Erfahrung mit D23?

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    • Guido Franke schrieb:

      Er hat das Thornton Rezept noch etwas modifiziert und Vitamin C sowie Phenidon zugegeben. Diese modifizierte Variante finde ich sehr spannend und ich werde das Rezept demnächst sicher mal ausprobieren.
      Das ist dann aber ein komplett anderer Entwickler. Das eine ist ein Entwickler mit nur einer Entwicklungssubstanz, die verbraucht wird. Gibt man Vitamin C und/oder Phenidon dazu, bekommt man einen Entwickler mit Redox-System, wo verbrauchte Entwicklersubstanz regeneriert wird. Es kommt zur Superadditivität, wo die Substanzen wesentlich stärker entwickeln als die Einzelsubstanzen.
      Das soll nicht heißen, dass das nicht ein super -vielleicht sogar ein besserer als D23- Entwickler sein kann, sondern nur dass es in der Reaktionskinematik etwas ganz anderes als das ursprüngliche Rezept allein mit Metol ist. Nicht umsonst wird Metol allein selten in Entwicklern genutzt.
    • Guido Franke schrieb:


      Zum Ansatz kann man auch einen kleinen Teil des Natriumsulfit (1/4 bis 1/3) als erstes auflösen, um schon einen gewissen Oxidationsschutz beim anschließenden Auflösen des Metols zu haben.
      Hallo Guido,

      ich möchte nochmals auf das hinweisen, was ich zum Ansatz bereits geschrieben habe:
      "Wichtig! Metol löst sich nicht mehr, wenn bereits Sulfit im Wasser gelöst ist, daher in allen Rezepturen in denen Metol enthalten ist, Metol immer zuerst zugeben und rühren, bis es gelöst ist."
      Das ist allgemein bekannt und wird in der entsprechenden Literatur immer wieder erwähnt. Man hat sich international darauf geeinigt, Foto-Rezepte immer in der Reihenfolge zu schreiben, in der die Inhaltsstoffe gelöst und zugegeben werden sollen, und da steht Metol immer vor dem Natriumsulfit.
      Bestenfalls könnte man eine kleine Messerspitze Natriumsulfit vor dem Lösen des Metols zugeben, um Spuren von restlichem Sauerstoff zu entfernen.
      Ebenso wichtig ist mein o.g. Hinweis:
      "Am besten, man kocht das Wasser vorher kurz auf, um gelösten Sauerstoff zu entfernen und kühlt dann wieder auf ca. 50° C ab."
      Auch dieser Tipp um zu haltbareren Entwicklern zu kommen, ist allgemein bekannt. Besonders wichtig ist er für Formulierungen mit extrem niedrigem Sulfitgehalt, wie den Beutler-Rezepten, Rodinal 1:100 oder POTA. Hier kann es auch durchaus passieren, daß der Entwickler mal "vorzeitig abschmiert".

      Viele Grüße, Jochen.
    • Hans Wöhl schrieb:

      Guido Franke schrieb:

      Er hat das Thornton Rezept noch etwas modifiziert und Vitamin C sowie Phenidon zugegeben. Diese modifizierte Variante finde ich sehr spannend und ich werde das Rezept demnächst sicher mal ausprobieren.
      Das ist dann aber ein komplett anderer Entwickler. ...
      Na das auf jeden Fall. Trotzdem wollte ich es mal hier erwähnt haben und werde es wie bereits geschrieben ausprobieren. Ich erwarte damit schon einen wirklich anderen Entwickler.

      Jochen Mühlemeier schrieb:

      Guido Franke schrieb:

      Zum Ansatz kann man auch einen kleinen Teil des Natriumsulfit (1/4 bis 1/3) als erstes auflösen, um schon einen gewissen Oxidationsschutz beim anschließenden Auflösen des Metols zu haben.
      Hallo Guido,
      ich möchte nochmals auf das hinweisen, was ich zum Ansatz bereits geschrieben habe:
      "Wichtig! Metol löst sich nicht mehr, wenn bereits Sulfit im Wasser gelöst ist, daher in allen Rezepturen in denen Metol enthalten ist, Metol immer zuerst zugeben und rühren, bis es gelöst ist."
      Das ist allgemein bekannt und wird in der entsprechenden Literatur immer wieder erwähnt. Man hat sich international darauf geeinigt, Foto-Rezepte immer in der Reihenfolge zu schreiben, in der die Inhaltsstoffe gelöst und zugegeben werden sollen, und da steht Metol immer vor dem Natriumsulfit.
      Bestenfalls könnte man eine kleine Messerspitze Natriumsulfit vor dem Lösen des Metols zugeben, um Spuren von restlichem Sauerstoff zu entfernen.
      Ebenso wichtig ist mein o.g. Hinweis:
      "Am besten, man kocht das Wasser vorher kurz auf, um gelösten Sauerstoff zu entfernen und kühlt dann wieder auf ca. 50° C ab."
      Auch dieser Tipp um zu haltbareren Entwicklern zu kommen, ist allgemein bekannt. Besonders wichtig ist er für Formulierungen mit extrem niedrigem Sulfitgehalt, wie den Beutler-Rezepten, Rodinal 1:100 oder POTA. Hier kann es auch durchaus passieren, daß der Entwickler mal "vorzeitig abschmiert".

      Viele Grüße, Jochen.
      Hallo Jochen,

      ja das ist auch mir bekannt, aber allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert es trotzdem, so wie ich es geschrieben habe. Das Metol löst sich etwas langsamer, aber es löst sich. Bei nur zwei verschiedene Zutaten, wie hier beim D-23, ist es auch unproblematisch, da es keinen weiteren dritte Zutat zum Auflösen gibt.


      Viele Grüße, Guido
    • Bei Entwicklern ist die Schutzsubstanz zuerst zu lösen, anschließend die Entwicklersubstanz. Metol fügt sich nicht in diese Ordnung, denn es löst sich in stärkerer Sulfitlösung schwerer. Man bringt in diesem Fall zuerst eine geringe Menge Sulfit in das Wasser, gibt dann Metol, die Hauptmenge Sulfit [...] und die weiteren Bestandteile nach jeweiligem Lösen zu.
      So steht es auch in diversen anderen Büchern.