C41 mit dem Compard Mini-Kit

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    • C41 mit dem Compard Mini-Kit

      Guten Abend zusammen!

      Vorweg: die zahlreichen Diskussionen zu den diversen C41 Methoden die es bereits gibt, habe ich gesichtet. Sie sind aber teilweise fünf, sechs Jahre alt - Leichenfledderei wollte ich nicht betreiben. ;)
      Ich habe den C41 Digibase C41 Chemiesatz von Compard zur Hand.SW Entwicklung beherrsche ich, vom Prinzip her ist mir auch klar, wie ich bei der C41 Entwicklung vorzugehen habe. Die Anleitung von Compard ist ja recht ausführlich.

      Was mich irritiert: Die Anleitung spricht beim Ansatz der Arbeitslösung etc. von 49°C. Verarbeitet wird dann aber mit einer niedrigeren Temperatur; soll mir das sagen, daß sich die Chemikalien für den Ansatz nur bei 49°C korrekt "mischen"?
      Mit anderen Worten: Ich mische die Komponenten bei 49 Grad zusammen und erhalte so eine Lösung, die vernünftig gelagert dann halt-/nutzbar ist? Bei Bedarf erwärme ich sie dann wieder auf meine gewünschte Entwicklungstemperatur?


      Vielen Dank im Voraus!
    • Hallo Peter,

      ich kenne leider nur den flüssigen Satz, das Digibase Ready to use Kit, und da wird dann mit 20°C entwickelt. Kann dann schon sein, dass die Mischung bei 49°C angesetzt werden muss.
      In jedem Fall immer nach Anleitung der Herstellern, dann klappt's auch mit den Bildern.

      Edit: hab eben auch die Anleitung gelesen, und ja, es macht den Anschein, als benötigt das Pülverchen ein wenig mehr Temperatur als die Entwicklung später im Tank.
      maco-photo.de/files/images/C41_InstructionManual.pdf
    • Wir reden von Flüssigkonzentraten, ja? Die Temperaturangabe bezieht glaube ich auf die Situation, wo die Lösungen direkt danach verwendet werden sollen, sodass sie dann schon ungefähr die richtige Arbeitstemperatur haben. Falls du das nicht vorhast, kannst du die Lösungen sicherlich bei "normalen" Temperatur (>20 Grad) ansetzen. Ich hab es jedenfalls immer so gemacht.
    • Jochen Schmitt schrieb:

      Wir reden von Flüssigkonzentraten, ja? Die Temperaturangabe bezieht glaube ich auf die Situation, wo die Lösungen direkt danach verwendet werden sollen, sodass sie dann schon ungefähr die richtige Arbeitstemperatur haben. Falls du das nicht vorhast, kannst du die Lösungen sicherlich bei "normalen" Temperatur (>20 Grad) ansetzen. Ich hab es jedenfalls immer so gemacht.
      nein, das ist nicht die flüssige, fertige Lösung, sondern es geht hier um das trockene Pulver-Zeugs, dass dann selber angerührt wird. Und da ist es tatsächlich so, dass die Temperatur sehr hoch sein soll, beim anrühren. Beim Entwickeln dann "nur" noch um die 37°C.

      Das "Ready-to-use" Kit wird bei 20°C verwendet - hab ich auch schon mal verwendet, easy.
    • Gerhard Speck schrieb:

      nein, das ist nicht die flüssige, fertige Lösung, sondern es geht hier um das trockene Pulver-Zeugs, dass dann selber angerührt wird.
      Pulver wäre mir nicht bekannt. Was du verlinkt hast, sind Flüssigkonzentrate :).

      Zur Frage: Ich bin kein Experte, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Erwärmung, Luft aus dem Wasser treiben soll. Wenn du dein (ich nehme mal an "stehendes" destilliertes) Wasser nicht vorher schüttelst, sollte der Ansatz auch bei Zimmertemperatur gut funktionieren. So mach ich's jedenfalls immer und hatte noch nie Probleme :)

      P.s. Du kannst übrigens auch beim Hersteller direkt nachfragen. Ich hatte die auch schon mal bezüglich einer Frage angepingt; Antwort kam freundlich und prompt :)
    • Guten Morgen Allerseits!

      Es handelt sich um Flüssigkonzentrate, kein Pulver.

      Dies hier -- KLICK


      Jochen Schmitt schrieb:

      Die Temperaturangabe bezieht glaube ich auf die Situation, wo die Lösungen direkt danach verwendet werden sollen, sodass sie dann schon ungefähr die richtige Arbeitstemperatur haben.
      Das erscheint mir plausibel. Bei weiterem Nachdenken scheint es mir auch logisch; die Arbeitslösung ist ja mehrfach verwendbar - man hält sie sicher nicht die ganze Lagerdauer über auf 49°C... ;)
    • Peter Schneidereit schrieb:





      Jochen Schmitt schrieb:

      Die Temperaturangabe bezieht glaube ich auf die Situation, wo die Lösungen direkt danach verwendet werden sollen, sodass sie dann schon ungefähr die richtige Arbeitstemperatur haben.
      Das erscheint mir plausibel. Bei weiterem Nachdenken scheint es mir auch logisch; die Arbeitslösung ist ja mehrfach verwendbar - man hält sie sicher nicht die ganze Lagerdauer über auf 49°C... ;)
      Also für mich klänge dies völlig beliebig und unplausibel ... :D
    • Michael Neumann schrieb:

      Gerhard Speck schrieb:

      nein, das ist nicht die flüssige, fertige Lösung, sondern es geht hier um das trockene Pulver-Zeugs, dass dann selber angerührt wird.
      Pulver wäre mir nicht bekannt. Was du verlinkt hast, sind Flüssigkonzentrate :).
      Zur Frage: Ich bin kein Experte, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Erwärmung, Luft aus dem Wasser treiben soll. Wenn du dein (ich nehme mal an "stehendes" destilliertes) Wasser nicht vorher schüttelst, sollte der Ansatz auch bei Zimmertemperatur gut funktionieren. So mach ich's jedenfalls immer und hatte noch nie Probleme :)

      P.s. Du kannst übrigens auch beim Hersteller direkt nachfragen. Ich hatte die auch schon mal bezüglich einer Frage angepingt; Antwort kam freundlich und prompt :)
      Asche, und so...

      Dachte jetzt echt, dass das ein Pülverchen wäre. Ich selber kenne nur das fertige Kit, 3x 500ml Beutel gebrauchsfertig.

      Sorry für die Verwirrung.
    • Gerhard Speck schrieb:

      Das "Ready-to-use" Kit wird bei 20°C verwendet - hab ich auch schon mal verwendet, easy.
      Also eigentlich ist 25C die minimale Temp laut Datenblatt.
      -----------------------------
      Helle Seite der Macht: Nikon F2AS, Nikon F4s, Nikon F100, Mamiya RZ67 Pro II, Zorki 4, Yashica Electro 35 GSN, Praktica MTL 5B, Praktica B200, Praktica BC-1 |-| Dunkle Seite der Macht: Nikon D750, Nikon D50

      Flickr
    • Peter Bölke schrieb:

      Gerhard Speck schrieb:

      Das "Ready-to-use" Kit wird bei 20°C verwendet - hab ich auch schon mal verwendet, easy.
      Also eigentlich ist 25C die minimale Temp laut Datenblatt.
      Im Datenblatt stehen Zeiten bis 25C, auf den Tüten sind auch die Zeiten für 20C angegeben, funktionert sehr gut
      .
      Ich mach es aber eh "andersrum" und passe die Zeit der Temperatur an. Chemie, Kanister mit dest. Wasser, Dose, Film, etc. kommen etwa eine Stunde vorher in den Raum in dem ich arbeite.
      Dann messe ich die Temperatur (meist sowieso 20C) und passe falls nötig die Zeiten per Interpolation etwas an.
      Das ist viel einfacher als die Temperatur der Flüssigkeiten und Gerätschaften auf irgendeinen Wert zu bringen und zu halten.

      Digientw.jpg
      digibleach.jpg
    • Peter Schulze schrieb:

      Im Datenblatt stehen Zeiten bis 25C, auf den Tüten sind auch die Zeiten für 20C angegeben, funktionert sehr gut
      ah danke.... Dann kann ich es auch für 45min auch einfach stehen lassen :)
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      Flickr
    • Peter Schulze schrieb:

      Ich mach es aber eh "andersrum" und passe die Zeit der Temperatur an. Chemie, Kanister mit dest. Wasser, Dose, Film, etc. kommen etwa eine Stunde vorher in den Raum in dem ich arbeite.
      Dann messe ich die Temperatur (meist sowieso 20C) und passe falls nötig die Zeiten per Interpolation etwas an.
      Das ist viel einfacher als die Temperatur der Flüssigkeiten und Gerätschaften auf irgendeinen Wert zu bringen und zu halten.
      Bei Schwarzweiß mag es ja funktionieren aber bei Farbentwicklung? Tetenal sagt z.B. als Minimum 30°C, würde die Chemie mit 20°C überhaupt richt arbeiten?
    • Bei Hybridverarbeitung, also nur Film entwickeln zum EInscannen und Photoshopping funktioniert es wahrscheinlich.
      Beim analogen Vergrößern könnte es Probleme geben.
      Prinzipiell kann man Farbfilm zwar bei jeder Temperatur entwickeln, aber die korrekten Farbverläufe gibt es nur bei der Standardtemperatur von 38 Grad.
      Es gibt dazu Dokumentationen von Kodak, welche die Farbdichteverläufe bei unterschiedlichen Temperaturen zeigen.
      Die Aktivität der Farbkuppler im den Schichten ist so abgestimmt, dass sie nur exakt bei 38 Grad die gleiche Dichtekurve erzeugen.
      Niedrige Temperatur bei langen Zeiten erzeugt zwar ein Bild, aber die Farbkurven der drei Farben sind unterschiedlich gekrümmt und überkreuzen sich an verschiedenen Stellen.

      Vor allem der Farbkipp tritt bei größerer Abweichung verstärkt hervor, also z.B. ein Magentastich in den Schatten und ein Grünstich in den Lichtern. Digital relativ einfach per farbseparate Tonwertkurve korrigierbar. Analog beim Vergrößern gar nicht korrigierbar.
      Das wird schon teilweise bei der Verarbeitung bei 30 Grad sichtbar, wenn auch nur sehr schwach.

      Würde mich interessieren, wie ein Graukeil bei diesem Niedertemperaturprozess herauskommt.
      Vergrößert Ihr auch selbst in Farbe, wenn Ihr bei 20 Grad die Filme entwickelt?

      Gruß

      Joachim