Unterwasserfotografie:Tipps gesucht

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    • Unterwasserfotografie:Tipps gesucht

      Hallo,

      Habe mir gerade eine Nikonos III mit dem 2,5er 35 geholt.
      Hat da mal jemand ein paar Tipps zur Belichtung und Unterwasserfotpgrafie an sich?

      Nikon sagt in der Anleitung, wenn man keinen Unterwasserbelichtungsmesser hat, sollte man über Wasser messen und den Wert für Tiefen bis 1 Meter verwenden. Für jeden weiteren Tiefenmeter dann einen Belichtungswert zugeben. Das ist doch schonmal was.

      Wie sieht das denn jetzt mit Entfernungsmetern unter Wasser aus? Da wird es ja auch nach hinten hin immer dunkler. Möglichst nah rangehen ist schon klar. Aber gibbet da auch eine Fausregel?

      Grüße Wolff
    • Was mich vor allem interessiert, welche Fimempfindlichkeit bzw. welchen SW-Film man am besten nimmt.
      Wenn ich bei dem 35 er mal davon ausgehe, dass eine 60. Sekunde verwacklungssicher ist und Blende 16 die kleinste Blende ist, die ich habe, was nehme ich dann?
      400 Iso, 1600 um möglichst schnappschusstauglich zu sein?
    • Je tiefer du tauchst um so „flacher“ werden die Farben.
      Die Emfehlung von Nikon ist ok, allerdings gilt das für klares Wasser, wenn du im Meer tauchst, gibts viele weitere Faktoren die das Ergebnis beeinflussen.
      Ich kenne deine Cam. nicht, aber normalerweise haben moderne Unterwasser Kameras die Automatik welche für vernünftige Ergebnisse sorgt.
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      Gruß,
      Waldemar Ehrlich
    • Die Nikonos III hat weder einen eingebauten Entfernungsmesser noch einen Belichtungsmesser, und irgendwelche Automatiken schon gar nicht.
      Das mit der Entfernung kriege ich hin.

      Mir geht es in erster Linie um Erfahrungswerte bei der Belichtung unter Wasser.
      So nach dem Motto: Drei Meter Sichtweite, dann nimm Blende x und Verschlusszeit Y bei ISO Z bzw. nen bestimmten Lichtwert, oder so.

      (Und Danke! an den Admin für's Verschieben in die richtige Rubrik!)
    • Ein generelles Problem bei der UW-Fotografie ist die mit der Tiefe zunehmende Farbverschiebung, weil das Wasser Rot rausfiltert. Da hilft eigentlich nur mitgebrachtes Licht, also ein UW-Blitz oder Dauerlicht, sonst kriegt man die flauen, bläulichen Bilder. Bei Dias ist das natürlich nicht mehr zu korrigieren, Bei Negativfilmen ohne Eigenentwicklung auch schwer, weil es keine richtigen Referenzfarben gibt. Filter sind auch keine wirkliche Lösung, weil sich das Farbspektrum mit jedem Meter mehr verändert.
      Meine ersten Unterwasserfotos habe ich auf Diafilm aufgenommen und hatte von 36 Bildern ungefähr 3 brauchbare und die nur aus dem Flachwasser.
      Mit Blitz sieht die Sache besser aus, aber der Blitzkopf muss weit aus der Objektivachse gerückt werden, sonst blitzt man vor allem Schwebeteilchen.

      UW-Fotografie erfordert nach meiner Erfahrung eine längere Einarbeitung und kostet ziemlich viel Filmmaterial, bis man gute Ergebnisse erzielt. Und man sollte nicht unterschätzen, dass man sehr gut tauchen und insbesondere tarieren können muss, weil die Handhabung der Kamera eben auch einiges an Aufmerksamkeit bindet.

      Aber ich wünsche dir viel Erfolg und allzeit genug Luft in der Flasche

      Udo
    • Ich habe die Nikonos gegoogelt, interessantes Gerät, aber ich würde damit nicht tauchen wollen.
      Der Udo hat bereits sehr gut geschildert was an der Ausbeute zu erwarten ist.
      Ich habe letztes Jahr an der Küste von Oman getaucht, allerdings mit einer digitalen Panasonic (nichts spektakuläres) und vor Jahren mit einer Pentax K10.
      Wenn du gute Unterwasser Aufnahmen haben willst, musst du viel Geld in die Ausrüstung investieren, unter anderem in das Licht.
      Im Meer gib es viele Faktoren welche an manchen Tagen gar keine Aufnahmen ermöglichen.
      Z.b eine Strömung die Mikro Elemente (Sand, etc.) mit sich führt, da hilft auch das Blitzen nicht.
      Wie ist deine Erfahrung mit tauchen.
      Wie tief bist du bis jetzt getaucht , wo und wie oft?
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      Gruß,
      Waldemar Ehrlich
    • Hallo,

      Ich zäume die Unterwasserfotografie praktisch von hinten auf.
      Eigentlich hatte ich mir nur eine Einwegkamera zum Kanufahren gekauft und musste beim Anblick derselben an die alten Nikonos denken, die ich früher immer mal haben wollte, die aber immer viel zu teuer waren. Dann habe ich einfach mal in der Bucht nachgeschaut und konnte bei 100 Euronen und ein paar Zerquetschten nicht widerstehen.

      Nun habe ich das Dingen zu Hause und da ich immer schon mal gerätetauchen wollte, stellt sich die Frage des Fotografierens vor dem des eigentlichen Tauchens. Ja, ich weiß, ist eigentlich andersrum als andere das machen, aber bei mir muss das so : )
      Naja, und die Kamera habe ich mir ja auch nicht nur zum Tauchen geholt, sondern auch für Regen, Gischt, Strand etc.

      Das mit dem Gerätetauchen läuft bereits, habe da schon was ganz Konkretes in Aussicht, aber mit der Fotografie bzw. der Belichtung hängt's zur Zeit noch etwas.

      Ich sollte vielleicht noch erwähnen, das ich natürlich nur schwarzweiß fotografieren will. Auch wenn sich das zuerst mal wieder völlig bekloppt anhören mag. Trotzdem: Die SW-Aufnahmen, die ich bisher so gesehen habe, bestärken mich darin nur.

      Nun fragt sich natürlich, ob der Blaustich bei tieferem Wasser bei Schwarzweißfilm für Matsch sorgt, oder ob die Kontraste in SW trotzdem okay gehen.
    • Vielleicht nochmal zur Erklärung: Mir geht es nicht um Bilder von knuddelbunten Fischen oder ebensolchen Riffen etc., sondern mehr um das Atmosphärische, daher auch SW. Auf künstliches Licht möchte ich ebenso wie auf die Farben gerne verzichten.

      Auch das Tauchen ist mir jetzt nicht sooo wichtig, sondern eben eher das Fotografieren im nassen Element, in der Spritzwasserzone, im Matsch, beim Schnorcheln, im Regen, beim Kanufahren, am Strand etc., was auch bedeuten kann, einfach die Kamera in einen Teich unter Wasser zu halten und abzudrücken.
    • Hallo Wolff,

      schau mal, ob es für das gängige Filmmaterial Daten gibt, die etwas über die Blauempfindlichkeit aussagen. Denn nur am blauen Ende des Spektrums wird es tiefer unter Wasser etwas geben. Grundsätzlich gelten die Angaben, die du schon gesammelt hast, ja auch für panchromatische Schwarzweißfilme. Im Dümmer wirst du aber nicht in die blaue Zone kommen, eher ist das Licht nach einem Meter weg, weil das Wasser zu trüb ist.

      Ich würde erstmal mit 400er Filmen oder 800er anfangen, aber muss ja kein teures Material sein. Standardentwicklung, dann sehen, ob was brauchbares dabei rauskommt. Du wirst dich da rantasten müssen. Den Ansatz finde ich aber interessant und gar nicht so verquer, wie du meinst.

      Grüße
      Rolf
    • Oh, der Dümmer ist tiefer als einen Meter? Wusste ich gar nicht : )

      Habe gestern den ersten HP5 durchgezogen, allerdings über Wasser, Entfernung und Belichtung geschätzt.
      Dann wollte ich ihn zurückspulen und weil ich seit zig Jahren kein KB mehr gemacht habe, habe ich vergessen, den Rückspulknopf hochzuziehen.
      Also Kamera aufgemacht und huch, Film ist noch gar nicht zurückgespult. Na super.

      Habe ihn trotzdem gerade entwickelt und bis auf die letzten Bilder ist alles okay. Das Licht hat es gerade mal zum Perforationsstreifen geschafft, die Bilder selbst sind zu 100 Prozent ohne Lichteinfall. Außer den letzten natürlich und den ersten, weil ich da zu blöde war, und den Film viel zu weit aufgespult habe beim Einsetzen.

      Alle Bilder sind richtig scharf, Hyperfokale Distanz hat super funktioniert, und auch das Belichtungsschätzen hat super geklappt, maximal eine halbe Blende in den Schatten daneben. Aber gut, das Wetter war gestern auch gut. Trotzdem.

      Nächste Woche kommen die ersten Unterwasserfotos dran : )
    • Der Tipp, die Belichtung über Wasser zu messen und die Werte dann für klares Wasser bis in 1 Meter Tiefe zu verwenden, hat nicht funktioniert. Vielleicht klappt das in der Südsee, hier bei uns fehlen einfach ein paar Blenden.
      Bei einem Meter Tiefe bin ich bei prallem Sonnenschein in 1 Meter Tiefe auf eine 30tel bei Blende 5,6 gekommen, Iso 200. Über Wasser waren es bei gleichem Licht eine 125 tel bei Blende 16. das Wasser war erstaunlich klar.