Haltbarkeit Arbeitslösung C41 Farbentwickler

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    • Haltbarkeit Arbeitslösung C41 Farbentwickler

      Ich habe heute eine Kamera mit einem Farbfilm getestet, den ich anschließend zu Hause in C41 entwickelt habe. Es ging mir darum festzustellen, ob diese Kamera den Film richtig transportiert und die Bilder richtig belichtet, bzw. dass der Autofokus richtig funktioniert. Da es somit nicht darauf ankam, einen Film für das Archiv zu belichten, habe ich zu C 41 Arbeitslösungen gegriffen, die ich vor ca. zwei Monaten ansetzte und mit denen ich nur einen einzigen Film entwickelt hatte. Von dem Verschließen hatte ich damals Protectan in die Flaschen gesprüht.

      Zu meiner Überraschung hat der Entwickler nichts mehr gemacht. Der Film ist bis auf die orange Maskierung glasklar, also auch ohne Ziffern und weitere Zeichen am Rand. Der Bleichfixierbad funktioniert also. Ist es realistisch, dass die Arbeitslösung eines C41 Entwicklers nach zwei Monaten überhaupt keine Wirkung mehr hat? Ich kann eine Verunreinigung nahezu sicher ausschließen.
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    • Hm ... C41-Entwickler ist normalerweise gut haltbar, in hoch gefüllten, fest verschlossenen Glasflaschen oder in Weinschläuchen sollte nach meiner Erfahrung eine Haltbarkeit von mehreren Monaten kein Problem sein.
      In was für einer Art von Flaschen hast du den Entwickler aufbewahrt? Dass der Entwickler wirklich gar nix mehr getan hat, spricht nach meiner Meinung schon eher für einen Verarbeitungsfehler (Reihenfolge der Lösungen vertauscht, Kontamination etc), auch wenn man das im ersten Moment naturgemäß nicht glauben mag...
    • Ich habe schon mehrere Jahre eine Glasflasche C41-Arbeitslösung (Tetenal) im Kühlschrank stehen. Tot ist der nicht. Ich habe da noch vor kurzem ein Teststück Diafilm gecrost. Wie farbrichtig der noch arbeitet, weiß ich deshalb nicht. Auf jeden Fall hätte dein Film ein Bild in irgendeiner Form gezeigt. Also bei tot nach zwei Monaten muss etwas schief gelaufen sein. Bei meinem Entwickler ist allerdings schon vor etlicher Zeit das Bleichfix kaputt gegangen. Ich nutze jetzt alternativen Bleicher und Fixierer getrennt.
    • Jochen Schmitt schrieb:

      C41-Entwickler ist normalerweise gut haltbar, in hoch gefüllten, fest verschlossenen Glasflaschen oder in Weinschläuchen sollte nach meiner Erfahrung eine Haltbarkeit von mehreren Monaten kein Problem sein
      Kann ich so bestätigen. Hatte mal nen Testfilm rumliegen, den ich hergenommen hab um die Chemie zu testen. Die stand vorher auch schon 3 Monate rum (ohne Kühlschrank o.Ä.) und ich hatte schon vorher damit ca. 5-6 Filme durchgezogen.
      Ergebnis: Bilder waren, neben der Maskierung, auch drauf. Hab den dann aber nicht weiterverarbeitet (weil Testfilm). Kann dir daher leider nicht sagen, ob und wie weit das Auswirkung auf die Farbwiedergabe hat. Die Dichten wurden allerdings ausreichend gebildet.

      Zwei Monate, wie in deinem Fall, sind laut Datenblatt knapp über der Haltbarkeit. Ich meine, dass das nur eine Empfehlung ist, da sonst wohl Farben, Dichten, etc. nicht mehr korrekt und reproduzierbar dargestellt werden können.
      Es sollte somit nach dieser Zeit immer noch was auf den Negativen zu sehen sein. Ich vermute den Fehler daher an einer anderen Stelle. So blöd das jetzt klingt: Schieber vielleicht nicht gezogen?

      Gruß
      Mario
    • Ich wollte es genauer wissen. Daher habe ich ein Stück Farbnegativ von einem Kleinbildfilm abgeschnitten und vom oberen Rand bis zum Boden in einen Becher gehängt.

      Dann kippte ich bis auf halbe Höhe den verdächtigen C 41 Farbentwickler zu und ließ alles einen halben Tag bei Zimmertemperatur stehen. Gelegentlich habe ich den Becher etwas bewegt. Beim Ausgießen stellte sich heraus, dass der im Entwickler befindliche Teil dunkler war, aber nicht so dicht wie man es von einem Film erwartet, der minutenlang dem Licht ausgesetzt war und anschließend rund 6 Stunden seine Schicht dem Entwickler aussetzte.

      Der C 41 Entwickler war nur noch im geringen Maße wirksam. Ich vermute, dass die hohen Temperaturen, die noch im September vorherrschten, der Arbeitslösung nicht gut taten. In meiner Wohnung hatte ich in den ersten beiden Septemberwochen knapp 30 °C Zimmertemperatur.
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    • Michael Neumann schrieb:

      Gerald Naumann schrieb:

      Meine persönliche Erfahrung
      1L Arbeitslösung (8 Filme bereits entwickelt) 6 Monate in mit Protectan gefüllten Braunglasflaschen aus dem Apothekerzubehörhandel - tadellos für zwei weitere Filme. Mehr habe ich dann nicht probiert.
      Bin immer wieder erstaunt, zu welchen Risiken so mancher bereit ist :). War das Tetenal?
      Digibase.
      Risiko ist es ja nur, wenn es wirklich wichtige Filme sind. Ich habe immer mal was übrig von einem Kameratest oder einem Modeltest.