Erfahrung mit D23?

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    • Erfahrung mit D23?

      Moin,

      hat hier jemand mehr Erfahrung mit dem D23-Entwickler gemacht?

      Ich habe bisher den Eindruck, dass die Kodak-Filme (T-Max und Tri-X) damit sehr schön kommen, der Ilford HP5 aber beispielsweise schon deutlich körniger als der Kodak Tri-X war. Kann das noch jemand bestätigen, bzw. sagen, welche Filme mit D23 am besten kommen?
    • Der D23 ist sehr vergleichbar mit dem D76 es fehlt ihm an Hydrochinon. Für die Tmax / Tri-X verwende ich ausschliesslich Xtol oder Microdol-X die ich beide replenishe und im ATL ständig getankt halte.
      Zudem lässt sich D23 nicht lange aufbewahren, alles in allem ein träger Allrounder der aber viel Experimentierfreudigkeit erfordert puncto Entwicklungszeiten.
    • Hallo Jan-Peter,

      hier die Rezeptur und Ansetzvorschrift:

      Kodak D-23

      Wasser, ca. 50° C: ca. 750 ml
      Metol: 7,5 g
      Natriumsulfit, sicc.: 100 g
      Wasser, kalt: auf 1000 ml

      Ansatz:
      Man sollte entionisiertes Wasser (Baumarkt, Drogeriemerkt) verwenden, da es mit kalkhaltigem Wasser Trübungen durch Ausscheidung von Calciumsulfit geben kann. Am besten, man kocht das Wasser vorher kurz auf, um gelösten Sauerstoff zu entfernen und kühlt dann wieder auf ca. 50° C ab. Als Gefäß zum Ansatz nimmt man Kunststoff oder Glas, zum Aufbewahren braune Glasflaschen.
      Metol ist Monomethyl-p-aminophenol-sulfat, Bezugsquelle "Suvatlar".
      Wichtig! Metol löst sich nicht mehr, wenn bereits Sulfit im Wasser gelöst ist, daher in allen Rezepturen in denen Metol enthalten ist, Metol immer zuerst zugeben und rühren, bis es gelöst ist. Sehr praktisch dafür wäre ein elektrischer Magnetrührer. Aber nicht zu intensiv rühren, wenn viel Luft eingerührt wird, oxidiert die Entwicklersubstanz bereits leicht, weil noch kein Oxidationsschutz vorhanden ist. Dann Natriumsulfit, sicc. (sicc. bedeutet kristallwasserfrei) zugeben, rühren, bis es gelöst ist und mit kaltem Wasser auf 1000 ml auffüllen.

      Wenn man noch Hydrochinon, Borax, Kaliumbromid, Natriumdisulfit, Natriumcarbonat und evtl. Phenidon hat, kann man auf ähnliche Weise fast alle Entwickler selbst ansetzen, die man braucht (z.B. D-76, D-25, D-72).

      Viele Grüße, Jochen.
    • Jochen Mühlemeier schrieb:

      Hall,

      ich habe gerade gesehen, im Marktplatz wird eine sehr schöne Digitalwaage angeboten, Wägebereich (300 g) und Auflösung (0,01 g) sind ideal für Selbstansetzer. Mettler ist ein renommierter deutscher Hersteller.
      Gruß, Jochen.
      Wer hats erfunden? *green*
      de.wikipedia.org/wiki/Mettler-Toledo

      Das Unternehmen ist in Delaware in den USA eingetragen, hat seinen Hauptsitz allerdings in Greifensee in der Schweiz.[sup][6] Während die Börsenaktivitäten von den USA aus geleitet werden,[6] agiert die Geschäftsführung von der Schweiz aus.[7] Dies kommt durch die 1991[8] erfolgte Fusion von Mettler und Toledo zustande.[3][/sup]

      Gruss Reinhard!
    • Den D-23 wie hier genannte in seiner Urform habe ich noch nicht verwendet, aber die abgewandelte 2-Bad Variante nach dem Rezept von Barry Thornton war eine zeitlang relativ häufig der Entwickler meiner Wahl - u.a. weil der mit den wenigen Zutaten immer schnell frisch angerührt war. Ich habe den damals verwendet bei der Entwicklung von Delta 100, Acros, FP4+ sowie Leverkusen APX100. Die kamen darin ziemlich gut. Sehr schöne feine Negative und in der geringen Körnigkeit mit dem vergleichbar was mit diesen Filmen auch der D-76/ID11 liefert.
      Zum Ansatz kann man auch einen kleinen Teil des Natriumsulfit (1/4 bis 1/3) als erstes auflösen, um schon einen gewissen Oxidationsschutz beim anschließenden Auflösen des Metols zu haben.

      Ich hatte diesen Entwickler etwas aus den Augen verloren,aber er ist gerade jetzt vor kurzem duch einen Beitrag von Rüdiger Hartung wieder in meinen Focus gerückt. Er hat das Thornton Rezept noch etwas modifiziert und Vitamin C sowie Phenidon zugegeben. Diese modifizierte Variante finde ich sehr spannend und ich werde das Rezept demnächst sicher mal ausprobieren.