenen Auflösungen über 3000 dpi, das ist eine ganz andere Nummer.

      Bei der Beurteilung KB-Scanner versus Abfotografieren muss man berücksichtigen, dass ein KB-Scanner wie ein Foveon-Sensor arbeitet, man also einen hochauflösenden Bayer-Sensor benötigt, um an die Qualität des KB-Scanners zu kommen. Also beispielsweise eine Sony A7III, ein bei 1:1 sehr gutes Makroobjektiv, einen Reproständer und Filmhalter.
      Mit Gruß

      Jochen
    • Darum lautete meine Frage ja auch nicht "welchen Scanner könnt ihr mir empfehlen" oder "womit und wie scannt ihr".

      Allein schon die Erkenntnis aus den Antworten, dass der CanoScan 8800F eben einfach nicht mehr hergibt, reicht mir schon. Bin also in der Beziehung kein DaU und kann, wenn überhaupt, das Scanergebnis mit diesem Scanner nur unwesentlich verbessern. Damit ist meine Frage voll beantwortet und ich kann damit leben, ohne an mir oder meinen Scankünsten zu zweifeln.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Für mich war aber interessant, dass einer der Nachfolgetypen des Canon 9950F so schlechte Ergebnisse liefert, eventuell wegen Serienstreung.
      Und ein Vergleich mit anderen Scans kann durchaus hilfreich sein.

      Erwartet hätte ich es nicht, dass der 8800 bei gleicher gewählter Scan-Auflösung soviel schlechter ist als mein sehr alter 9950F von ca.2005.

      Wenn man den Berichten trauen kann, ist die Streuung sehr groß.

      Andererseits deuten die sehr unterschiedlichen Ergebnisse von Ernst auf einen Defekt hin. Irgendetwas scheint locker oder ausgeleiert zu sein. Aber das wurde ja schon geschrieben.
    • Die Epson-Scanner sind im Vergleich zu den Geräten von Canon qualitativ gehobener, preislich aber auch weiter oben angesiedelt.

      Alle Bilder, die ich in diesem Forum zeige, habe ich mit dem Canon 9000f gescannt, da kann man schon eher vergleichen. :thumbup:

      Allerdings muss ich sagen: in der kleinen Forenansicht scheint die Scanleistung noch in Ordnung, darüber hinaus, formatfüllend am Bildschirm, eher schwach.
      An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.
    • Julius Wagner schrieb:

      Die Epson-Scanner sind im Vergleich zu den Geräten von Canon qualitativ gehobener, preislich aber auch weiter oben angesiedelt.

      Alle Bilder, die ich in diesem Forum zeige, habe ich mit dem Canon 9000f gescannt, da kann man schon eher vergleichen. :thumbup:

      Ein Epson V700/V750/V800/V850 ist eine andere Klasse als ein Canon 9000. Letzerem entspricht von Epson das Modell V600. Die getesteten Auflösungen liegen beim Epson V700/V750/V800/V850 bei ca 2400 ppi, beim Modell V600 bei ca 1600ppi.

      Epson V600 und Canon 9000f tun sich nicht wirklich weh, beide spielen in derselben Preis-und Qualitätsklasse. Scharfe Scans für dieses Forum sollten damit in jedem Fall möglich sein. Ich habe seinerzeit den Epson-Scanner gewählt, weil ich mit deren Scansoftware gut zurecht komme.

      Die Epson V700/V750/V800/V850 sind für MF sehr brauchbar, solange man Prints mit maximal 45cm Kantenlänge erzeugen möchte. Mit meinem Minolta Dual Scan IV erreiche ich dieselbe Qualität bei 45cm Kantenlänge vom KB-Film.

      Abfotografieren mit der Kamera: Kann man machen, wenn man die zugehörige HW und SW sowieso hat. Ein neuer Reflekta KB-Scanner schlägt inklusive Vuescan mit ca 500,- Euro zu Buche; wenn man in derselben Qualität mit der Reproeinheit abfotografieren möchte, gibt es das auch nicht geschenkt.

      Und man kann auch Abzüge anfertigen und die dann scannen, das ist vergleichsweise einfach. Die Ausstellung zu Robert Franks Amerikaner für das Museum Folkwang ist von Steidl so erzeugt worden.
      Mit Gruß

      Jochen
    • Hallo,

      nur als kleine Anmerkung:
      Ich habe seit geraumer Zeit den Reflecta 10T zusammen mit Silverfast.
      Bei meinem überschaubaren Bestand an KB-Dias und den sehr vielen
      KB-Farbnegativen bin ich mit diesem Scanner bislang sehr zufrieden.

      Bei KB-S/W-Filmen gib es durchaus Probleme.
      Wenn ich z.B. Agfa Copex-Filmmaterial digitalisiere geht das sehr gut.
      Bei älterem, oft stark "gedecktem" Fimmaterial kommt der Scanner
      aber an seine Grenzen bei der Wiedergabe der einzelnen "Dichte-Stufen".

      Wenn ich dann diese Negative mit der Digitakamera und dem Repro-Objektiv
      aufgenommen habe gab es diese Probleme nicht mehr.

      Aber wie schon an anderer Stelle erwähnt will ich meine vielen MF-Negative,
      egal ob S/W oder Farbnegativ, in absehbarer Zeit mit einer geeigneteren
      Digitalkamera archivieren.
      Ich muß halt noch "ein wenig" darauf sparen.
      Eine passende LED-Leuchtplatte habe ich schon, die war ja auch
      preislich erschwinglich.

      Herzliche Grüße

      Karl Heinz
    • Karl Heinz Muenter schrieb:



      Bei KB-S/W-Filmen gib es durchaus Probleme.
      Wenn ich z.B. Agfa Copex-Filmmaterial digitalisiere geht das sehr gut.
      Bei älterem, oft stark "gedecktem" Fimmaterial kommt der Scanner
      aber an seine Grenzen bei der Wiedergabe der einzelnen "Dichte-Stufen".
      Alle Negative, von denen ich mittels meines Kondensorvergrößerers gut Abzüge erzeugen kann, kann ich auch gut scannen.
      Dichte SW-Negative mag der Scanner nicht, da Silber kein Licht durchlässt.

      Sehr dünne SW-Negative kann ich besser scannen als vergrößern.

      Bei Farbnegativen bevorzuge ich die Scansoftware mit ihren Filmprofilen und den Scanner mit ICE gegenüber der Kamera.
      Mit Gruß

      Jochen