Wasser zum Chemieanmischen

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    • Wasser zum Chemieanmischen

      In diesem Sommerurlaub wollte ich mal eine improvisierte Duka am Urlaubsort aufbauen. Dann muss ich mir Chemie anmischen, und jetzt hab ich überlegt...

      Die Wasserversorgung dort, wo wir im Sommer immer sind, besteht aus einem gewöhnlichen Brunnen mit Wasserpumpe. Da kommt ziemlich eisenhaltiges Wasser raus, es schmeckt auch leicht wie rostig. Man kann ein paar Tage warten, bis es richtig klar ist, aber rostig schmeckt es trotzdem.

      Der Nachbar hat einen Tiefbrunnen, aber ich weiß nicht, was das für Wasser ist.

      Bliebe noch, Mineralwasser zu kaufen, stilles Wasser. 5-Liter-Bomben gibt es in Schweden wohl nicht, müsste man 6er-Packs kaufen. Lohnt das überhaupt?

      Grübel, grübel...
    • Moin, hab zwar selbst keine Erfahrung mit Urlaubsentwicklung, aber ich find die Idee mit dem gekauften Wasser insofern ansprechend, als das Wasser eine vernünftige Qualität aufweisen dürfte und aufgrund Lagerung im Haus leichter zu temperieren ist.

      Du könntest ja die Menge des gekauften Wassers einschränken, indem Du zB für wasserintensive Spülung (gefiltertes) Brunnenwasser nimmst und für Entwickler/Fixage/Netzmittel eine Buddel opferst.

      Schönen Urlaub wünscht
      Carsten.
      Gott grüß die Kunst!
    • Eisenhaltiges Wasser ist für die meisten Fotographischen Bäder das reinste Gift. Beim Wässern können Eisenpartikel üble Flecken auf den Bildern hinterlassen.
      Ich würde zum Ansetzen destiliertes Wasser nutzen. Wenn es extrem günstiges Tafelwasser gibt, könnte man das zum Wässern nutzen. Tafelwasser ist abgefültes Leitungswasser. Mineralwasser kann u.U. zu viel Mineralien enthalten. Vielleicht reicht auch Britta-filtriertes Brunnenwasser. Alternativ könnte man schauen, ob man irgendwo in der nächsten Stadt auf einer Toilette normales Leitungswasser abfüllen kann. Insgesamt lohnt sich der Aufwand wohl nur, wenn du über einige Wochen im Domizil bist und jetzt schon weißt, dass du Langeweile haben wirst.
    • Hans, du warst schneller...

      Also, ja, es sind mehrere Wochen, und der Plan ist letztes Jahr gereift.

      Nur die Wasserfrage habe ich noch nicht geklärt.

      Danke für die Warnung vor dem eisenhaltigen Wasser, dann bin ich damit ganz vorsichtig. Auf jeden Fall kein Baryt, nur PE.

      Grüße
      Rolf

      P.S.: Langeweile haben wir eigentlich nie im Urlaub, wir nennen das dann "Seniorentag" :)
    • Mir ist jetzt eingefallen, dass ich ja hier zu Hause eigentlich die Chemie in Zukunft immer mit destilliertem Wasser anmischen wollte. Ich hab auch schon ein paar Kanister im Labor stehen, bin nur so lange nicht mehr dazu gekommen, dass ich es ganz verdrängt hatte :)

      Destilliertes Wasser sollte ich wohl überall im Supermarkt kriegen, also wäre das doch die Lösung. Was meint ihr?

      Grüße
      Rolf
    • Hallo Rolf,

      wen kein vertrauenswürdiges Trinkwasser oder natürlich fließendes Wasser zur Verfügung steht, ist entionisiertes oder demineralisiertes Wasser (i.A. immer noch als dest. Wasser bezeichnet, obwohl heute kein Mensch mehr Wasser destilliert) die beste Lösung.

      Aufgetautes sauberes Schneewasser oder sauberes Kondenswasser aus einer Klimaanlage ginge auch. Auf jeden Fall über eine Kaffeefiltertüte filtrieren und am besten jedes Ansatzwasser für Entwickler vorher auskochen.

      Viele Grüße, Jochen.
    • Ich würde da jetzt mal kein Büro aufmachen- Brunnenwasser flitrieren mit Kaffefilter und dann mal Probe.

      Das wäre für mich wenn schon, genau der Reiz der Sache, mal schauen was rauskommt. Ich denke nicht, dass es massive Probleme geben wird- und wenn, kannst du noch immer entmineralisiertes Wasser beschaffen.
      Und was heisst schon eisenhaltig? Schau dir mal die Mineralien in Leitungswasser und sog. Mineralwasser an- da ist so einiges drin und das hochgelobte "Mineralwasser" ist meist nicht anders als gutes Leitungwasser, auch wenn die Werbung natürlich was anderes verzapft.
    • Also ich meine, dass der Unterschied auf der fertigen Vergrößerung ob das jetzt Brunnenwasser, Leitungswasser oder destilliertes Wasser war nicht so bald zu erkennen sein wird, wenn man sonst alles richtig macht.
      Natürlich nur sofern keine chemischen oder gar mechanische Verunreinigungen enthalten sind die den Entwicklungsprozess verändern.
      Aber vielleicht habe ich nur Glück mit meinem Leitungswasser, kann ja auch sein.
      lg,
      Martin
    • Ich habe bisher auch immer mit Leitungswasser angemischt, hier zu Hause in Deutschland. In Osnabrück ist das Leitungswasser auf Mineralwasserqualität, nur in der Dunkelkammer habe ich eine selbst verlegte Leitung mit Schlauchanschluss aus dem Schuppen (um das Wasser im Winter ablassen zu können). Da kommen am Anfang gern komische schwarze Partikel mit durch, aber ok, weiß ich und lasse es immer ein bisschen laufen zuerst.

      Wie gesagt, der Plan war, demnächst destilliertes zu nehmen, weil ich hier gelesen hatte, dass sich die Chemie dann besser hält. Dabei hält sie sich schon jetzt superlange. Andererseits müsste ich das destillierte dann erwärmen, um Pulverchemie (vor allem Entwickler) besser anmischen zu können. Ist vielleicht auch kein guter Plan.

      Am Urlaubsort haben wir aber nur dieses Brunnenwasser. Ein Eisentank mit tüchtig Sedimenten unten drin, Eisenrohre, die jedes Jahr erst wieder freispülen müssen... Nach ein paar Tagen, wenn ein paar Tanks durchgegangen sind und sich die Eintrübung im Tank gesetzt hat, ist es klar und sogar gut trinkbar, aber es schmeckt stets rostig, das lässt auch nach mehreren Wochen nicht nach. Ob man das einfach ausfiltern könnte? Keine Ahnung, aber warum riskieren, so viel Chemie wollte ich nicht mitnehmen, dass ich munter Versuchschargen anmischen könnte. Und für den Urlaub kann ich mir flüssige Konzentrate mitnehmen, die ich bei Zimmertemperatur anmischen kann.

      Grüße
      Rolf
    • Eine höhere Konzentration von Eisen III Ionen ("Rost") im Ansatzwasser kann die Entwicklung deutlich stören.
      Allerdings sind in den meisten Entwicklern auch ein Kompexzierungsmittel enthalten.
      Diese binden viele schädliche (Schwer-)Metall Ionen.

      Trotzdem sollte man bei ungewöhnlichen Wasserqellen (Eisentank) vorsichtig sein.

      Herzliche Grüße
      Klaus