C41 - Checkliste ..

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • C41 - Checkliste ..

      Hallo,

      nachdem nun meine C41 und dein paar Filme schon eine Weile herumliegen, möchte ich es morgen wagen, diese zu entwickeln.
      2x MF 160 und 1 x KB 200

      Zum Abschluss würde ich mir gerne Prozess nochmals von den Erfahrenen Forenten als korrekt bestätigen lassen, oder vielleicht gibt es noch Verbesserungsvorschläge

      ich habe ein Tetenal 1 l Kit und möchte erstmal 500ml ansetzen

      1. Flüssigkeiten auf 30 Grad erwärmen und konstant halten
      2. Entwickler eingiessen - 30 sek. kippen - dann alle Minute 2x kippen (ist dieser Kipprythmus richtig ?)
      3. wird nach dem Ausgiessen des Entwicklers eine Zwischenwässerung oder ein Stopbad empfohlen ? Wenn ja wie lange ? Ohne Wässerung würde ja die Entwicklerchemie in das Blix-Bad verschleppt werden ?
      4. Blix Bad - 4 min ? - wird hier ständig gekippt oder auch jede Minute ein paar mal - oder ist das egal ?
      5. Wässern - bei der SW Entwicklung mache ich die Methode: 6 Durchgängen (= 6x Wasserwechsel beginnend mit 10 Kipps, 20 Kipps, ... 60 Kipps). Ist dies auch für für die Farbentwicklung anwendbar ?
      6. Stabilisierungsbad, oder reicht auch ein paar Tropfen Netzmittel ?
      7. Trocknung.


      Noch eine Frage zur Empfindlichkeit des Films. In der Beschreibung ist die Rede dass ab ISO 400 "nur" 3 Entwicklungsvorgänge ohne Verlängerung der Zeiten möglich ist. Demnach wäre das bei 500 ml Ansatz 1,5 Entwicklungsvorgänge ? Ich würde den ersten Film mit der Standardzeit, den zweiten Film mit einer Zeit zwischen der Standard und der verlängerten Zeit und den dritten Film mit der verlängerten Zeit entwickeln ? Die Frage ist auch, ob ASA 400 schon im Sinne der Entwicklungszeit als "höherempfindlich" bewertet werden kann.

      Danke für Hinweise, falls ich einen Denkfehler in meinem Workflow habe.

      Bin neugierig, was dabei rauskommt !

      Fg. Toni.
    • Hallo Toni,

      1. Ich entwickle mit 38°C geht schneller und da die Zeit kürzer auch haltbar.
      2. sollte passen
      3. Ich stoppe 60sec. mit Zitronenstopbad
      4. Ich mach es wick Entwickler
      5. Ich wässere doppelte Blix Zeit. Kodak Filme, besonders Ektar, solange bis das Wasser klar ist. Dieser färbt lange das Wasser magenta.
      6. Ich stabilisiere nach Anleitung. Das Stab Bad ist speziell für C41 ;)
    • Ein Tip für alle, die kein Temperiergerät haben, und trotzdem gerne den Standardprozess mit guter Temperaturkontrolle fahren wollen:

      Es gibt immer mal wieder günstige Sous Vide Sticks, mit denen man auch größere Wasserbäder sehr gut und konstant auf 38°C halten kann. Das reicht dann, um die Chemieflaschen und die Entwicklerdose in einer Wanne unterzubringen.
      Man muss aber darauf achten, dass der Stick auch für die niedrigeren Temperaturen geeignet ist, manche fangen z.B. erst ab 50°C an.

      Hier ist z.B. ein geeigneter bei Lidl (war neulich noch für 49,99 im Angebot): lidl.de/de/silvercrest-sous-vide-stick-ssvs-1000-a1/p259357
      Gruß,
      Matthias
    • danke - der Heizstab schaut gut und v.a sehr präzise.
      Ich habe mir schon einen Aquariumheizstab organisiert.
      Werd's mit dem erstmal probieren .

      Was ich fragen wollte:

      • wird eigentlich vor dem Entwicklungsprozess ein Vorwässern empfohlen ?
      • die genaue Temperatur wird ja in erster Linie beim Entwickeln von Bedeutung sein, beim anschliessenden Stopen und Fixieren wird's dann nicht mehr so wichtig sein, oder doch ? Klar, dass der Film nicht zu hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein soll und die Temperatur annähernd 30 Grad betragen soll ?
    • guckst du hier, steht vieles drin, auch zum Temperaturmanagement:

      www.tmax100.com/photo/pdf/kodakflexsmalltank.pdf

      Vorwässern: Probier's erst mal ohne, falls es Probleme geben sollte (ungleichmäßige Entwicklung), kannst du es immer noch in Betracht ziehen. Vorwässern erleichtert das Temperieren, aber falls du den Entwickler mehrfach wiederverwenden willst, sollte dir klar sein, dass du durch durch den Wassereintrag deine Arbeitslösung zunehmend verdünnst, besonders bei Jobo-Dosen, die sich nach meiner Erfahrung nicht oder nur schwer komplett entleeren lassen. Ich selbst hatte eher Probleme mit dem Vorwässern und bin davon weg. Ich nutze aber auch Edelstahldosen, die sind wesentlich leichter zu temperieren.

      Stoppbad ist nicht Bestandteil des original-Prozesses, ich würde aber aus meiner persönlichen Erfahrung bei Dosen-Entwicklung eher zuraten.
    • Toni.Leitner schrieb:

      danke - der Heizstab schaut gut und v.a sehr präzise.
      Ich habe mir schon einen Aquariumheizstab organisiert.
      Werd's mit dem erstmal probieren .
      Ja, mach das ruhig, kann auch gut funktionieren.
      Der vorteil von den Sous-Vide Teilen ist, dass sie das Wasser nicht nur erwärmen, sondern auch umwälzen, was vor allem bei nicht-isolierten und größeren Gefäßen Vorteile hat.
      Gruß,
      Matthias
    • Servus,

      bei C-41 mache ich das wie folgt (bezogen auf das Tetenal C-41 Kit):

      1. Prozess bei 38°C geht schneller. Dazu hab ich auch so nen Sous-Vide Stab in einem Wasserbad. Das klappt ganz gut und es muss, wie bereits erwähnt wurde, auch nicht das teuerste Modell mit der größten Regelbereich sein.
      Der sollte bloß bis unter 30°C regelbar sein.
      2. In den ersten 15 Sekunden kippe ich ständig. Und dann alle 15 Sekunden 1x. Da muss man dann natürlich ständig dranbleiben, aber bis jetzt waren die Ergebnisse alle konstant und daher
      hat sich das bei mir etabliert. Kippen: 1x um 180° und dann wieder zurück.
      3. Ein extra Stoppbad nehme ich nicht. Das mache ich generell mit Leitungswasser. Gewässert wird bei mir nach dem Entwickler und nach dem Blix (und Stab). Ich wässere dann immer mind. 3 Minuten unter fließendem Wasser.
      Das Wässern nach dem Blix mache ich mit offenem Tank. Dann ist die Durchspülung besser. Das gleiche nach dem Stabi, während ich meinen Kram zusammenpacke.
      4. Wie 2.
      5. Habe ich bei SW so wie von dir beschrieben auch gemacht. Das fand ich aber auf Dauer zu nervig. Daher hier wie 3.
      6. Ich meine, dass Stabi was anderes ist als das Netzmittel. Es hilft zwar dabei, die Wasserflecken zu minimieren, ist in erster Linie aber für die Haltbarkeit der Negative/Dias zuständig. Ich würde es nicht weglassen oder ersetzen.
      7. Locker im Bad aushängen lassen. Das hat den Vorteil, dass Staubpartikel durch den Wasserdampf bereits gebunden sind und so nicht mehr auf dem Film landen. Ich würde auch bis zur vollständigen Trocknung (oder zumindest bis zum halbfeuchten
      Zustand) warten, bis ich die Filme in einen anderen Raum bringe. So hat man eine konstante Temperatursenkung bzw. trocknet der Film (bei mir auf diese Weise) gleichmäßig und ohne Streifen.
    • Sven Mueller schrieb:

      Keine nachfolgende Wässerung, letztes Bad. Gerne auch in separatem Gefäß um die Dose nicht zu kontaminieren für die nachfolgende Entwicklungen.

      Grüsse
      Hab ich jetzt auch noch nachgelesen: das Stab ersetzt scheinbar Netzmittel und Wässerung. Was spricht eigentlich gegen eine nachträgliche Wässerung? Das Stab sollte doch zu dem Zeitpunkt ins Negativ durchgedrungen sein, so dass ein bisschen Wasser nicht schaden sollte, oder?

      Meine Negative sind jetzt leider noch keine 20+ Jahre alt, daher hab ich hier leider keinen Vergleich (mit/ohne Stab/Wasser). ich werde es aber in Zukunft beherzigen: Einfach weglassen oder nur kurz in dest. Wasser schwenken.