AGFA Neutol alter Pulverentwickler Part A Part B

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    • Hallo Herbert,

      Herbert Engelen schrieb:

      Laut Logo und Angabe 509 Leverkusen auf jeden Fall vor 1962.

      somit ist schon mal klar, dass das Pulver aus Leverkusen und nicht aus Wolfen stammt. Wolfen durfte den Namen und das Logo bis 1964 benutzen, dann endete das Warenzeichen-Abkommen von 1956 (danach gab es aus Wolfen die ORiginal-WOlfen-Podukte).

      Die Sache mit der Postleitzahl verwechselst Du. Ab 1962 gab es in Westteutschland die bekannte vierstellige PLZ, bei der die hintere(n) Null(en) bei größeren Städten entfallen konnte(n). Deswegen steht da auch nur 509 Leverkusen und nicht 5090 Leverkusen. Davor fanden die alten Gebietsleitzahlen Verwendung, die zweiziffrig mit einem zusätzlichen kleinen Buchstaben waren. Leverkusen müsste die Leitziffer 22b gehabt haben.

      Also ist das Pulver von ab 1962.

      1964 fusionierte Agfa Leverkusen mit der Belgischen Gaevert zu Agfa-Gaevert AG Leverkusen und Gaevert-Agfa N.V. Mortesl (B)
      Kannst Du bitte auf deiner Packung nochmal nachschauen, ob da nur Agfa oder schon Agfa-Gaevert draufsteht. So ließe sich der gesuchte Zeitraum näher eingrenzen.

      Das gezeigte Agfa-Logo wurde später etwas entfeinert, zumindest entfiel der weiße Rand um die blaue Fläche. Es sah dann so aus:

      Agfa.JPG

      Ich meine, der CNS20 sei seinerzeit gleich mit dieser Verpackung rausgekommen, und das müsste anfangs der 1970er gewesen sein.

      Fazit: dein Pülverchen hat sicher schon etliche Jahre auf der Tüte. Ob es noch entwickelt? Ich würde es an deiner Stelle ausprobieren. Es ist ja Positiv-Entwickler, und damit kann man nichts so unwiederbringlich kaputt machen, wie mit einem toten Negativentwickler. Vielleicht gibst Du uns ein Feedback.

      Gruß

      Volker
      Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
    • Carsten Witt schrieb:

      @Volker: +1 für den allgemeinbildenden Postleitzahlen-Exkurs, dankeschön!
      VG, Carsten.
      In der Tat interessant. Man könnte hier noch ergänzen, dass das "Aufnullen" der vierstelligen PLZs in der BRD 1974 erfolgte.

      Volker Trinler schrieb:

      Das gezeigte Agfa-Logo wurde später etwas entfeinert, zumindest entfiel der weiße Rand um die blaue Fläche. Es sah dann so aus:
      Die Agfa-Raute gab es m.W. von Anfang (1924) an in verschiedenen Spielarten. Gefüllt (schwarz oder blau) oder transparent, mit weißer Umrandung oder auch ohne, später auch mehrfach eingefasst. Eine Konstante über die Jahrzehnte war allerdings die Schriftart des in der Raute verwendeten Agfa-Schriftzugs, so auch im Beispiel auf der Entwicklerpackung von Herbert. Dieser Schriftzug war in unveränderter Form bis in die späten 1970er Jahre in Gebrauch. Um 1980 wurde er dann auf die von Volker gezeigte, modernere Schrift umgestellt, die auch noch im aktuellen Logo Verwendung findet. Sieht auch nach fast 40 Jahren noch bemerkenswert frisch aus, finde ich.
    • Hallo,

      ich habe jetzt das Neutol getestet. Er funktioniert einwandfrei. Gleiches Ergebnis wie mit frischem Eukobrom. Das Neutol entwickelt einen Tick wärmer (man muss aber schon genau hinschauen).

      Das Neutol ist laut Agfa Experte vor 1964 hergestellt. Er geht sogar von vor 1960 aus.

      Das es nach fast 60 Jahren noch funktioniert, ist schon bemerkenswert.

      Habt Ihr Erfahrungen mit den alten Brovira, Portriga Papieren von Agfa aus dieser Zeit? Wie sieht es da mit dem Kontrastverhalten etc. aus?


      Grüße
      herbert
    • Hallo Herbert,

      Herbert Engelen schrieb:

      Hallo,

      ich habe jetzt das Neutol getestet. Er funktioniert einwandfrei. Gleiches Ergebnis wie mit frischem Eukobrom. Das Neutol entwickelt einen Tick wärmer (man muss aber schon genau hinschauen).

      Das Neutol ist laut Agfa Experte vor 1964 hergestellt. Er geht sogar von vor 1960 aus.

      Das es nach fast 60 Jahren noch funktioniert, ist schon bemerkenswert.

      Habt Ihr Erfahrungen mit den alten Brovira, Portriga Papieren von Agfa aus dieser Zeit? Wie sieht es da mit dem Kontrastverhalten etc. aus?


      Grüße
      herbert
      vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Schön, dass der Entwickler noch funktioniert. Neutol NE habe ich früher als Flüssigentwickler verwendet. Gab es als praktische 1-Liter-Konzentrat-Flasche, das hat eine gute Strecke weit gereicht.

      Dein Agfa-Experte sollte sich die Sache mit der Postleitzahl auf der Verpackung nochmal durch den Kopf gehen lassen. Vor 1960 kommt überhaupt nicht in Frage. Frühestens 1962 oder ein paar Monate davor, älter ist das Zeugs sicher nicht.

      Grüße

      Volker
      Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)