Mein erster Erfahrungsbericht: Kodak Tmax 100 in Wehner Entwickler

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    • Mein erster Erfahrungsbericht: Kodak Tmax 100 in Wehner Entwickler

      Gestern bekam ich den Entwickler von Klaus Wehner und so habe ich gleich einen Tmax 100 von Kodak entwickelt.

      Bisher habe ich den Film in Amaloco AM74 entwickelt, war so leidlich ok, oder in Adox FX-39 II, war schon besser, auch sehr scharf aber die Empfindlichkeit wurde nicht gut ausgenutzt und der Film wurde insgesamt zu hart.
      Das kann aber auch mit meiner Arbeitsweise zusammenhängen, ich habe keine Lust mehr mich mit Zonensystem oder Belichtung unter theoretischen Aspekten zu beschäftigen, ich verlasse mich auf den Beli-Messer, entweder den in der Kamera oder wenn keiner vorhanden, wie bei der Leica M3, auf meinen Gossen DIgisix II und dann mit Lichtmessung.
      Dass das nicht immer 100% stimmt leuchtet mir natürlich ein und da ich nur analog fotografiere und anschliessend digitalisiere kann so mancher Fehler in der Aufnahme beim zweiten Schritt immer noch gut behoben werden.
      Aber gerade beim Tmax 100 passiert es mir immer wieder das die Schatten absaufen oder eben die Lichter ausfressen.
      Hier im Forum habe ich dann viel Gutes über den Entwickler von Klaus Wehner gelesen und musste ihn einfach mal probieren und ich kann sagen das gleich im ersten Anlauf wunderbar scanbare Negative aus der Dose kamen.

      Musste ich sonst bei fast jedem einzelnem Scan die Helligkeit und /oder den Kontrast anpassen so konnte ich bei fast allen 36 Negativen einfach mit der Grundeinstellung des Epson V700 Photo arbeiten, bei drei Negativen waren die Kontraste so hoch das ich etwas eingreifen musste, aber das hätten die anderen Entwickler auch nicht geschafft.
      Das Filmkorn kommt etwas deutlicher als im Adox FX-39 II ist aber keinesfalls störend vor allen wenn ich sehe was ich dafür bekomme.
      In meine Fall ist es genau der richtige Entwickler, mit den heutigen Belichtungsmessern, intern oder extern, sollte der weitaus größte Teil der Negative einfach zu verarbeiten sein.

      Den Film habe ich mit 12,5ml A+12,5ml B+225ml demineralisiertes Wasser bei 22° 11 Min. entwickelt, 60Sek. ständige Bewegung danach alle 30Sek. zweimal innerhalb von 10Sek. gekippt.
      Da ich eine Umkehrosmosefilteranlage besitze, bin ein passionierter Teetrinker, habe ich das demineralisierte Wasser quasi aus dem Hahn und kann es zum Entwickeln nutzen, ist enorm praktisch.

      Das Foto habe ich mit der Nikon F801s und dem Nikkor AF D 1,8/85mm aufgenommen, Matrixmessung.
      Das zweite Foto zeigt einen 1:1 Ausschnitt, gescannt habe ich mit 4800 DPI

      Celle.JPG

      Wehner 1_1.JPG

      wehner 05-k.jpg

      Beim letzten Bild musste ich beim Scannen den Kontrast und auch die Helligkeit etwas zurücknehmen.
      Dateien
      • wehner 09-k.jpg

        (217,86 kB, 88 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Michael Janke schrieb:

      ...das sieht ja sehr gut aus!
      Ich habe den Wehner-Entwickler erst für den TriX benutzt, jetzt (fast) ausschlieslich für den HP5+ und bin restlos begeistert!
      Gerade im MF entstehen da ausgezeichnete Negative!
      MF mache ich nur extrem selten, wenn dann mal mit einem alten Rochen wie einer Bergheil oder Perkeo, aber ein guter Tipp, werde mir mal ein paar Rollen vom HP5 kaufen um sie mit der neu eingetroffenen Perkeo II zu testen.
      Ansonsten bleibe ich bei KB, das reicht mir, die Qualität ist so gut das damit ohne Probleme auch 30x40cm Abzüge möglich sind.
      Habe jetzt noch einen belichteten Tmax 100 und überlege wie ich die Kombi ändern kann um vielleicht noch etwas zu optimieren aber vielleicht lasse ich es auch.

      Interessant wird noch sein einen Adox Silvermax 100 und eventuell auch einen CMS 20 II damit zu entwickeln, soll ja auch ganz gut funktionieren.

      Es bleibt spannend!
    • Peter Bölke schrieb:

      Ilford Delta 100 und Wehner vertragen sich auch sehr gut,.... ebenso der Silvermax.
      Von dem Silvermax habe ich bereits fünf Filme entwickelt, sind wirklich klasse geworden. Die Filme wurde alle bei hellem Sonnenschein und damit recht hohen Kontrasten aufgenommen aber der Film hat sowohl in den Lichtern wie auch den Schatten Zeichnung.
      Wie eine echte Vergrößerung werden würde kann ich nicht sagen weil ich nach den Negativen digital weiter arbeite aber ich denke das alle Fotos gut zu Papier zu bringen wären.
      Hier ein Beispiel.
      Adox Silvermax 100 in Wehner Entwickler 7,5ml&7,5ml&135ml in Handrotation entwickelt, Zeit nach Datenblatt bei 22°
      Nikon F801s mit Nikkor PC 2,8/35mm, gelb/grün Filter -0,5LW
      Epson V700 Photo, auch schon etwa 10 Jahre alt, mit Epson Software.
      Rechts beschnitten weil dort ein doofes Schild rumsteht welches mich fürchterlich störte.

      Allerwehr.jpg
    • Danke, Wolfgang, daß Du uns Bilder zeigst.
      Sie sind richtig gut geworden!

      Natürlich freue ich mich auch darüber, daß Du die allgemeine Erfahrung bestätigen kannst, wie problemlos sich die Negative verarbeiten lassen.
      Sowohl beim analogen Vergrößern als auch Scannen kommt man meist problemlos und merklich schneller zu guten Ergebnissen.

      Die Negative sind etwas dichter und dunkler als gewohnt. Das ist normal und erwünscht.
      Die Ursache dafür ist die bessere Ausnutzung der Empfindlichkeit.
      Die höhere Dichte der Negative ist die Voraussetzung für gute Tonalität.

      Eine Besonderheit ist noch, daß sich tatsächlich alle Filme wirklich mit optimalem Ergebnis verarbeiten lassen:
      hochempfindliche Filme ebenso wie geringempfindliche, klassische Emulsionen genauso wie Flachkristallfilme...
      Es gibt ja bereits viele Bildbeispiele mit sehr unterschiedlichen Filmmaterialien.

      Aber natürlich ist es immer die Leistung des Fotografen.
      Wenn das Ergebnis so gut wird, so hast Du alles richtig gemacht :)

      Herzliche Grüße aus Paderborn
      Klaus
    • Klaus Wehner schrieb:

      Danke, Wolfgang, daß Du uns Bilder zeigst.
      Sie sind richtig gut geworden!

      Natürlich freue ich mich auch darüber, daß Du die allgemeine Erfahrung bestätigen kannst, wie problemlos sich die Negative verarbeiten lassen.
      Sowohl beim analogen Vergrößern als auch Scannen kommt man meist problemlos und merklich schneller zu guten Ergebnissen.

      Die Negative sind etwas dichter und dunkler als gewohnt. Das ist normal und erwünscht.
      Die Ursache dafür ist die bessere Ausnutzung der Empfindlichkeit.
      Die höhere Dichte der Negative ist die Voraussetzung für gute Tonalität.

      Eine Besonderheit ist noch, daß sich tatsächlich alle Filme wirklich mit optimalem Ergebnis verarbeiten lassen:
      hochempfindliche Filme ebenso wie geringempfindliche, klassische Emulsionen genauso wie Flachkristallfilme...
      Es gibt ja bereits viele Bildbeispiele mit sehr unterschiedlichen Filmmaterialien.

      Aber natürlich ist es immer die Leistung des Fotografen.
      Wenn das Ergebnis so gut wird, so hast Du alles richtig gemacht :)

      Herzliche Grüße aus Paderborn
      Klaus
      Hallo Klaus, danke auch für Dein positives Feedback, das ermutigt weiter zu machen.
      Nun habe ich mir aus so einer Cambo/Polaroid Passbild Kamera eine durchaus nutzbare Großformat Handkamera gebaut, die ersten 9x12 Negative habe ich auch schon belichtet und entwickelt allerdings im Amaloco, der muss ja auch mal verbraucht werden.
      Nun wollte ich mal etwas ernsthafter ans Werk gehen und auch mit Deinem Entwickler arbeiten.
      Gibt es bei Planfilm etwas Besonderes zu beachten?
      Da ich sechs Planfilme 9x12 zusammen entwickle habe ich in etwa die Oberfläche eines 120er Rollfilm, würde ich dann auch mit 2x7,5ml Entwickler in Rotationsverarbeitung auskommen oder sollte ich höher konzentrieren?
    • Hallo Wolfgang,

      für die Entwicklung von Planfilmen gibt es nichts besonderes zu beachten.

      4 Planfilme entsprechen etwa der Filmfläche vin einem KB-Film oder einem Rollfilm oder einem Blatt 8x10 inch.
      Für diese Fläche reicht rein von der chemischen Kapazität 125 ml Wehner-Entwickler für eine Entwicklung aus.

      Für 6 Planfilme 4x5 inch schreibt meine Jobo-Dose für die Rotationsentwicklung den Einsatz von 270 ml vor.
      Nach meiner Erfahrung reicht das aber auch noch nicht aus, um die Filme gut zu benetzen.
      Deshalb setze ich in diesem Fall sicherheitshalber 330 ml ein.
      In der Zukunft möchte ich für diese Jobo Dose einen Verdrängungskörper konsruieren, so daß sich Chemie einsparen lässt.

      Von der chemischen Kapazität des Entwicklers würde also ein geringeres Volumes an Chemie ausreichen.
      Die verwendete Dose erfordert aus rein mechanischen Gründen ein größeres Volumen.

      Wenn es noch Fragen gibt, so melde Dich nochn einmal.

      Herzliche Grüße
      Klaus