GLIMMER ( oder Katzensilber ).

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    • Hallo Gerhard,

      dein sehr schönes Filmdokument hat eine Anmutung wie die Filme aus den frühen 1920ern. Das gefällt mir sehr gut
      und macht direkt Appetit auf Nachahmung. *beten*

      Wie kassettierst du deine Filme und welche Entwicklungsgerätschaften nimmst du (fragt ein Anfänger)?

      ?(
      LG, Mario.
      If nothings goes right - go left!
    • Vielen Dank für Eure netten Kommentare!

      Mario, in dem Fall ist das Vorbereiten des Filmes sehr einfach, weil es sich um eine Normal 8 - Filmkamera handelt, nur hat diese Kamera eine Blechkassette, in die man die Filmspule einlegt.
      Doppel 8 - oder eben Normal 8 - Film befindet sich auf einfachen Blech - oder Kunststoffspulen in einer Länge von 10 Metern.
      Ich verwende immer den Fomapan R 100, den ich direkt in Tschechien kaufe und da hole ich mir jedesmal eine 100 - Fuss-Rolle, also 30.5 Meter von diesem Umkehrfilm, aus dem ich dann in der Duka 3 Rollen zu je 10 Metern ablänge.

      Entwickelt wird in einem sogenannten Lomo-Tank:
      ebay.com/sch/i.html?_from=R40&…0&_nkw=lomo+tank&_sacat=0
      Hier muss man aufpassen, dass man die richtige Größe erwischt, denn es gibt einen für 10 Meter Film, also eben für Normal 8 und einen, der für 15 Meter Film geeignet ist, also auch für Super 8.
      Normal 8 - Film muss nach dem Entwickeln in zwei Hälften geteilt werden. Dazu gibt es dieses Trenngerät
      ebay.com/sch/i.html?_from=R40&…_osacat=0&_odkw=lomo+tank

      Dieser Film ist ja 16mm breit und er wird nach der "Halbzeit" gewendet, bevor man die zweite Spur belichten kann.

      Will man selbst Super 8-Kassetten konfektionieren, so gestaltet sich der Vorgang etwas komplzierter. Zu dem Zweck kaufe ich eine 30.5 -Meter-Rolle Fomapan DS 8, also Doppel-Super 8. DIeser Film, der auch 16mm breit ist, muss nun vor dem Befüllen der ADOX GK-Kassetten mittig mit so einem Lomo-Splitter getrennt werden. Mittels einer Aufspul-Schablone stelle ich nun 4 Filmwickel zu je 15 Meter her und befülle die Kassetten damit.

      Das Einspulen der belichteten Filme in die Spirale wird mit Hilfe eines ausgedienten Plattenspielers gemacht. (Bei dem braucht sich nur der Plattenteller zu drehen, sonst ist keine Funktion mehr notwendig)

      Eine wirklich wertvolle Seite, den Schmalfilm betreffend ist filmkorn.org, auf der es zahlreiche, sehr gute Beschreibungen gibt.

      Über das Entwickeln eines SW-Umkehrfilmes gibt es bei Youtube etwas sehr Gutes:


      Leider sind die Lomo-Tanks in letzter Zeit stark spürbar teurer geworden. Ich konnte meinen Tank, der für 15 Meter Film geeignet ist, um 70 € in Wien angeln.

      Das Einspulen in den Lomo Tank wird auch bei filmkorn.org sehr schön beschrieben.

      Herzlichen Gruß,

      Gerhard
    • Hallo Gerhard,

      vielen Dank für deine super ausführliche Beschreibung. Damit kann ich, als blutiger Anfänger,
      doch auch mal gezielt schauen, wo ich was bekommen kann und wie ich es dann angehen muß.

      Dein oben gezeigtes Werk imponiert mir sehr und vielleicht schaffe ich es auch mal, so einen
      Film zu drehen.
      Das Material von Foma benutze ich insgesamt auch sehr gern.
      ^^
      LG, Mario.
      If nothings goes right - go left!
    • Hallo Mario,

      klar bekommst Du das mit dem Entwickeln auch hin. Ich habe vor etwa 2 Jahren wieder nach sehr langer Zeit mit dem Schmalfilmen begonnen und es macht mir sehr viel Freude, auch, weil man ganz ohne Scanner ein fixfertiges, analoges Produkt in Händen hat.
      Für Youtube nimm ich einfach den auf die Wand projizierten Film mit dem Camcorder auf.

      Vielleicht noch einen Rat: Einige Arbeitsgänge sind im Stockdunklen etwas ungut zu bewerkstelligen. Damit ich jeden Handgriff sehen und kontrollieren kann, verwende ich als "Nachtsichtgerät" einen alten Sony- DV-Camcorder mit Sucher und Night-Shot-Funktion (IR), auf einem Stativ befestigt. Seither habe ich keinen einzigen Fehlschlag mehr zu verzeichnen.

      LG

      Gerhard
    • Danke für deine Tipps, Gerhard.
      Ich denke, daß ich, wenn mal alles beieinander ist, schon den einen oder anderen Fehler machen und auch Lehrgeld bezahlen muß.
      Aber nachdem ich Schwarzweiß-Verarbeitung, Colorverarbeitung und sogar das legendäre Cibachrome erfolgreich geschafft habe,
      bekomme ich solche Schmalfilme auch noch in den Griff. :D

      LG, Mario.
      If nothings goes right - go left!
    • Ganz bestimmt. Was einem anfangs vielleicht Probleme machen kann, ist das Splitten von 30 Metern Film in kompletter Dunkelheit, das simultane Aufspulen auf eine selbstverklebte Doppelspule, das Herstellen der Filmwickel und das Beschicken der Kassetten, eine Prozedur, die für Super 8 gilt.

      Dagegen ist das Vorbereiten von Doppel 8 - Filmen ein Kinderspiel.

      Das Entwickeln selbst ist nicht schwierig.
    • Im Prinzip sollte die Entwicklung der Spielfilme nicht anders funktionieren, als die der 135er Fomapan R-Filme.
      Das Problem sehe ich nur für die Anschaffung des Entwicklungstanks. Da muß ich noch ein Wenig sparen. ;(
      Ansonsten konzentriere ich mich aber auf das Format Doppel-8.

      LG, Mario.
      If nothings goes right - go left!
    • Hallo,
      ich mach das etwas anders.
      Ich kaufe, ob Doppel8 oder Super 8, schon den fertigen Film.
      Benutze ihn dann und schicke die Spule oder Kassette in ein Fachlabor zum Entwickeln und zuschneiden.
      Selbst Magnettonspur anbringen ist noch möglich.
      Dieser Weg ist zwar teurer aber in meinen Fall der bessere.
      Kann man also auch probieren wenn man mag.
      Gruß
      Stefan