Durst Laborator 138 Was ist beim Kauf zu beachten?

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    • So das sieht so aus als ob ich einen Durst 138 für 100 Euro bekomme. Wenn Kondensoren und Objektiv mit dabei wären ist der Preis doch OK oder?
      Die Lampe soll brennen und alle Verstellmöglichkeiten sollen funktionieren. Ich werde ihn mir in der nächsten Woche anschauen.
      Bei Ebay gibt es eine passende Lacap und Latibox zum Nachrüsten für den Meoptakopf.
      Ich melde mich wieder wenn sich was ergibt. Vielen Dank schon einmal für die Tipps.
      Grüße
      Martin
    • Ok, das hört sich gut an,
      dann werde ich das gute Stück genau untersuchen, und wenn es keine Katastrophe ist, einpacken.
      Sollte ich eine Platzproblem im Fotolabor bekokmmen biete ich den Durst im Forum an.
      Der Verkäufer meinte er müsse den Keller schnellstens leeren sonst würde er alles verschrotten.
      Da bekommt man so richtig Mitleid…
    • Gute Entscheidung, solche Geräte sollte man immer vor der Verschrottung retten, und sei es nur, um Ersatzteile zu gewinnen.

      Falls das Gerät noch aufgebaut ist, beim Abbauen bitte unbedingt nach Anleitung vorgehen und nicht wahllos irgendwelche Schrauben lösen. Bei planlosem Vorgehen besteht die Gefahr, das Gerät zu beschädigen und/oder sich wirklich übel zu verletzen! Wichtig ist insbesondere, dass der Kopf sich am oberen Ende der Säule befindet und dort mit den beiden seitlichen Schrauben sicher arretiert ist, bevor man irgendetwas abbaut oder zerlegt.

      Hier ist erklärt, wie es richtig geht (mit Fotos, Thread bis zum Ende lesen, am Anfang steht Müll!)
      largeformatphotography.info/fo…Laborator-138-for-storage

      Wenn du das Gerät so zerlegst, solltest du es problemlos zu zweit mit einem Kombi transportiert bekommen. Frag den Verkäufer, ob die original Kartons für die Kondensoren vorhanden sind (stabile viereckige Kartons mit Schaumstoffeinsätzen), andernfalls bring ausreichend Luftpolsterfolie mit, sonst hast du ein halbes Dutzend oder mehr Kondensoren mit kiloweise Glas irgendwo im Auto rumfliegen und Beschädigungen sind vorprogrammiert.

      Viel Erfolg bei der Aktion und berichte bitte hier! :)
    • So, der Laborator steht nun bei mir im Keller und wartet auf eine Reinigung.
      Mit dabei waren zwei Kondensoren 240mm, das Durst Objektiv und eine defekte Bildbühne (ein Glas fehlte, es ist die ganz alte Bühne ohne Klapprahmen).
      Wenn ich das richtig einschätze benötige ich also für einen sinnvollen Einsatz eine moderne Bildbühne Nega 138, idealerweise mit 4x5 Einsätzen.
      Bei der Lampe ist auch noch Kreativität gefragt. Die Opallampe möchte ich durch eine Halogenlampe (oder LED?) ersetzen. Ideal wäre ein bezahlbares
      System welches Heiland auf Splitgrade umrüsten kann. Ich habe mir überlegt einen Meopta Farbmsichkopf für 6x7 anstatt der Opallampe auf den Umlenkspiegel leuchten zu lassen.
      Der Meoptakopf sollte in das Lampenhaus passen. Werde mal testen wie sich das mit Helligkeit und Hitze verhält.

      Dann war noch ein Fujimoto M90 mit dabei. Ein Vergrößerer für 6x9. Den habe ich mitgenommen obwohl ich den nicht brauche. Wollte ihn vor der Verschrottung retten.
      Wenn jemand bedarf hat dann bitte melden. Bei dem Fujimoto ist eine KB Bildbühne und ein 105mm Objektiv mit dabei. Für Angebote bin ich dankbar.

      Über Tipps für die Lampe und die Bildbühne Nega 138 freue ich mich.
    • Nega 138 musst du mal international auf Ebay schauen, bezahlbar und in gutem Zustand könnte schwierig werden, bei vielen sind im Laufe der Jahre die Haltefedern für die Glaseinsätze bzw. Masken abgebrochen. Aber mit Geduld findet man fast alles. Bei 4x5 würde ich mir ernsthaft überlegen mit Glas zu vergrößern im Sinne einer guten Planlage. Ersatzglas im Format 13x18 ist nicht so schwer zu organisieren. Es gab noch ein spätes Negativbühnensystem (Name fällt mir gerade nicht ein), das wird auch ab und zu mal angeboten, aber brauchst du dann einen Umrüstsatz, wenn dein L138 ein älteres Gerät ist.

      Lampe: Die original-Lichtführung im L138 ist sehr gut. Einziger Nachteil: du benötigst wirklich für jede Brennweite/Negativgröße eine bestimmte Kombination von Kondensoren. Mit sechs Laticos (85, 130, 160, 200 und 2x240, wenn ich mich richtig erinnere) solltest du aber fast alle Praxisfälle abdecken können außer "Vergrößerungen" um die 1:1 von bestimmten Formaten und Horizontalvergrößerungen. Laticos sind nicht teuer und werden öfter mal gebraucht angeboten.

      Als Leuchtmittel für die kleineren Formate kannst du eine kleine Standardopallampe nehmen, gibts zu kaufen und für größere Formate kannst du eine G120-LED nehmen. Ich meine ich hab vor einiger Zeit hier was über LED-Lampen im L138 geschrieben, bemühe mal die Suchfunktion.

      Umbaupläne: Sollte dir eine Konstruktion gelingen, bei der du mit dem Meopta 100V-Farbmischkopf Großformatnegative vollständig und gleichmäßig ausgeleuchtet bekommst, bezweifle ich, dass es dann noch ausreichend hell sein wird, um damit vernünftig zu vergrößern. Scharfstellen könnte auch schwierig werden. Aber ich lasse mich gerne überraschen. Falls du elektrobastelbegabt bist, könntest du ein flaches LED-Panel bauen, das du in einen ausgeweideten Latico-Kondensorrahmen setzt. Damit kriegst du dann das volle Format ausgeleuchtet und mit entsprechender Bestückung auch ausreichende Helligkeit. Im Netz gibts Berichte von Leuten, die so was gemacht haben.
    • Martin_E_Palm schrieb:

      Über Tipps für die Lampe und die Bildbühne Nega 138 freue ich mich
      Servus,

      erstmal Glückwunsch zum Schnapper. Ich habe meinen L1000 auch zufällig für 300€ abgestaubt (stand bei Kleinanzeigen ca. 2 Monate drin und keiner wollte). Mit allen Kondensoren und Lampe. Eine Negativbühne war nicht dabei. Die Person, die den vorher benutzt hat, hatte sich dafür Masken aus Pappe (2x Postkartendicke) zurechtgeschnitten. Das war allerdings für Kleinbild. Da ist dann die Wölbung nicht so stark und sollte, wenn man nicht nach mehr trachtet, auch ausreichen.
      Gut, wird in deinem Fall nicht darauf hinauslaufen und den Vergrößerer ad absurdum führen.

      Ich habe mir dadurch beholfen, dass ich mir einfache Alubleche (2mm) für MF und GF habe anfertigen lassen. Damit funktioniert es ganz gut und eine Unschärfe konnte ich auch nicht feststellen. Zumindest sind meine
      Negative bzw. deren Trägermaterial recht dick und daher etwas stabiler. Sollte also wahrscheinlich nicht mit jedem Hersteller/Film bzgl. der Planlage möglich sein.
      Die Bleche haben für beide Formate (je 2 Stück) ca. 40€ gekostet und waren für mich eine günstige Alternative zu den Originalen. Gut, man hat hier halt keine "Nasen", die das Negativ in Position halten, aber es funktioniert und klemmt die
      Negative auch über den unbelichteten Rand fest.

      Habe mir vorher auch überlegt, die untere Maske durch Glas (Antireflex) zu ersetzen und dann in die Obere ein Glas (AR) einzusetzen, welches entsprechend in diese Maske passt. Somit wäre die Planlage dann auf jeden
      Fall da. Aber wie gesagt, es geht auch so.
      Ansonsten gibt's in der Bucht aktuell gerade für dich passende(?) Masken (LAPFE 72) zu knapp 80€ in Düsseldorf. Nachteil: Schaut danach aus, als werden die getrennt angeboten, also 80€ Oberseite und 80€ Unterseite.

      Jochen Schmitt schrieb:

      Mit sechs Laticos (85, 130, 160, 200 und 2x240, wenn ich mich richtig erinnere) solltest du aber fast alle Praxisfälle abdecken können außer "Vergrößerungen" um die 1:1 von bestimmten Formaten und Horizontalvergrößerungen.
      Klingt plausibel und die Anleitung bestätigt das. Mit den beiden 240er Kondensoren bekommst du in Kombination mit Objektiven von 135mm bis 240mm Formate von 4x5 bis 5x7 abgedeckt. Somit hast du hier bereits die "Allroundkondensoren".
      Beim L1000 muss man hier alles komplett einmal durchtauschen um die Formate zu ändern.

      Gruß
      Mario
    • Hallo Mario,
      die Idee mit den Masken habe ich mir zuerst auch überlegt, aber ich habe einen ganz alte Bildbühne. Die besteht aus einem Rahmen und zwei Glasscheiben.
      Es gibt dort keinen Klappmechanismus wie an einer "normalen" Bildbühne. Zwischen die beiden Glasscheiben friemelt man das Negativ und drückt dann die
      das Ganze mit kleinen Federn zusammen. Das ist halt schon sehr umständlich. Die spätere Nega 138 hatten dann schon die üblichen Scharniere.
      Daher werde ich mal an den üblichen Stellen im Internet suchen müssen.
    • 80 Euro für eine einzelne Lapfe ist meiner Meinung nach an der Grenze zum Wahnsinn, und selbst als Paarpreis wäre das noch überteuert! Zur Einordnung, letztes Jahr lag wirklich monatelang ein Paket von drei Lapfe Maskenpaaren in auch noch recht nützlichen Größen (6x6, 6x7 und 9x12 IIRC) für 150 Euro bei Ebay rum und keiner wollte sie haben! Am Ende wurden sie dann einzeln vertickert und wahrscheinlich für deutlich weniger Geld. Ich meine, mehr als 30-40 Euro pro Paar ist nicht realistisch.

      Ich würde mal einen Ebay Suchauftrag machen und den Markt eine Weile beobachten. Lasern lassen ist auch immer eine Option.

      Abgesehen davon: für Großformat 4x5/13x18 brauchst du keine Masken bzw. die sind kontraproduktiv. Selbst Mittelformat geht noch in der Glasbühne, wenn man sich mit wieder lösbarem dünnem Klebeband Positionierungshilfen/Masken aufs Glas pappt. Nur Kleinbild würde ich mir ohne Masken nicht antun wollen.

      Wenn dich die vorhandene Bühne nervt, dann schau wirklich als Erstes, dass du eine Nega 138 oder eine Trineg mit Adapter in gutem Zustand auftreibst. Eventuell ist es sinnvoller, nach einem zweiten L138 Ausschau zu halten, der die Teile (Nega 138, ggf. Masken, Kondensoren) spendet, die dir fehlen oder die verschlissen sind. Wenn du anfängst, alle fehlenden Teile einzeln nachzukaufen, wird so ein Gerät schnell zum Groschengrab!
    • Es lohnt vielleicht auch zu erinnern, dass, zumindest was Gläser (Klarglas oder AN) und Metall-Glaslos-Einsätze angeht, diese für meines Wissens praktisch alle Durst-Vergrößerer aus Profi- und Amateursegment von der Firma Kienzle neu angefertigt angeboten werden, und zwar für den L138 innerhalb des hier für gebrauchte Masken angesprochenen Preisrahmens. Negativbühnen sind dort auch erhältlich, aber für den Preis bekommt man dann zugegebenermaßen einen kompletten gebrauchten L138 mit funktionierender Bühne.
    • Mein lieber MArtin;

      ohne nun zu sehr ins Detail zu gehen, würde mich an Deiner Stelle nichts mehr bremsen, den Laborator von Peter [SOFORT!] zu nehmen, denn dort weißt Du, wer ihn hatte und wie der ist,

      Peters Bildern folgend ist der sehr gut ausgestattet - und blitzblank!! - Da ist der von Peter bei ebay aufgerufene Preis auch, ich zitiere nun Peter, "ein Schnapper"!!

      Billig ist billig - und billig kauft man meistens zweimal!! - Und bei Peters ist alles dabei!! - dazu freilich meine kleine "Zusatz-Erklärung": Mit Peter bin ich weder verschwägert, noch verwandt, etc!

      Im Ernst: Bis Du, MArtin, Deinen Laborator, Deinen eigenen Schilderungen folgend, betriebsbereit hast, liegst Du preislich ohnehin bei Peters Auslob - und hast jede Menge "interessanter" Arbeiten vor Dir. - In dieser Zeit würde ich jedenfalls lieber die ersten, schönen Vergrößerungen machen!!


      Wie gestern: Da habe ich mit meinem LAborator 138 vier Bilder auf Foma MG 532 - Baryt vom 13x18 Planfilm vergrößert - und die sind wirklich ganz super geworden!!



      Jan-Peter
    • Hallo Jan Peter,

      vielen Dank für deinen Tip. Ich denke auch, dass der Laborator von Peter einen absolut fairen Preis hat. Aber für mich steht das gute Stück doch etwas weit weg. Ausserdem reizt es mich so ein altes Gerät wieder flott zu machen.

      Mittlerweile habe ich den Durst Lavako und eine Nega138 mit verschiedenen Maskeneinsätze von KB bis 6x9 bekommen. In Kombination mit dem Meoptakopf ist die Projektion deutlich heller als bei meinem Durst M605, gemessen 2-3 Blenden.

      Den Meoptakopf bei Heiland auf Splitgrade umrüsten zu lassen liegt bei rund 200 Euro, den Orignalkopf von Durst bei Heiland umbauen zu lassen bei über 800 Euro. 1600 Euro für einen Vergrößerer mit Splitgrade

      sind sicherlich angemessen, mir ist das aber einfach zuviel.

      Ich schätze noch ein Wochenende und der Vergrößerer wird funktionieren.

      Grüße

      Martin
    • Hi, Martin;

      ja, dann viel Glück! - Wie ich vernehme, ist Dir Dein Weg zugleich auch das Ziel! - Das hat den großen Vorteil, dass Du natürlich am Ende jedes Teil Deines Vergrößerers genau kennst!

      Der Laborator 138 "lebt" von großen Vergrößerungen! - Das würde heißen, dass Du nicht beim "Kleinbild" stehen bleiben wirst!

      Ehrlich gesagt, hatte ich mir vor fünf Jahren auch nicht vorstellenzu können, einmal 13x18 Planfilme, die ich mit einer Sinar F und drei Fujinonen, 125mm, 210mm und nun 600mm aufgenommen habe, auf ein moderates Format von 20x28 inch 51x72cm) zu vergrößern.

      Dir wünsche ich jedenfalls ganz viel Spaß beim weiteren Ausbau - und Peter einen glückenden Verkauf!!


      Jan-Peter
    • Martin_E_Palm schrieb:

      Hallo Jan Peter,

      vielen Dank für deinen Tip. Ich denke auch, dass der Laborator von Peter einen absolut fairen Preis hat. Aber für mich steht das gute Stück doch etwas weit weg. Ausserdem reizt es mich so ein altes Gerät wieder flott zu machen.

      Mittlerweile habe ich den Durst Lavako und eine Nega138 mit verschiedenen Maskeneinsätze von KB bis 6x9 bekommen. In Kombination mit dem Meoptakopf ist die Projektion deutlich heller als bei meinem Durst M605, gemessen 2-3 Blenden.

      Den Meoptakopf bei Heiland auf Splitgrade umrüsten zu lassen liegt bei rund 200 Euro, den Orignalkopf von Durst bei Heiland umbauen zu lassen bei über 800 Euro. 1600 Euro für einen Vergrößerer mit Splitgrade

      sind sicherlich angemessen, mir ist das aber einfach zuviel.

      Ich schätze noch ein Wochenende und der Vergrößerer wird funktionieren.

      Grüße

      Martin
      Martin,

      könntest du mal ins Detail gehen: welche (Negativ)Fläche leuchtet der L138 mit Meoptakopf aus?

      Ich hab selbst einen Color-3-Kopf, der leuchtet mit der großen Mischbox 6x9 cm aus, deshalb bin ich etwas skeptisch, dass man damit Großformatnegative effektiv und vor allem auch *gleichmäßig* ausgeleuchtet bekommt.

      Wenn es tatsächlich funktionieren sollte, würde ich das aber gerne nachbauen und ich denke anderen geht es ebenso, denn mit original Farbköpfen von Durst ist es schwierig beim L138: die älteren Modelle (CLS300/301) sind aus verschiedenen Gründen nicht so das Gelbe vom Ei und der in jeder Hinsicht sehr gute CLS1000 ist teuer.

      Also, wenn du deinen Umbau mit Fotos hier in einem Thread dokumentieren könntest, wäre das wirklich genial...

      Jochen