Digitale Negative analog Vergrößern

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    • Digitale Negative analog Vergrößern

      Hallo,

      es gibt ein Bild, welches in s/w aus dem PC an die Wand soll. Nun könnte ich es online drucken lassen, oder aber, mir davon ein Negativ auf eine transparente Folie drucken (lassen) und in der Dunkelkammer selbst einen Abzug herstellen. An der Wand soll ein ca. 40cmx60cm Bild hängen

      Dazu sehe ich zwei Möglichkeiten:

      - ich lasse mir das Motiv mit möglichst vielen dpi auf das Format drucken welches ich max. vergrößern kann. Wenn alles klappt kann das bald immerhin ein 13x18 Negativ sein.

      - ich odere ein Negativ in der Größe des finalen Formats und mache einen Kontaktabzug.

      Hat an der Ecke schon jemand Erfahrungen gesammelt?

      Vielen Dank für eure Einschätzungen,
      Simon
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Hallo Simon !
      Es gibt noch eine andere Möglichkeiten - vor allem "analoger" und von deutlich besserer Qualität. Ich biete an, aus einer Datei ein neues, analoges Negativ auf Film (fast freie Auswahl) auszubelichten. Die Qualität ist deswegen besser, da der Belichter mit bis zu 6600 dpi arbeitet. Die Formate KB, 6x6/6x7 und 9x12 sind möglich. Es entsteht damit ein analoges Filmkorn; so deutlich wie die Wahl des Filmes mit sich bringt. Die Kosten richten sich nach der Anzahl und der Größe ....
      Vielleicht ja interessant ?
      Beste Grüße !

      Oliver Rolf
      [url]http://www.platinumOliverRolf.de[/url]
    • Hallo Oliver,

      das heißt, dass quasi ein Beamer das digitale Bild auf echten analogen Film projiziert und ich somit ein echtes Negativ erhalte? Was ich tatsächlich versuche ist, Pixel zu vermeiden und Töne heruaszukitzeln, die ich in Lightroom vergeblich suche. Sollte die RAW-Datei trotzdem schon ein wenig getrimmt werden um möglichst viele Infos auf das Filmmaterial zu bekommen?
      Aktuell ist es vor allem das einzelne Bild, daher werden die Kosten vermutlich relativ hoch sein. Es gibt dennoch noch mehr Material, welches ich vielleicht doch auch auf Film hätte. Muss mal überlegen.
      Kannst du mir mal Preise per PN schicken?

      Viele Grüße,
      Simon
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Simon Felgenhauer schrieb:

      Hallo Oliver,

      das heißt, dass quasi ein Beamer das digitale Bild auf echten analogen Film projiziert und ich somit ein echtes Negativ erhalte? Was ich tatsächlich versuche ist, Pixel zu vermeiden und Töne heruaszukitzeln, die ich in Lightroom vergeblich suche.
      Beamer bedeutet den Umweg über die Grafikkarte und bringt zwingend eine Reduzierung der Bit-Tiefe mit sich; „versteckte“ Grautöne wirst Du so nicht wiederfinden. Solange Du in Lightroom auf 16bit-Bildern arbeitest, gibt es die „versteckten“ Grautöne nur dort.
      Beste Grüße
      Carsten.
      Gott grüß die Kunst!
    • Nein !! Kein Beamer ...Ende der 80ger/ Anfang der 90er, als Filmbelichter erfunden wurden, gab es noch nichtmal das Wort "Beamer" ....
      Belichtet wird mit einem Kathodenstrahl, drei Farben nacheinander (auch bei s/w-Motiven). Die Filme sind - bei entsprechender Datei-Quaölität - NATÜRLICH pixelfrei !! Wer mich kennt, weiß, daß ich das kleinste Pixelchen "riechen" und rausschmeißen würde .... Belichtet wird von einer TIFdatei im RGB mit 8 oder 16 bit.

      @ Simon : gib mir bitte mal eine ungefähre Vorstellung der Menge und Endgröße ...dann schicke ich Dir gerne Preise...

      Beste Grüße ! Oliver
      [url]http://www.platinumOliverRolf.de[/url]
    • Danke für die Rückmeldungen!

      @Carsten Witt das habe ich wohl ungünstig formuliert. Nächster Versuch: digital finde ich es schwieriger eine Stimmung im Bild zu erzeugen und dennoch das Bild nicht "gephotoshopped" aussehen zu lassen. Dass bei einer A/D oder auch D/A Wandlung Verluste nicht zu vermeiden sind, ist mir schon klar (wobei hier die D/A Wandlung noch zielsicherer arbeiten kann).
      Vielleicht habe ich das mit dem "mehr herausholen" auch so formuliert, da ich dachte, das die Emulsion auf dem Photopapier inklusive der Methoden der Kontrassteuerung, Abhalten und Abwedeln ich doch ein Ergebnis erzielen kann, dass es so in der algorythmusbasierten Bearbeitung nicht möglich wäre.
      Umso extremer ich in das digitale Bild eingreife, desto dünner wird der Grat bevor es zu künstlich aussieht. Ich bin bei weitem kein Dunkelkammerexperte, und doch meine ich behaupten zu können, dass der "Bearbeitet"-Stempel vom Betrachter gar nicht oder wenn nicht als so störend empfunden wird. Die hier gemachte Erfahrung beruht allerdings auf echten Negativen.

      Nachdem ich den Thread gestartet habe, bemerkte ich, dass vor kurzem ein ähnlicher geführt wurde. Hier wurde ein Interview verlinkt, in welchem der Fotograf (Peter Turnley) behauptet, dass seine analog vergrößerten Abzüge (auf Basis einer ursprünglich digitalen Datei) eine solche Schönheit besäßen, wie er sie von noch keinem Monitor gesehen hätte (trotz der technisch messbaren Verluste)
      .
      Das wäre doch mal ein interessanter Vergleich der beiden Methoden. Das Endergebnis soll jeweils ein analoger Handabzug sein. Einmal allerdings auf der Basis eines vor Ort aufgenommenen Negativs und dann noch das selbe Bild mit einem Digitalsensor, dessen Bild dann wieder auf ein Negativ belichtet wird. Natürlich müsste man sich da auf ein faires format einigen.
      Auch hierzu äußerte sich Peter Turnley und meinte, dass sich das nichts nähme.

      @Oliver Rolf Ich wollte dir sicher keine Unterstellung machen, es ist eher ein Ausdruck meiner nicht vorhandenen Kompetenz. Welche Rolle nun der mehrfache Kathodenstrahl spielt weiß ich nicht, aber das verhindern von Pixeln beruhigt mich schon sehr. Auf welchen Film wird dann belichtet?
      Bezüglich konkreten Zahlen brauche ich etwas Zeit, da es sich dann wohl lohnt einen ganzen Schwung zu verarbeiten, richtig?

      Beste Grüße,
      Simon
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Hallo Rolf,
      mit welchem gerät machts du die Ausbelichtung auf Film?
      Ich habe mir auch mal eine Zeit lang Gedanken zu dieser Technik gemacht, wollte aber nicht alle Geräte aus dem Second Hand Markt ausprobieren.
      Finde ich eine interessante Lösung um wenigstens einen Teil der gemachten digitalen Aufnhamen vor dem Vergessen auf der Festplatte zu retten.
      Grüße
      Martin
    • Oliver Rolf schrieb:

      Hallo Martin !
      Die Belichtungen mache ich mit einer Agfa Alto.
      Gruß ! Oliver
      Ich habe hier vor wenigen Wochen das gleiche Thema angesprochen, nachdem ich einen kommerziellen Dienstleister ausprobiert habe und mit der grottenschlechten Qualität sehr unzufrieden war. Die behauptete Auflösung wird nicht mal annähernd erreicht. Die ausbelichteten Negative waren unscharf, man konnte in gleichmäßigen Flächen Streifenbildung erkennen und der Film war auch sehr grobkörnig entwickelt. Wenn es bei dir tatsächlich funktioniert und du Preise nennst, hättest du bei mir ggf. auch einen Kunden.

      Aktuell habe ich die Fotos, die ich damals gerade auf Papier haben wollte, doch wie sonst drucken lassen, aber hätte schon Interesse daran es über den Umweg über ein Negativ und Ausbelichtungen auf S/W-Papier mal hinzubekommen.
    • Ich habe nur Erfahrung mit dem Weg über gedruckte Negative für Kontaktabzüge. Das geht bei größeren Formaten eigentlich sehr gut. 24x30 kommt auf's Motiv an, aber ab 30x40 hätte ich keine Bedenken.

      Gedruckt habe ich auf Pictorio OHP folie mit einem Epson Fotodrucker mit Pigmenttinten. Man kann mit Hilfe eines Graukeils recht einfach ein Profil erstellen, mit dem man die Digitalbilder konvertiert, damit das Ergebnis dem entspricht, was man auf dem Bildschirm sieht.

      Eine genauere Anleitung findet sich in "Way Beyond Monochrome".
      Gruß,
      Matthias
    • Ich würde das Bild digtal ausdrucken lassen. Mein Vorteil: Ich wohne in Berlin und hier gibt es etliche Dienstleister, bei denen man es sich erstmal kleiner drucken lässt, um anhand des Ergebnisses mit dem Personal zu besprechen, was beim großen Druck anders sein soll. in der Provinz ist das vielleicht nicht möglich.

      Ansonsten einen guten Din A3 Epson Stylus Photo besorgen und das Bild auf sehr gutem Papier ausdrucken. Dann abfotografieren und vom Negativ auf dein Posterformat vergrößern.
      http://www.photoinfos.com
    • Um das nochmal kurz hervorzuholen:

      Ich beschäftige mich ja schon lange mit dem Vergrößern von Digitalbildern.
      Derzeit mache ich gerade die ersten Versuche mit neuen LCD-Displays.
      Die werden für die Smartphones ja immer besser in der Auflösung und eignen sich daher als "Digitalnegativ" fürs Vergrößern.

      Heute habe ich ein Muster eines neuen Displays getestet.
      Das Display ist ca. 70 x 120mm groß und hat sagenhafte 8 Megapixel (4K Auflösung).
      Mit diesem Display als Negativ könnte man ohne weitere Modifikation Bilder in 300DPI auf 18x24cm Format vergrößern.
      Mittels "Pixelshifting" könnte die Auflösung sogar verdreifacht werden. Das gäbe ein Format von 55x72cm in 300DPI.
      Die Displays sind mit >200 Euro (noch) relativ teuer, aber so wie immer werden die Preise bald rapide purzeln.

      Geplant ist ein Kopf mit dem Display und einer LED-Lichtquelle RGB. Zum Vergrößern wird wohl ein 135mm Objektiv nötig sein, so wie für 9x12 Negativformat. Vielleicht geht auch ein 105er Objektiv für 6x9, denn das Display hat ein Formatverhältnis von 1:1,7.
      Für Fotos werden üblicherweise nur 1:1,3 bis 1:1,5 benötigt, so dass ein Teil der Displaybreite nicht benötigt wird.
      Das Display wird direkt an den PC per HDMI-Interface angeschlossen. Die LED-Beleuchtung soll per USB gesteuert werden.
      Eine Software, welche sowohl die Bildanpassung als auch die LED-Beleuchtung (Farbsteuerung) übernimmt, werde ich dazu entwickeln.

      Erste Versuche, damit Farbbilder zu vergrößern, werde ich im Januar machen.

      Hier ein paar Bilder des ersten Tests des Displays. Das hat noch die originale Hintergrundbeleuchtung, welche für den Vergrößerer natürlich entfällt.

      4K_Display_05.jpg

      4K_Display_07.jpg

      Das Bild mit dem Baum hat original 1024 Pixel Breite und wird 1:1 auf dem Display abgebildet. Anhand der Größe sieht man die riesige Auflösung des Displays.

      4K_Display_06.jpg

      Die Farbschlieren und Interferenzen kommen von der Handyausfnahme. In Wirklichkeit ist die Anzeige umwerfend brillant und knackscharf.

      Gruß

      Joachim
    • Hallo Joachim,
      das beeindruckt mich sehr. Die Diplays würden von der Größe her in die Kondensorschublade von einem Laborator 138 passen.
      Könnte man dann, je nach Bedarf, mit dem Gerät Negative oder digitale BIlder ausbelichten?
      Das wäre schon eine sehr verführerische Lösung.

      Viel Erfolg beim Weiterentwickeln,

      Grüße
      Martin
    • Hallo Martin,

      Vielen Dank. Ja klar, prinzipiell ist es möglich, diese Technik in jeden Großformatvergrößerer einzubauen.
      Allerdings nicht permament im Kondensorschacht, sondern als "elektronische Negativbühne".
      Vorraussetzung dafür wäre nur der Umbau auf Kaltlichtquelle bzw.LED.
      Da die Lichtdurchlässigkeit der LCDs nur ca. 20-30% für alle Farben zusammen beträgt würde es keinen Sinn machen, das Display permanent im Strahlengang des Vergrößerers zu belassen. Auch müsste es ständig angesteuert werden, denn im abgeschalteten Zustand ist es rabenschwarz.
      Für einzelne Farben, z.B. Blau für Schwarzweiss ist die effektive Lichtdurchlässigkeit noch einmal um einige Faktoren geringer. Denn die mikroskopischen Pixel sind von sehr viel "Nichts" bzw. Schwarz umgeben.

      Eine Einschubbühne für bestehende Laboratoren wäre ein tolles Produkt. Man müsste das Teil nur einschieben und ein Kabel an den Computer anschließen und los geht's.
      Man wird sehen, wohin die Reise geht. Aber derzeit habe ich zuwenig Knowhow vom Aufbau der Negativbühnen dieser Geräte und kann dazu wenig sagen.
      Daher starte ich zunächst mit einem eigenen sehr primitiven Aufbau um die Grundlagen zu testen und eventuelle Probleme zu erkennen.
      Der erste Aufbau wird wohl eher eine Art Schuhkarton aus Pappe mit Kabeln dran und vorne ein Objektiv. Einfach und schnell.

      Gruß

      Joachim