Paper la bapp App -Paper Lab- Belichtung von Digital Photos auf SW Fotopapier

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    • Paper la bapp App -Paper Lab- Belichtung von Digital Photos auf SW Fotopapier

      Hallo alle zusammen,

      hat schon einmal jemand von euch seine Digital Fotos mit seinem Smartphone / Tablett auf echtes SW Fotopapier belichtet?

      Im Play Store von Google gibt es diese nette kleine App
      Paper Lab
      womit man seine Digitalfotos direkt auf SW Fotopapier belichten kann.

      Habe im Moment leider noch keine Dunkelkammer, bin aber neugierig ob es funktioniert und wie gut die Qualität ist.
      Sollte jemand bereits mit der App arbeiten würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen.

      Sobald ich die Möglichkeit habe es zu testen werde ich euch gerne einen Erfahrungsbericht schreiben.

      Viele Grüße
      Christian
      "Gut Licht"

      Für alle Fotografen und Fotografinnen

      ( Auch für die Digitalis unter uns ) :)
    • Ich habe eine Art Kontaktkopie versucht, das wird zumindest mit den heute üblichen Bildschirmen unscharf.

      Man kann ein Telefon statt eines MF-Films in den Vergrößerer legen. Habe ich auch versucht. Die Lichtstärke ist so gering, dass man ewig belichten muss. Geht aber im Prinzip, mal ne Postkarte kann man so machen.
    • Die üblichen Vergrößerungsobjektive haben eine zu geringe Lichtstärke, die fangen meist erst bei f 5.6 an. Meine Versuche scheiterten daran, dass ich nicht mal die Schärfe einstellen konnte, weil es zu dunkel war.

      Vielleicht sollte man auf ein Objektiv vom Fotoapparat setzen, eins mit 2.8, 1.4 oder so. Man müsste sich dafür aber eine Halterung bauen. Es muss aber mindestens für Mittelformat gerechnet sein, sonst ist das ja nur ein Ausschnitt vom Display.

      Für die ersten Versuche täte es vielleicht auch eine gute Lupe...

      Weiter bin ich bis jetzt nicht gekommen damit :)

      Grüße
      Rolf
    • Dei reelste Methode wäre:

      - Das Bild auf einem Computerbildschirm darstellen, vorher invertieren und ggf. den Kontrast ändern
      - Dieses Bild mit einer Art Großformatkamera abfotografieren. Das kann ein einfacher Kasten mit Objektiv sein, im einfachsten Fall sogar ein Schuhkarton
      - Eine Bildgröße Postkarte (10x15) anzustreben ist vielleicht am einfachsten. Dafür reicht die Auflösung des Bildschirms auch dann aus, wenn man keinen Retina-Schirm hat
      - Die Belichtungszeit kann man eintesten und dann mit einem gewöhnlichen Belichtungsmesser ermitteln

      Möglicherweise genügt ein 80er Rodagon hierfür. Es muss mit der "Papierseite" (die aus dem Vergrößerer herausschaut) zum Bildschirm zeigen, da wir verkleinern. Es hat zwar nur einen Bildkreis bis 6x7. Dieser Bildkreis vergrößert sich aber, wenn man nicht bis unendliche vergrößert, das wäre der schlimmste Fall. Da wir einen umgekehrten Strahlen gang haben heißt das: Der Bildkreis wird um so größer, je kleiner das Abbild auf dem Monitor ist. Am größten ist er bei 1:1.
    • Ralph Heger schrieb:

      Hat schon mal jemand probiert, auf Transparentfolie zu drucken und davon einen Kontaktabzug zu machen?
      Klar, mehrfach. Bisher bis ca A4, bzw. 8x10. Habe auch verschiedene Folien schon ausprobiert. Gedruckt habe ich bisher nur mit meinem mehrbesseren Büro-Canon (6 Farben) Steht schon lange an, mal noch mit dem Canon Pro 1 auf A3 zu drucken um zu sehen, ob es da eine erheblich bessere Qualität gibt.

      Es kommt halt drauf an, was man will- für meine Art zu arbeiten ist die Bildqualität genügend. Mit Pigmenttinte wird das Negativ auch recht dicht, oft sind die Kontrast auf dem Print dann zu hoch. Das Einstellen der richtigen Tonwerte am Bildschirm ist schon eine Herausforderung und braucht Erfahrung. Mit Theorie bin ich da bisher noch nicht weitgekommen.

      Toni
    • Ja und nein, Ralph :)

      Es kann da lustig werden, wo es ums Experimentieren geht, um spezielle Effekte. Ich könnte es mir interessant vorstellen, einen Rastereffekt zu erzeugen.

      Dafür würde ich Overheadfolie nehmen und ein "Negativ" mit einem Laserdrucker erzeugen. Dann hat man ein Raster. Wenn man will, stellt man den Druckertreiber auf 300 dpi, dann ist das Raster schön grob wie in der Zeitung, aber wenn man es feiner will, gehen auch 600 oder 1200 dpi. Das Austesten kann man ja auf normalem Papier machen.

      Wenn man als Vorlage ein Bild aus dem Handy oder der Digi nimmt, hat man Hybrid quasi umgedreht. Für ein analoges Negativ hielte ich den Aufwand für zu groß, aber ein Dia würde schon Sinn machen als Vorlage.

      Und man kann noch zusätzliche Effekte einbauen, HDRI, Einbelichtungen, Kombis, die man nur im Rechner mit vertretbarem Aufwand hinbekommt, und dann stellt euch das mal vor auf edlem Baryt :)

      Und weiter: Wenn ich dann eine Technik entwickele, ein riesiges Farbnegativ zu basteln, also mit Orangemaske und allem, dann könnte man diese Technik sogar in Farbe übertragen. Ich habe einen Farblaser im Büro. Ob der dafür taugt, weiß ich nicht. Ich habe mal gehört, dass Farblaser nicht geeignet ist für Overheadfolien, weil es zu sehr deckt, und meine Erfahrung in Farboverheadfolien erstreckt sich bisher auch nur auf Tintenpi... sorry ;) drucker, aber wer weiß...

      Als Künstler könnte man daraus sogar seinen ganz eigenen Stil entwickeln ;)

      Grüße
      Rolf
    • Einen hochqualitativen Drucker und teures Folienmaterial vorrausgesetzt, kann man nach vielen Versuchen zur Gradationsanpassung sicher gute Ergebnisse in SW erhalten.Viele "Edeldrucker" machen das ja so.
      Ich habe das auch spaßhalber mal in Farbe probiert und das Negativ mit dem Tintenstrahldrucker auf Folie gedruckt.
      Der Kontrast ist leider viel zu hoch, weshalb das Ergebnis einen stark grafischen Charakter hat.
      Die Farbfilterung wird über das Licht des Vergrößerers gemacht. Man muss keine Orangemaske aufs Negativ drucken. Es genügt, ein unbelichtetes Stück Farbnegativfilm in die Negativbühne des Vergrößerers einzulegen und den Rest über den Farbmischkopf zu machen.
      Ich habe das aber nur mal kurz versucht und dann schnell wieder aufgegeben, weil die Qualität bescheiden war und der Aufwand zu hoch.

      Fürs Belichten von Digitalbildern bevorzuge ich das Direktbelichten.
      Ich hatte auch mal mein Handy in die Bildbühne gelegt. Allerdings konnte ich auch im total dunklen kein Bild zum Scharfstellen erkennen.

      Mittlerweile kommen die Displays und Monitore in einen brauchbaren Bereich hinsichtlich Auflösung. Mit einem 4K-Display kann man theoretisch locker Bilder im A3-Format anfertigen.
      Nachteilig bei den LCDs ist die Pixelanordnung bzw. der Füllfaktor: Die Farben sind in Streifenform im Pixel angeordnet. Das heisst, bei Schwarzweiss ist weniger als ein Drittel des LCD-Pixels auf dem Fotopapier wirksam, weil nur der blaue Streifen wirkt. Bei Multigrade wirken zwei Streifen (blau und grün) aber diese liegen nebeneinander.
      Bildet man also das Display knackscharf ab, werden allerhöchstens 1-2 Drittel an Pixelfläche aufs Papier belichtet. Das Bild wird daher zu flau. Ein 100%iges Schwarz auf dem Papier ist nicht möglich. Hinzu kommen noch die leeren Abstände zwischen den einzelnen Pixeln. Diese sind auf dem LCD schwarz und daher auf dem Papier ebenfalls weiss.
      Man belichtet also unscharf oder zu stark um die Schwärzen bzw. eine Pixelüberlappung zu erhalten. Nicht optimal.

      Professionelle Belichter oder Minilabs benutzen monochrome LCDs und belichten mittels Farbfiltern sequenziell.
      Bei monochromen LCDs kann man die gesamte Pixelfläche nutzen. Hochauflösende Monochromdisplays z.B. für die Medizin kosten aber ein mitteleres Vermögen.
      Die Minilabs benutzen maximal 1024x768 Pixel LCDs und taugen daher nur für Albumbildchen.
      Daher gehen die Formate meistens mit 20cm Breite (A4). Minilabs mit größerem Format arbeiten eher mit Lasern.

      Da mittlerweile auch die 4K-Beamer unter 1000 Euro angeboten werden, stünde eine hervorragende Technik zur Verfügung, "digital" zu vergrößern.
      Beamer belichten die Farben ebenfalls sequenziell und die Pixel haben einen sehr großen Füllfakor.
      Mit einer LED-Lichtquelle und einer Vorsatzptik könnte man einen Beamer leicht zum Vergrößern benutzen.
      Man müsste nur die Helligkeit stark reduzieren, um realistische Belichtungszeiten zu bekommen und könnte dann auch hochwertige Farbbilder machen.
      Vor ein paar Jahren waren die Beamer noch nicht zu haben und daher baute ich mir meinen Belichter mit Lasern auf. Der liefert eine gute Qualität in SW oder Farbe für Abzüge bis 50 x 60cm , aber ich denke für einfache Bilder werde ich das in Zukunft eher mit einem 4K-Beamer machen.
      Meinen Laserbelichter werde ich hinsichtlich Auflösung aufpäppeln. Ziel sind 600DPI bei 60cm Bildformat. Das entspricht 14400 x 9600 Pixeln oder 132 Megapixeln. Der Sinn besteht in der Abbildung von Grafik und Text in Kombination mit Fotografien. Was als Foto hinsichtlich Auflösung und Schärfe noch gut aussieht, sieht nämlich bei Text oder Grafik plötzlich nicht mehr ganz so toll aus.
      Aufgefallen ist es mir, als ich einen Wandkalender belichten wollte. Mit den Fotos in 300DPI war ich zufrieden.Mit der Schrift aber nicht.
      Die Herausforderung besteht darin, die riesige Pixelmenge zu Verarbeiten und in praxisgerechter Zeit zu Papier zu bringen. Ich habe mal mit einem 1200 DPI Bild herumgespielt. Die Datei war fast 1GB groß, brauchte Minuten zu Laden und die Belichtung dauerte selbst bei 500.000 Pixeln/Sekunde Geschwindigkeit noch 10 Minuten.


      Gruß

      Joachim
    • Hallo alle zusammen,

      ist ja schön das ihr euch so reichlich zu dem Thema äussert.

      Ich habe den Bericht in der Photo Klassik gelesen, wo Ulrike Mayerhuber das Projekt Paperlabapp am 14.10.2017 in Berlin durchgeführt hat.

      Auf der Internet Seite ulrikemayrhuber.com gibt es für interessierte mehr Informationen.

      So wie ich das aus der Photo Klassik entnommen habe wird das Smartphone / Tablett gereinigt und unter Dukalicht fest auf das Fotopapier gedrückt, danach wird die Belichtung
      durch betätigen der Lautstärke Taste gestartet, danach das Fotopapier ganz Normal entwickeln.
      Das Bild ist dann so gross wie das Smartphone / Tablett.

      Es soll wohl auch einen kleinen Spezial Vergrößerer für Smartphones geben wo das Smartphone eingelegt werden kann und dann wie bei einem Normalen Vergrößerer vergrössert werden kann.
      Ich habe den kleinen Vergrößerer aber leider nicht mehr gefunden.
      Der Hersteller war wohl die Firma fojo.me. Leider habe ich nichts mehr im worldwildeweb gefunden, vielleicht gibt es die Firma auch gar nicht mehr.

      Die Adresse von Toni Frank ist korrekt.

      Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig und werde es schnellst möglichst mal ausprobieren und euch dann auf den laufenden halten.

      Die Variante mit dem auf Folie drucken interessiert mich, würde mich über ein paar Infos mehr sehr freuen.

      Viele Grüße

      Christian
      "Gut Licht"

      Für alle Fotografen und Fotografinnen

      ( Auch für die Digitalis unter uns ) :)