Negative digitalisieren

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    • Negative digitalisieren

      Hallo,

      aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich z.Z. mit dem Thema „Digitalisierung KB Negative/Dias“.Da alle Lösungen die momentan angeboten werden entweder sehr teuer oder markenspezifisch sind, habe ich, um eine andere Lösung zu finden, einige Versuche durchgeführt, und zwar mit Flachbettscanner, Dia-Duplikator und Abfotografieren. Das beste Ergebnis lieferte das Abfotografieren. Ich habe dazu sowohl ein Nikon 2/35 als auch ein 2,8/28 jeweils mit Zwischenring (an D600) benutzt. Kameraeinstellung war A (Zeitautomatik) und manuelle Scharfstellung. Das Licht kam von einer LED-Lampe. Siehe Fotos vom Versuchsaufbau!

      Versuchsaufbau-1.jpg Versuchsaufbau-2.jpg




      Anbei drei Beispiele ein SW-Negativ, ein Farbnegativ (Gruppe) und ein glasloses Dia. Entwickelt wurde mit LR. Beim Farbnegativ ist sicher noch einiges mehr drin! Vorteile beim Abfotografieren: geht schnell, hat die beste Qualität und ist gut zu händeln.

      SW-NegDigit_Test-2_35.jpg FarbNegat-Beggio_LR.jpg Dia_neu.jpg



      Ich werde in Kürze ein speziellen Halter (funktioniert mit flachen Magazinen zum durchschieben), der mit allen Objektiven kompatibel ist, für Interessierte günstig anbieten können!

      Wer die Beispiele in voller Auflösung begutachten möchte, kann mir PN mit seiner Email schicken, dann gibts einen Link!

      Grüße Dieter
      Anolog, Digital, Normal und meistens mit Camera
    • Hi,

      natürlich ist die Nutzung eines Blitzgerätes, zumindest bei Farbaufnahmen, die beste Lösung. Für den Versuchsaufbau war die LED-Lampe erst einmal praktischer wegen der vielen "Umbauten".

      Wenn die Halterung für KB fertig ist, wird als nächster Schritt eine Lösung für Rollfilm (bis 6x9) getestet. Hier kommt dann ein Magazin mit Glassplatten wegen der Planlage zum Einsatz.

      Gruß Dieter
      Anolog, Digital, Normal und meistens mit Camera
    • Hallo zusammen,

      Dieter, danke dass Du Deine Erfahrung teilst. Ich habe es neulich mal so ähnlich versucht. Für KB habe ich einen passenden Scanner, aber nicht für MF.
      Dafür besitze ich noch eine klassische Leuchtplatte, die mir geholfen hat.

      Also Platte auf Boden, Stativ aufgebaut. Spiegellose Digitale mit Contax Adapter, 27mm Zwischenring und Zeiss Sonnar 2,8/85. Negativ mit Büchern beschwert. Kamera einfach auf JPG in SW und Weißabgleich auf Neonröhre.
      Bilder anschließend in Affinity Photo konvertiert und passend beschnitten.

      Ich habe bewusst das 85er Sonnar genommen: Es verzeichnet fast nicht und durch die 85mm hatte ich etwas mehr Abstand zur Leuchtplatte, was die Arbeit mit dem Stativ auch wieder leichter gemacht hat.

      Das sah bei mir dann so aus:
      scanning_mf_film_kleiner.jpg


      Für meine Zwecke waren die Ergebnisse vollkommen ausreichend.

      Siehe z.B. hier flic.kr/p/2bnzjiG
    • Hallo,

      von KAISER gibt es LED-Leuchtplatten mit 5000°K.
      Ich habe mir diese u.a. wegen des genormten Lichts gekauft.

      Vorher hatte ich den umgedrehten Vergrößererkopf eines DURST M 605
      verwendet aber bei der zukünfig geplanten Digitalisierung von Farbnegativen
      ist ein Problem die Veränderung der Farbtemperatur nach dem Einschalten
      der Halogenlampe.
      Lässt man diese aber länger an entwickelt sich viel Hitze. Auch ist mein Vorrat an
      Halogenlampen ist inzwischen gering geworden.

      Als Objektiv benütze ich inzwischen ein Zeiss Touit 2,8/ 50mm mit Fuji X-Bajonett.

      Herzliche Grüße

      Karl Heinz
    • Bei mir sah es so aus, dass ich mit einem guten Flachbettscanner alle möglichen Formate erschlagen habe, doch der Epson V850 bei Kleinbild eher an seine Grenzen gelangt ist.

      Über einen Kaiser Reproständer, ein Kaiser Leuchtpad (Slim Pano), eine digitale Kleinbild-SLR und dazugehöriges 100mm Macro bis 1:1 schaffe ich es nun, einen ungeschnittenen Kleinbildfilm binnen 10 bis 15 Minuten vollständig zu digitalisieren.

      Dazu verbinde ich die digitale EOS über EOS Utility mit dem Rechner und lasse mir darüber das live-Vorschaubild anzeigen, stelle die Kamera auch über den Computer auf passende Aufnahmeparameter ein (2 Sekunden Auslöseverzögerung direkt aus dem Liveview heraus für minimale Erschütterungen bei bereits hochgeklapptem Spiegel, ISO 100, Blende 8) und korrigiere über ein angezeigtes Live-Histogramm, dass möglichst viele Tonwerte im hellen Spektrum auf der rechten Seite liegen, aber keine Lichter abgeschnitten werden.

      Ausgelöst wird über die Tastatur.

      Sobald eine Aufnahme beendet ist, öffne ich die leicht aufgeklappte Negativbühne, die mit etwas aufgefeilter 35mm-Maske als perfekter Filmhalter dient. Auf der Oberseite der Nerioneg-Bühne habe ich starke Magnete angebracht, damit Oberseite und Unterseite noch besser aufeinandersitzen und die Planlage des Films gradezu erzwingen.

      Sobald die Bilder in Lightroom importiert sind, nehme ich die Umwandlung via Negative Lab Pro vor und komme grade bei Farbnegativ zu großartigen Ergebnissen. Mein Scanner liefert unter Silverfast vergleichsweise beschämende Farben und ein Film benötigt etwa 1,5h für die Digitalisierung.

      Dank Negative Lab Pro und des oben aufgeführten Verfahrens habe ich endlich wieder Spaß an Kleinbild!
    • Für gerahmte KB-Dias habe habe ich aus einem Diaduplikator das (schlechte) Objektiv und den Kameraanschluß entfernt und dafür einen Step-up-Ring angeklebt, damit ich das Ganze an das Filtergewinde der Digitalkamera anschrauben kann. Mit dieser Konstruktion liegen die Dias immer plan an und ich kann beliebige Belichtungszeiten nutzen ohne dass die Gefahr des Verwackelns besteht. Beleuchtet wird mit einer Leuchtplatte. Insbesondere bei SW-Dias sind die Ergebnisse wesentlich besser, als mit dem Canon 8800f.Digitalisierung.jpg
    • Hallo,

      eine tolle Arbeit wie ich finde, großes Lob von mir.

      Bei mir steht die Digitalisierung meiner vielen MF-Farbnegative erst noch ins Haus
      wobei die Verarbeitung vom Negativ zum Positiv die eigentliche Hürde darstellen wird.

      Ich hoffe so in Richtung Ostern schlauer zu sein.

      Hans Rosch wünsche ich weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße

      Karl Heinz
    • Karl Heinz Muenter schrieb:

      Hallo,

      eine tolle Arbeit wie ich finde, großes Lob von mir.

      Bei mir steht die Digitalisierung meiner vielen MF-Farbnegative erst noch ins Haus
      wobei die Verarbeitung vom Negativ zum Positiv die eigentliche Hürde darstellen wird.

      Ich hoffe so in Richtung Ostern schlauer zu sein.

      Hans Rosch wünsche ich weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße

      Karl Heinz
      Die von Dir als eigentliche Hürde bezeichnete Negativkonversion ist inzwischen denkbar einfach und kann auf Anhieb bessere (Farb-)Qualität als der Laborscanner bieten. Es handelt sich um das Wunder-PlugIn "Negative Lab Pro" für Lightroom, das jedes Bild durchanalysiert und anschließend nach Deinen Vorlieben umwandelt. Dank Stapelverarbeitungen sind auch große Mengen an Bildern effizient umwandelbar. Aus eigener Anschauung würde ich sagen, dass eine Umwandlung damit nach 2-3 Minuten beendet sein kann, je nach Komplexität des Negativs.