Blitzgerät an der MF Kamera ...

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    • Blitzgerät an der MF Kamera ...

      Hallo,

      ich habe noch einen alten Metz 45CT-4, den ich gerne zum Aufhellblitzen (va. im Freien) verwenden möchte.

      Den Metz Blitz wieder funktionsfähig zu machen, ist ein eigenes Thema (Gummi beim Spiralkabel ist zerbröselt, NC Akku ist hinüber, etc.), aber mich interessiert erstmal wie sich der Blitz mit meinen Kameras verträgt und zwar

      # Contax 645 - würde ihn gerne dafür verwenden aber wie scheint ist die kürzeste Verschlusszeit 1/125 sek. Das ist nicht so optimal. Je nach Helligkeit würde ich dadurch ziemlich stark abblenden oder einen ND Filter verwenden müssen. Gibt's eine Möglichkeit mit einer kürzeren Verschlusszeit zu blitzen. Irgendwelche Automatik- oder TTL Messungen brauche ich nicht, für mich genügt wenn er im manuelle Modus funktioniert.

      # Plaubel Makina - hier habe ich gelesen, dass mit allen Zeiten geblitzt werden kann - das finde ich sehr vorteilhaft. Hängt das vom Verschluss (Zentralverschluss) ab ?

      Liege ich mit einer Einschätzung richtig ?

      fg. Toni.
    • Ich wäre da sehr vorsichtig mit der Contax 645. Die Trigger Spannung des CT4 wird sehr unterschiedlich angegeben.
      botzilla.com/photo/strobeVolts.html
      Ob die Contax das verträgt wäre beim Hersteller nach zu fragen, wenn nicht ist die Camera schlimmsten falls Elektronicschrott.

      An der Plaubel ist keine Elektronik dran, von daher unbedenklich. Und ja mit Zentralverschluß kann auf allen Zeiten geblitzt werden.
      Gruß
      Michael
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      Mr. Adams, have you taken the perfect foto?
      No, it's around the corner. :D
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      Fotos auf Flickr
    • Hallo Toni.

      soweit ich weiß, hat Metz noch während der 45 CT 1-Serie die Zündspannung von Hochspannung (meiner hat ca. 230 V!) auf Niederspannung umgestellt. Wie ho danach wirklich war, kann ich leider nicht sagen, da ich keines der "neueren" Geräte besitze.
      An einem 32 Z-2 mit OM-SCA Adapter habe ich, je nachdem zwischen welchen Kontakten, zwischen 4,2 und 9,5 V gemessen.

      Viele Grüße, Jochen.
    • Hallo Toni,

      ich meine auch, von der 45 CT- Serie sei nur der 45 CT-1 anfangs mit hoher Zündspannung gebaut worden, so wie Jochen das schreibt. Gerade der CT-4 war ja schon für die SCA300-Steuerung geeignet und deswegen sicher mit niedrigvoltiger Zündspannung ausgerüstet.

      Die Firma Metz gibt es noch (metz-mecatech.de).
      Scheibe denen doch mal ein Email, die geben Dir sicher gerne Auskunft.

      Gruß

      Volker
      Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
    • Hallo,

      nochmal ich :) .
      Ich habe in meiner Unordnung noch zwei Links gefunden, die von Interesse sein könnten.
      Hier
      shutterworks.org/zeug/
      runterscrollen bis zu "der Überblitz". Dort gibt es eine Tabelle, aus der die Gerätenummer des 45 CT-1 hervorgeht, bis zu der die Hochvoltzündung verbaut wurde. Ich denke, damit kann man was das angeht für den 45 CT-4 Entwarnung geben.

      Und wenn wir gerade dabei sind, hier noch was zum SCA300-System:
      faq.d-r-f.de/wiki/Metz_SCA-FAQ…_.28Metz.29_SCA-System.3F

      Irgendwo habe ich auch eine lange Liste mit ganz vielen Blitz-Typen und der verbauten Zündspannung, aber die finde ich gerade nicht ^^ .


      Gruß


      Volker
      Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
    • Michael Philipp Simon schrieb:

      Da liegst du richtig, mit Zentralverschlußkameras kannst du alle Zeiten zum Blitzen nutzen.
      Zum Metz-Stabblitz sei hier noch hinzu zu fügen, dass dieser bei voller Leistung eine Abbrennzeit von ca. 1/300 Sekunde hat. D. h. wenn man ihn bei dieser hohen Leistung nutzen möchte, sollte man nicht mit einem Verschluss bei 1/500 Sekunde blitzen, da damit ja auch das Blitzlicht beschnitten wird. Ab 1/2 Leistung wird es dann wieder gehen (schnellere Abbrennzeit) oder bei einer Verschlusszeit von 1/250 S. Wenn man nur den Metz hat, ok. Für das Aufhellblitzen käme aufgrund der langen Abbrennzeit bei voller Leistung genau so gut ein um ca. eine Blende schwächerer Aufsteckblitz in Frage.
    • Hallo,

      stimmt es denn, daß die mechanischen Zentralverschüsse durch die Bank
      bei der Einstellung auf die 1/500s tatsächlich bestenfalls nur knapp die
      1/400s bzw. 1/350s schaffen?
      Wie das bei elektronischen Zentralverschlüssen aussieht weiß ich allerdings
      nicht.
      Da die Metz 45 CT bei voller Blitzleistung eine maximale Leuchtdauer von
      1/330S haben wäre die Einstellung der 1/500s in der Praxis somit nicht weiter
      schlimm.
      Ich habe früher recht oft Nachtaufnahmen mit Blitzlicht und voller Lichtleistung
      gemacht und die Leuchtweite bzw. Ausleuchtung entsprach in der Regel dem
      was ich mir vorher ausgerechnet habe.

      Aber mit der 1/250s ist man bestimmt auf der sicheren Seite es sei denn
      man photographiert bewegte Objekte die dann eine gewisse Unschärfe
      aufweisen.

      Herzliche Grüße

      Karl Heinz
    • Karl Heinz Muenter schrieb:

      Hallo,

      stimmt es denn, daß die mechanischen Zentralverschüsse durch die Bank
      bei der Einstellung auf die 1/500s tatsächlich bestenfalls nur knapp die
      1/400s bzw. 1/350s schaffen?

      Karl Heinz
      Ja nach Kamera und alter bzw. Verölung der Lamellen stimmt das.
      Das muss man messen :)
      Die einfachste Lösung: Ein Mikro in den Apparillo und dann das Klackklack aufnehmen und anhand der Kurven mit einem Tonprogramm wie zum Beispiel der Freeware Audacity ausmessen.

      Bei meiner Linhof sind die Zeiten rund 2/3 Blenden länger.
      Gruss Reinhard
    • Ich blitze ohnehin max mit 1/4 Leistung (und da habe ich schon eine Streuhscheibe und Pergaminpapier dazwischen angebracht). Bei einem 400 ASA Film und halbwegs offener Blende ist schnell mal die Blitzleistung zu stark.

      Dass die Zeiten nicht stimmen, war mir nicht bewusst, aber was soll's ... das nehm ich einfach mal so hin :)
    • Erhard Slowik schrieb:

      Reinhard Walther schrieb:

      Klackklack aufnehmen und anhand der Kurven mit einem Tonprogramm wie zum Beispiel der Freeware Audacity ausmessen
      Geschieht das mit ausreichender Genauigkeit? Mit wie viel Mikrosekunden Abweichung muß man rechnen?
      Hallo
      Ich würde sagen, ja die Genauigkeit ist ziemlich gut. Natürlich wird man keine absolute Genauigkeit haben, aber gerade in den langen Verschlusszeiten, ist die Genauigkeit am grössten.
      Wenn mans wirklich genau will, dann bleibt einem nichts anderes übrig, mit Licht, Fotodiode und Oski zu arbeiten.

      Aber die Frage ist, ob man so genau arbeiten will? Bei einer 500stel, macht die Zeit, die ein Zentralverschluss zum Öffnen und Schliessen braucht, wohl einen guten Teil der Verschlusszeit aus. Das hiesse, dass die Ränder der Bilder eigentlich knapper belichtet sein müssten. Bis jetzt habe ich das noch nirgends feststellen können.

      Eine weitere Art der Messung habe ich in einem alten "Helveticus", einem bunten Jugendbuch aus den 50ern gefunden: Messung anhand des Fernsehbildes: Der Fernseher hat 625 Zeilen, die 25 mal in der Sekunde abgetastet werden. Somit wird der Bildschirm bei Verschlusszeiten schneller als 1/25stel nicht ganz abgebildet.
      Anhand der nicht belichteten Fläche des Fernsehers liess sich die Verschlusszeit ziemlich genau bestimmen.
      Wer genauer wissen will, kann hier nachlesen, wie das Signal aufgebaut ist:
      de.wikipedia.org/wiki/Fernsehsignal
      Hier ein Zeilensignal aus der Praxis2924026415_3174122692_o.jpgLinks und rechts das Synchronisationssignal, das ganz auf Null fällt, dann der scharfe Anstieg auf den Weisspegel und dann die zwei v-förmigen Dunkelpegel und am Schluss der Abfall auf das nächste Synchronisationssignal.
      Interessant übrigens, dass zu dieser Zeit, als die Kameras noch neu waren, konstatiert wurde, dass die Verschlusszeiten daneben lagen :)
      Gruss Reinhard