Ein/Ausschalter für Trafo oder V-Kopf

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    • Ein/Ausschalter für Trafo oder V-Kopf

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      Eine Frage an die Experten von Euch.

      Ich nutze einen umgedrehten V-Kopf für die Digitalisierung von Dias und Film-Negativen. Aus rein praktischen Gründen möchte ich einen zusätzlichen Ein/Ausschalter für die Stromzufuhr. Möglich ist: 1. in der Zuleitung zum Trafo einen Schalter zu installieren oder 2. in der 12 Volt Zuleitung vom Trafo zur Lampe des V-Kopfes.
      Was ist für die Lebensdauer der 12 Volt 100 Watt Lampe günstiger?

      Gerd
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      Ich glaube, die Beantwortung deiner Frage ist von den verwendeten Bauelementen abhängig. Wenn ich einen üblichen Transformator (mit Eisenkern) primär einschalte, gibt es auf der Primärseite einen Einschaltstromstoß, der vom Netz abgefangen werden muss. Auf der Sekundärseite stellt sich verzögert ein lastabhängiger Strom in der Lampe ein. Schalte ich hingegen den Trafo auf der Sekundärseite, so liegt vor dem Einschalten die Leerlaufspannung, also eine höhere Spannung als unter Last an. Mit dem Einschalten „sieht“ die Lampe also eine höhere Einschaltspannung als beim Schalten auf der Primärseite. Da der Kaltwiderstand der Lampe unabhängig vom Schaltverhalten ist, fließt also mit der Schaltvariante „Sekundär“ kurzeitig ein höherer Einschaltstrom als bei der Schaltvariante „Primär“. Im Sinne einer längeren Lebensdauer würde ich also immer primär schalten.
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      @ Jörg
      Der Trafo ist von Kaiser, wie er auch heute noch verkauft wird. Er brummt, wenn er eingeschaltet ist und wiegt auch einiges. Ich gehe daher davon aus, dass es sich um einen Eisenkerntrafo handelt.
      In der Dunkelkammer wird er von einer Schaltuhr geschaltet, heißt: Das entspricht deiner Beschreibung des Ein/Ausschaltens auf der Primärseite. So ist das wohl auch das übliche Vorgehen und mit deiner Begründung auch das technisch sinnvolle.
      Hätte ich auch selber draufkommen können, hätte ich mir vor meiner Frage hier die Zeit genommen, genauer hinzuschauen.

      @ Stefan
      Auch wenn es zu Veränderungen in der Farbtemperatur kommen könnte, so hätte das wohl keine Auswirkung. Nach dem Einschalten des Lampenkopfes vergehen schon einige Sekunden, bevor ich das Bild mit der Digikam aufnehme. Diese Dauer sollte für die Halogenlampe im V-Kopf ausreichen, um ihre vorgesehene Farbtemperatur zu erreichen.

      Abschließend würde ich gern noch wissen, ob es günstiger für die Lebensdauer der Lampe ist, sie besser länger brennen zu lassen, um möglichst in einem Durchlauf mehrere Fotos nacheinander zu digitalisieren, oder ob man in aller Ruhe bei jedem Foto die Lampe einzeln ein/ausschalten kann, ohne dass dadurch im Vergleich zum Vorgehen der ersten Variante ihre Lebensdauer deutlich verkürzt würde.

      Gerd
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      Gerd Meinheit schrieb:

      Abschließend würde ich gern noch wissen, ob es günstiger für die Lebensdauer der Lampe ist, sie besser länger brennen zu lassen, um möglichst in einem Durchlauf mehrere Fotos nacheinander zu digitalisieren, oder ob man in aller Ruhe bei jedem Foto die Lampe einzeln ein/ausschalten kann, ohne dass dadurch im Vergleich zum Vorgehen der ersten Variante ihre Lebensdauer deutlich verkürzt würde.

      Gerd
      Hallo
      Grundsätzlich putzt die Birne meistens beim Einschalten, weil sie ja den Kaltwiderstand hat und der Stromstoss entsprechend hoch ist.
      conatex.com/media/experiments/…ADE_Physik_Gluehlampe.pdf
      Bei deiner Frage für den Ausschalter des Trafos:
      Wenn du damit die Lampe zur Belichtung steuern willst, dann ist es besser auf der 12 V Seite zu schalten. Wenn du aber nach getaner Arbeit alles abschalten willst, ist es besser auf der 230V Seite zu schalten. Denn damit ist der Trafo vom Netzt getrennt und du bist auf der sicheren Seite und sparst auch noch Strom damit.
      Gruss Reinhard
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      Hallo Reinhard,

      Ich habe mir eben nochmals meinen Trafo genauer angeschaut. Seine Spannung wird geregelt. Doch ändert sich dadurch - wenn ich das richtig verstehe - nichts am Kaltwiderstand der Halogenlampe und der damit verbundenen Problematik eines hohen Stromstosses beim Einschalten.

      Meine Vorgehensweise wird nun sein: Die Halogenlampe auf der 12 V Seite zu schalten und sie länger eingeschaltet zu lassen - d.h. ohne Unterbrechung - für mehrere Dias und Negative.


      Gruss
      Gerd
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      Gerd Meinheit schrieb:

      Hallo Reinhard,

      Ich habe mir eben nochmals meinen Trafo genauer angeschaut. Seine Spannung wird geregelt. Doch ändert sich dadurch - wenn ich das richtig verstehe - nichts am Kaltwiderstand der Halogenlampe und der damit verbundenen Problematik eines hohen Stromstosses beim Einschalten.
      Genau :)

      Gerd Meinheit schrieb:


      Meine Vorgehensweise wird nun sein: Die Halogenlampe auf der 12 V Seite zu schalten und sie länger eingeschaltet zu lassen - d.h. ohne Unterbrechung - für mehrere Dias und Negative.
      Gruss
      Gerd

      Ja, das sehe ich grundsätzlich auch so! Vor allem heute, wo man Haloeugenlampen nur noch schwer bekommt!
      Gruss Reinhard