Kontrast besser steuern

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    • Kontrast besser steuern

      Vielleicht hätte ich das gescheiter in das Lomo Rubrik gestellt, aber hier wird ja eher ernsthaft gearbeitet :)

      Also, ich hätte eine Frage an die fachlich gut Aufgestellten: Ich fotografiere ja viel mit Rollei Emulsion auf Glasplatten, welche ich wie ein Papiernegativ in der Kamera belichte. Es ist die Festgradation, glaube etwa 3 (es gibt auch noch eine Variable). Oft sind mir die Kontraste etwas hart und ich würde das gerne beeinflussen. Wie stelle ich das an?

      - Bringt das was, einen (gelb)Filter zu benutzen bei der Aufnahme bei der festgradierten.
      - oder besser die Gradations-variable Emulsion nehmen und da bei der Aufnahme mit den gleichen Filtern wie beim Printen schon bei der Aufnahme zu arbeiten?
      - welche Filter wären da zu empfehlen?

      ich kenne den einfachen Filtersatz von Ilford, also die farbigen "Folien". Aber gehen die grundsätzlich auch bei Rollei-Emulsion?

      Ich hoffe, ich habe mich einigermassen verständlich ausgedrückt.

      Achso, höher verdünnter Entwickler bringt schon was, aber trotzdem wird es noch sehr steil, es verlängert sich vor allem die Entwicklungszeit.

      Danke für euren Input...

      Toni
    • Stimmt, Vorbelichten wäre mal ein Versuch wert- danke für den Hinweis, Peter.
      Lieder hab ich damit so gar keine Erfahrung. Gibt es da irgendwie Richtwerte, wo man beginnen könnte? Die Emulsion hat irgendwas um 3 ISO. Damit bin ich bisher ganz gut gefahren. Ergibt dann eher Langzeitbeichtungen :)
      Bei Direktpositivpapier hatte ich mal dasselbe Problem, die empfehlen ja auch eine Vorbelichtung. Meine Versuche dazu sind dann aber im Sande verlaufen, da ich das DPP aufgab.

      @'Wolfgang
      Es ist der von Rollei empfohlene Entwickler, in der Verdünnung "normaler Kontrast" , meist. Höhere Verdünnung, wie empfohlen für einen weicheren Kontrast bringt nicht sehr viel, ausser einer etwas längeren Entwicklungszeit.

      Es ist im Prinzip ein Papierentwickler, doch. Ist ja eigentlich auch eine Papieremulsion.
    • Einen Versuch mit Caffenol würde ich mal unternehmen, ich habe damit recht gute Ergebnisse mit dem Ektagraphic HC erzielt, auch der Adox CMS 20 II it damit brauchbar zu entwickeln, beide Filme arbeiten extrem steil aber damit konnte ich etliche Graustufen rausholen.
      Da ich mich mit dem Produkt von Rollei nicht wirklich auskenne kann ich nicht viel dazu sagen aber so wie Du es beschreibst ist es eher ein kompletter Positivprozess, d.h. auch die flüssige Emulsion ist dafür da um Vergrößerungen darauf vor zu nehmen.
      Solche Kombinationen sind viel zu hart für einen Aufnahmeprozess, Du solltest wirklich auf einen Negativentwickler umsteigen.
      Caffenol ist da erst einmal die einfachste Lösung, stark verdünnter Rodinalentwickler ginge auch oder von Klaus Wehner den Entwickler auf 1,5+1,5+97 verdünnnen, müsste auch gut klappen.
      Bedenken solltest Du auch das die Emulsion wohl nur für blaues Licht und etwas im grünen Spektralbereich empfindlich sein wird, in den Himmel ist es damit fast unmöglich Zeichnung zu bekommen.
    • Ja, eher Positivprozess, stimmt schon. Ich kann mal einen Versuch mit deinen Vorschlägen zur Entwicklung machen. Caffenol und Rodinal sind mir vertraut. Ich habe mich einfach mal an die Empfehlungen von Rollei gehalten. Die erzählen da was von sehr viel Silber in der Emulsion und ein traditioneller Entwickler. Anwendung auf Glas ist aber schon vorgesehen und dass da eine andere Entwicklung nötig wäre, davon schreiben sie nichts. Ich werde das gelegentlich jetzt mal testen. Danke erstmal...

      Jep, das mit der Rotblindheit, bzw Blauempfindlichkeit ist mir bewusst. Ich fotografiere aber damit nicht draussen und bei meinen Insatllationen Indoor ist es nicht besonders problematisch.
    • Danke Peter- klingt allerdings nicht so als wäre das für eine Papieremulsion anwendbar...
      Ich lese aber nochmals die Anleitung beim DPP durch, so ich sie noch finde :)
      Man wird wohl um eine Belichtungsreihe nicht herum kommen. Mit 4x5 Kassette, bzw. Schieber sollte das ja ganz gut gehen. Die Vorbelichtung ist dann richtig, wenn das Papier 8die Emulsion) eine gerade noch sichtbare Schwärzung zu zeigen beginnt. So habe ich da in Erinnerung. Wenn es allerdings mit einem andern Entwickler gehen, würde wäre das einfacher.
    • Ich weiß, dass das Leute machen, die Papier in der Kamera belichten und dann Umkehrentwickeln oder Umkontakten. Warum sollte das dann nicht mit der Emulsion gehen? Also ich hab es noch nicht gemacht, aber in dem Fall hat es Vorteile, die man mit Entwicklern nicht hinbekommt. Du hebst in erster Linie die Schatten an, dafür bekommst Du mehr Empfindlichkeit, die Mitten und Lichter sind aber fast nicht betroffen. Wie es aussieht nutzt Adox diese Technik auch bei dem neuen 50-er Film, der gerade rauskommt.
    • O.k. Dann scheint das ja auch auf Papieremulsion anwendbar.
      Mir schien halt die naheliegendste Frage die nach Filtern zu sein- also der gleiche Steuerungs-Vorgang wie bei Multigradepapier. Aber da es ja keine Emulsion mit variabler Gradation ist, geht das dann wahrscheinlich auch nur, wenn ich den andern Typ von Rollei verwenden würde, welche eben variable Gradation zulässt.

      Da ich aber noch ziemlich viel von der festgadierten habe, will ich jetzt nicht einfach wechseln.

      Da kommt mir aber gerade in den Sinn, dass ich ja noch Gradationswandelapier habe- ich könnte damit ja mal einen "Filterversuch" anstellen...
    • @Peter
      Du hattest doch mal auch einen kleinen Versuch mit einer Selbstbau Emulsion gestartet- wie ist der ausgegangen? Bist du da weitergekommen. Ich hab das Projekt ja mal einstweilen aufgegeben. Da ich gerade frische Gummiarabikum Lösung beschafft habe (für die Lithografie) bin ich mir am überlegen, ob ich mal einen (bescheidenen) Versuch mit Gumprint machen soll. Ein paar brauchbare, kleinere Inkjet Negative hätte ich und eine Apotheke welche noch Ammoniumdichromat führt gibt es in der Nähe auch :)