Einstieg in 6x6 , 6x9 oder 6x12

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    • Einstieg in 6x6 , 6x9 oder 6x12

      Hallo, da ich mich vom Kb verabschiede möchte ich meime analoge Zukunft dem Rollfilm widmen.

      Ich wünsche mir pro/kontra Aussagen für folgende Systeme:

      - Hasselblad 500cm/501cm/503cw vs. Zenza Bronica SQ-A

      - 4x5 mit Rückteil 6x9 bzw. 6x12 (hier spez. auch die Anschaffungskosten)

      Ich weiß schon das hier jetzt jeder SEIN System beschreibt, aber für mich soll es als Denkanstoß/Entscheidungsfindung dienen.
      Viele Grüße, Gerhard.
    • Hallo Gerhard,

      Rollfilmkassetten an einer 4x5 muss man mögen. Man arbeitet über eine Mattscheibe und die ist bei den von Dir präferierten Formaten ziemlich klein und fummelig. Das finde ich bei den MF-Würfeln besser gelöst. Aus der Hand schießen geht auch nicht. Also wenn schon Fachkamera mit allen Nachteilen, dann bitte auch nur mit den Vorteilen (Planfilm, mit 4x5 halbwegs brauchbare Mattscheibe).

      Was hast Du eigentlich vor? Wenn wir wissen, was Deine Vorstellungen sind, können wir besser helfen.

      Viele Grüße

      Tobias
    • Tobias Callenius schrieb:

      Hallo Gerhard,

      Rollfilmkassetten an einer 4x5 muss man mögen. Man arbeitet über eine Mattscheibe und die ist bei den von Dir präferierten Formaten ziemlich klein und fummelig. Das finde ich bei den MF-Würfeln besser gelöst. Aus der Hand schießen geht auch nicht. Also wenn schon Fachkamera mit allen Nachteilen, dann bitte auch nur mit den Vorteilen (Planfilm, mit 4x5 halbwegs brauchbare Mattscheibe).

      Was hast Du eigentlich vor? Wenn wir wissen, was Deine Vorstellungen sind, können wir besser helfen.

      Viele Grüße

      Tobias
      Hallo Tobias, ich möchte weiterhin Dia und SW hybrid verarbeiten.
      Hauptsächlich Landschaft. Und vielen Dank für Deine Ausführung bzgl. Mattscheibe.
      Viele Grüße, Gerhard.
    • Hallo Gerhard,
      Die Hasselblad 500er Serie ist bekannt gut und für das Format sehr leicht, daher ideal für die Reise.
      Das Hasselblad System lässt sicherlich keine Wünsche offen, hat aber auch seinen Preis.
      Reparaturen und ein Service ist kein Problem.
      Ist aber auch leicht zu bekommen, hier mal ein Beispiel:
      fotopartner.de/gebrauchtartikel/hasselblad-gebraucht/?p=3

      Wesentlich günstiger ist ist das Zenza Bronica SQ-A... System,
      auch sehr Umfangreich aber in Deutschland nicht so verbreitet und daher schlecht zu bekommen.
      Ob man an den Fotos, zwischen den Systemen einen Qualitätsunterschied findet, kann ich nicht sagen.
      Reparaturen und ein Service gibts hier in Deutschland für das elektronische Zenza Bronica System meines erachtens nach nicht.
      Hier mal ne Übersicht:
      ianbfoto.com/downloads/Brochur…ca%20SQ-Ai%20Brochure.pdf

      Als Alternative möchte ich noch folgende Systeme nennen:
      Mamiya C330
      ianbfoto.com/downloads/Brochur…ya%20C330S%20Brochure.pdf
      und
      Mamiya 6 und 7
      ianbfoto.com/downloads/Brochures/Mamiya%206MF%20Brochure.pdf
      ianbfoto.com/downloads/Brochur…_7II_Brochure_English.pdf
      Die Messucherkameras sind allerdings inzwischen recht teuer geworden.
      Gute Fotos Friedhelm
    • Friedhelm und die Anderen haben ja schon viel beschrieben. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich es grundsätzlich vorteilhaft finde ein System zu wählen. So kannst du z.B. Film-Backs wechseln und den Film zügig an Licht und Motiv anpassen. Ebenso Objektivwechsel. Das spielt vielleicht auch eine Rolle, wenn mal was (Zentralverschluss im Hasselblad Objektiv) kaputt gehen sollte.

      Für mich war Gewicht und Kompaktheit wichtig und daher hab ich mich für eine Rolleiflex (3,5c) entschieden. Die Mamiya C330 war dicht dran, eben aufgrund der Wechseloptik (und aufgrund des jüngeren Alters).

      Ich werfe ansonsten noch mal 6x7 in die Runde - vielleicht ne Mamiya RB67/RZ67 oder das Pentax 67 System. Damit bist du sehr flexibel, musst aber auch viel tragen. Ich werfe aber noch mal das Rolleiflex 6003-6008 in die Runde. Sind vielleicht auch interessant sw-fotowettbewerb.de/rolleiflex-6003-6008.html

      Sollte es leichter sein, Bessa III oder Plaubel Makina sind auch sehr schön (aber schwer zu finden und teuer).

      Gutes Gelingen!
    • Ich hab eine Mamiya 7 mit einem 43, 65 und 150-er. ideal für Reise im allgemeinen, Street & People weil sie trotz ihrer Größe noch relativ leicht ist.
      Wofür sie nicht taugt sind Sachaufnahmen weil alle dafür erhältlichen Objektive eine relativ großzügig gehaltene Naheinstellgrenze haben (z. B. das 150mm hat 1,8m)
      Sonst ist sie durchaus zu empfehlen, hat einen eingeb. Beli der gut funktioniert, exakte Sucheranzeige und über die Qualität der Linsen brauchtman sich keine gedanken machen.
      die Mamiya 7 ist eine Leica für die, die es gern etwas größer haben.

      die RB/RZ 67 ist ein sauschwerer klotz und für draussen nur für die geeignet die gern schleppen. schnell mal aus der hand geht da nur sehr, sehr bedingt.

      rollei SLX bis 6008 sind super in der qualität, etwas schwer und im falle eines defekts schauts mau aus. optiken dafür sind selten und wenn dann teuer. wenn rollei dann die 6008, da gibts noch ausreichend technisches feedback.
      lg,
      Martin
    • Gerhard Kaspar schrieb:

      Hallo, da ich mich vom Kb verabschiede möchte ich meime analoge Zukunft dem Rollfilm widmen.

      . . .

      Ich weiß schon das hier jetzt jeder SEIN System beschreibt, aber für mich soll es als Denkanstoß/Entscheidungsfindung dienen.

      Da ich weder Hasselblad noch Zenza verwende, aber auch Denkanstöße gefragt sind:
      • Als 6x12cm Kamera nutze ich eine selbstgebaute Lochkamera, die Kosten bleiben damit überschaubar, der Spaß ist riesig: Fishmann - der Lochkamermann
      • Auch den Einsatz einer Agfa-Clack könntest Du ins Auge fassen . . .
      • Das Rollei-System SL66 wurde nicht erwähnt. Es war die direkte Antwort auf Hasselblad, das Gehäuse der SL66 glänzt durch einem schwenkbaren Balgen.
      • Abweichend zu Martin Czermak: Für das Rollei 6000-System (6001-Hy6/2) wird die Reparatur durch den Hersteller angeboten.
      • Völlig außen vor ist das 4.5x6cm Format? Die Studenten in Dortmund haben damals zur Bronica ETRS, nicht zur Hasselblad gegriffen. Die kleinen Mamiya- und Pentax-Systeme gehen natürlich auch, sie sind vergleichsweise günstig zu haben, der Zubehörmarkt ist groß.
      • Wäre 6x7cm eine Option? Meine Fotofreunde haben kommerziell die Pentax 67 genutzt.
      Jenseits der Diskussion über Kamera-Systeme:
      • Die großen Formate spielen in der Dunkelkammer ganz klar ihre Stärken aus, im hybriden Prozess konnte ich das allerdings nicht so ohne weiteres sehen. Man benötigt einen guten MF-Negativ-Scanner (beispielsweise einen Nikon 9000), um Vorteile gegenüber dem guten KB-Scanner zu erzielen. Mit einem besseren Epson Flachbrett-Scanner (700/800) braucht man für sichtbare Vorteile wohl das 6x7cm Format.
      • Mein aktueller hybrider Workflow besteht aus einer Rolleiflex 3003, Spur DSX- und Orthopan-Filmen und einem Minolta Dual Scan IV KB-Scanner. Für die bei uns übliche Ausstellung in 50x60cm Rahmen reicht diese Kombination im direkten Vergleich immer aus. Das Leben mit einer KB-Kamera im Gepäck ist aber einfacher, denn mein Stativ mit seinem Kopf (Berlebach/Novoflex) möchte ja auch noch zusätzlich getragen werden..
      Mit Gruß

      Jochen
    • Der wichtigste Unterschied ist wohl, dass es die Sechslinser nur bei der Rolleiflex gab. Der Rest ist sicherlich vernachlässigbar.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Bernd_Hutschenreuther schrieb:

      Nur eine kleine dumme Frage: Was ist der Vorteil der Rolleyflex gegenüber der Rolleycord, wenn man von der Kurbel absieht?
      Falls kein Qualitätsunterschied bei den Fotos entsteht, wäre das auch eine Möglichkeit. Wesentlich preisgünstiger bei vergleichbarem Erhaltungszustand.

      Die Rolleiflex TLR (GX/FX) wurde bis 2007 weiterentwickelt und gebaut: TTL-Messung und TTL-Blitzbelichtung, dazu Wechselsucher, Planar/Xenotar statt Tessar/Xenar.
      Mit Gruß

      Jochen