Erste Schritte mit der Sinar F und 13x18cm - alles doppelt so groß!

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    • Erste Schritte mit der Sinar F und 13x18cm - alles doppelt so groß!

      Liebe Großformat-Liebhaber;

      nach langen Überlegungen und Analysen der ebay-Einstellungen und Kommentierungen gelangte ich schließlich zu einer Sinar F im Format 13x18.

      Wunderbar! - Aus meiner Graflex-Reihe passte immerhin das Fujinon T 400mm Objektiv, als "kleines" 85mm Objektiv im KB-Format. - Mit der Sinar kam quasi zeitgleich ein Fujinon SW 125mm Weitwinkel, ein 25mm Objektiv im KB-Format, das ich recht "liebe". - Der wuchtige Filter-Durchmesser von 82mm wies mich gleich auf die "neue", größere Format-Größe hin! - Vow! - Und dann kam aus Rumänien, mitten aus der Hauptstadt Bucaresti, das "Normal-Objektiv", ein Fujinon W 210 mm, ein 80mm Objektiv im Mittelformat-Bereich, also eine ideale Brennweite, beinahe so, wie das 40mm Tessar in meiner kleinen Rollei 35 - und diese Brennweite ist ideal, nämlich ein Hauch mehr Winkel als die gängigen 50mm im KB-Bereich.

      Zur Sinar kaufte ich mir eine handvoll 13x18 Magazine, Lisco-Sinar; sowie ein günstiges Päckchen Fomapan 100 zum "Üben". Mit den Magazinen kamen auch drei Päckchen Orwopan 100, ebenso zum "Üben". - Gegenüber den Grafmatic 6-fach-Magazinen scheinen mir diese Doppel-Kassetten deutlich einfacher und zuverlässiger im handling. - Und dann kam noch eine Bankrohr-Verlängerung von 30cm, vor allem für Nah-Aufnahmen mit dem Fujinon T 400 mm.

      Die ersten beiden Planfilme entwickelte ich je mit einem Gummiband und mit einem Tesa-Streifen als "Rollen"; die wurden ganz gut! - Die nächsten vier Planfilme, Orwopan, entwickelte ich nur mit Tesa-Streifen. Aus der Entwickler-Trommel kamen dann aber die losen Blätter übereinander gestaucht; glücklicherweise gut entwickelt, aber schlecht fixiert; das ließ sich aber sogleich in der SChale beheben.

      Heute habe ich die ersten sechs Fomapan 13x18cm Blätter mit der "chinesischen" Poilot PL 57 Spirale in der Jobo-Trommel entwickelt. Die wurden recht gut; allerdings zeigte ein Blatt eine Überlappung; hier gilt es noch das exakte Einlegen zu üben. - Die sechs Blätter trocknen nun unterm West-Fenster. - Morgen kommen die nächsten vier belichteten Blätter dran; Aufnahmen im Freien, am Holzweiher, In Blumegg und am Argen-Zusammenfluss; vow!

      Ich staune über die gute Führung des Manfrotto-3-D-Kopf und mein gutes, altes, aber auch schweres Gitzo-Stativ, das die Sinar F recht gut im Lot hält.

      Gegenüber der Graflex schätze ich freilich das flinke Umdrehen der Negativ-Bühn auf Hoch- und Quer-Format - und das erleichterte Einlegen der Kassetten, ohne Abnahme des Einstellscheibe; super sind die Gitterlinien auf der Einstellscheibe!


      Ich hoffe, diese Tage noch die ersten "kleinen" Vergrößerungen auf 30x40cm machen zu können! - Etwas später sollen die ersten 20x28 inch, etwa 50x72cm Vergrößerungen folgen, die ich dann von der großen 50"-Rolle, also 127cm Breite "runterschneiden" kann; wenn ich 20" schneide, bleiben mir die 28" und weitere 20", als quadratisches Blatt, sowie "Probe-Streifen" für die Belichtungen.


      Nochmals vielen Dank, die mich auf dieser persönlich-photographischen Reise mit viel Rat und manches sehr wichtigen und entscheidenden Hinweise begleitet haben!


      Euer
      Jan-Peter
    • auch von mir ein herzlichen Glückwunsch zu 5x7 bzw. 13x18 !
      Das ist doch schon ein tolles Format und Größe.
      Damit habe ich auch zeitweise geliebäugelt, weil 9x12 bzw. 4x5 doch sehr mickrig ist.
      letztendlich ist es dann 8x10 geworden.
      Grüße !
      Peter
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      6x6 und 6x7
    • Hallo, Tobias, Peter und Bernd;

      ganz vielen Dank für eure ermutigenden Glückwünsche!! - Zu den ersten Vergrößerungen komme ich allerdings erst die kommenden Tage; bisher habe ich erst einmal versucht, ganz verlässliche Entwicklungen herzustellen - und das Einlegen der Bögen in die Spirale zu üben.

      Die ersten Blätter sind Fomapan 100 in Ethol UFG und/oder Ilford ID 11.

      Welche Filme bevorzugt Ihr denn?? - Und mit Color sieht es wohl eher nach Null aus?! - Gut: Ich arbete wirklich nahezu nur in SW.


      Euer
      Jan-Peter
    • Leider nein, Jan-Peter,
      aber das ist ein Punkt auf meiner Liste. Übrigens auch ein Grund, warum ich mich auch für 13x18/5x7 entschieden habe. Farbe ist denkbar! Natürlich, wie du bemerkt hast, benötigt es ein äußerst organisiertes Vorgehen. Zudem, was ich beim "Runterschneiden" von Fotopaier bemerkt habe, ist, dass wenn ich das Messer der Schneidemaschine zu schnell nach unten bewege, dass das einen schwarzen Rand nach dem Entwickeln gibt. Liegt das an lauter kleinen "Mini-Blitzen", die während eines zügigen Schneidevorgangs auftreten? Langsam hatte ich das Problem nicht, die Befürchtung wäre aber, dass der (Farb-)Film da empfindlicher reagiert. Und bei 275 Euronen für 10 Blatt Portra im 8x10 Format ist verschwenden nicht so die tolle Idee.
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Nein, Simon,

      mit dem Zuschneiden von Papier-Formaten hatte ich prinzipiell - bis auf die runde Spannung des Papiers - noch nie Probleme.

      Vermutlich werde ich mal irgendwo günstig eine handvoll SW-Planfilme im Format 8x10 zuschneiden - um zu "üben". - dazu kommt, dass ich selbst 5x7 weder scannen noch farb-vergrößern kann. - Da muss ich mir ei dem sehr engagierten, superlieben Foren-Mitglied, das Color selbst vergrößert, mal Tips und Anleihe holen; allerdings dauert jeder Color-Abzug wohl 20 bis 25 mins: und das halte ich für relativ viel!!


      Jan-Peter
    • Jan-Peter Raspe schrieb:

      hast Du schon mehrere Blätter "runtergeschnitten",
      Ich habe so etwas schon mit 4x5 400Foma gemacht, um für meine Graflex 23 und 34 an Planfilm "heran zu kommen".
      Direkt nach dem Schneiden knipse ich mit einer Zange an der üblichen Stelle etwas heraus, gebe aber den Film direkt in den jeweiligen Halter. Es erleichtert natürlich auch bei der Weiterverarbeitung die Orientierung zu behalten.

      Auf die Schneidgeschwindigkeit habe ich nicht geachtet; habe aber auch keine Randschwärzung Feststellen können. (Evtl. einfach Glück gehabt, oder der Foma neigt nicht zum Blitzen)
    • 13x18 ist natürlich schon super, aber mal ne dumme Frage: Habt ihr da eigentlich Vergrösserer für diese Format? Das sind ja wohl ziemliche Ungetüme und der Platz... doch wohl kaum nur Kontaktabzüge?

      Ich hatte ja mal mit einem 4x5 Vergrösserer geliebäugelt, aber die Grösse eines solchen Teils hat mich abgeschreckt...
      Ich würde allerdings gerne mein selbstbeschichtetetn Glasnegative vergrössern, anstatt nur zu scannen.

      Toni
    • Ja, Toni;

      vor viereinhalb JAhren habe ich einen exzellent erhaltenen Laborator 138 aus einem Fotoladen aus Schwenningen übernommen. - Der hatte mich motiviert, mit der Graflex 4x5 und seit Juni dieses Jahres mit einer Sinar F, 13x18 zu photographieren - und natürlich zu vergrößern! - Ohne die eigene Möglichkeit, "Echt-Bilder" auf Baryt-Papier vergrößern und entwickeln zu können, hätte ich keine der beiden Kameras gekauft. - DAs gilt überhaupt für mein ganzes Photographieren!

      Der LAborator 138 ist ein etwas mehr als zwei Meter hohes Standgerät, das eigentlich nicht viel Platz, eher nur die Höhe benötigt. Dafür lassen sich ganz bequem Bilder bis mehr als 20x28", etwa 60x90 cm vergrößern.

      Ein profesioneller "Scanner" sagte mir mal, ein scan bringt etwa ein Drittel des Originals, also des analogen Films, trotz Verwendung von sehr guten scannern. - Für mich ist immer das Bild am Ende der photographischen Reise DAS Entscheidende - und da würde ich kein scan tolerieren. - Scans sind ganz gut für die Kommunikation hier im Forum, sonst nur Echt-Vergrößerungen, von ganz klein bis ganz groß.

      Wir haben vor etwa drei JAhren wieder mal Photos des legendären Bodensee-Luftbild-Photographen Thorbecke im Format 50x50 gesehen, eigentlich wieder gesehen. Sie basierten auf scans und relativ miserablen Vergrößerungen; vor 25 Jahren habe ich diese Bilder schon einmal als Baryt-Abzüge gesehen, das sind zwei verschiedene Welten!!


      Der Ravensburger Fotoladen am MArienplatz hat immer noch seinen Laborator 1200 mit Farbmischkopf stehen, den er eigentlich verkaufen möchte; zum Vergrößern möchte ich Dir ganz viel Mut machen!! - Und Freude!!


      Jan-Peter