Sehr starke Halogenlampe (200 Watt) für Beleuchtung in 60-Watt-Fassung

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    • Sehr starke Halogenlampe (200 Watt) für Beleuchtung in 60-Watt-Fassung

      Hallo Fotofreunde und Stromkenner,

      für Innenraumaufnahmen möchte ich eine 200-Watt-Halogenlampe (über 4000 Lumen erreiche die wohl) oben in eine normale Leuchtmittelfassung schrauben, die allerdings 60 Watt als Maximum angibt.
      Natürlich soll diese hohe Leistung hier nur eher kurz fließen, ca. eine halbe Stunde lang und ich bin stets dabei.

      Da stellt sich mir die Frage, schmort hier schon etwas in der Praxis? Jeder Toaster zieht ja weit mehr. Die Watt-Angaben auf den Fassungen sind ja sicherlich sehr konservativ gehalten bzw. auf einen Dauerbetrieb ausgelegt. Was meint ihr? Solange es noch starke Halogenleuchtmittel gibt, stellen diese eine hervorragende Alternative zum Blitz dar. 200 Watt sollten die einfachen Fassungen doch aushalten, oder? Der Kabeldurchschnitt der Leitungen ist doch fast so dick wie der vom Toasterkabel.

      Grüße

      Thomas
    • Hallo Thomas

      Das Problem ist nicht die Stromaufnahme, sondern die Hitzeentwicklung. Die Begrenzung auf 60W erfolgt um eine Überhitzung zu verhindern und daran sollt man sich auch halten. Brandgefahr!

      Ist es eine offene Fassung, oder ist da eine Lanpe drumrum? Fals es nur eine Fassung am Draht von der Decke ist, dann besorg dir für ein paar € eine Fassung aus Porzellan, die sind bis 4A = 1000W zugelassen.

      Peter
    • Hallo,

      wenn es nur um die offene Fassung geht und nicht um irgend einen Lampenkörper/schirm drum herum, sehe ich eigentlich keine Probleme. Die 200W ziehen mit der Nennspannung von 230V nicht mal 1A.
      Die Euro-Flachstecker z.B mit den 0,75-Quadrat-Käbelchen sind m.W. bis 2,5A (entspr. 575W bei 230V) zugelassen.
      Die aufgedruckten oder aufgepappten Hinweise dienen zur Begrenzung der Wäremeentwicklung, wie es Peter schon geschrieben hat, und sind dann relevant, wenn ein Hitzestau auftreten kann. Bei einer offenen Lampenfassung sollte das aber nicht der Fall sein. Und rein von der elektrischen Seite: s.o. ^^ .

      Gruß

      Volker
      Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
    • Wenn die Fassung aus Kunststoff ist, dann ist die mit der 200W-Lampe auch bei kurzzeitigem Einsatz überfordert. Eine 200W-Halogenlampe erwärmt die Fassung um etliches Stärker als eine 60W-Lampe. Hier geht es ja auch nicht um 75W statt 60W, wo man mal ein Auge für einen temporären Einsatz zudrücken kann.
      Die Stromstärke ist kein Problem. Ich habe eine 135W Foto-Kompaktleuchtröhre von Fotoimpex in einer max 60W Fassung. Das fiunktioniert auch auf dauer, da eine Energiesparlampe einen Bruchteil an Wärme an die Fassung abgibt. Die Vorschaltelektronik kann man mit der bloßen Hand anfassen. DIese Lampen wären eine gute Alternative zum Blitz.
    • Ja, ganz klar Stromstärke soweit kein Problem- die Wärmeentwicklung ist aber enorm. Ohne Keramikfassung sowieso kein Thema.

      LEDs sind mittlerweile viel billiger geworden, richtig. Aber Achtung- eine 100W LED wird auch ganz schön warm und weil die Leistungserzeugung auf relativ kleinem Raum geschieht, benötigt sie einen Kühlkörper. Kaufst du fertig, ist dieses Problem gelöst, im Selbstbau musst halt schauen, wie du es löst.
      Ich mache ja rel. viel Kollodium-Nassplatte und brauche da viel Licht. M.E ist eigentlich die günstigste Lösung weiterhin Spiralleuchten, z.B. von Wallimex. Da gibt es einige verschiedene Modelle. Die Leuchtmittel passen in herkömliche E27 Fassungen und die Wärementwicklung hält sich in Grenzen. Kunststofffassung genügt.
    • Hi,
      jeder halbwegs moderne Blitz bringt Tageslicht und ist heller als eine 200W Halogenbirne. Das Problem mit dem Licht ist auch eher seine Formbarkeit. Eine Glühbirne alleine macht noch kein Licht. Erst der um die Lichtquelle herumgebaute Scheinwerfer macht das Licht brauchbar. Wenn es Halogen sein soll, dann gibt es eine große Auswahl an gebrauchten Stufenlinsern, sie machen das schönste Licht. Allerdings mit 3400°K. LED gibts meistens als Flächenlicht. Wenn es etwas mehr sein soll dann rate ich zu HMI - Licht. HMI - Licht ist Tageslicht und bietet eine sehr hohe Lichtausbeute pro Watt, auch im Vergleich zur LED. Ich leuchte mit drei Arrisun 5 PAR Scheinwerfern sehr vieles ein. Dauerlicht ist aber eigentlich nur dann sinnvoll wenn man auch viel Video aufnimmt. Ansonsten sind moderne kabellose Blitzanlagen wie Godox AD 400 sehr viel einfacher in der Handhabung und kosten heute nur einen Bruchteil älterer Anlagen. Hier noch ein Beispielbild. Für die Szene auf der Straße ist vorn ein 400W Kinoflo und das Gegenlicht auf den Haaren kommt von einem Arrisun5. Wichtig ist bei allen Scheinwerfern und anderen Lichtquellen ein wirklich standsicheres Stativ welches sich auch hoch ausfahren lässt. Zur Vermeidung von "Stativabdrücken" bei empfindlichen Böden hilft es wenn man die Stativbeine in aufgeschnittene Tennisbälle steckt.

      Gruß Stefan
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    • LED ist eine mittlerweile hervorragende Alternative für Dauerlicht, allerdings sieht das Licht bei preiswerten Leuchtmitteln immer noch nicht gut aus (billige Innenraum-Leuchten oder Bühnenlicht, weil der durchschnittliche Popularmusiker das sowieso nicht sieht, altes Problem: diskontinuierliches Spektrum). Bevor man sowas macht, vielleicht mal als Referenz eine Leuchte aus dem Filmtechnik-Verleih ausprobieren. Wenn das nicht geht, würde ich im Zweifelsfall lieber auf konventionelle Dauerlicht-Quellen setzen.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Hi,

      kurze Videos für den Heimgebrauch? Gerade dafür ist es wichtig ein schönes Licht zu machen. Gerade Film und Videobilder leben vom Licht und transportieren damit eine Stimmung. Ich verstehe nicht, wieso man gerade bei etwas, was man für sich selber macht keine Mühe geben sollte.

      Gruß

      Stefan
    • Neu

      Thomas Spärber schrieb:

      Ich will doch nur ein paar kurze Videos für den Heimgebrauch drehen. Da brauche ich wahrlich keine Arritechnik :D Fürs Fotografieren schwöre ich auf das Blitzlicht.

      Andreas Rothaus schrieb:

      Google mal nach "LED E27 Jumbo".
      Danke für den Tipp. Damit ließe sich für meine Zwecke durchaus etwas anfangen! So etwas reicht mir wahrscheinlich schon.

      Das ist das, was bestimmt total preisgünstig ist, aber wahrscheinlich nicht ganz so doll aussieht. Für Schwarzweiss mag das vielleicht in Ordnung sein, für Farbe ist zumindest ein vorgelagerter Test gegen andere Lichtquellen sinnvoll. Vielleicht zunächst gegen eine normale Glüh- oder Halogen-Birne, auch wenn die leistungsmässig nicht reicht.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Neu

      Jens Dörsam schrieb:

      . Für Schwarzweiss mag das vielleicht in Ordnung sein, für Farbe ist zumindest ein vorgelagerter Test gegen andere Lichtquellen sinnvoll.
      Ach bei SW ist das LED Licht teilweise ungeeignet. Wir hatten von einem Sponsor für das Kamera Minutera Projekt in Zingst eine LED Leuchte von einem Sponsor zur Verfügung gestellt bekommen (Made in China und mit 1000 Euro Ladenpreis auch nicht ganz billig). Nicht nur das die erste richtig schnell kaputt ging sah es auch noch grausig aus. Wir sind dann wieder auf Tageslicht gegangen und die Belichtung war auch nicht so viel länger. Die Leuchten von Hedler zB sind nicht ohne grund um einiges teurer.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)