Focus stacking - analog

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    • Focus stacking - analog

      Ich mal eine, vielleicht etwas doofe, Frage. Wenn man nach Makro Fotografie sucht stößt man sehr schnell auf Fokus Stacking. Dort werden mehrere Aufnahmen, mit unterschiedlicher Schärfenebene kombiniert, um insgesamt dadurch dann ein sehr kleines Objekt komplett scharf darzustellen.

      Geht dass auch analog? Und wenn nicht, wie bekommt man analog eine sehr kleines Objekt in der Makro Fotografie komplett scharf dargestellt. Ich denke das Abblenden kommt da recht schnell an seine Grenzen.

      Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.

      VG Miguel
    • Schärfeebene kippen hilft etwas. Da gibbet zum Beispiel von Zörk(endörfer) ganz ordentliche Lösungen (MMS plus Tiltadapter). Teure Spezialobjektive gibt es auch (PC-E Micro-Nikkor). Focus stacking mit gescannten Bildern müsste bis zu einem gewissen Grad möglich sein, wenn du die Negas so exakt im Scanausschnitt hinkriegst und falls das Programm nicht vom Korn durcheinander kommt. Die Mühe würde ich mir aber sparen und direkt digital knipsen. Analog muss nicht alles können.

      P.S. Es gibt auch Balgengeräte mit Tiltfunktion. Von Contax zb und von Nikon.
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      Je suis Notre-Dame!
    • Von Analogem Fokus Stacking habe ich persönlich noch nicht gehört. Aber der Aufwand währe wahrscheinlich riesig dies rein Analog zu realisieren.

      Eine Möglichkeit kleine Dinge über einen grossen Bereich scharf zu kriegen, ist ist die Verwendung eines Balgengerät mit Tilt u. Shift Funktion. Der Betrachtungs-
      winkel zum Motiv muss natürlich so gewählt werden das die Schärfeebene durch die Schrägstellung der Linse möglichst gut korrigiert werden kann.

      Habe das mal mit einem Minolta auto bellows 3 versucht. Das Objektiv (Minolta mit SR Bajonett) kann dabei auch ohne zus. Adapter in Retrostellung gedreht werden.
      Meine Aufnahmen habe ich mit einer APS-C Digitalen und dem MD 28/2.8 gemacht. Das hat den Vorteil das der Bildkreis für den APS-C Sensor gross genug ist
      und auch einiges an Verstellweg zulässt.
      Analog habe ich damit noch keine Erfahrungen. Mit dem original Zubehör war es aber möglich, sogar mit Automatikblende zu arbeiten.
      Zu den Minolta Balgengeräten gab es auch spezielle Balgenköpfe. (Linseneinheit mit Blende ohne Schneckengang für die Fokusierung.

      Gruss Thomas
    • Servus,

      mir ist ganz spontan eine Mehrfachbelichtung mit versetztem Fokus in den Sinn gekommen wenn du das rein analog machen willst.

      Der Aufwand hierfür lohnt sich wohl kaum. Da kommst du wahrscheinlich schnell an die Grenzen des Machbaren.
      Rechnerisch (bzgl. Belichtungszeit) sollte das vermutlich eine lösbare Aufgabe sein: Belichtungszeiten der einzelnen Aufnahmen ermitteln und (falls eine Kamera mit Balgen genutzt wird) den Verlängerungsfaktor mit einberechnen.
      Wenn du es genauer haben möchtest: der Verlängerungsfaktor ändert sich logischerweise auch mit Veränderung des Fokus. Das sollte wohl aber keine große Rolle spielen bzw. nicht stark ins Gewicht fallen.
      (Bitte an dieser Stelle korrigieren)

      Mit einer GF-Kamera kannst du zumindest Scheimpflug nutzen. Da musst du, wenn kameraseitig alles in die richtigen Ebene gebracht ist, nur wenig abblenden. Alternativ wäre das hier bereits vorgeschlagene Balgengerät.

      Gruß
      Mario
    • Es gab sogar mal ein stark verstellbares Balgengerät von HAMA.
      Das Problem ist, dass man beim Scheimpflügen eben nur eine Schärfenebene realisieren kann. Die dritte Dimension in die Tiefe der sehr knappen Schärfeebene ist damit auch kaum erschließbar. Macht aber trotzdem Spaß ein schräg angeordnetes längliches Objekt wie eine Modell-Lok oder einen Füllfederhalter von der Spitze bis zum Ende scharf abzubilden.
    • Mario Sulo schrieb:

      mir ist ganz spontan eine Mehrfachbelichtung mit versetztem Fokus in den Sinn gekommen wenn du das rein analog machen willst.

      Der Aufwand hierfür lohnt sich wohl kaum.
      Der Aufwand lohnt sich vor allem deshalb nicht, weil das Ziel eine scharfe Aufnahme mit vergrösserter Schärfentiefe ist. Bei einer Mehrfachbelichtung mit versetztem Fokus erhält man ein insgesamt unscharfes Bild, da kein Programm die unscharfen überlagernden Bildanteile rausrechnet.
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    • Jake.Kukowski schrieb:

      Bei einer Mehrfachbelichtung mit versetztem Fokus erhält man ein insgesamt unscharfes Bild, da kein Programm die unscharfen überlagernden Bildanteile rausrechnet.
      Ach, stimmt...da hab ich wohl ziemlich was übersehen :whistling: . Da wollte ich scheinbar das, was der Rechner leisten muss 1 zu 1 übertragen.
      Also dann lieber mit den üblichen Mitteln an die Sache rangehen.
    • Ab und zu mache ich Zwei- oder Dreifachbelichtungen mit unterschiedlichem Fokus, vor allem im Makrobereich. Gibt einen sehr weichen Effekt, irgendwie malerisch, vor allem bei Blüten. Habe dies für mich "analoges Fokusstacking" genannt. Ist auch kein riesiger Aufwand, ganz im Gegenteil. Bin auch der Meinung, dass man den Look nicht mit der gleichen Technik auf einem Sensor hinkriegt. Da macht die physikalische dicke der Emulsion doch was aus. Darf man aber nicht übertreiben. Sieht man sich sonst satt dran.

      Gruß, Thomas