Infrarotfotografie mit einer Rolleiflex und Rollei Infrared

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    • Infrarotfotografie mit einer Rolleiflex und Rollei Infrared

      Hallo,

      im Juli/August möchte ich mal mit meiner Rolleiflex 2,8D, einem Heliopan Infrarotfilter 715 und einem Rollei infrared-Film losziehen. In einem älteren Beitrag habe ich gelesen, dass man bei den heutigen IR Filmen eigentlich nichts mehr "umrechnen" muß, da es sich nicht wirklich um echte IR Filme handelt. Der Rolleifilm ist empfindlich bis zu 795nm.

      Hat jemand da Erfahrung und kann mir etwas dazu sagen? Wie genau gehe ich vor? Scharfstellen ohne Filter, dann Filter drauf und abblenden?

      Viele Grüße von Bettina
    • Hallo Bettina,

      Wichtig ist nur den Filterfaktor einzubeziehen. Der sollte für deinen Filter angegeben sein. Empfohlen wird auch eine kleine Blendenreihe zu machen, um sicher zu gehen, dass ein wichtiges Motiv gut umgesetzt ist. Ansonsten viel Spaß, besonders mit der Rolleiflex. Die 2-äugigen Kameras haben ja gerade den Vorteil, dass der Filter auf dem Aufnahmeobjektiv sitzt und Du durch das Sucherobjektiv schaust und scharf stellst. Damit könnte man eigentlich auch gut Bilder aus der Hand machen. Aber der Filterfaktor wird oft zu hinreichend langen Belichtungszeiten führen, dass ein Stativ vonnöten ist.

      Gruß, Frank
    • Hlo Bettina,

      Wenn es Dir auch um den Wood-Effekt (Blattgrün wird sehr hell wiedergegeben) geht, ist die Jahreszeit vielleicht nicht ganz ideal. Da sind - außer dem Chlorophyll- noch etliche andere Farbstoffe eingelagert, die den Effekt abschwächen. Frühjahr ist besser.

      Die Fokusdifferenz ist nicht weltbewegend, allerdings könnte es im Bereich der Naheinstellgrenze bei großen Blendenöffnungen problematisch werden. Möglichst stark abblenden ist auf jeden Fall empfehlenswert.

      Belichtungseinstellung: +5EV im Bezug auf die Nennempfindlichkeit des Films. Ich würde großzügige Belichtungsreihen machen, der IR-Anteil des Lichts schwankt im Tagesverlauf stark.

      Viele Grüße
      Fred
    • Bettina Schmidt-Asbach schrieb:




      Der Filterfaktor steht allerdings nicht auf dem Filter und auch nicht auf der Homepage von Heliopan.

      Der würde Dir auch nicht viel bringen, da Dein Belichtungsmesser für den IR-Bereich relativ unempfindlich ist. Ausschuß ist in der IR-Fotografie quasi unvermeidlich. Sei lieber großzügig bei den Belichtungsreihen, dann ist die Wahrscheinlichkeit für ein paar gute Bilder höher.
    • Das Rollei Datenblatt nennt für ein 715er Filter Faktor 4 bis 5. Ich stelle beim Rollei den Beli auf 360 ASA (400 bringt der Film nicht) und gehe dann mit dem Heliopan 715 Filter drei Blenden runter. So passt es bei mir mit und ohne Filter für Hybrid. Ich entwickle in Rodinal 20C kipp 1:50 20 Minuten. Eine Belichtungsreihe +- eine Blende empfiehlt sich beim ersten Film immer, der Gesamtprozess fällt ja bei jedem etwas anders aus.

      Viel Spass mit Infrarot

      Peter

      Bild von diesen Samstag, reichlich IR Licht. Leider hat die Kamera ein Lichtleck...
      Lustheim_IR.jpg
    • Hallo Bettina,

      ich benutze für die IR Fotografie die Yashica Mat124G mit dem gleichen Filter wie du.
      Meistens zwischen F8 und F16 je nach Objekt, Lichmessung, je nach Lichsituation 4 bis 5 blenden dazu, Selbstauslöser, Fertig
      (In dem Rollei IR Steckt der Agfa AVIPHOT 200)
      _____________________________________________________________________
      Gruß,
      Waldemar Ehrlich
    • Fred Klopfer schrieb:

      Hlo Bettina,

      Wenn es Dir auch um den Wood-Effekt (Blattgrün wird sehr hell wiedergegeben) geht, ist die Jahreszeit vielleicht nicht ganz ideal. Da sind - außer dem Chlorophyll- noch etliche andere Farbstoffe eingelagert, die den Effekt abschwächen. Frühjahr ist besser.
      Das kann ich aus eigener Erfahrung überhaupt nicht bestätigen. Die Filme, die wir seit längerem für die IR Fotografie zur Verfügung haben (Agfa Aviphot) sind da sehr unempfindlich.
      Viel wichtiger ist die korrekte Filterung = ein Filter, welches unter 715 Nanometer sperrt.

      Tschö, Jan
    • Bettina Schmidt-Asbach schrieb:

      waldemar ehrlich schrieb:

      (In dem Rollei IR Steckt der Agfa AVIPHOT 200)
      Jetzt bin ich aber etwas irritiert 8| :?: . Aus einem 200 ASA hat man einen 400 ASA gemacht? Okay, er wird eine gewisse Bandbreite haben. Trotzdem.....
      Hi Bettina,

      Rollei IR = Rollei Retro 400S = Rollei Superpan 200 = Agfa Aviphot Pan 200 (das ist das Original).
      Wenn du einfach mal auf die Agfa Homepage schaust, wirst du dort keinen Film mit einer 400er Empfindlichkeit finden.
      Und der Aviphot 200 ist auch kein wirklicher 200er. In den meisten Entwicklern kommt er nur auf 50-100. Ausnahme ist meinen Tests nach Moersch Finol. Dann gehen auch 125-160. Finol harmoniert auch ansonsten sehr schön mit dem Film (gute Schärfe, relativ feines Korn, gute Schattenzeichnung).

      Thema Belichtungsreihen: Ist in der Tat empfehlenswert. 5 Blendenstufen sind für den 715 oder 720 Nm Filter ein sehr guter Startpunkt mit dem Film. Und dann mit +1/2 und +1, sowie -1/2 und -1 die Reihen.

      Tschö, Jan
    • Jan Hendrik Heuer schrieb:

      Fred Klopfer schrieb:

      Hlo Bettina,

      Wenn es Dir auch um den Wood-Effekt (Blattgrün wird sehr hell wiedergegeben) geht, ist die Jahreszeit vielleicht nicht ganz ideal. Da sind - außer dem Chlorophyll- noch etliche andere Farbstoffe eingelagert, die den Effekt abschwächen. Frühjahr ist besser.
      Das kann ich aus eigener Erfahrung überhaupt nicht bestätigen. Die Filme, die wir seit längerem für die IR Fotografie zur Verfügung haben (Agfa Aviphot) sind da sehr unempfindlich.Viel wichtiger ist die korrekte Filterung = ein Filter, welches unter 715 Nanometer sperrt.

      Tschö, Jan
      Das mag sein, ich bin von meinen Erfahrungen mit dem Efke IR820 ausgegangen, der ist da sicher empfindlicher als der Verkehrsüberwachungsfilm.
      Ich hab noch vier Rollen eingefroren (seufz)...
    • Fred Klopfer schrieb:

      Jan Hendrik Heuer schrieb:

      Fred Klopfer schrieb:

      Hlo Bettina,

      Wenn es Dir auch um den Wood-Effekt (Blattgrün wird sehr hell wiedergegeben) geht, ist die Jahreszeit vielleicht nicht ganz ideal. Da sind - außer dem Chlorophyll- noch etliche andere Farbstoffe eingelagert, die den Effekt abschwächen. Frühjahr ist besser.
      Das kann ich aus eigener Erfahrung überhaupt nicht bestätigen. Die Filme, die wir seit längerem für die IR Fotografie zur Verfügung haben (Agfa Aviphot) sind da sehr unempfindlich.Viel wichtiger ist die korrekte Filterung = ein Filter, welches unter 715 Nanometer sperrt.
      Tschö, Jan
      Das mag sein, ich bin von meinen Erfahrungen mit dem Efke IR820 ausgegangen, der ist da sicher empfindlicher als der Verkehrsüberwachungsfilm.Ich hab noch vier Rollen eingefroren (seufz)...
      Ah, noch alte Efke. Jüngst noch welche belichtet? Sind die noch gut? Der alte Kodak Infrarot war da recht sensibel, der hielt nach meiner Erfahrung auch eingefroren nicht allzu lange. Delta 3200 und TMZ sind auch nicht wirklich langzeit lagerfähig.

      Tschö, Jan