Wer benutzt denn noch eine A-Bajonett Minolta zum Fotografieren?

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    • Bei meinen Minoltas hat es da noch nie Probleme gegeben. Hauptsache ist wohl dass du die Kameras nicht darin ertränkst. Die Tenside dringen wohl in die Oberfläche der Kunststoffe ein und ersetzen die über die Jahre daraus verschwundenen Weichmacher im Material. Natürlich durchdringen sie nicht das gesamte Material, deswegen kann nach ein paar Jahren eine neuerliche Behandlung fällig sein. Bei Armaturenbrettern von Autos habe ich das etwa einmal im Jahr gemacht, wenn das Auto sowieso gründlich gereinigt wurde. Es kommt wohl auch auf den Kontakt mit UV-Licht an. Der ist ja bei Kameras weitaus geringer, denn die liegen selten ein paar Jahre im Licht draußen hinter Glas bei Temperaturen bis 60°C und mehr.
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      Knipsen macht Spaß, es kann auch mal in fotografieren ausarten!
    • Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      Minolta hat Ihre sehr treuen Kunden derart vor den Kopf gestoßen das es nicht verwunderlich ist, das sehr viele Kunden den Anbieter gewechselt haben!
      Ich denke nicht das diese Schlussfolgerung so passt. Mit der Vorstellung der Minolta 7000 explodierte das Geschäft für Minolta. Über Nacht wurde man wie du selber gesagt hast Marktführer. Insofern hatte der Wechsel keinen Einfluß auf die Kundschaft. Es gab auch im Gegensatz zum Wettberweb von Beginn an einen kompletten Objektivpark für das A Bajonett angefangen vom 16mm bis hin zum 2,8/300mm. Ein 2,8 80-200mm, der sogenannte schwarz Riese und das ein Jahr spätere vorgestellte 4/600mm APO folgten.

      Strategischer Fehler war ende der 80iger einzig und allein die Tatsache das Minolta auf die 9000 keine Minolta 9000i hat folgen lassen und erst bis 1991 auf die Dynax 9xi als Nachfolgerin gewartet hatte. Die Zwischenlösung der Minolta 8000i war nicht ausreichend zumal zu diesem Zeitpunkt gerade die Canon EOS herauskam. In der Zwischenzeit hatte sich AF bereits etabliert und Profis konnten nun zwischen Minolta und Canon entscheiden. Die 9000 hatte das bessere Objektivprogramm aber war mit dem AF der ersten Generation im Vergleich zur neuen Canon zu langsam. Die 8000i mit dem AF der 2. Generation hatte zwar einen schnellen AF aber war vom Gehäuse her kein Profimodell.

      Bis heute streitet man sich warum Minolta das so verbockt hatte. Ein Grund von vielen war sicher auch die Tatsache das es zu diesem Zeitpunkt einen Patentstreit mit Honeywell zum AF System in den USA gab. Minolta hatte diesen verloren und musste $127.5 Millionen an Honeywell zahlen. Heute weiss man das es wohl ein Fehlurteil war.

      In der Folge gelang es dann Canon zurecht zum lange Zeit unangefochtenen Marktführe aufzustiegen. Das Konzept den AF Antrieb direkt in das Objektiv zu packen mit einem jeweisl auf die Grösse der Linse angepasstem Drehmoment war da einfach zu genial. Die 9xi konnte anfang der 90iger mit einem noch schnelleren AF aufwarten, aber die Profis hatten sich schon auf Canon eingeschossen und da wechselte keiner mehr.

      Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      Auf dem Fotosektor ist Minolta ja meines Wissens nach nicht mehr vertreten!
      So gesehen ist das System nicht vom Markt verschunden wie zB. TOPCON oder Contax (Letztere hatten bei der Umstellung auf AF für die Contax N1 auch das Bajonett geändert und den lange verwendeten Yashica Anschluss verworfen). Minoltas Kameraentwicklung ist nahtlos von Sony übernommen worden. Die erste digitale Sony Alpha 100 war noch komplett unter Minolta entwicklet worden. Die späteren Sony Alpha 700 und 900 können ihre Herkunft auch nicht verleugnen. Alle aktuellen Sony Alpha SLT's sind ohne Einschränkungen abwärtskompatibel mit allen Minolta Objektiven. In 2007/2008 hatte Sony sogar eine neue Charge Nachrüstchips zur Umrüstung älterer Minolta Dynax 9 auf SSM Objektive herausgebracht. Einige alte Minolta Linsen wurden bis vor kurzem noch fast unverändert von Sony gebaut und laufen auch problemlos sogar auf der ganz alten Minolta 7000

      Christian Diehlmann schrieb:

      Ich denke nicht, dass der Mitarbeiter entsprechend der vom Unternehmen gewünschten Weise geantwortet hat.
      Ich denke die Erklärung passt ehr. Und wie bereits erwähnt Kameras für das SR Bajonett wurden auch weiterhin gebaut und bis 1999 verkauft.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Naja, auf den reinen SLR-Markt bezogen mag das hier besprochene schon stimmen. Insgesamt war der aber schon lange ziemlich gesättigt. Der SLR-AF-.Markt innerhalb von 3 Jahren dann vorhersehbar "überraschender" Weise auch.
      Das ist der Grund warum man bei Olympus und Ricoh dann voll und erfolgreich(!) auf die Bridge-Kameras umgeschwenkt ist. Chinon, als heimliche Werkbank für alle, mischte da auch fleißig mit. Andere gaben SLR ganz auf (Konica, Yashica). AF-SLR-Platz blieb im Massenmarkt nur für Pentax, Nikon, Canon und eben Minolta.


      Aus heutiger Sicht ist das natürlich schade. Gerade von Olympus wäre ein überzeugendes AF-SLR-System schön für uns hier und heute gewesen. Aber wie ich schon schrieb: immer aus der Zeit heraus betrachten. Und da gings zunächst erstmal ums Überleben am Markt.

      Achso, vergesst bitte die Chinon CP9 mit ihren ins Objektiv eingebauten AF-Motoren in ihren SLRs nicht, entwickelten aber das System nicht weiter.
      So neu war das also dann doch nicht.

      Die Tamrons mit eingebauten AF sogar für Praktica und K-Bajonett erfreuten sich auch einiger Beliebtheit.
    • Marwan El-Mozayen schrieb:

      Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      Minolta hat Ihre sehr treuen Kunden derart vor den Kopf gestoßen das es nicht verwunderlich ist, das sehr viele Kunden den Anbieter gewechselt haben!
      Ich denke nicht das diese Schlussfolgerung so passt. Mit der Vorstellung der Minolta 7000 explodierte das Geschäft für Minolta. Über Nacht wurde man wie du selber gesagt hast Marktführer. Insofern hatte der Wechsel keinen Einfluß auf die Kundschaft. Es gab auch im Gegensatz zum Wettberweb von Beginn an einen kompletten Objektivpark für das A Bajonett angefangen vom 16mm bis hin zum 2,8/300mm. Ein 2,8 80-200mm, der sogenannte schwarz Riese und das ein Jahr spätere vorgestellte 4/600mm APO folgten.
      Strategischer Fehler war ende der 80iger einzig und allein die Tatsache das Minolta auf die 9000 keine Minolta 9000i hat folgen lassen und erst bis 1991 auf die Dynax 9xi als Nachfolgerin gewartet hatte. Die Zwischenlösung der Minolta 8000i war nicht ausreichend zumal zu diesem Zeitpunkt gerade die Canon EOS herauskam. In der Zwischenzeit hatte sich AF bereits etabliert und Profis konnten nun zwischen Minolta und Canon entscheiden. Die 9000 hatte das bessere Objektivprogramm aber war mit dem AF der ersten Generation im Vergleich zur neuen Canon zu langsam. Die 8000i mit dem AF der 2. Generation hatte zwar einen schnellen AF aber war vom Gehäuse her kein Profimodell.

      Bis heute streitet man sich warum Minolta das so verbockt hatte. Ein Grund von vielen war sicher auch die Tatsache das es zu diesem Zeitpunkt einen Patentstreit mit Honeywell zum AF System in den USA gab. Minolta hatte diesen verloren und musste $127.5 Millionen an Honeywell zahlen. Heute weiss man das es wohl ein Fehlurteil war.

      In der Folge gelang es dann Canon zurecht zum lange Zeit unangefochtenen Marktführe aufzustiegen. Das Konzept den AF Antrieb direkt in das Objektiv zu packen mit einem jeweisl auf die Grösse der Linse angepasstem Drehmoment war da einfach zu genial. Die 9xi konnte anfang der 90iger mit einem noch schnelleren AF aufwarten, aber die Profis hatten sich schon auf Canon eingeschossen und da wechselte keiner mehr.

      Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      Auf dem Fotosektor ist Minolta ja meines Wissens nach nicht mehr vertreten!
      So gesehen ist das System nicht vom Markt verschunden wie zB. TOPCON oder Contax (Letztere hatten bei der Umstellung auf AF für die Contax N1 auch das Bajonett geändert und den lange verwendeten Yashica Anschluss verworfen). Minoltas Kameraentwicklung ist nahtlos von Sony übernommen worden. Die erste digitale Sony Alpha 100 war noch komplett unter Minolta entwicklet worden. Die späteren Sony Alpha 700 und 900 können ihre Herkunft auch nicht verleugnen. Alle aktuellen Sony Alpha SLT's sind ohne Einschränkungen abwärtskompatibel mit allen Minolta Objektiven. In 2007/2008 hatte Sony sogar eine neue Charge Nachrüstchips zur Umrüstung älterer Minolta Dynax 9 auf SSM Objektive herausgebracht. Einige alte Minolta Linsen wurden bis vor kurzem noch fast unverändert von Sony gebaut und laufen auch problemlos sogar auf der ganz alten Minolta 7000

      Christian Diehlmann schrieb:

      Ich denke nicht, dass der Mitarbeiter entsprechend der vom Unternehmen gewünschten Weise geantwortet hat.
      Ich denke die Erklärung passt ehr. Und wie bereits erwähnt Kameras für das SR Bajonett wurden auch weiterhin gebaut und bis 1999 verkauft.
      Mir ist dann der Abschied von Minolta sehr leicht gefallen, denn nach den teilweise sehr hochwetigen MC/MD Objektiven und Gehäusen konnte ich mich mit dem Plaste Feeling der AF Minolta Sachen sowiso nicht anfreunden!
      Bin dann gern zu Nikon (F3/F2/F) gewechselt, hab mich nur etwas geärgert dies nicht von Anfang an getan zu haben.
      War damals die einzig richtige Entscheidung für mich!
      Schönes und gesundes neues Jahr 2019 für alle hier.
      Gute Fotos Friedhelm
    • Christian Diehlmann schrieb:

      Daher denke ich nicht, dass es der Bajonett Wechsel war der Minolta große Probleme bereitet hat.
      Es gab keine wirkliche Probleme bei Minolta bis zum ende der Ära der Filmbasierten Kameras.

      Zusammenfassend kann man von 1985 durchweg von einem sehr erfolgreichen System bezüglich des A Bajonets sprechen das eine grosse Modellvielfalt hervorgebaracht hat.


      Im Profibereich gab es.

      1. AF Generation die Minolta 9000 (1985-91)
      3. AF Generation die Minolta Dynax 9xi (1991-96)
      5. AF Generation die Minolta Dynax 9/9Ti (1997-2006)

      Im Highend Prosumer/Profi

      2. AF Generation die Minolta 8000i (1990-95)
      4. AF Generation die Minolta 800si (1997-2006)
      5. AF Generation Die Minolta Dynax 7/7Limited (2000-2006)

      Anspruchsvolle Amateurmodelle

      1. AF Generation die Minolta 7000 (1985-1988)
      2. AF Generation die minolta Dynax 7000i (1989-93)
      3. AF Generation die Minolta Dynax 7xi (1991-94)
      4. AF Generation die Minolta Dynax 700si (1993-97)

      Einfache Amateurmodelle bzw. Einsteigermodelle

      1. AF Generation die Minolta Dynax 5000 (1986-87)
      2. AF Generation die Minolta Dynax 5000i (1989-92)
      3. AF Geneartion die Minolta Dynax 5xi (1992-94)
      4. AF Generation die minolta Dynax 500si (1995-96)
      4. AF Generation die Minolta Dynax 600si (1995-96) mit geändertem klassischen User Interface
      4. AF Generation Die Minolta Dynax 505si (1997-99)
      5. AF Generation die Minolta Dynax 5 (2001-2003)
      6. AF Generation die Minolta Dynax 60 (2004-2006)

      Unteres Einsteigersegment

      3. AF Generation die Minolta Dynax 2xi (1990-92)
      3. AF Generation die Minolta Dynax 3xi (1991-95)
      4. AF Generation die Minolta Dyanx 300si (1995-97)
      4. AF Generation die Minolta Dynax 404si (1999-2001)
      5. AF Generation die Minolta Dynax 4 (2002-2004)
      5. AF Generation die minolta Dynax 3 Limited (2003-2005)
      6. AF Generation die Minolta Dynax 40 (2003-2006)


      Es gab noch ein paar mehr. Die Jahreszahlen differieren ein wenig von Markt zu Markt nicht alle Kameras wurden überall zur gleichen zeit eingeführt.


      Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      konnte ich mich mit dem Plaste Feeling der AF Minolta Sachen sowiso nicht anfreunden!
      Gerade bei den Einsteiger Modellen bis 300 DM/Euro gab es bei jedem Hersteller (auch bei Nikon Gehäuse und Objektive) die ehr an den Joghutbecher erinnerten als an eine Kamera. Das waren auch die "schnellen begrabbel Modelle mit Kitlinse" die man im Mediamarkt in die Hand nehmen konnte. Das ist ehr der Preiskategorie geschuldet.

      Bei den gehobeneren Modellen ist das auch bei Minolta nicht der Fall.

      Ich empfehle jedem mal eine Dynax 9 in die Hand zu nehmen.....

      Gerade bei Objektiven der G-Serie bekommt man höchste Verabeitungsqualität.
      Die erste Ofenrohrserie ist fast nur aus Metall gefertigt.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Friedhelm Schellscheidt schrieb:

      konnte ich mich mit dem Plaste Feeling der AF Minolta Sachen sowiso nicht anfreunden!
      Was dann weniger etwas mit Minolta als mit der Tatsache zu tun hatte, daß in den Achtzigern
      das Autofokussystem seinen Siegeszug antrat.
      Wer AF wollte musste also auch bei Nikon gruseligen Plastikkram in die Hand nehmen ;)
      In Wirklichkeit passiert die ganze Zeit gar nichts - Jim Rakete 2007

      Bilder
    • Hans Wöhl schrieb:

      Ich wusste noch gar nicht, dass es Probleme mit klebriger Armierung gibt.
      Die gibt es leider. Nicht nur bei den alten Flaggschiffen - die Dynax 7 beispielsweise wird oft komplett "klebrig" - wenngleich auch hier die Ursache eine andere ist. Das Gehäuse ist mit diesem unsäglichen Softlack beschichtet, war in den 90er Jahren total "in". Ein selbsternannter Hersteller von "Premiumautomobilen" hatte seinerzeit Schalter, Griffe und Blenden im Innenraum so gestaltet. Sah erst edel aus, nach wenigen Jahren fing das Zeug an zu kleben und sich abzulösen.
    • Auch ich war mal ein Minolta MD Fotograf, mit 14 Objektiven vom 7,5 Fischauge bis zum 400mm, XD7/X700 und ich war sehr enttäuscht von Minolta damals! Ich hatte mir dann noch die 9000er gekauft aber nur noch mit dem 28-70mm Zoom, nach 2 Jahren und einem sehr guten Fotoauftrag, habe ich zu Nikon gewechselt und es nicht bereut!
      1 Jahr später habe ich das ganze Minolta geraffelt verkauft!
      Ich denke schon das dies Minolta das Genick gebrochen hat, vor allem wegen der fehlenden Rechtzeitigen Info!