Farbentwicklung - Temperatur

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    • Farbentwicklung - Temperatur

      Hallo,

      ich habe vor ein paar Monaten meine ersten Erfahrungen mit Farbentwicklung gemacht und war/bin zunächst sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

      ABER ... mittlerweile habe ich es wieder gut sein lassen, weil vom Tetenal der Blix in kurzer Zeit (ich habe ca 8 Filme entwickelt) hinüber war.

      Nun überlege ich doch wieder weiterzumachen. Ich habe gehört, Bleicher und Fixierer getrennt, wäre besser ? Ich bin auch nicht der "Vielentwickler" ... mal mehr, mal weniger, häufig ohnehin SW.

      Was mich noch mehr bei der Farbentwicklung ist die Temperatur. Ich bemühe mich bei 30 Grad zu entwickeln.

      Bisher bin ich so vorgegangen, dass ich ein Wasserbad mit einer Temperatur von 34 - 35 Grad angesetzt habe und dann die Flaschen in dieses Bad gestellt habe und gewartet habe, bis das Wasserbad auf 30 Grad abgekühlt war und dann habe ich die Entwicklungsprozess gestartet.
      Hat ganz wunderbar funktioniert, nur was mich dabei immer stört ist die Sache, dass ich die Entwicklungsdose zum Halten der Temperatur immer wieder nach dem Kippen in das Wasserbad zurückstellen muss :(
      Ich würde lieber im Trockenen arbeiten :)

      Ich habe mir daher überlegt, welche Möglichkeiten es gibt die Temperatur - zumindest für 10 - 15 Minuten bei 30 Grad konstant zu halten.

      Ich verwende eine Jobo Dose. Meine Überlegungen waren die Dose in eine Art Isolierbehälter zu geben.
      Die Frage stellt sich nur in welchen?
      Diese Isolierbehälter wären vielleicht eine Option -aber von der Dimension ist kein passender für meine Jobo 1540 Dose dabei ?
      thermocon-coldchain.com/thermo…-liter%5B0.57_7.78%5D#top

      Ich habe schon überlegt ein Rohr zu verwenden bzw. 2 Rohre (ein Innenrohr in das die Jobo Dose passt und ein äusseres Rohr mit einem größeren Durchmesser - dazwischen irgendwie isolieren) - bin aber auch nicht der große Bastler :)

      Was haltet ihr von der Entwicklung in einer Art Thermobehälter? Könnte ggf. auch verwendet werden um einen SW Film mit einer niedrigeren Temperatur zu entwickeln.

      fg Toni.
    • Ich nehme immer die fertig angesetzen Tüten "Compard Digibase", da ist mir auch Monate nach dem ersten Film noch nie was abgeranzt. 16 Filme gehen damit immer problemlos. Ich hab aus Versehen mal 18 gemacht und die waren auch noch alle gut, aber das war vermutlich beim letzten dann doch etwas riskant, muss ja nicht sein,

      Mit den Temperaturen muss man es meiner Meinung nach auch nicht sooo absolut genau nehmen.Wenn die Dose über den Zeitraum der Entwicklung etwas abkühlt, mehr als ein Grad wir es nicht sein, dann ist das ziemlich egal.

      Am einfachsten ist es eh bei Raumtemperatur zu entwickeln, da gibt es naturgemäß kein Problem die Temperatur zu halten. Die Zeiten passe ich der Temperatur an, nicht andersrum, das macht es wesentlich einfacher.

      Siehe auch: C41 mit dem Compard Mini-Kit
    • ich habe die Compard Digibase Anleitung angesehen, was mich irritiert:

      da ist die Entwicklungstemperatur von 30 Grad gar nicht angeführt.

      bei anderen Temperaturen wird bei der Zeit "von ... bis" angegeben ?

      Ich dachte 30 Grad ist bei der Selbstentwicklung so der "Standard" - Ergebnisse waren bei Tetenal auch sehr gut bei 30 Grad
      Dateien
    • Das Beiblatt ist eher "Suboptimal", wurde wohl immer wieder mal ergänzt. Bei den von/bis Angaben sind diese Zeiten immer relativ zur Temperatur zu sehen. Die kürzere Zeit ist natürlich für die höhere Temperatur, auch wenn es andersrum da steht. Man wollte wohl damit Ausdrücken das Zwischenwerte auch möglich sind. So interpretiere ich das ganze, und bisher hat das auch immer gepasst. Auf den Tüten stehen noch weitere Zeiten die im Datenblatt nicht abgedruckt sind, teilweise auch andere als im Datenblatt. Ich hab mir das ganze mal in ein Excel geschrieben um einfach nachschauen zu können, welche Zeiten ich bei welcher Temperatur nehmen muss. Bei Abweichungen zum Datenblatt habe ich die Angaben auf den Tüten genommen.

      Digibase.png
      Dateien
    • Toni.Leitner schrieb:

      Toni.Leitner schrieb:

      der Blix in kurzer Zeit (ich habe ca 8 Filme entwickelt) hinüber war.
      wie ist das eigentlich bei der C41 Entwicklung: muss/soll man zwischen den einzelnen Bädern zwischenwässern ? Ich komme von der SW Entwicklung und habe das bei der C41 Entwicklung nicht gemacht. Kann es sein, dass deswegen der Blix abgeranzt ist ?
      Empfehlenswert ist sogar ein saures Stopbad und nicht nur eine Wässerung.

      Zitat aus der C41-Anleitung von Tetenal:

      Stoppbad (TETENAL Indicet 1+19 oder Essigsäure 3%ig: 20s) erhöht die Verarbeitungsicherheit bei der Mehrfachverwendung der Verarbeitungsbäder.
    • Danke Matz,

      interessanter und gut gemachter Bericht.

      Beim Entwickler habe ich erstmal 500ml angesetzt - das Konzentrat für die zweiten 500ml sind noch vorhanden, ich denk, dass das noch taugt, aber der Blix scheint hinüber zu sein. Du schreibst, dass dieser nach deiner Erfahrung sehr lange hält.

      Die One Shot Methode scheint auch interessant zu sein, aber irgendwie wird dazu so viel (Positives wie Negatives) geschrieben, dass ich mich bis jetzt noch nicht getraut habe, diese Methode anzuwenden.
    • Hi,

      am einfachsten ist es die Filme mit einem kleinen Jobo Rotations- Maschinchen zu entwickeln. Mit den Dingern ist es leicht möglich die Temperatur genau zu halten und man braucht durch das Rotationsprinzip nicht so viel Chemie wie in die Kippdose einfüllen.

      Es ist schon clever getrenntes Bleich und Fixierbad zu benutzen. Zumal man mit dem viel billigeren C41 Fixierbad auch S/W Filme fixieren kann.

      Gruß

      Stefan