Überentwicklung korrigieren

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    • Überentwicklung korrigieren

      Hallo, trotz 6 Minuten bei 22 Grad ist mir der ID-11 wieder quer gekommen.

      Hab einen kompletten HP 5 plus zu dunkel.

      Hatte den ein Monat alten Ansatz gar verbrauchen wollen. Unverdünnt also 700 ml rein und nur ein Film. Weil ich Bedenken hatte, er trübte schon aus. 135er Film mittig in die Dose gehängt, (dass sich nix ablagert davon) bei meiner Hama geht das.
      Bewegt wie üblich.

      Bin fähig im adox fx39 einen fp4 plus auf Zeit gemäß Datenblatt korrekt zu entwickeln.

      Nur der ID-11 misslingt ohne Testreihen, apx 100 ist eingetestet, geht prima, bei 1+3 und 8:30 Minuten; Resultate hier schon zu sehen gewesen.

      Beim Apx 100 haben die Zeiten für mich also erstmal ja auch nicht gestimmt.

      Nun habe ich einen Schwung an Überentwicklung hier und möchte Abschwächung ausprobieren. Farmer frisst mir der Theorie nach die Gesichter auf.

      Also Ammoniumpersulfat.

      Habt ihr Erfahrungen?
      Kann ich in die Apotheke laufen und bekomme das?

      Dankeschön im voraus.

      Ist nur einmal dem Namen nach hier laut Forensuche erwähnt, diese Substanz; von tetenal gibt's das Zeug lange nicht mehr...
      Reject the digital. Go analog.
    • Ein HP5 soll laut Datenblatt in ID11 bei 20°C 7:30min brauchen. Nimmt man die Temperaturkorrektur von 20 auf 22°C, dann landet man bei 6min oder ein paar Sekunden mehr. Von daher sollte die Entwicklung passen. Wenn er dir jetzt zu dicht ist, dann ist was anderes bei der Entwicklung schief gelaufen, du hattest sonst eher zu dünne Negative oder der Film ist überbelichtet. Meine Erfahrung mit den Daten aus den Ilford Datenblättern ist, dass sie ohne weiteres Testen schon wirklich brauchbare Ergebnisse liefern.
    • Andreas Ehrhardt schrieb:

      Hallo, trotz 6 Minuten bei 22 Grad ist mir der ID-11 wieder quer gekommen.

      Hab einen kompletten HP 5 plus zu dunkel.

      Hatte den ein Monat alten Ansatz gar verbrauchen wollen. Unverdünnt also 700 ml rein und nur ein Film. Weil ich Bedenken hatte, er trübte schon aus. 135er Film mittig in die Dose gehängt, (dass sich nix ablagert davon) bei meiner Hama geht das.
      Bewegt wie üblich.
      Nach meinem Wissensstand muss der Ansatz / Stammlösung 1+1 oder 1+3 verdünnt werden. Also nicht unverdünnt.

      Ansonsten kommt es zur Überentwicklung.

      Grüße
    • Andreas Ehrhardt schrieb:

      Hallo, trotz 6 Minuten bei 22 Grad ist mir der ID-11 wieder quer gekommen.
      6 Minuten ist die richtige Zeit für HP5+ bei 22°C in Stammlösung.
      Da stimmt irgendwas nicht. Entweder Entwickler zu dick angesetzt, Thermometer kaputt, Zeit nicht richtig eingehalten (Stoppbad?) oder falsch bewegt.

      Desweiteren hält sich ID11 (bzw. D76, den habe ich jahrelang ausschließlich genutzt und ist identisch mit ID11) in einer Glasflasche deutlich länger als einen Monat. Selbst nach einem halben Jahr funktioniert er noch problemlos. Nur wenn er richtig braun wird, sollte man ihn nicht mehr benutzen.

      EDIT: Und stell doch einfach mal ein Foto von den Negativen ein, dann kann man sehen wie stark die Überentwicklung wirklich ist.
    • Sven Mueller schrieb:

      Andreas Ehrhardt schrieb:

      Hallo, trotz 6 Minuten bei 22 Grad ist mir der ID-11 wieder quer gekommen.

      Hab einen kompletten HP 5 plus zu dunkel.

      Hatte den ein Monat alten Ansatz gar verbrauchen wollen. Unverdünnt also 700 ml rein und nur ein Film. Weil ich Bedenken hatte, er trübte schon aus. 135er Film mittig in die Dose gehängt, (dass sich nix ablagert davon) bei meiner Hama geht das.
      Bewegt wie üblich.
      Nach meinem Wissensstand muss der Ansatz / Stammlösung 1+1 oder 1+3 verdünnt werden. Also nicht unverdünnt.
      Ansonsten kommt es zur Überentwicklung.

      Grüße
      Das ist falsch!

      ID-11/D76 können sowohl als Stammlösung als auch verdünnt verwendet werden. Und für die Entwicklung in der Stammlösung passen nach meiner Erfahrung 7,5 Min. bei 20°C bzw. ca. 6 Minuten bei 22°C. Die Kombi HP5 und D76 benutze ich fast ausschließlich.
    • Ich scanne mal was, @Bastian Schramm

      Momentan habe ich leider keine Dunkelkammer, aber das Projekt ist am Wachsen, der alte neue Raum braucht neuen Fußboden und neue Wasserinstallation, Rohre bis Wasserhahn sind schon alle neu... Beruhigend dass das vollanalog wohl eher nicht so das Problem ist, freu mich schon drauf wenn es eines Tages wieder soweit ist dass ich vergrößere @Uwe Pilz

      Dankeschön für alle Eure Beiträge!

      Hier mal ein paar Fotos davon:

      P1150292.jpgP1150293.jpgP1150294.jpgP1150300.jpgP1150301.jpg
      Reject the digital. Go analog.
    • Bewegung zuviel sollte eigentlich nicht sein, denn ich kippe fünfmal innerhalb zehn Sekunden leicht drehend vollständig auf den Kopf und gleich zurück damit sind die 10 Sec. Kippen ja auch ausgefüllt.

      Es wird auch zügig eingefüllt (dauert ca. 15 Sekunden) verschlossen (drei Sekunden) und dann sofort einmal kurz aufgestoßen und losgekippt, dann sind wir bei 30 Sec.

      Die ersten Fotos sehen ja gar nicht so schlecht aus.
      Leider ist das nach ca. 10 Fotos dann passé, der Rest ist so wie oben.
      Ich bin auf die Scans gespannt (übermorgen geht das erst, morgen hab ich abends erstmal motorölverschmierte Hände).

      P1150291.jpgP1150302.jpg


      Nach der Entwicklung seit geraumer Zeit mach ich wegen Ärger mit kleinen Punkten (Reaktion des FOMA Stoppbades) zweimal Wasser rein. Ich habe nicht mehr gestoppt und seitdem keinerlei Probleme damit, ich habe beim vorliegenden Film einfach zweimal zügig die Dose komplett voll gewässert und ausgeleert.

      Beim APX trat das Problem der Überentwicklung immer auch mit Stoppbad auf, das ist also egal.

      Das Thermometer geht soweit auch, wie ich meine. Wie prüft man das? Interessanter Ansatz.

      Komisch ist ja, dass es mir vor 10 Monaten gelang, mehrere FP4 plus in adox zu entwickeln, auf Anhieb nach jahrelanger Abstinenz. Das hat super scanfähig funktioniert hat, denn mein plustek ist gnadenlos. Man kann da beim Scannen fast nichts drehen dran.

      Beim Apx 100 new in ID-11 war es dann eine für meinen Scanner ziemliche Überentwicklung: Ähnlich dem jetzt hier, einfach mal rein visuell vom hängenden Film her beurteilt. Ich entwickle den nach meiner Methode bei 20°C in ID-11 bei 1+3 8:30 Minuten, dann ist er für mich perfekt, sagt mein Scanner, und ihr auch, denn ich habe solche Ergebnisse hier schon geteilt, und ein Forent meinte, das macht Lust drauf dass er den Film auch nimmt. Den Kentmere 100 würde man bei dieser Prozedur 21 Minuten also mehr als das Doppelte entwickeln (und der soll ja meinem Agfaphoto new APX 100 entsprechen...) im ID-11 steht aber für den APX 100 gar keine Zeit drin für 1+3... Sehr seltsam.

      Bei einem HP 5 plus in moersch mzb war es eine leichte Überentwicklung, davon kann ich gerne Scanergebnisse einstellen (übermorgen).

      Wir haben uns nun damit befasst, mögliche Fehler in meinem Prozess zu suchen und zu finden, abgesehen davon: Hat jemand Erfahrungen mit dem Lichter-Abschwächer, den ich in meinem Eingangsbeitrag hinterfragt habe?

      Tetenal empfiehlt, Lichterabschwächer.
      Die Beilage ist im Farmerschen Abschwächer, den hab ich da, 15 Jahre alt, aber der macht ja erhöhte Kontraste, während der Ammonium-Abschwächer die Kontraste verringert, was gerade bei den Wasserrädern im grellen Sonnenlicht gut wäre.
      Dateien
      • P1150303.jpg

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    • Die ersten Fotos sehen knackig, aber gut aus. Bei den anderen Fotos hätte ich den Verdacht, dass sie tendenziell überbelichtet sind. Hattest du irgendwelche Belichtungskorrekturen genutzt oder den Film versehentlich auf 100ASA belichtet?

      Insgesamt kann man aber aus der Ferne nicht viel sagen, dass ist so wie eine Stereoanlage durchs Telefon beurteilen.
    • Also was du vom Prozess her geschrieben hast klingt für mich alles soweit okay. Ilford geht von vier Kippern pro Minute aus, aber fünf sollte jetzt keinen großen Unterschied machen. Ich benutze aus den gleichen Gründen wie du auch kein Stoppbad, hab das nur mal geschrieben um sicher zu gehen das hier kein Fehler gemacht wird. Dein Verfahren klingt sehr gut. Manche gehen ja nach dem ausgießen des Entwicklers erstmal Bier holen und wundern sich dann später, dass der Film so dicht ist.

      Prinzipiell sehen die Negative auch gut aus, soweit man das über die Fotos beurteilen kann. Kontrast sieht etwas hoch aus, sollte aber noch im Rahmen sein. Kann natürlich sein, dass das bisschen zu viel deinen Scanner schon überfordert.

      Allerdings klingt APX 100 in ID-11 1+3 für 8:30 für mich nach massiver Unterentwicklung, ich würde da auch eher 18-20 Minuten schätzen. 1+3 ist mMn. auch schon eine eher spezielle Verdünnung für ID11/D76. Besser mal mit 1+1 versuchen. Nützt ja auch nix mit 1+3 zu arbeiten und später 2/3 vom Entwickler wegzukippen.

      Damit du mal einen Maßstab hast: Mir ist da bis heute ein alter Kodak Entwicklungsratgeber im Kopf: Dort stand, das man bei einem richtig entwickelten und belichteten Negativ durch die Lichter gerade so noch die schwarzen Buchstaben einer Tageszeitung vom Papier unterscheiden können muss. Ist das nicht mehr möglich, ist die Entwicklungszeit zu lang. Das passt mMn. auch ungefähr so vom Grundprinzip her.
    • Thermometer überprüfen

      Hallo Andreas,

      wenn Du Dein Thermometer überprüfen möchtest:

      Vorraussetzung ist, daß die Skala des Thermometers den Nullpunkt umfaßt. Rühre einen Brei aus Schnee und Wasser an und tauche das Thermometer da rein und rühre ein bisschen damit um. Nach Temperaturausgleich, das sollte nach etwa 2 - 3 Minuten erfolgt sein, muß das Thermometer exakt 0° C anzeigen. Wenn nicht, dann weißt Du, um wieviel es zu viel oder zu wenig anzeigt und kannst in Zukunft Deine Messwerte korrigieren.
      Ich habe mit dieser Methode im Labor schon viele Dutzende Thermometer (fast ausschließlich Quecksilberthermometer) überprüft, die Abweichungen lagen immer unter einem Grad, je nachdem was für ein Thermometertyp es ist und wie fein die Zwischeneinteilung ist.
      Viele Thermometer stimmen sogar exakt. Mein genauestes bis jetzt war ein 72 cm langes (!) Quecksilberthermometer von 0 bis 25° C, eingeteilt in 1/100° C, mit einem Eichstempel des Reichseichamts (mit Hakenkreuz) von 1943, seine Anzeige: 0,00° C! Die Ablesung erfolgt mit der Lupe.
      Wenn der Nullpunkt nicht auf der Skala ist, hilft nur der Vergleich mit einem anderen Thermometer, von dem man weiß, das es stimmt oder dessen Abweichung bekannt ist.
      Die Anzeigeabweichung schreibt man am besten auf ein kleines Papierfähnchen und klebt es mit Tesafilm oben ans Thermometer, dann rollt es auch nicht mehr weg.

      Ich habe noch was vergessen: Bei Flüssigkeitsthermometern kann es passieren, daß der Faden abreißt oder daß sich ein Teil der Flüssigkeit in der oberen Ausdehnungsblase der Kapillare befindet. Dann stimmt die Anzeige nicht mehr. Wenn das passiert sein sollte, melde Dich nochmal, vielleicht kannst Du das wieder hinkriegen.

      Viel Grüße, Jochen
    • Andreas Ehrhardt schrieb:

      Ich entwickle den nach meiner Methode bei 20°C in ID-11 bei 1+3 8:30 Minuten, dann ist er für mich perfekt, sagt mein Scanner, und ihr auch, denn ich habe solche Ergebnisse hier schon geteilt, und ein Forent meinte, das macht Lust drauf dass er den Film auch nimmt.
      Ich finde das wie Bastian etwas merkwürdig. Ich empfehle dringend die Filme versuchsweise analog zu Papier zu bringen. Papier ist ein unbestechlicher Maßstab, ob die Negative richtig entwickelt sind. Wenn du zu dünne Negative gewöhnt bist, kann ein ausreichend entwickeltes Negativ als viel zu dicht erscheinen. Ein Scanner kann erstaunlich viel aus dünnen Negativen herausholen. In der Duka sind zu dichte Negative ein wesentlich geringeres Problem als zu dünne.

      Vielleicht kannst du schon jetzt eine Duka für ein, zwei Sitzungen improvisieren um Gewissheit bei deinen Negativen zu bekommen. Ein weiterer Weg wäre dich mit einem erfahrenen Laborhasen zu treffen und gemeinsam die Negative anzuschauen und zu beurteilen oder gar unter kundiger Anleitung eine Sitzung in seiner Duka zu machen.
    • Soweit ich das bei den Aufnahmen der Negative erkennen kann, scheint ein ganz normaler Grundschleier vorzuliegen. Bei zu starker Entwicklung müsste der deutlich dunkler sein. Möglicherweise wurde doch zu stark belichtet.

      Bei meinem Scanner (CanoScan 8800F) zeigen die Bilder, wenn ich sie als tiff-Dateien ohne ! weitere Bearbeitung in Lightroom lade, keine großen Unterschiede im Histogramm, egal ob sie sehr dicht oder dünn sind. Den scan zu verwenden, um die Entwicklung zu beurteilen, ist sicherlich nur sehr eingeschränkt hilfreich.
      Gruß aus München