Erfahrung mit CINESTILL CS41 Color Simplified Quart Kit Pulver

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    • Erhard Slowik schrieb:

      Klingt interessant. Habe bislang nur SW entwickelt, aber bei dem Kit könnte ich mich direkt dazu hinreißen lassen, es mal mit Farbe zu probieren.
      Bisher habe ich immer die Tetenal-Chemie genommen. Da ist noch ein Stabibad dabei, das scheint hier nicht der Fall zu sein. Frage ich mich, ob die Negative dann auch so lange halten, oder ob das Stabibad bei C41 nicht für die Lagerfähigkeit da ist. Bei E-6 spielt es ja durchaus eine Rolle.

      Aber trotz des 3. Bades ist das keineswegs kompliziert, Erhard, probier es einfach mal. Bei so Kits wie Tetenal musst du nur ein bisschen mischen vorher, dann sind das aber auch nur 2 Bäder + Stabi, und bei SW nehme ich auch 2 Bäder + Filmwash, also das ist eigentlich dasselbe. Nur hat die Chemie bei Farbe gern eine bestimmte Temperatur, die sollte man einigermaßen halten, das ist eigentlich das fummelige Element.

      Grüße
      Rolf
    • Rolf Eilert schrieb:

      Da ist noch ein Stabibad dabei, das scheint hier nicht der Fall zu sein.
      Jetzt hab ich mal ein bisschen gesucht, und ich habe dies hier gefunden:

      It is specially formulated without compromise for modern color films, not requiring a stabilizer bath. Modern emulsions were designed so that one-hour photo labs wouldn't need haz-mat training for formaldehyde, and have built-in dye stabilizers and hardeners that are released through this simplified 2-bath process.

      Also: Moderne Filme haben Stabilisatoren eingelagert, die durch das BX-Bad freigesetzt werden. Daher braucht man kein extra Stabibad dafür.

      Das steht auf der Cinestill-Seite, und da ist auch ein PDF mit einer Bedienungsanleitung, die die Ausnutzung erklärt usw. Da stehen allerdings auch Stabibäder als Vorschlag, es reicht aber wohl auch Wasser.

      Dieses Kit gibt es auch mit flüssigen Konzentraten, aber als Pulver darf es in den USA wohl mit allen Transportmitteln verschickt werden, nicht nur auf der Straße.

      Grüße
      Rolf
    • Das Cinestill-Kit mit Flüssigkonzentraten gibt es schon eine Weile. Es ließt sich auf der Web-Seite von Cinestill so, als ob die Pulver-Variante nur entwickelt worden ist, um Versandeinschränkungen bei Flüssigchemikalien in den USA zu umgehen. So weit ich sehen kann unterscheiden sich die Datenblätter nur in der Anleitung für den Ansatz. Die Verwendung beider Varianten ist sonst gleich und ich vermute, dass die Arbeitslösungen so gut wie gleich sind. Für den Benutzer sehe ich eigentlich nur Nachteile. Es ist fast immer umständlicher Pulver-Kits anzusetzen als einfach Flüssigkonzentrate zu mischen.

      Cinestill meint, dass das letzte Stabi-Bad bei modernen C41-Filmen nicht notwendig ist, weil die Filme stabilisierende Chemikalien enthalten, die während der Entwicklung in den zwei ersten Bädern freigesetzt werden und die gleiche Wirkung erreichen. Ich kann nicht beurteilen ob das richtig ist. Wenn es stimmt, könnte man bei dem Tetenal-Kit auch einfach auf das Stabi-Bad verzichten und hätte damit auch eine 2-Bad-Lösung.

      Ich verstehe nicht so ganz warum Fotoimpex meint, dass das Kit "für bis zu 24 Filmrollen" reicht. Nach Datenblatt reicht das Kit für 8 Rollen (135/36 oder 120). Wer mit Qualitätseinbußen leben kann, kann ggf. "25%, 50% oder mehr Rollen" mit dem Kit entwickeln, sollte dies aber "wenige Tage" nach dem Ansatz machen.

      Es gibt keine Angabe zu der Haltbarkeit der Rohchemikalien, aber es ist nicht selbstverständlich, dass das Pulver länger haltbar sein soll als die Flüssigkonzentrate. Die Arbeitslösungen vom Cinestill-Kit sind, jedenfalls nach Datenblatt, deutlich schlechter Haltbar als beim Tetenal-Kit. Der Farbentwickler vom Cinestill-Kit ist als ungenutzte Arbeitslösung nur 2 Wochen haltbar. "Teilweise genutzte Arbeitslösung kann schon nach einer Woche sich so verändert haben, dass die Ergebnisse sich dramatisch verschlechtern werden." Teilweise genutzte Arbeitslösung vom Tetenal-Kit soll 6 Wochen haltbar sein.
    • Bis zu 24 Filmrollen.... So was ähnliches steht auch beim Compard Ready to Usw Kit. Dort bedeutet es X Filme mit 24 Bilder und ISO 100 oder 200. Hat der Film 36 Bilder und/oder eine höhere Empfindlichkeit verringert sich die Anzahl der mit einem Kit verarbeitbaren Filme.
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    • Tor-Einar Jarnbjo schrieb:

      Für den Benutzer sehe ich eigentlich nur Nachteile. Es ist fast immer umständlicher Pulver-Kits anzusetzen als einfach Flüssigkonzentrate zu mischen.
      ? Ob ich eine Tüte Pulver oder ein Fläschchen Konzentrat in den Messbecher mit Wasser schütte und umrühre macht ja nun wirklich keinen Unterschied. Die drei Pulver lösen sich zügig bei 20C auf.

      Du stellst jede Menge Vermutungen an, der Themenersteller hat aber nach praktischen Erfahrungen gefragt.
      Über die tatsächliche Ergiebigkeit und Haltbarkeit werde ich wie gesagt berichten. Die ersten 4 Filme (je 2x gleichzeitig) waren alle gut.
    • Peter Schulze schrieb:

      ? Ob ich eine Tüte Pulver oder ein Fläschchen Konzentrat in den Messbecher mit Wasser schütte und umrühre macht ja nun wirklich keinen Unterschied. Die drei Pulver lösen sich zügig bei 20C auf.

      Für alle andere Entwickler, die ich jemals probiert habe, macht das meiner Meinung nach einen großen Unterschied aus. Ich habe nie einen Pulver-Entwickler erlebt, der sich "zügig" auflöst und versuche die zu vermeiden, wenn immer es geht. Wenn Cinestill, wie hier, den gleichen Entwickler sowohl als Pulver als auch als Flüssig-Konzentrat anbietet, fällt mir keinen einzigen Grund ein, die Pulver-Variante zu nehmen.

      Du stellst jede Menge Vermutungen an, der Themenersteller hat aber nach praktischen Erfahrungen gefragt.

      Er hat gefragt "was spricht dafür, was dagegen?" und wenn ich die Datenblätter von Cinestill und Tetenal vergleiche, und meist gehe ich davon aus, dass die Hersteller wissen, was sie in den Datenblättern schreiben, dann zeigt das Cinestill-Kit in den meisten Bereichen (Handhabung, Haltbarkeit, Ergiebigkeit und übrigens auch Preis) nur Nachteile gegenüber das Tetenal-Kit.