ADOX SCALA 50 und das Entwicklungskit

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    • für mich wäre das umkehrkit, egal welches, für Filme mit klarem Träger interessant, wie z.B. Chs 100 II.

      Ich lese immer wieder dass für SW Umkehrentwicklung spezielle Filme nötig sind, die ein erhöhtes Silbergehalt aufweisen für maximale Schwärzen.

      Inwieweit ist dies zutreffend und welche Auswirkungen hat dies ggf. Bei Nutzung von normalem SW Filmen.

      Grüsse
    • Danke, Marvan, für Deinen Hinweis.

      Mit dem Ansatz den ich Dir damals geschickt hatte, hat sich der Tri X ja auch problemlos auf ISO 400/27 belichten lassen.
      Das war für diese Verwendung aus technischen Gründen wohl aber nicht günstig.
      ISO 160/23 würde sich ja auch mit dem Scala 200 oder Delta 100 und FP 4 erreichen lassen (aber die werden wohl nicht konfgektioniert)

      Ich lerne, daß die Anforderungen an die UK Entwicklung für Filmzwecke ganz ander sind, als für das klassische SW Dia.
      Deshalb habe ich das auch von einander getrennt.

      Da ich selber keine Erfahrung mit bewegten Bildern habe, bin ich immer auf einschlägige Informationen von außen abhängig.
      Wir können gerne dieses Projekt weiter verfolgen.
      Voraussetzung wäre ein Lastenheft zu erstellen. Wer Interesse daran hat kann sich gerne bei mir melden.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Ole Dost schrieb:

      Macht es einen Unterschied bzgl der Laaaangzeithaltbarkeit, ob der gleiche SW-Film als Diapostiv oder Negativ entwickelt und aufbewahrt wird?
      Das dürfte keine Rolle spielen. Der Weg ist unterschiedlich, aber das Ziel in beiden Fällen das gleiche, nur dass beim Diapositiv Silber in der Emulsion übrig bleibt, dort wo der Film während der Belichtung wenig Licht abbekommen hat und im Negativ Silber übrig bleibt, wo der Film viel Licht abbekommen hat.
    • Sven Mueller schrieb:

      für mich wäre das umkehrkit, egal welches, für Filme mit klarem Träger interessant, wie z.B. Chs 100 II.

      Ich lese immer wieder dass für SW Umkehrentwicklung spezielle Filme nötig sind, die ein erhöhtes Silbergehalt aufweisen für maximale Schwärzen.

      Inwieweit ist dies zutreffend und welche Auswirkungen hat dies ggf. Bei Nutzung von normalem SW Filmen.

      Grüsse
      Der erhöhte Silbergehalt ergibt eine erhöhte maximale Dichte, ich habe aber auch schon SW-Dias von Filmen mit geringerem Silbergehalt (Adox CMS 20, Agfa Copex Rapid) erstellt, das Ganze ist wie Vieles Geschmacksache (Korn, Kontrast, Schärfe, Braunschwarz, Neutralschwarz...). Der verwendete Entwicklungsprozess (Scala, Wehner, Foma...) spielt da auch eine Rolle.
    • Zur Haltbarkeit von SW Dias:

      Die Haltbarkeit ist wesentlich von der Verarbeitung abhängig.
      Grundsätzlich hat das Medium gute Voraussetzungen für eine gute Haltbarkeit- vergleichbar mit einem Abzug Barytpapier.

      Die Umkehrentwicklung besteht aus einer Folge mehrerer chemischer Bäder, die im Film unterschiedliche chemische Reaktionen bewirken.
      Die entstehenden unerwünschten Reaktionsprodukte müssen aus der Emulsion herausgewaschen werden. Sie können sonst in den folgenden Prozessstufen zu Störungen führen.

      Ebenso können nicht vollständig ablaufende Reaktionen Reste von Reaktionspartnern in der Schicht belassen, die entweder zu Störungen in den folgenden Prozessstufen führen oder die Haltbarkeit beeinträchtigen können.

      Deshalb ist es wichtig immer mit möglichst frischer Chemie zu arbeiten.
      Aus diesem Grund setze ich bei meinem Umkehrprozess konsequent nur Einmalchemie ein.

      Sorfältiges und sauberes Arbeiten, frische Chemie und eine angemessene Wässerung sind wichtige Voraussetzung für eine gute Haltbarkeit.
      Eine zusätzliche Verbesserung der Haltbarkeit kann man den Einsatz vonTonern erreichen.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Marwan El-Mozayen schrieb:

      ich hatte mit Deinem Kit mal den Kodak Tri-X (bei Iso 160) als Super 8 Film ausprobiert. Das geht richtig gut!
      Da hätten wir jetzt aber alle gern mehr Detail lieber Marwan :)
      -----------------------------
      Helle Seite der Macht: Nikon F2AS, Nikon F4s, Nikon F100, Mamiya RZ67 Pro II, Zorki 4, Yashica Electro 35 GSN, Praktica MTL 5B, Praktica B200, Praktica BC-1 |-| Dunkle Seite der Macht: Nikon D750, Nikon D50

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    • zu #17 und #21

      Die Maximaldichte eines Films ist im Zusammenhang mit der Umkehrentwicklung tatsächlich die wichtigste Kenngröße.

      Wenn man voaussetzt, daß ein Dia für eine Projektion verwendet werden soll, kann man leicht selber herausfinden welche Maximaldichte notwendig ist.

      Das maximale Schwarz steht für die Zone Null. Die Zone Null ist so definiert, daß sie das tiefst mögliche Schwarz repräsentiert.
      Für die Projektion bedeutet das, daß ein Zone 0 Dia praktisch kein Licht mehr durchlässt.

      Wenn man also den schwarzen Vorspann eines Diafilms in ein Diarähmchen klemmt und dieses Dia unter optimalen Bedingungen projeziert, sollte der Übergang von Diarähmchen zum Dia nicht mehr sichtbar sein.
      Dafür sollten idealerweise (Gepe)- Rähmchen mit einer Metallmaske verwendet werden. Einige Diarähmche sind selbst erstaunlich transparent.

      Darüber hinaus hat die hohe Maximaldichte noch eine andere wichtige Funktion.
      Wird eine hohe Maximaldichte erreicht, so ist die Gradationskurve auch entsprechend lang.
      Auf einer langen Kurve können sich die Tonwerte sehr viel besser differenzieren als auf einer kurzen.
      Pro Zone steht einfach ein längerer Abschnitt auf der Gradationskurve zur Verfügung.

      Eine hohe Maximaldichte emöglicht immer eine bessere tonale Differenzierung und bedeutet brillantere Dias.
      Diese bessere Differenzierung bedeutet, daß Details besser dargestellt werden können. Letztendlich ist so der Informationsgehalt des Dias höher.

      Betrachtet man die Dias nur bei Tagelicht mit dem bloßen Auge, so kann man so hohe Dichten allerdings nicht nutzen.
      So entsteht oft der Eindruck, daß auch kontrastschwächere Dias mit geringen Maximaldichten noch ok sind.
      In der Projektion sieht man den Qualitätsunterschied.

      Wenn es Fragen gibt, helfe ich gerne weiter.

      Herzliche Grüße
      Klaus