retuschieren von Schwarzweiß Papierabzügen

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    • retuschieren von Schwarzweiß Papierabzügen

      Hallo – und erst einmal ein frohes neues Jahr an alle. Da es bei mir immer wieder vorkommt, das sich Staub auf den Negativen ansammelt und ich diesen oft auch nicht beseitigt bekomme, habe ich mal mit dem retuschieren auf Papierabzügen geliebäugelt.
      Kennt sich jemand mit der Positivretusche auf Schwarzweißpapierabzügen (PE- und Barytabzüge) aus? Ich habe bei Fotoimpex die PEERLESS Retuschefarben entdeckt – sind diese für mein Vorhaben geeignet?
      Gruß Ludger
    • Ich retuschiere häufig. Am meisten benutze ich Spotone, das klassische Mittel. Das gibt es allerdings nicht mehr. Zum Glück enthalten die drei flaschen in unterschiedlichen Grautönen eine Lebensdosis.

      Womit ich auch gut klarkomme, sind die Farbkarten PEERLESS. Was allerdings im Auslieferungszustand nicht gut geht, ist das Anmischen von Grautönen. Die Pappe darunter ist schwarz, und man sieht nicht, in welchem Ton die Verdünnung im Pinsel gerade auftragen wird. Ich empfehle deshalb, die Farbe zunächst mit einem kräftigen Pinsel auf ein Stück weißes Porzellan zu übertragen und dort eintrocknen zu lassen. Mache ich mit Spotone übrigens auch so. Untertassen vom Puppengeschirr meiner Enkelin gehen klasse :) Darauf kann man anmischen, mit Flüssigkeit. Ich mache den Pinsel im Mund feucht.
    • Ich hab schon länger nicht mehr fotografiert. Aber das kommt bestimmt wieder. Ich retuschiere auch mit Spotone. Das ist meines Wissens das einzige, was wirklich funktioniert. Mit etwas Geduld sollte das bei eBay gelegentlich noch aufzutreiben sein, weil Leute wie ich das rumstehen haben. Ich hab drei verschiedene: Nr. 1 (blauschwarz), Nr. 3 (warmschwarz) und S (Sepia). Du brauchst nach meiner Erfahrung hauptsächlich Nr. 3. Man soll auch auch mit dieser festen Japan-Tusche und etwas Gummiarabicum selber was machen können. Das hab ich aber nie versucht.
      Vorgehensweise ist wie oben beschrieben: winziger Kleks auf einen Porzellanteller und mit demineralisiertem Wasser zu einem sehr hellen grau verdünnen. Das kann man eintrocknen lassen und bekommt das ohne Probleme mit einem Tropfen Wasser wieder flüssig.
      Ich benutze einen Aquarell-Pinsel 10/0 (Größe mit zehn Nullen). Der Pinsel hat nur ein paar Härchen und die müssen fast trocken sein, also nach Aufnahme der Farbe auf einem Papier ausstreichen. Wenn nach dem Auftupfen auf dem Fotopapier ein Tropfen zu sehen ist, ist das noch zu feucht.
      Sehr helles Grau! Das wird dunkler durch mehrfaches auftupfen. Der Trick ist, dass der Fleck immer noch etwas heller bleiben muss, als die Umgebung. Ist der Fleck zu dunkel, ist es zu spät. Das sieht man dann. Man braucht Geduld. Ich hab immer mehrere Stellen gleichzeitig bearbeitet. Irgendwann findet man die Stellen für die weitere Bearbeitung nicht mehr wieder.
      Ich hab übrigens so eine Aufstecklupe für meine Brille von Eschbach. Die ermöglicht räumliches Sehen bei der Arbeit. Ist äußerst wichtig, um die Stellen präzise zu treffen.

      Ulrich
    • Hallo, ich habe in meiner Ausrüstung einen Fön. Den brauchte ich früher für mein wallendes Haar. Aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Beim Ausflecken föne ich das Papier immer, damit die Farbe recht schnell trocknen kann. Die Farben, die ich bisher nutzte, dunkeln beim Trocknen nach. Da ich meine kartonstarken Barytabzüge zum Trocknen mit Nassklebeband aufklebe, kann ich misslungene Retuschen leicht wieder mit einem feuchten Lappen wegwischen. Dann wird gefönt und ich versuche es einfach noch einmal. Nur im trockenen Zustand kann man die Retusche korrekt beurteilen. Und: Hierbei nicht malen, sondern punktieren! Erst wenn die Arbeiten korrekt ausgefleckt- und dann getrocknet sind, schneide ich sie aus dem Nassklebeband-Rahmen heraus. Zuvor kann man immer wieder neue Versuche machen bzw. misslungene Korrekturen einfach wegwischen.