Unterschiede Horseman 6x9 Modelle

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Unterschiede Horseman 6x9 Modelle

      Hallo,

      kennt jemand von Euch eine gute Übersicht (Deutsch/Englisch) über die Eigenschaften und Unterschiede der verschiedenen 6x9-Horseman-Modelle? Ich interessiere mich explizit für die Unterschiede zwischen der Horseman 985 und VH-R, lerne aber auch gern etwas über alle Modelle. Im Internet bin ich bislang leider nicht sonderlich erfolgreich gewesen. So langsam entwickle ich mich immer weiter vom Kleinbild weg, habe ich das Gefühl.

      Habt Dank
      Uwe
    • Als Besitzer einer Horseman 980 und einer VH (ohne -R) fallen mir spontan folgende nennenswerten Unterschiede ein:
      • VH(-R) Dreh-Rückteil, 980/985 muss für Hochformataufnahmen auf die Seite gedreht werden (zusätzliches Stativgewinde an der Seite)
      • VH(-R) ist neuer
      • VH(-R) hat eine andere Frontklappenentriegelung (ist dann relevant, wenn bei einer 980/985 der Plastikschieber der Verriegelung gebrochen ist)
      Die weiteren Unterschiede sind aus meiner Sicht nahezu vernachlässigbar (OK, Unterschiede beim Entfernungsmesser kann ich nicht beurteilen).
      Zubehör kann problemlos hin- und her- getauscht werden, Objektive ebenfalls.
    • Brauchst du den Messsucher wirklich? Ansonsten ist die VH (Modell ohne Messsucher) bedeutend kompakter und leichter (ca 1,6 ggü 2 kg). Weiterer Vorteil, insbesondere für Architektur und Landschaft: Sie kann auf dem Kopf montiert werden und erlaubt dann direktes front fall (tief shiften), was mit der VH-R/985 nur indirekt über das Abklappen des Laufbodens geht, was umständlicher ist und Einschränkungen mit sich bringt. Die VH gibt es über Ebay aus Japan für sehr kleines Geld.

      Wenn du eine Messsucherkamera für Mittelformat suchst, gibt es sicherlich bessere Lösungen.

      ganz gut:
      bnphoto.org/bnphoto/LFN/CamProf_Horseman1.htm
    • Danke an Eure Antworten.

      Jochen, Du triffst meinen inneren Konflikt ganz gut. Die Notwendigkeit eines Messsuchers hinterfrage ich selbst auch noch, zumal für derartige Aufgaben eine Mamiya Super 23 da ist, mit der ich diesbezüglich gänzlich zufrieden bin. Japan steht in jedem Falle fest. Alle größeren Anschaffungen habe ich immer von Japan her bezogen und war immer sehr zufrieden, sowohl preislich wie auch qualitativ.
    • Uwe Eigenstedt schrieb:

      Danke an Eure Antworten.

      Jochen, Du triffst meinen inneren Konflikt ganz gut. Die Notwendigkeit eines Messsuchers hinterfrage ich selbst auch noch, zumal für derartige Aufgaben eine Mamiya Super 23 da ist, mit der ich diesbezüglich gänzlich zufrieden bin. Japan steht in jedem Falle fest. Alle größeren Anschaffungen habe ich immer von Japan her bezogen und war immer sehr zufrieden, sowohl preislich wie auch qualitativ.
      Wenn du ruhende Motive vom Stativ fotografieren willst, bist du mit der VH auf jeden Fall besser bedient. Für das gesparte Gewicht und Packmaß kannst du ein weiteres Objektiv oder ein Magazin einpacken. Hervorstechendes Merkmal der Horseman-Kameras ist aus meiner Sicht ihre Kompaktheit und ihr niedriges Gewicht bei gleichzeitig sehr guter Verarbeitung und Robustheit. Die VH verkörpert das in Reinstform.

      Freihändige Messucherfotografie mit der VH-R ist hingegen schon arg gewöhnungsbedürftig. Auslösung über "Electrical Grip" mit Solenoidauslöser, der in die Aufnahme auf der Objektivplatine geschraubt wird (die notwendige 18,5-V-Batterie gibt es seit ein paar Jahren nicht mehr im Handel). Ersatzweise kann man mit dem mechanischen Drahtauslöser und Ledergurt als Handgriff fotografieren. Zumindest zum Fixieren der Original-Horseman-Drahtauslöser (der für die alten Objektive vor "ER") gibt es eine Schiene auf dem Gehäuse, die rechte Hand greift durch den Ledergurt und hält die Kamera, der Daumen betätigt den Drahtauslöser. Sollte irgendwie gehen. Mit den ER-Objektiven guckst du allerdings in die Wäsche, die brauchen einen normalen Drahtauslöser mit Einschraubgewinde an der Spitze, der passt nicht auf die Schiene am Gehäuse. Der Sucher mit den x verschiedenen Formatmasken ist auch nicht wirklich übersichtlich, das Messsucherfenster separat und recht klein IIRC. Das Justieren des Messsuchers ist auch so ein Thema. Ich hab die Kamera damals bei Plaubel in Frankfurt überholen lassen (letzter Horseman- und Toyo-Importeur in DE), die Technikerin hat sich einen Wolf gesucht, bis sie rausgefunden hatte, was wie wo. Netterweise hat man mir damals nur den normalen Überholungssatz berechnet und nicht den tatsächlichen Aufwand!

      Mir war das zu umständlich, die VH-R landet also auf dem Stativ als Mattscheibenkamera. Irgendwann habe ich mich dann geärgert, dass ich immer ein halbes Kilo Messsucher mitschleppen muss, obwohl ich ihn nicht verwende (einzig zur Ausschnittsbestimmung ist er ganz praktisch, aber das kann man auch einfacher haben). Also kam die VH. Die VH-R hatte ich dann eine Weile verliehen. Den Messsucher habe ich nicht vermisst. Als die VH-R zu mir zurückkam, wurde sie verkauft.