Blitzgerät an der MF Kamera ...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo,

      ich wollte mit meinem Beitrag zu den bei mechanischen Zentralverschlüssen
      oft abweichenden Zeiten bei der 1/500s aber nicht groß ein neues Thema
      anstoßen.
      Deshalb nur kurz:

      Ich hatte z.B. in meinem Fall das Problem, daß bei Nacht-Aufnahmen mit
      Metz-CT-45-Gerätschaften und voller Blitzlicht-Leistung die Leuchtdauer eben
      rund 1/330s beträgt und somit ein gewisser Prozentsatz an "Helligkeit" verloren
      geht dadurch "gelöst" daß ich zwei und manchmal auch drei Blitzgeräte
      gleichzeitig verwendet habe als "Ausgleich".
      Das hat auch in der Regel gut funkioniert.

      Wenn ich mich recht erinnere gab es früher von Tamron(?) ein Stabblitzgerät
      welches die volle und starke Blitzleistung innerhalb der 1/1000s abgegeben hat.
      Gelegentlich werden solche Blitzgeräte noch angeboten, sind jedoch teuer und
      zwangsläufig alt.

      Inzwischen mache ich solche Nachtaufnahmen nicht mehr, deshalb ist
      das Ganze für mich nun eher noch von "akademischem Interesse".

      Nichts für ungut und herzliche Grüße

      Karl Heinz
    • Reinhard Walther schrieb:

      Erhard Slowik schrieb:

      Reinhard Walther schrieb:

      Klackklack aufnehmen und anhand der Kurven mit einem Tonprogramm wie zum Beispiel der Freeware Audacity ausmessen
      Geschieht das mit ausreichender Genauigkeit? Mit wie viel Mikrosekunden Abweichung muß man rechnen?
      HalloIch würde sagen, ja die Genauigkeit ist ziemlich gut. Natürlich wird man keine absolute Genauigkeit haben, aber gerade in den langen Verschlusszeiten, ist die Genauigkeit am grössten.
      Wenn mans wirklich genau will, dann bleibt einem nichts anderes übrig, mit Licht, Fotodiode und Oski zu arbeiten.

      Aber die Frage ist, ob man so genau arbeiten will? Bei einer 500stel, macht die Zeit, die ein Zentralverschluss zum Öffnen und Schliessen braucht, wohl einen guten Teil der Verschlusszeit aus. Das hiesse, dass die Ränder der Bilder eigentlich knapper belichtet sein müssten. Bis jetzt habe ich das noch nirgends feststellen können.

      Eine weitere Art der Messung habe ich in einem alten "Helveticus", einem bunten Jugendbuch aus den 50ern gefunden: Messung anhand des Fernsehbildes: Der Fernseher hat 625 Zeilen, die 25 mal in der Sekunde abgetastet werden. Somit wird der Bildschirm bei Verschlusszeiten schneller als 1/25stel nicht ganz abgebildet.
      Anhand der nicht belichteten Fläche des Fernsehers liess sich die Verschlusszeit ziemlich genau bestimmen.
      Wer genauer wissen will, kann hier nachlesen, wie das Signal aufgebaut ist:
      de.wikipedia.org/wiki/Fernsehsignal
      Hier ein Zeilensignal aus der Praxis2924026415_3174122692_o.jpgLinks und rechts das Synchronisationssignal, das ganz auf Null fällt, dann der scharfe Anstieg auf den Weisspegel und dann die zwei v-förmigen Dunkelpegel und am Schluss der Abfall auf das nächste Synchronisationssignal.
      Interessant übrigens, dass zu dieser Zeit, als die Kameras noch neu waren, konstatiert wurde, dass die Verschlusszeiten daneben lagen :)
      Gruss Reinhard
      Hallo Reinhard,
      ich denke nicht das die Ränder eines mit einer Zentralverschlusskamera aufgenommenen Bildes dunkler wiedergegeben werden als dies bei einer Schlitzverschlusskamera der fall ist.
      Der Zentralverschluss sitzt an der engsten Stelle des Srahlengangs und wenn sich der Zentralverschluss öffnet ist das als wenn eine kleine Blende verwendet wird.
      D.h. alle teile des Bildes bekommen zu Anfang eine kleine Lichtmenge die sich im laufe der Belichtung steigert und am Ende der Belichtung gehts anders herum.
      Das führt nicht zu abgedunkelten Bildrändern (Ecken) wie bei dem Helligkeitsverlauf von Sym. Weitwinkeln (Biogon Typ).
      Gute Fotos Friedhelm
    • Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      Hallo Reinhard,ich denke nicht das die Ränder eines mit einer Zentralverschlusskamera aufgenommenen Bildes dunkler wiedergegeben werden als dies bei einer Schlitzverschlusskamera der fall ist.
      Das sehe ich genauso und es wundert mich, wie man auf eine gegenteilige Annahme kommen kann.

      Denn wie hier im Zitat richtig beschrieben, gälte eine Vignettierung (um was es sich dann ja handeln würde) auch bei Dauerlicht.

      Bei Blitz beachtenswert ist, dass Ränder aufgrund unvorteilhafter Lichtführung bzw Konfiguaration bzw Kombinationen, entstehen können.
      Da Bildwinkel ja auch Format-abhängig sind, kann es schon mal eine Verwechselung Brennweite-Bildwinkel geben. Ist mir auch schon passiert.

      Etwa eine "zu kurzer" Bildwinkel, "zu lang" eingestellte Reflektorstellung bzw zu langer Abstand Blitz- Motiv.

      Bei MF kommt ja auch noch das meist quadratischere Seitenverhältnis als KB hinzu und sehr viele Blitzgeräte (bzw deren Reflektoren) waren ja auf dieses Seitenverhältnis hin konstruiert.
      Folge - "oben und unten" wirds' dunkler.

      Ich hatte schon mit einigen MF-Systemen geblitzt. Bronica SQ, Kowa Six, aber auch Rolleiflex (T). Eine "verschluss"bedingte Vignetierung konnte ich dabei nie feststellen.